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Neue Struktur soll die Zukunft sichern

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Neue Struktur soll die Zukunft sichern

(21.9.2006 15:34)

Rund drei Stunden dauerte heute Nachmittag die Präsidiumssitzung im Horr-Stadion. An dieser teilgenommen haben Präsident Dr. Peter Langer, die Vizepräsidenten Andreas Rudas (beide im Bild) und Dr. Peter Pelinka, als Vertreter des Verwaltungsrats Dr. Kurt Heindl sowie Manager Markus Kraetschmer. Es war eine lange Gesprächsrunde, aber am Ende hat man sich für ein neues Konzept für die Zukunft entschieden.

Im Präsidiumszimmer im 2. Stock der Geschäftsstelle ist es hinter verschlossenen Türen im wesentlichen um zwei Dinge gegangen:

Teil 1 befasste sich mit dem Sport. Mit Sportdirektor Peter Stöger und Trainer Frenkie Schinkels wurde die sportliche Situation besprochen. Das Präsidium hat sich über die Perspektiven erkundigt und ist nach wie vor vom Weg mit den jungen Österreichern sowie einigen Toplegionären überzeugt. "Es ist für uns eine positive Richtung, in die wir gehen", erklärt Dr. Langer, der auch die in den letzten Tagen aufgeflammte Trainer-Diskussion nochmals mit Stöger und Schinkels diskutiert hat. "Wir sind doch nicht so naiv und treten so eine Diskussion los, wenn wir hier gar nichts mitzubestimmen haben. Der aktuelle Trainer wird vom Betriebsführer bestellt, Meldungen in einigen Zeitungsberichten waren falsch, das haben wir den beiden auch so gesagt."

Teil 2 war der wirtschaftlichen Zukunft des Klubs gewidmet. Der Profispielbetrieb (Kampfmannschaft und Amateure) soll in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert werden, die aber nicht börsennotiert ist. Frank Stronach hat seit der Ankündigung aus dem Betriebsführer-Vertrag auszusteigen, immer wieder erwähnt, dass er vielleicht als Sponsor weitermachen könnte, allerdings müssten sich die Voraussetzungen dafür ändern. Er möchte nicht mehr der Alleinverantwortliche für das Budget sein, sondern andere sollen ebenfalls mit in das Boot geholt werden.

Die Idee dahinter ist keine neue. So wie etwa beim FC Bayern München soll auch bei der Austria ein Aufsichtsrat für die AG installiert werden. Dieser wird aus Vertretern des Präsidiums sowie aus einigen Sponsorvertretern bestehen. "Wir haben bei den laufenden Verhandlungen mit interessierten Werbepartnern erkannt, dass dies die beste Variante sein wird. Das haben uns auch diese Partner bestätigt", sagt Manager Kraetschmer.

Der Verein bleibt bestehen, kümmert sich um die Jugendabteilung etc. Mit dieser Struktur werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Zukunft des Klubs auf ein breites Fundament gestellt werden kann, die Abhängigkeit von nur einem einzelnen Partner wird reduziert. Natürlich ist diese Variante auch noch lange nicht beschlossene Tatsache, sondern es bedarf auch noch einiger Sitzungen mit verschiedenen Vereinsgremien wie mit dem Verwaltungsrat, der Generalversammlung und dem Kuratorium. Kraetschmer über die ersten Reaktionen dazu: "Der Herr Bürgermeister Häupl als Vorsitzender des Kuratoriums oder MAGNA-Vorstandschef Sigi Wolf haben schon signalisiert, dass sie diese Idee befürworten."

Fazit: So wird die Voraussetzung geschaffen, dass Frank Stronach mit MAGNA weiterhin als Sponsor bei der Austria aktiv sein kann, seine Forderung, dass auch andere Partner den Spielbetrieb mitfinanzieren müssen, wäre somit erfüllt. Die Wiener Austria würde bei Schaffung dieser AG künftig nicht nur von einem Geldgeber abhängig sein, sondern hätte mehrere Partner hinter sich. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Einhaltung von Strategie und Budget, mischt sich in das operative Tagesgeschäft aber nicht ein, solange das Management im definierten Rahmen agiert. Hierfür ist noch eine genaue Geschäftsordnung festzulegen.

Somit können die Voraussetzungen geschaffen werden, dass die eingeschlagene Strategie - junge Österreicher über die Akademie und die Amateurmannschaft in die Kampfmannschaft zu integrieren - fortgesetzt wird. Ein Abweichen davon könnte nur mit Genehmigung des Aufsichtsrates erfolgen.

Ein einfaches Beispiel zur Erklärung: Will die sportliche Leitung nun aber einen Spieler vom Kaliber eines Ronaldo verpflichten, der den finanziellen Rahmen sprengen würde, muss der Aufsichtsrat in einer dringlichen Sitzung entscheiden, wie zu verfahren ist. Ansonsten soll der Aufsichtsrat turnusmäßig (z. B. einmal pro Quartal) tagen, diese Details sind aber im Aktienrecht sehr klar geregelt. Auch die einschlägigen Bestimmungen der UEFA- und FIFA-Regularien können eingehalten werden.

Aber wie gesagt, noch ist dies nur ein Konzept, die Umsetzung das Ziel für die nächsten Monate. Die zeitliche Umsetzung ist durch die Fristenläufe des Lizenzierungsverfahrens (März 2007) ebenso vorgegeben.

Auch über das Stadion wurde gesprochen, das für dieses Zukunftskonzept eine wichtige Voraussetzung darstellt. Hier gilt es jedoch die Finalisierung der Gespräche zwischen der Gemeinde Wien und MAGNA abzuwarten.

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Blick zwar noch nicht restlos durch, da ja auch noch viele Infos fehlen, aber auf den ersten Blick sehe ich die Angelegenheit durchaus positiv. Die Frage wird nur sein wer das Management bestimmt und wie dieses ergo aussehen wird. Bleiben im wesentlichen die gleichen Leute, bestimmt der Aufsichtsrat deren Zusammenstellung usw. Wie gesagt: Viele Fragen offen, aber der Ansatz erscheint mir ein guter und richtiger zu sein, da die Allmacht eines Einzelnen weitgehend ausgeschlossen wird und das Management bzw. die Verantwortlichen für den sportlichen Bereich weitestgehend ungestört und konstant ohne äußere Einmischungen arbeiten können!

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der Ansatz erscheint mir ein guter und richtiger zu sein, da die Allmacht eines Einzelnen weitgehend ausgeschlossen wird und das Management bzw. die Verantwortlichen für den sportlichen Bereich weitestgehend ungestört und konstant ohne äußere Einmischungen arbeiten können!

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ja, das sehe ich genauso, eigentlich nur eindeutig gut und richtig.

als ganz besonders positiv ist dabei hervorzuheben, dass präsident langer nun einmal ein machtwort gesprochen hat, um die "allmacht und äußeren einmischungen eines einzelnen" (wer die austria gut kennt, weiss, wer hier gemeint ist!) zu beenden und dem ein für allemal einen riegel vorzuschieben! man sieht daran wieder, dass es ohne starke und verantwortungsvolle figuren im hintergrund halt nicht, denn sonst könnte durchaus eine situation entstehen, in der keiner wüsste, wie es nun weitergeht. es wäre sogar durchaus vorstellbar, dass sich das auf den laufenden spielbetrieb und die leistungen der mannschaft auswirkt! dass langer genau das verhindert hat, ist ihm nicht hoch genug anzurechnen.

bT

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solange nicht restlos geklärt ist WER aller in dem dem entscheidungsfindenden gremium sitzt ist eine vorhersage der zukünftigen ereignisse/richtung in die wir uns bewegen zeitverschwendung.

für mich wirkt das ganze wie eine aufteilung der kompetenzen auf möglichst viele köpfe, wo alles möglichst lange zerredet wird, aber keine beschlüsse getroffen werden können.

der verein ist tod- red ma drüber

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für mich wirkt das ganze wie eine aufteilung der kompetenzen auf möglichst viele köpfe, wo alles möglichst lange zerredet wird, aber keine beschlüsse getroffen werden können.

1227958[/snapback]

und wenn's nur einer ist, kommt man sich doch so "geknebelt" vor oder ?

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schlechte entscheidungen sind besser als garkeine!!

1228224[/snapback]

da hast auf jeden fall recht!

wobei natürlich abzuwarten ist, ob die entscheidung schlecht ist oder nicht!

mögliche "aktionäre" außer strohsack sind noch keine genannt worden oder ?

aber solange finanzielle aussichten über österreichs mittelmaß hinaus ohne untergang des vereins geboten wird, bin ich prinzipiell einmal aufgeschlossen! um den 8ten platz spielen interessiert mich nämlich nicht besonders

und nachdem ja die tagesagenden eh in der "kompetenz" der sportlichen leitung bleiben, bin ich diebezüglich ja beruhigt :hexe:

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Aktiengesellschaft !?

Seid ihr wahnsinnig, das ist der Anfang des Endes der Austria.

Jetzt gehört (zumind. rechtlich) der Verein seinen Mitgliedern, die können derzeit noch bestimmen. Danach geht nichts mehr.

Dann kann jeder herkommen und ohne irgendjemanden zu fragen, den Betrieb übernehmen, jeder der Kohle hat!

Siehe Manchester United, siehe Wimbledon.

Oder siehe Salzburg, die haben sich 2000 an die Salzburg Sport AG verschleudert, somit war der Weg frei für jede Übernahme, und gebracht hatte es ihnen damals nichts. Jetzt ist der Verein weg.

Wehret den Anfängen, und wenn es nicht geht, dann versucht Einfluß zu nehmen, dann mit Geld, mit viel Geld.

Wie es gehen kann zeigt Supporters Direct.

Edited by Colarotinho

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Aktiengesellschaft !?

Seid ihr wahnsinnig, das ist der Anfang des Endes der Austria.

Jetzt gehört (zumind. rechtlich) der Verein seinen Mitgliedern, die können derzeit noch bestimmen. Danach geht nichts mehr.

Dann kann jeder herkommen und ohne irgendjemanden zu fragen, den Betrieb übernehmen, jeder der Kohle hat!

Siehe Manchester United, siehe Wimbledon.

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Nö, In unseren Fall geht es, wenn überhaupt, um eine nicht-börsennotierte AG.

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Nö, In unseren Fall geht es, wenn überhaupt, um eine nicht-börsennotierte AG.

1228325[/snapback]

glaubst hat die salzburg sport ag an der boerse notiert?

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glaubst hat die salzburg sport ag an der boerse notiert?

1228329[/snapback]

Die Antwort kam für Wimbledon/Manchester und das dann jeder Dodl kaufen könnte.

Bei der anderen Variante kann mans ja wie die Bayern machen, da hält glaub ich der F.C. Bayern München e.V. 90% an der AG, die sind ja meines Wissens auch nicht an der Börse.

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