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Barcelona - Feyenoord 5:1

Einseitiges, aber stets unterhaltsames Champions-League-Match.

Barcelona lag bei den Buchmachern weit vorne, ein Sieg der Katalanen schien für die Wettanbieter bereits vor Anpfiff beschlossene Sache zu sein. Feyenoord wurde für einen Punktegewinn lediglich eine minimale Chance eingeräumt und entsprechende Quoten wurden auch angeboten. Auch dass viele Tore fallen würden, dessen schien man sich im Kreise der Bookies so gut wie sicher zu sein.

Diesmal habe ich es zur Einladung des Kumpels geschafft, zu dritt saßen wir vor dessen Sky-Abo und schauten die Begegnung. Die anderen beiden – eigenen Angaben zufolge Groundhopper und keiner Mannschaft anhängig, im Grunde ihrer Herzen verorte ich sie jedoch am Verteilerkreis – haben wie auch ich ein Faible für die Underdogs und so drückten wir Feyenoord die Daumen.

Viel zu lachen hatten wir das ganze Match über nicht, denn die Buchmacher behielten Recht und die Chance des Außenseiters auf eine Sensation war bereits nach wenigen Minuten dahin. Raphinha hatte in Minute drei mit einem sehenswerten Solo drei Verteidiger aussteigen lassen und auf 1:0 gestellt, etwa zwanzig Minuten danach netzte Adeyemi mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck. Tormann Ernst hatte in beiden Situationen keine Abwehrmöglichkeit.

Bei strömendem Regen verging die restliche erste Hälfte zwar torlos, aber sehenswert. Barcelona kombinierte flüssig und schnell, Feyenoord hatte beim Ballbesitz gefühlt einen einstelligen Prozentsatz. Ein paar Chancen der Niederländer scheiterten an der gut stehenden Abwehr der Gastgeber, oder am zu langsamen Umschaltspiel nach Ballgewinnen (ja, die gab es tatsächlich).

Mit dem leistungsgerechten 2-Tore-Vorsprung ging es dann in die Kabinen. Nach Seitenwechsel versuchten die Niederländer mit schnellem Kombinationsspiel zum Erfolg zu kommen, doch damit kann man Barcelona nicht beeindrucken, das ist von jeher deren Kernkompetenz. Härteeinlagen getraute man sich wohl nicht, beziehungsweise kam man erst gar nicht in die Zweikämpfe. Lediglich zwei Mal zückte Schiedsrichter Jablonski die gelbe Karte, und das waren beides Textilvergehen.

Zwischendurch fiel noch das 3:0 wieder durch Raphinha und dann das 4:0 durch Yamal, der einen Freistoß durch die Mauer in die Maschen haute. Tormann Ernst schüttelte danach zu Recht den Kopf, das sollte in so einem Match nicht passieren. In der 82. Minuten gelang den Gästen der Ehrentreffer durch Steijn, der eine lange Flanke durch den Strafraum verwerten konnte. Sah relativ einfach aus und fiel wohl in die Kategorie „Gegner unterschätzt“.

Das 5:1 durch Jesus, der eine Flanke von Yamal per Kopf in die Ecke verlängerte, war dann nur noch Draufgabe, da war das Match schon längst entschieden. Damit endete ein einseitiges, durch technische und taktische Finessen jedoch jederzeit ansehnliches Match in der Champions League.

Nach Abpfiff spekulierten wir noch ein wenig, wie der LASK wohl gegen die Katalanen ausgesehen hätte und kamen auf kein gutes Ergebnis. Ich meine, Feyenoord ist jetzt keine schlechte Mannschaft und wohl einem jeden österreichischen Team überlegen – und wenn die dort so untergehen, dann möchte ich nicht wissen, was Barca mit dem österreichischen Vertreter in der CL aufgeführt hätte. Nein, das möchte ich mir jetzt nicht vorstellen…              

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