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Gigi

Dreiste Abofalle verschickt Drohbriefe

13 Beiträge in diesem Thema

Drohbriefe vom Anwalt sollen zum zahlen drängen.

Abofalle mit dreisten Drohbriefen: Ein Anwalt aus Potsdam verschickt Mahnschreiben für nachbarschaft24.net. Zitate aus Gerichtsurteilen und Rechtsgutachten sollen den Empfänger einschüchtern und zur Zahlung drängen. Schon früher wurden die Opfer mit trickreichen E-Mails in die Abofalle gelockt. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt rät, nicht zu zahlen.

Wehren Sie sich gegen Abzocker

Die Internetseite nachbarschaft24.net lobt sich selbst als Europas größte Online-Nachbarschaft und verspricht Informationen aus der Umgebung der Mitglieder. Auf der Startseite steht zwar zu lesen, dass nach einem vierzehntägigen kostenlosen Test ein Abo über zwei Jahre für neun Euro im Monat zustande kommt. Doch schon im vergangenen Jahr fiel nachbarschaft24.net mit einer typischen Abo-Abzockermethode auf, mit der die Opfer in die Abofalle gelockt wurden.

Jetzt Post vom Anwalt

Aktuell melden sich viele Opfer in der Verbraucherzentrale Sachen-Anhalt, die Post von einer Rechtsanwaltskanzlei Frank Michalak aus Potsdam bekamen. Darin eine Zahlungsaufforderung und nicht selten auch gleich eine Mahnung. Damit die Zahlungsaufforderung in dem Brief auch wirkt, listet der Anwalt in dem Brief diverse Urteilen und einige Rechtsgutachten auf. Damit soll eine Drohkulisse aufgebaut werden, die das Opfer zur Zahlung des Betrages treiben soll.

Trickreiche E-Mails locken in die Falle

Im vergangenen Jahr bereits verschickten die Betreiber von nachbarschaft24 trickreiche E-Mails. Darin wurde behauptet, ein Nachbar habe eine wichtige Nachricht oder Einladung über die Internetseite geschickt. Dem Abruf der vermeintlichen Nachricht war die Registrierung auf der Internetseite nachbarschaft24.net vorgeschaltet. Wer dort seine Daten eingab, schloss damit unwissentlich den Zweijahresvertrag im Wert von 216 Euro ab. Der Betreiber der Internetseite ist eine Firma namens Netsolutions FZE mit Sitz in Dubai.

Nicht einschüchtern lassen und nicht bezahlen

Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt rät den Betroffenen, nicht zu bezahlen und sich von diesen Anwaltsschreiben auch nicht beeindrucken zu lassen. Neben den im Brief aufgelisteten Urteilen scheinen die Betreiber der Abofalle auch mit lancierten Fehlinformationen in Internetblogs, auf Nachrichtenportalen und Internetseiten die Drohkulisse weiter aufbauen zu wollen. Die Absicht dahinter bleibt, dass betroffene Nutzer, die im Internet recherchieren, abermals verunsichert werden. Doch bereits im vergangenen Jahr hat das Amtsgericht Berlin-Mitte die Forderungen als unbegründet zurückgewiesen und klargestellt, dass es keine Zahlungspflicht für die Betroffenen gibt.

Vorbeugung gegen Abzocker

Sie können sich aktiv gegen Abofallen und ähnliche Abzocker schützen. Zum einen beispielsweise mit der Browser-ErweiterungWOT, die vor bekannten Abofallen und weiteren Internet-Gefahren warnt. Vor allem aber mit gesundem Menschenverstand. Bleiben Sie skeptisch. Schauen Sie sich eine Webseite gründlich an und lesen Sie das Kleingedruckte, bevor Sie sich irgendwo registrieren. Schauen Sie auch mal ins Impressum und die AGB einer Seite. Hat der Betreiber einen deutschen Firmensitz? Oder verbirgt er sich irgendwo im Ausland, wo der Firmensitz außerhalb deutscher Verbraucherschutzgesetze liegt? Zu einem Betrug gehören immer zwei: Der Betrüger und der, der darauf reinfällt. Eine gesunde Skepsis kann Sie bereits vor einem Großteil der Abzockerseiten schützen. Im PDF-Download Vorsicht, Internetfallen! erfahren Sie, wie Sie sich vor Internetbetrügern schützen und wie Sie sich gegen diese wehren können.

(Quelle: t-online.de)

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Diesen " Anwalt" kenne ich, hat mir auch schon mal gedroht. Eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer Brandenburg ergab das der gute Herr dort nicht einmal Mitglied ist, was darauf schließen lässt das der gute Rechtspfleger keiner ist.

Das ist aber schon 1 Jahr her und daher wundert es mich ein bisschen das den Betrügern hier nicht schon längst das Handwerk gelegt wurde.

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Solchen Anwälten gehört eigentlich lebenslanges Berufsverbot. Ich find die noch schlimmer als die Abzocker.

qft

Anstatt einen Anwalt zu nehmen, würde ich eher ein paar Auftragsschläger vorbeischicken.Hätte bei solchen Leuten wohl mehr Wirkung.

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Diesen " Anwalt" kenne ich, hat mir auch schon mal gedroht. Eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer Brandenburg ergab das der gute Herr dort nicht einmal Mitglied ist, was darauf schließen lässt das der gute Rechtspfleger keiner ist.

Das ist aber schon 1 Jahr her und daher wundert es mich ein bisschen das den Betrügern hier nicht schon längst das Handwerk gelegt wurde.

ganz so einfach ist es nicht. wer nicht mitglied bei einer anwaltskammer ist, ist deshalb noch lange nicht kein jurist. und um strafverteidiger sein zu können musst du nicht mitglied der rechtsanwaltskammer sein.

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ganz so einfach ist es nicht. wer nicht mitglied bei einer anwaltskammer ist, ist deshalb noch lange nicht kein jurist. und um strafverteidiger sein zu können musst du nicht mitglied der rechtsanwaltskammer sein.

Die werden wohl aber wissen ob jemand Anwalt ist oder nicht. Und wenn sie sagen das es unter diesem Namen und unter dieser Anscharift in Potsdam keinen Anwalt gibt, so ist dies für mich ein Zeichen dafür das hier Betrüger am Werk sind.

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Die werden wohl aber wissen ob jemand Anwalt ist oder nicht. Und wenn sie sagen das es unter diesem Namen und unter dieser Anscharift in Potsdam keinen Anwalt gibt, so ist dies für mich ein Zeichen dafür das hier Betrüger am Werk sind.

das heißt noch nicht automatisch, dass auf dieser anschrift niemand mit diesem namen wohnt, bzw. dass es diese anschrift tatsächlich nicht gibt. aber ich nehm mal an, dass die kammer zumindest weiß wer denn alles strafverteidiger ist. und ja, es ist natürlich trotzdem ein beschiss, ganz wurscht ob da mit einem echten anwalt oder einem fake-anwalt gearbeitet wird.

ich glaub bei vox/spiegel-tv sind sie so jemandem mal auf die pelle gerückt. diese anwältin (?) war dann plötzlich für die medien nicht erreichbar. das türschild der anwaltskanzlei gab's aber wirklich.

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In Deutschland? In Österreich?

österreich

kann nur deutschland sein, wenn das wirklich stimmen sollt

ein freund von mir, der zufällig diese woche die anwaltsprüfung hatte, hat mir das erzählt. afaik hatte der mal ein praktikum bei einem strafverteidiger gemacht und dieser herr war kein kammermitglied (warum auch immer).

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