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Sekt für die Nutten - Champagner für uns!
Amarildo Lambrechtsteiner schrieb vor 41 Minuten:

Wenn die Fifa die Spielansetzungen so klug macht, dass man das gewünschte Ergebnis schon vor dem Spiel weiß, dann muss sie mit sowas rechnen. Es ist wirklich nicht schön, aber letztlich nur menschlich, da nichts mehr zu riskieren. 

 

Sie haben eh 12 Minuten gebraucht, bis sie draufgekommen sind. :davinci:

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Posting-Pate
Amarildo Lambrechtsteiner schrieb vor 1 Stunde:

Wenn die Fifa die Spielansetzungen so klug macht, dass man das gewünschte Ergebnis schon vor dem Spiel weiß, dann muss sie mit sowas rechnen. Es ist wirklich nicht schön, aber letztlich nur menschlich, da nichts mehr zu riskieren. 

2004 ist bei der EM bei Schweden Dänemark ja auch zufällig das für beide ideale 2:2 rausgekommen, das Italien (unabhängig von deren Resultat) rausgekickt hat. Auch hier glaube ich nicht an Schiebung, aber dass der letzte Schritt in der Defensive dann vielleicht nicht mehr gemacht wird, dass man sich nicht mehr mit letzter Kraft reinhaut, dass man sich dann nicht mehr gegenseitig weh tut, das glaube ich sehr wohl. 

Hab jetzt nachgesehen. Da hat Schweden gegen Dänemark erst in der 89. Minute ausgeglichen. Bei einer Niederlage wären sie weg gewesen. Das schaut gar nicht nach Absprache aus.

Dass die beiden dann in den letzten paar Minuten des Spiels - beide waren mit dem Remis weiter - nicht mehr auf Teufelkommraus gekickt haben, ist verständlich, aber ausgemacht war bei dem 2:2 nix, glaub ich. 

Gijon ist da schon ganz was anderes. Es war eine Halbzeit lang die völlige Kapitulation des Sports. Es war eine Verarschung des Publikums, eine Verhöhnung des Fußballs.

Das faszinierende ist ja, wie wenig Konsequenzen es gab (gab es überhaupt welche?) und wie sehr wir uns über Cordoba freuen und wie wenig wir uns für Gijon genieren. 



 

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Knows how to post...
rabauke schrieb vor 4 Minuten:


Das faszinierende ist ja, wie wenig Konsequenzen es gab (gab es überhaupt welche?) und wie sehr wir uns über Cordoba freuen und wie wenig wir uns für Gijon genieren. 
 

War nicht eine Konsequenz die gleichzeitige Ansetzung von Spielen der letzten Runde?

Was Cordoba betrifft: Mir geht das Ganze schon seit Jahr(zehnt)en auf den Geist. Denn was haben wir damals FÜR UNS erreicht (außer dass ein Sieg gegen Deutschland natürlich besonders schön ist)? Gar nichts, wir sind ausgeschieden und nach Hause gefahren. Aber gefreut haben sich alle, dass wir die Deutschen heimgeschickt haben. Ich hätte mich lieber darüber gefreut, dass wir weitergekommen wären. Aber so sind halt die Österreicher, zumindest ein großer Teil von ihnen: Man freut sich fast mehr über das Scheitern eines Gegners als über den eigenen Erfolg...

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wienpendler schrieb vor 6 Minuten:

War nicht eine Konsequenz die gleichzeitige Ansetzung von Spielen der letzten Runde?

 

Ja, das wurde danach so eingeführt.

Aber es hätte schon nach 1978 kommen müssen, als Argentinien mit einem 6:0 gegen Peru ins Finale einzog. Sie hatten gewußt, dass sie mit 4 Toren Ditfferenz gewinnen müssen, um Brasilien abzufangen. Da haben einige nachgeholfen, dass Peru schwere Füße hat.

Die Coroba-Verklärung geht mir auch schon auf den Sack. 

Die Verklärung der WM in Argentinien ist insgesamt bizarr angesichts der Tatsache, dass Argeninien 1978 eine Militärdiktatur war. Gegen die WM in Qatar gab es immerhin (berechtigten) Widerstand, die WM in Argentinien glitt unter einer schleimigen "Buenos Dias, Argentina" Schnulze durch die Länder dieser Welt. 

https://www.kicker.at/bestechungsvorwuerfe_final_drama_und_folter_bei_der_wm_1978_das_befleckte_turnier-777500/artikel

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Postet viiiel zu viel
rabauke schrieb vor 41 Minuten:

Gijon ist da schon ganz was anderes. Es war eine Halbzeit lang die völlige Kapitulation des Sports. Es war eine Verarschung des Publikums, eine Verhöhnung des Fußballs.

Das faszinierende ist ja, wie wenig Konsequenzen es gab (gab es überhaupt welche?) und wie sehr wir uns über Cordoba freuen und wie wenig wir uns für Gijon genieren. 
 

Wenn du Strafen mit Konsequenzen meinst, kann es die nur geben, wenn man die Regeln bricht! Es gab aber keine Regel, die eine Absprache nicht erlaubt hätte. 

Das das ganzen gegen jegliche sportliche Ehre war steht natürlich auf einen anderen Blatt Papier. Zum Glück war ich da noch nicht auf der Welt, weil ich hätte mir lange kein Spiel der österreichischen Nationalmannschaft mehr angesehen, vor allem weil man die Deutschen aus den Turnier schießen hätte können. 

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hoeninjo schrieb vor 24 Minuten:

Wenn du Strafen mit Konsequenzen meinst, kann es die nur geben, wenn man die Regeln bricht! Es gab aber keine Regel, die eine Absprache nicht erlaubt hätte. 

Das das ganzen gegen jegliche sportliche Ehre war steht natürlich auf einen anderen Blatt Papier. Zum Glück war ich da noch nicht auf der Welt, weil ich hätte mir lange kein Spiel der österreichischen Nationalmannschaft mehr angesehen, vor allem weil man die Deutschen aus den Turnier schießen hätte können. 

Da hast schon recht, rein "juristisch" war Gijon kein Vergehen. 

Das andere ist die Wahrnehmung, es hat ein paar Tage ein bisserl Wirbel gegeben in der Öffentlichkeit, aber das wars dann schon. 

So viel ich ich erinnern kann, ist der Koncilia kurz nach dem Spiel ziemlich präpotent im Fernsehstudio gesessen und hat gemeint, warum scheißen sich alle an, Österreich ist aufgestiegen und hat jetzt eine reelle Chance auf das Seminfinale einer WM und die Nörgler sollen gusch sein. 

Und wir, (und da zähle ich mich dazu, ich war damals grad 11 Jahre alt) haben das gefressen und schnell vergessen.

bearbeitet von rabauke

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wienpendler schrieb vor einer Stunde:

War nicht eine Konsequenz die gleichzeitige Ansetzung von Spielen der letzten Runde?

Was Cordoba betrifft: Mir geht das Ganze schon seit Jahr(zehnt)en auf den Geist. Denn was haben wir damals FÜR UNS erreicht (außer dass ein Sieg gegen Deutschland natürlich besonders schön ist)? Gar nichts, wir sind ausgeschieden und nach Hause gefahren. Aber gefreut haben sich alle, dass wir die Deutschen heimgeschickt haben. Ich hätte mich lieber darüber gefreut, dass wir weitergekommen wären. Aber so sind halt die Österreicher, zumindest ein großer Teil von ihnen: Man freut sich fast mehr über das Scheitern eines Gegners als über den eigenen Erfolg...

Das war schon nicht mehr möglich. Unser Ausscheiden war zum Spielzeitpunkt schon fix.

Damit war der Erfolg über D der einzige, der noch möglich war, quasi der Trostpreis. Somit stimmt dein letzter Satz natürlich auch.

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firewhoman schrieb vor 18 Minuten:

Das war schon nicht mehr möglich. Unser Ausscheiden war zum Spielzeitpunkt schon fix.

Ich weiß, dass es für uns um "nichts" mehr ging. Aber gefreut haben wir uns, als ob wir Weltmeister geworden wären. Dabei haben wir "nur" ein eigentlich nicht mehr bedeutsames Länderspiel gewonnen...

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Top-Schriftsteller
rabauke schrieb vor 4 Stunden:

Dass die beiden dann in den letzten paar Minuten des Spiels - beide waren mit dem Remis weiter - nicht mehr auf Teufelkommraus gekickt haben, ist verständlich, aber ausgemacht war bei dem 2:2 nix, glaub ich. 

Genau das meinte ich. 

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Amarildo Lambrechtsteiner schrieb vor 21 Minuten:

Genau das meinte ich. 

Galatasaray vs, Sturm anno 2000 das gleiche, wenngleich nur für die letzen Minuten. Beide weiter mit dem Remis.

Bis zur 80 Minute war es aber ein packendes Spiel
 

 

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Dauer-ASB-Surfer

 

wienpendler schrieb vor 5 Stunden:

Ich weiß, dass es für uns um "nichts" mehr ging. Aber gefreut haben wir uns, als ob wir Weltmeister geworden wären. Dabei haben wir "nur" ein eigentlich nicht mehr bedeutsames Länderspiel gewonnen...

Wir haben aber auch den amtierenden Weltmeister von 1974, der im Vorfeld des Spiels, so wie es zumindest zu der Zeit der Deutschen Art war, sehr überheblich nur von der Höhe des Sieges gesprochen und geschrieben haben, nach Hause geschickt. Aber vermutlich sind die meisten hier noch zu jung um die (Schaden)Freude über diesen Sieg, auch wenn er eigentlich wertlos war, wirklich zu verstehen. 😉

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Die damalige Mannschaft hatte das Zeug, unter die letzten 4 zu kommen. Leider gab's, wenn man sich an das Spiel erinnert, diese völlig unnötige Niederlage gegen Italien. So blieb halt nur dieses (ewig nervende) Cordoba...

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