Die Austria und das liebe Geld


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Posting-Pate
MB99 schrieb vor einer Stunde:

Im Übrigen werde ich nie verstehen, warum die Austria nicht 1894 als Gründungsdatum angibt, sondern erst 1911 – immerhin ging die gesamte Fußball-Sektion der Cricketer zu den Amateuren (also der späteren Austria).

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob sich die GESAMTE Fußballsektion verabschiedet hat. Bin jetzt aber zu faul, um das nachzurecherchieren. Wenn nicht, dann wäre wohl bei gravierenden Meinungsverschiedenheiten im "Normalfall" die Minderheit von der Mehrheit entfernt oder rausgeekelt worden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die damaligen Vorkommnisse korrekt in den Geschichtsbüchern wiedergegeben werden, weil die Berichte darüber für mich nicht stimmig sind.

MWn ging die Fußball-Sektion aber nicht zu den (bestehenden) Amateuren, sondern gründeten diese. Deswegen wohl 1911. MWn hat aber auch schon das erste Spiel 1910 stattgefunden, noch bevor man im Vereinsregister eingetragen war.

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Banklwärmer
Altes Landgut schrieb vor 3 Stunden:

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob sich die GESAMTE Fußballsektion verabschiedet hat. Bin jetzt aber zu faul, um das nachzurecherchieren. Wenn nicht, dann wäre wohl bei gravierenden Meinungsverschiedenheiten im "Normalfall" die Minderheit von der Mehrheit entfernt oder rausgeekelt worden. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die damaligen Vorkommnisse korrekt in den Geschichtsbüchern wiedergegeben werden, weil die Berichte darüber für mich nicht stimmig sind.

MWn ging die Fußball-Sektion aber nicht zu den (bestehenden) Amateuren, sondern gründeten diese. Deswegen wohl 1911. MWn hat aber auch schon das erste Spiel 1910 stattgefunden, noch bevor man im Vereinsregister eingetragen war.

Servus, du hast natürlich völlig recht, dass die Amateure bereits 1910 gegründet wurden! 1911 war dann die offizielle Aufnahme in den ÖFB, ich wollte da nicht mit noch mehr Jahreszahlen herum werfen 😉 Bezüglich des Übergangs, das hatte ich tatsächlich nicht gut formuliert, natürlich wurden die Amateure neu gegründet. Wer beteiligt war, zitiert von der Homepage der Austria (https://fk-austria.at/klub/geschichte/anf%C3%A4nge): „einige Funktionäre und fast die gesamte erste Mannschaft der Cricketer“. Und: „Als man sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit stellte, konnte fast die gesamte erste Mannschaft der ehemaligen schwarz-blauen Cricketer die neuen violetten Trikots überstreifen“. Ich würde das also durchaus als Kontinuität zur Austria sehen.

Weil wir hier im Geld-Kanal sind und damit wir auch dorthin zurückzukommen: Ich hatte auch einmal mit einem Verantwortlichen der Austria darüber gesprochen, warum die Austria nicht 1894 als Gründungsdatum angibt. Die Antwort war sinngemäß, dass das schon seine Berechtigung hätte, doch der Verein und das Merch seien inzwischen mit 1911 gebrandet. Das ist natürlich aus Marketing-Sicht durchaus ein Argument. Doch wäre ich der Verein, würde ich 1894 zumindest wesentlich mehr hervorheben.

Sehr viele große Traditionsvereine in Europa sind vor der Jahrhundertwende gegründet worden, das scheint mir also auch international ein bedeutendes Merkmal. Dazu würde die Austria dann auch betonen, dass sie älter wäre als der grüne Erzrivale, sollte aus Sicht des Vereins eigentlich ein Punkt sein.

Doch, wie gesagt, ich verstehe natürlich auch die Marketing-Ebene. Gleichzeitig bin ich nicht sicher, wie tief die Jahreszahl 1911 tatsächlich verankert ist. Mein Eindruck wäre auch, dass das ältere Gründungsdatum bei der (internationalen) Vermarktung mithelfen könnte - entsprechende Auftritte und Ergebnisse natürlich vorausgesetzt. Doch es kann natürlich auch gut sein, dass ich das völlig überschätze.

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Held von heute
MB99 schrieb vor 15 Minuten:

Servus, du hast natürlich völlig recht, dass die Amateure bereits 1910 gegründet wurden! 1911 war dann die offizielle Aufnahme in den ÖFB, ich wollte da nicht mit noch mehr Jahreszahlen herum werfen 😉 Bezüglich des Übergangs, das hatte ich tatsächlich nicht gut formuliert, natürlich wurden die Amateure neu gegründet. Wer beteiligt war, zitiert von der Homepage der Austria (https://fk-austria.at/klub/geschichte/anf%C3%A4nge): „einige Funktionäre und fast die gesamte erste Mannschaft der Cricketer“. Und: „Als man sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit stellte, konnte fast die gesamte erste Mannschaft der ehemaligen schwarz-blauen Cricketer die neuen violetten Trikots überstreifen“. Ich würde das also durchaus als Kontinuität zur Austria sehen.

Weil wir hier im Geld-Kanal sind und damit wir auch dorthin zurückzukommen: Ich hatte auch einmal mit einem Verantwortlichen der Austria darüber gesprochen, warum die Austria nicht 1894 als Gründungsdatum angibt. Die Antwort war sinngemäß, dass das schon seine Berechtigung hätte, doch der Verein und das Merch seien inzwischen mit 1911 gebrandet. Das ist natürlich aus Marketing-Sicht durchaus ein Argument. Doch wäre ich der Verein, würde ich 1894 zumindest wesentlich mehr hervorheben.

Sehr viele große Traditionsvereine in Europa sind vor der Jahrhundertwende gegründet worden, das scheint mir also auch international ein bedeutendes Merkmal. Dazu würde die Austria dann auch betonen, dass sie älter wäre als der grüne Erzrivale, sollte aus Sicht des Vereins eigentlich ein Punkt sein.

Doch, wie gesagt, ich verstehe natürlich auch die Marketing-Ebene. Gleichzeitig bin ich nicht sicher, wie tief die Jahreszahl 1911 tatsächlich verankert ist. Mein Eindruck wäre auch, dass das ältere Gründungsdatum bei der (internationalen) Vermarktung mithelfen könnte - entsprechende Auftritte und Ergebnisse natürlich vorausgesetzt. Doch es kann natürlich auch gut sein, dass ich das völlig überschätze.

Die Amas haben sich im Streit von den Cricketer getrennt und einen neuen Verein gegründet. Es wäre schon recht peinlich, deren "Gründungs"datum zu kapern, zumal die Cricketer ja weiterhin eine Fußballsektion betrieben haben dürften.

bearbeitet von brillantinbrutal

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Posting-Pate
MB99 schrieb vor 12 Minuten:

Servus, du hast natürlich völlig recht, dass die Amateure bereits 1910 gegründet wurden! 1911 war dann die offizielle Aufnahme in den ÖFB, ich wollte da nicht mit noch mehr Jahreszahlen herum werfen 😉 Bezüglich des Übergangs, das hatte ich tatsächlich nicht gut formuliert, natürlich wurden die Amateure neu gegründet. Wer beteiligt war, zitiert von der Homepage der Austria (https://fk-austria.at/klub/geschichte/anf%C3%A4nge): „einige Funktionäre und fast die gesamte erste Mannschaft der Cricketer“. Und: „Als man sich zum ersten Mal der Öffentlichkeit stellte, konnte fast die gesamte erste Mannschaft der ehemaligen schwarz-blauen Cricketer die neuen violetten Trikots überstreifen“. Ich würde das also durchaus als Kontinuität zur Austria sehen.

Weil wir hier im Geld-Kanal sind und damit wir auch dorthin zurückzukommen: Ich hatte auch einmal mit einem Verantwortlichen der Austria darüber gesprochen, warum die Austria nicht 1894 als Gründungsdatum angibt. Die Antwort war sinngemäß, dass das schon seine Berechtigung hätte, doch der Verein und das Merch seien inzwischen mit 1911 gebrandet. Das ist natürlich aus Marketing-Sicht durchaus ein Argument. Doch wäre ich der Verein, würde ich 1894 zumindest wesentlich mehr hervorheben.

Sehr viele große Traditionsvereine in Europa sind vor der Jahrhundertwende gegründet worden, das scheint mir also auch international ein bedeutendes Merkmal. Dazu würde die Austria dann auch betonen, dass sie älter wäre als der grüne Erzrivale, sollte aus Sicht des Vereins eigentlich ein Punkt sein.

Doch, wie gesagt, ich verstehe natürlich auch die Marketing-Ebene. Gleichzeitig bin ich nicht sicher, wie tief die Jahreszahl 1911 tatsächlich verankert ist. Mein Eindruck wäre auch, dass das ältere Gründungsdatum bei der (internationalen) Vermarktung mithelfen könnte - entsprechende Auftritte und Ergebnisse natürlich vorausgesetzt. Doch es kann natürlich auch gut sein, dass ich das völlig überschätze.

Damit, dass ein Gründungsdatum 1894 mehr hergeben würde, hast Du sicher recht. Nur muss man bedenken, dass damals, als diese Abspaltung stattgefunden hat, noch nicht einmal im Geringsten geahnt werden konnte, in welche Richtung sich Fußball, und im speziellen die Wichtigkeit des Marketings (das damals in der heutigen Form wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise existiert hat) entwickeln würden.

Auch wenn ich mich wiederholen muss, in der heutigen Zeit wäre es wohl so abgelaufen, dass bei Streitigkeiten die Minderheit der Mannschaft die Cricketer verlassen hätte und nicht wie damals die Mehrheit. Nur wenn das so abgelaufen wäre, könnte man heute mit gutem Gewissen das Gründungsdatum der Cricketer verwenden. Man müsste aber dann auch schwarz-blau als Vereinsfarben verwenden. Die Amateure, und folglich die Austria, hätten dann niemals existiert.

Wenigstens muss man dem Verein zu Gute halten, dass er erst diese Saison (wieder einmal nach sehr langer Zeit) zumindest mit den Farben der Auswärtsdress eine Reminiszenz an die Cricketer geliefert hat. Das sollte man mMn in Zukunft konsequent weiterverfolgen, anstatt - wie es bereits in der Vergangenheit der Fall gewesen ist - katastrophal hässliche gelbe oder orange Auswärtsdressen anzubieten, die von den Farben überhaupt keinen Bezug zum Verein haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Absatzzahlen der extrem hässlichen gelben Auswärtsdress hoch waren. Es würde mich wirklich wundern, wenn von denen mehr als 50 Stück verkauft wurden.

Was mich bei der ganzen Geschichtsschreibung stutzig macht:  Aus den Quellen, die ich gelesen habe, geht hervor, dass fast die gesamte Fußballsektion im Streit die Cricketer verlassen hat. Streitpunkt war laut diesen Quellen, dass man PROFIfußball spielen wollte und sich deshalb verabschiedet hat. Warum nennt man sich dann aber ausgerechnet "Amateure"? Das ergibt für mich keinen Sinn. Logischer Weise hätte man sich dann eher "Profis" nennen sollen, oder? :ratlos: Ob da etwas in der Geschichtsschreibung durcheinandergebracht worden ist? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind bei einem Bombenangriff sehr viele Informationen aus der Frühzeit der Austria verloren gegangen. Das was man über die Vergangenheit zu lesen bekommt, ist wahrscheinlich auch deswegen nicht immer stimmig oder schlüssig. Und wahrscheinlich auch schlecht recherchiert oder sogar verdreht dargestellt. Ein besonderes Beispiel: Bizarrer Weise wurde auch einmal ein Buch über die Austria ausgerechnet von einem Kurier-Kolumnisten verfasst, der in seiner Kolumne im Kurier einmal geschrieben hat, dass die Austria von der Hakoah abstammt. Ist zwar schon ewig her und damals gab es nicht einmal noch ein Internet (sonst könnte ich die Kolumne hier verlinken), aber trotzdem: :facepalm:)

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Banklwärmer
Altes Landgut schrieb vor 11 Minuten:

Wenigstens muss man dem Verein zu Gute halten, dass er erst diese Saison (wieder einmal nach sehr langer Zeit) zumindest mit den Farben der Auswärtsdress eine Reminiszenz an die Cricketer geliefert hat. Das sollte man mMn in Zukunft konsequent weiterverfolgen, anstatt - wie es bereits in der Vergangenheit der Fall gewesen ist - katastrophal hässliche gelbe oder orange Auswärtsdressen anzubieten, die von den Farben überhaupt keinen Bezug zum Verein haben. 

Was mich bei der ganzen Geschichtsschreibung stutzig macht:  Aus den Quellen, die ich gelesen habe, geht hervor, dass fast die gesamte Fußballsektion im Streit die Cricketer verlassen hat. Streitpunkt war laut diesen Quellen, dass man PROFIfußball spielen wollte und sich deshalb verabschiedet hat. Warum nennt man sich dann aber ausgerechnet "Amateure"?

Ein besonderes Beispiel: Bizarrer Weise wurde auch einmal ein Buch über die Austria ausgerechnet von einem Kurier-Kolumnisten verfasst, der in seiner Kolumne im Kurier einmal geschrieben hat, dass die Austria von der Hakoah abstammt.

Zum Vereinsnamen Amateure, da habe ich leider auch keine Infos. Was möglich wäre: Nominal war, wenn ich mich nicht täusche, zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Amateur-Fußball erlaubt. Das reale Profitum wurde dann über Schwarzgeld finanziert. Das könnte eine Erklärung für den Namen sein, ich bin aber auch nicht sicher, ob das der Streitpunkt bei der Spaltung war.

Die Behauptung mit der Hakoah ist tatsächlich absurd! :facepalm: Das ist dann schon ziemlich Dings.

Bei den Dressen gebe ich Dir absolut recht, dieses Orange ohne jeden Bezug zur Verein hatte ich nie verstanden und glaube auch nicht, dass das finanziell irgendetwas gebracht hat. Da war wohl die Idee dahinter, dass die Fans mehr Dressen kaufen, wenn es immer neue lustige Farben gibt - ich bezweifle das stark. Ich glaube auch, dass sich der Verein inzwischen mehr auf die eigene Geschichte bezieht, was ich für sehr klug halte, die Cricketer-Farben im aktuellen Dress sind tatsächlich ein deutlicher Beleg. Ich könnte mir vorstellen, dass sich mehr Merch damit auch gut verkaufen ließe - Neue Merchlinie, klarer Bezug zum Verein und Farben, die schick sind.

brillantinbrutal schrieb vor 49 Minuten:

Die Amas haben sich im Streit von den Cricketer getrennt und einen neuen Verein gegründet. Es wäre schon recht peinlich, deren "Gründungs"datum zu kapern, zumal die Cricketer ja weiterhin eine Fußballsektion betrieben haben dürften.

Wenn alle meine Freund:innen und ich gemeinsam Fußball in einem Sportverein spielen und wir beschließen dann gemeinsam als Fußball-Sektion, diesen Verein zu verlassen und einen eigenen Verein zu gründen: Mir scheint, dass es dann durchaus legitim ist, nicht erst die Gründung des neuen Vereins als unser Gründungsdatum anzunehmen sondern uns auf unsere Geschichte zu beziehen.

Geschichte ist natürlich niemals exakt vergleichbar, doch es sei zumindest an die Trennung von WSC und WSK in Wien erinnert.

Ob die stärkere Rückbesinnung auf 1894 dann aber tatsächlich einen Marketing-Effekt hätte, kann ich allerdings, wie gesagt, naturgemäß nicht sagen.

Ansonsten, wir müssen natürlich nicht einer Meinung sein.

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ASB-Legende
Altes Landgut schrieb vor 52 Minuten:

Damit, dass ein Gründungsdatum 1894 mehr hergeben würde, hast Du sicher recht. Nur muss man bedenken, dass damals, als diese Abspaltung stattgefunden hat, noch nicht einmal im Geringsten geahnt werden konnte, in welche Richtung sich Fußball, und im speziellen die Wichtigkeit des Marketings (das damals in der heutigen Form wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise existiert hat) entwickeln würden.

Auch wenn ich mich wiederholen muss, in der heutigen Zeit wäre es wohl so abgelaufen, dass bei Streitigkeiten die Minderheit der Mannschaft die Cricketer verlassen hätte und nicht wie damals die Mehrheit. Nur wenn das so abgelaufen wäre, könnte man heute mit gutem Gewissen das Gründungsdatum der Cricketer verwenden. Man müsste aber dann auch schwarz-blau als Vereinsfarben verwenden. Die Amateure, und folglich die Austria, hätten dann niemals existiert.

Wenigstens muss man dem Verein zu Gute halten, dass er erst diese Saison (wieder einmal nach sehr langer Zeit) zumindest mit den Farben der Auswärtsdress eine Reminiszenz an die Cricketer geliefert hat. Das sollte man mMn in Zukunft konsequent weiterverfolgen, anstatt - wie es bereits in der Vergangenheit der Fall gewesen ist - katastrophal hässliche gelbe oder orange Auswärtsdressen anzubieten, die von den Farben überhaupt keinen Bezug zum Verein haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Absatzzahlen der extrem hässlichen gelben Auswärtsdress hoch waren. Es würde mich wirklich wundern, wenn von denen mehr als 50 Stück verkauft wurden.

Was mich bei der ganzen Geschichtsschreibung stutzig macht:  Aus den Quellen, die ich gelesen habe, geht hervor, dass fast die gesamte Fußballsektion im Streit die Cricketer verlassen hat. Streitpunkt war laut diesen Quellen, dass man PROFIfußball spielen wollte und sich deshalb verabschiedet hat. Warum nennt man sich dann aber ausgerechnet "Amateure"? Das ergibt für mich keinen Sinn. Logischer Weise hätte man sich dann eher "Profis" nennen sollen, oder? :ratlos: Ob da etwas in der Geschichtsschreibung durcheinandergebracht worden ist? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, sind bei einem Bombenangriff sehr viele Informationen aus der Frühzeit der Austria verloren gegangen. Das was man über die Vergangenheit zu lesen bekommt, ist wahrscheinlich auch deswegen nicht immer stimmig oder schlüssig. Und wahrscheinlich auch schlecht recherchiert oder sogar verdreht dargestellt. Ein besonderes Beispiel: Bizarrer Weise wurde auch einmal ein Buch über die Austria ausgerechnet von einem Kurier-Kolumnisten verfasst, der in seiner Kolumne im Kurier einmal geschrieben hat, dass die Austria von der Hakoah abstammt. Ist zwar schon ewig her und damals gab es nicht einmal noch ein Internet (sonst könnte ich die Kolumne hier verlinken), aber trotzdem: :facepalm:)

Die Fußballer der Cricketer trennten sich schon von Cricket, jedoch meldeten sie sich 1894 nicht bei den richtigen Behörden an. Somit spielten sie ohne offizielle Genehmigung quasi als "Amateure". Erst bei der Versammlung im Café Urania im November 1910 wurden sie offiziell gegründet und am 15. März 1911 angemeldet. Daher wäre rechtlich ein Gründungsjahr 1894 zwar juristisch falsch, aber de facto ist es wieder richtig. Oder so ähnlich. Wir sind daher gefühlt zwar der älsteste Fußballverein in Österreich, aber tatsächlich ist es die Vienna. Amateure Austria for ever! :)

bearbeitet von tifoso vero

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ASB-Legende
tifoso vero schrieb vor 17 Minuten:

Die Fußballer der Cricketer trennten sich schon von Cricket, jedoch meldeten sie sich 1894 nicht bei den richtigen Behörden an. Somit spielten sie ohne offizielle Genehmigung quasi als "Amateure". Erst bei der Versammlung im Café Urania im November 2010 wurden sie offiziell gegründet und am 15. März 2011 angemeldet. Daher wäre rechtlich ein Gründungsjahr 1894 zwar juristisch falsch, aber de facto ist es wieder richtig. Oder so ähnlich. Wir sind daher gefühlt zwar der älsteste Fußballverein in Österreich, aber tatsächlich ist es die Vienna. Amateure Austria for ever! :)

Du bist um 100 Jahre zu spät lieber tifoso 

Aber als Zeitzeuge kann man die Jahrhunderte schon mal vermischen :)

bearbeitet von Aegis

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Held von heute
MB99 schrieb vor 31 Minuten:

Wenn alle meine Freund:innen und ich gemeinsam Fußball in einem Sportverein spielen und wir beschließen dann gemeinsam als Fußball-Sektion, diesen Verein zu verlassen und einen eigenen Verein zu gründen:

Exakt. Dann habt ihr einen Verein gegründet. Davor wurde ein anderer Verein gegründet. Das ist rechtlich völlig eindeutig und keine Frage der "Meinung". Alles andere empfinde ich als rapidesk - das ist aber nur meine Meinung. 

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Im ASB-Tausenderklub
parmenides schrieb am 15.5.2025 um 15:04 :

fairerweise muß man schon daran denken, wie die Stadt Wien den Kauf gegenüber den Bürgern argumentiert hat; daß nämlich, so einer der Gründe, man zukünftig mehr (!) andere Veranstaltungen und andere Vereine/Teams und andere Sportarten im Stadion wird haben.

Aus der Sicht eines Wieners ist es sicher viel mehr zu begrüßen, daß ein Wiener Traditionsklub wie die Vienna, während man deren eigenes Stadion überarbeitet, hier spielt und nicht zB Stripfing, wo in jedem Fall die Wertschöpfung (Steuerleistung) weit geringer wäre.

Wie weit FAK allein sagen kann/darf: die ja, die anderen nein, kommt auf den Vertrag mit der Stadt an, ich kenn den natürlich nicht.

Im Geiste des Förderns der Wiener Vereine ist es sicher besser, die Vienna muß nicht die Happel  Miete zahlen sondern eine faire Miete in einem Stadion, wo eh Ihr an der Gastro verdient und man die Vienna nicht über Gebühr belastet und halb umbringt.

Wenn also Ihr ein Veto Recht hättet, wer was im Stadion machen darf, hätt die Stadt Wien ihre Bürger kalt angelogen. Kann eh sein, wär aber schon interessant zu wissen.

Allein aus der Tatsache, daß man Hauptmieter ist (gibt es so Kategorie Hauptmieter/Untermieter abseits des Wohnungsmarkts verbreitet immobilientypisch überhaupt?), ist nicht notwendigerweise abzuleiten, daß Ihr alles tun und lassen könnt und nicht anderen auch bestimmte Veranstaltungen erlauben müßtet.

Nur weil einzelne Aufgeregte sofort, wenn einer Förderungen kassiert, glauben, sich bestimmend einmischen zu können, ist ja nicht gesagt, daß es den Steuerzahler und den Wähler gar nix angeht.

Gibt ja sicher Widmungsbestimmungen im Mietvertrag und oder im Kaufvertrag.

Warum spielen sie nicht in eurer Plastikhittn, eure Amateure sollen dann halt für ein Jahr wo anders spielen.

Wien Energie hat mittlerweile so viel Kohle in euren Verein gesteckt, euer Stadion gehört eigentlich auch der Stadt Wien und dem Steuerzahler, nur will das keiner bei euch zugeben.

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Wahnsinniger Poster
Veilchen 89 schrieb vor 1 Minute:

Warum spielen sie nicht in eurer Plastikhittn, eure Amateure sollen dann halt für ein Jahr wo anders spielen.

Wien Energie hat mittlerweile so viel Kohle in euren Verein gesteckt, euer Stadion gehört eigentlich auch der Stadt Wien und dem Steuerzahler, nur will das keiner bei euch zugeben.

Ein Teil von Euch sagt, man soll sich schleichen, in einer manierenbefreiten Art, ein anderer will diskutieren. Welche Seite den größeren Teil ausmacht, werd ich wohl nicht erfahren. Ebenso wenig wie die Summe, die die Wien Holding bis jetzt Euch gab und wieviel sie Euch in Zukunft geben wird. Gute N8.

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Im ASB-Tausenderklub
parmenides schrieb Gerade eben:

Ein Teil von Euch sagt, man soll sich schleichen, in einer manierenbefreiten Art, ein anderer will diskutieren. Welche Seite den größeren Teil ausmacht, werd ich wohl nicht erfahren. Ebenso wenig wie die Summe, die die Wien Holding bis jetzt Euch gab und wieviel sie Euch in Zukunft geben wird. Gute N8.

Wien Energie ungefähr 3 Mille pro Jahr mal sagen wir 20 Jahre, komm ich nach langen Berechnungen auf ca 60 Mille, vom Steuerzahler aber logisch da ist es  ja sinnvoll.

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ASB-Messias
parmenides schrieb vor 10 Stunden:

Ein Teil von Euch sagt, man soll sich schleichen, in einer manierenbefreiten Art, ein anderer will diskutieren. Welche Seite den größeren Teil ausmacht, werd ich wohl nicht erfahren. Ebenso wenig wie die Summe, die die Wien Holding bis jetzt Euch gab und wieviel sie Euch in Zukunft geben wird. Gute N8.

Gerne würden wir diskutieren, nur leider braucht man dazu Personen die klar denken und sachlich/fachlich richtige Antworten geben können. 

Veilchen 89 schrieb vor 9 Stunden:

Wien Energie ungefähr 3 Mille pro Jahr mal sagen wir 20 Jahre, komm ich nach langen Berechnungen auf ca 60 Mille, vom Steuerzahler aber logisch da ist es  ja sinnvoll.

Habe gerade die gleiche Rechnung erstellt. 

Wir zahlen 1,4 Mio/Jahr an die Stadt ergibt nach ca. 28 Jahren, 40 Millionen. 

Die Vorstadt BEKOMMT seit 2003, da ich keine genauen Zahlen gefunden habe, (ausser einen Krone Artikel von 2019) 3 Mio/Jahr von der Wien Energie. Rechnen wir es mit 20 Jahren, a' 1,8 Mio (geschätzter Durchschnitt) ergibt 36 Millionen, (auf 28 Jahre hochgerechnet wären es sogar an die 50 Millionen) von einem Unternehmen, dass zu 100% der Stadt Wien gehört. 

Jetzt zu einem Problem, dass die grünen sehr stark betrifft. Hirn einschalten, überlegen, wer da Geld vom Steuerzahler bekommt... 

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Surft nur im ASB
schlogmike schrieb vor 1 Stunde:

Gerne würden wir diskutieren, nur leider braucht man dazu Personen die klar denken und sachlich/fachlich richtige Antworten geben können. 

Habe gerade die gleiche Rechnung erstellt. 

Wir zahlen 1,4 Mio/Jahr an die Stadt ergibt nach ca. 28 Jahren, 40 Millionen. 

Die Vorstadt BEKOMMT seit 2003, da ich keine genauen Zahlen gefunden habe, (ausser einen Krone Artikel von 2019) 3 Mio/Jahr von der Wien Energie. Rechnen wir es mit 20 Jahren, a' 1,8 Mio (geschätzter Durchschnitt) ergibt 36 Millionen, (auf 28 Jahre hochgerechnet wären es sogar an die 50 Millionen) von einem Unternehmen, dass zu 100% der Stadt Wien gehört. 

Jetzt zu einem Problem, dass die grünen sehr stark betrifft. Hirn einschalten, überlegen, wer da Geld vom Steuerzahler bekommt... 

wenn wir so beginnen wollen, was ist denn dann mit der Austria Tabak von 77-96, Verbund als Hauptsponsor, Verbund als Co Partner, Wienholding war auch mal Premiumpartner? so weit ich das in Erinnerung habe und wurde dann nach Frankstahl zweiter Hauptsponsor. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Ich lege meine Hand ins Feuer, dass die Wienholding die 1,4 Millionen an die Stadt Wien zahlt und nicht ihr. :fuckthat:

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V.I.P.
schlogmike schrieb vor 2 Stunden:

Gerne würden wir diskutieren, nur leider braucht man dazu Personen die klar denken und sachlich/fachlich richtige Antworten geben können. 

Habe gerade die gleiche Rechnung erstellt. 

Wir zahlen 1,4 Mio/Jahr an die Stadt ergibt nach ca. 28 Jahren, 40 Millionen. 

Die Vorstadt BEKOMMT seit 2003, da ich keine genauen Zahlen gefunden habe, (ausser einen Krone Artikel von 2019) 3 Mio/Jahr von der Wien Energie. Rechnen wir es mit 20 Jahren, a' 1,8 Mio (geschätzter Durchschnitt) ergibt 36 Millionen, (auf 28 Jahre hochgerechnet wären es sogar an die 50 Millionen) von einem Unternehmen, dass zu 100% der Stadt Wien gehört. 

Jetzt zu einem Problem, dass die grünen sehr stark betrifft. Hirn einschalten, überlegen, wer da Geld vom Steuerzahler bekommt... 

Außerdem werden die 1,4 indexiert, d.h, es dauert gar nicht so lange.

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Nostradamus_fidibus schrieb vor 2 Stunden:

wenn wir so beginnen wollen, was ist denn dann mit der Austria Tabak von 77-96, Verbund als Hauptsponsor, Verbund als Co Partner, Wienholding war auch mal Premiumpartner? so weit ich das in Erinnerung habe und wurde dann nach Frankstahl zweiter Hauptsponsor. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Ich lege meine Hand ins Feuer, dass die Wienholding die 1,4 Millionen an die Stadt Wien zahlt und nicht ihr. :fuckthat:

Es zeigt allerdings schon ganz gut dass die Diskussion ziemlich scheinheilig ist - man müsst sich dazu nämlich ansehen wieviel die Vereine in den letzten X Jahren von stadtnahen Betrieben bekommen haben, definieren was genau stadtnah ist, wie hoch die Gegenleistung in Form eines Werbewertes wirklich ist, wieviel sie dem jeweiligen Betrieb bringt und dann natürlich auch noch mit Restösterreich vergleichen sonst ist es ja ggf. Wettbewerbsverzerrung (wobei Blau Weiß zB recht günstig zum Stadion kam und sich da wohl sehr viel schwerer getan hätte als wir mit dem wirschaftlich übernehmen..) 

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