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1909
wayfarer1501 schrieb vor 2 Stunden:

Am 17.5. laufen unsere Kicker, wie vor 28 Jahren, mit gefärbten Haaren ein. „und wieder wieder wir“ wird drauf zu lesen sein :davinci:

fyp

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Posting-Maschine
Vöslauer schrieb vor 17 Stunden:

 

Das ist eine schwierige Diskussion, einerseits gebe ich die Recht: Qualitativ samma (alle) abgesandelt, das gehört auch angesprochen. Aber warum sollte man es sich deswegen nicht ansehen können? Ich fand unsere Partie schon "kurzweilig", hatte einen Unterhaltungsfaktor. 

Ich könnte jetzt nicht zwingend sagen, dass es gestern zwischen Rapid vs. LASK hochwertiger war. Es war insofern "anders", weil beide Teams wie die ersten Menschen verteidigt haben.

 

Ich sehe das auch so. Mir ist ein kampfbetontes Spiel, in dem es hin und her geht, um viele zweite Bälle gekämpft wird, um weiten lieber als das hinten hergeschiebe mit dem Goalie, wo dann sogar die eigenen Fans anfangen zu pfeifen, wie wir es teilweise am Sonntag von Rapid gesehen haben. 

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Ich oute mich jetzt mal als Traditionalist. Für mich ist es ein Segen, dass in Österreich die (meisten) Klubs und ihre jeweiligen Kapitalgesellschaften in der Hand von Mitgliedervereinen sind. Das Argument, dass hier Mitglieder groß mitentscheiden, ist mir da unwichtig, weils ohnehin nicht stimmt. ABER man verhindert halt, dass Vereine in dei Hände von Ultrakapitalisten fallen, von Menschen, die Milliarden besitzen und gerne noch mehrere Milliarden hätten, alleine das ist mit meinem Weltbild nicht vereinbar, aber abgesehen davon riskierst du so auch das Fortbestehen des Vereins. Wenn der Investor das Interesse verliert, lieber zur Formel 1 oder zum Tennis geht, findest du dich schnell ganz am Ende wieder.

Das haben wir auf österreichischer Ebene in Wr Neustadt gesehen, aber auch bei 1860 München, beim FC Malaga, bei Girondinx Bordeaux. Das Muster wiederholt sich halt. Hohe Investitionen, kurzfristiger Erfolg, mangelndes Interesse des Investors, Ausstieg, hohe Schulden, sportlicher Absturz, Verein existenzgefährdet. Klar gibt es positive Beispiele, in denen das funktioniert (RB Salzburg, PSG...) aber ich weiß meinen Verein lieber in der Hand von Mitgliedern als von unberechenbaren Saudis/Kataris/Amis. 

Dazu der moralische Faktor. Viele dieser Scheichs haben sich ihren Reichtum auf den Schultern von Gastarbeitern aus Pakistan aufgebaut, die auf den Baustellen in der Region wie die Fliegen sterben aufgrund der schrecklichen Arbeitsbedingungen. Wir erinnern uns an die WM in Katar, wer glaubt, dass diese Praktiken sich nur auf Stadien beziehen, ist auf dem Holzweg. Das kann man natürlich ausblenden, weil es ja speziell bei uns viele mit Gert Steinbäcker halten ("was soll i ändern an de Probleme von so an fremden Land"), weils immerhin guten Fußball bringt und man sich ja Topathleten anschauen kann, und man muss sich schon fragen, ist es einem das wert? 

Das muss jeder für sich entscheiden und ich verurteile da niemanden, aber neben der Existenzbedrohung, die solche Investoren mit sich bringen, ist für mich ein Konstrukt wie RBS einfach auch so äußerst unattraktiv. Im Vordergrund steht halt ein Energydrink (der überdies pures Gift ist) und dessen Vermarktung. In Salzburg hast kaum Stimmung, keine ernstzunehmende Fanszene, Spiele vor 2000 Leuten, wenns mal wieder nicht läuft. Es wird wohl keiner glauben, dass RB Salzburg in 50 Jahren noch existiert. Irgendwann wird RB die Salzburger wie eine heiße Kartoffell fallen lassen und dann wars das mit dem "Verein", und man hinterlässt halt ein paar wenige Tausend Fans, die vielleicht wirklich mit RB aufgewachsen sind und ihren Verein ins Herz geschlossen haben. Was machst dann? Die Austria wird uns alle überleben, insbesondere aber den Stadtrivalen aus der Mozartstadt. Gehst dann zur Austria? 

Für mich ist in den letzten Jahren allgemein auf größerer Ebene der deutsche Fußball deutlich attraktiver geworden, als etwa der englische. Ich habe einfach keine Lust drauf, dass dort Tickets dreistellige Beträge kosten, damit ein durchschnittlicher PL Spieler seine 6 Millionen im Jahr bekommen kann. Da ist mir der verhältnismäßig ehrliche Fußball in Deutschland deutlich lieber. Wenn du dort spielst, wirst du auch nie am Hungertuch nagen, und wirkliche achstellige Gehälter bekommen nur echt Ausnahmespieler, und selbst dann bezahlt diese Gehälter ein Vorzeugeverein wenns um finanzielle Nachhaltigkeit geht und der noch dazu einen Mitgliederverein als Eigentümer hat, nämlich Bayern. 

In Summe überwiegen für mich einfach die Faktoren Fans, Identifikation, Stimmung, Moral und Nachhaltigkeit über attraktiveren Fußball, den man sich mit frischem Investorengeld kurzfristig leisten kann, aer wie gesagt verurteile ich auch keinen, der das anders sieht. 

PS sorry für den langen Rant, das Thema emotionalisiert mich sehr :D

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Postinho
SturmUndDrang schrieb vor 43 Minuten:

Für mich ist in den letzten Jahren allgemein auf größerer Ebene der deutsche Fußball deutlich attraktiver geworden, als etwa der englische.

Interessant. Ich konnte bei mir selbst die gleiche Entwicklung feststellen. Ich verbinde meinen neu gewonnen Fokus auf die deutsche Bundesliga auch mit der Tatsache dass dabei sicher auch etwas Nostalgie mitschwingt. Ich bin noch mit Ran, der Sportschau und den Premiere-Konferenz-Schaltungen aufgewachsen.

Ich schau mir zB auch kaum mehr CL-Spiele an. Interessiert mich einfach nicht und ein weiterer wichtiger Faktor ist wohl dass mir mein Schlaf mittlerweile wichtiger ist.

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soulbro82 schrieb vor 9 Minuten:

Interessant. Ich konnte bei mir selbst die gleiche Entwicklung feststellen. Ich verbinde meinen neu gewonnen Fokus auf die deutsche Bundesliga auch mit der Tatsache dass dabei sicher auch etwas Nostalgie mitschwingt. Ich bin noch mit Ran, der Sportschau und den Premiere-Konferenz-Schaltungen aufgewachsen.

Ich schau mir zB auch kaum mehr CL-Spiele an. Interessiert mich einfach nicht und ein weiterer wichtiger Faktor ist wohl dass mir mein Schlaf mittlerweile wichtiger ist.

100% bei dir. Bei mir ist die Konferenz um 15.30 wirklich Fixpunkt geworden, und wenn ich Samstags früh genug vom Spielplatz daheim bin, steht sogar die 2. Bundesliga auf dem Programm. Es ist einfach was anderes, Gladbach gegen Dortmund vor 45000 wilden Fans zu schauen, als Leeds gegen Burnley, auch wenn letzteres fußballerisch oft ansprechender ist. 

Ich habe kürzlich auch wieder den Doppelpass für mich entdeckt. Als Kind hab ich das jeden Sonntag aus dem Kempinski Hotel verfolgt (heisst heute auch anders), mit dem Herrn Papa (HSV Fan) und auf DSF wenn mich nicht alles täuscht (das lief bei mir in dem Alter sonst nur ab 23 Uhr :augenbrauen:)

Schau ich jetzt wieder Sonntags jeden Tag, und wenns sich nicht ausgeht, gibts DoPa als Podcast auf Spotify. Ist für mich alles interessanter als das "wer hat das meiste Geld" Wetteifern in der Königsklasse. 

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Prickelnd
soulbro82 schrieb vor 9 Minuten:

Interessant. Ich konnte bei mir selbst die gleiche Entwicklung feststellen. Ich verbinde meinen neu gewonnen Fokus auf die deutsche Bundesliga auch mit der Tatsache dass dabei sicher auch etwas Nostalgie mitschwingt. Ich bin noch mit Ran, der Sportschau und den Premiere-Konferenz-Schaltungen aufgewachsen.

Ich schau mir zB auch kaum mehr CL-Spiele an. Interessiert mich einfach nicht und ein weiterer wichtiger Faktor ist wohl dass mir mein Schlaf mittlerweile wichtiger ist.

Die 21:00 Spiele im Europacup sind aus vielen Gründen ein Attentat auf das arbeitende Volk -> 20:45 war schon unnötig, besser wäre es den Quargel um 20:30 beginnen zu lassen. 

SturmUndDrang schrieb vor 1 Minute:

Schau ich jetzt wieder Sonntags jeden Tag, und wenns sich nicht ausgeht, gibts DoPa als Podcast auf Spotify. Ist für mich alles interessanter als das "wer hat das meiste Geld" Wetteifern in der Königsklasse. 

Durch die Bayern-Dominanz ist die deutsche Bundesliga leider ziemlich "ass" geworden. DoPa war früher kultig, in Wahrheit werden dort aber auch nur noch 2 Stunden die Eier von den Bayern geleckt... 

Bezüglich Stimmung (Fußball wird in GER gelebt, zweifelsfrei...) und natürlich auch den vielen Ö-Legionären ists natürlich trotzdem sehr interessant. 

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Vöslauer schrieb vor 5 Minuten:

Die 21:00 Spiele im Europacup sind aus vielen Gründen ein Attentat auf das arbeitende Volk -> 20:45 war schon unnötig, besser wäre es den Quargel um 20:30 beginnen zu lassen. 

Durch die Bayern-Dominanz ist die deutsche Bundesliga leider ziemlich "ass" geworden. DoPa war früher kultig, in Wahrheit werden dort aber auch nur noch 2 Stunden die Eier von den Bayern geleckt... 

Bezüglich Stimmung (Fußball wird in GER gelebt, zweifelsfrei...) und natürlich auch den vielen Ö-Legionären ists natürlich trotzdem sehr interessant. 

Ja, aber viel wichtiger ist der amerikanische Markt, so können die Ostküstler noch entspannt nach der Arbeit im Starbucks die CL verfolgen, während ich mir wenn überhaupt eine Halbzeit anschau und dann schlafen geh. Stell dir vor du bist Panathinaikos Fan und musst dir das Spektakel um 10 Uhr nachts anschauen. 

Das mit Bayern stimmt natürlich, ich schaus mir trotzdem sehr gerne an. Ersetze auch Hoffenheim, Leipzig, Wolfsburg etc mit Hertha, Hannover, Schalke, KSC (<3) und du hast aus Fan Sicht vermutlcih die geilste Liga der Welt. 

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Postinho

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

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soulbro82 schrieb vor 11 Minuten:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden.

weils früher(machens eh immer noch) national einfach alles aufgekauft haben was vorher irgendwo performt hat und den spielern für deutsche verhältnisse absurde gehälter zahlen konnten. jetzt durch das öl-geld stehens nimmer ganz an der spitze der nahrungskette und sempern deswegen eh permanent. ich wiederum werde nie verstehen, wie man die "mia san mia"s sympathisch finden kann

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Postinho
themanwhowasntthere schrieb vor 27 Minuten:

ich wiederum werde nie verstehen, wie man die "mia san mia"s sympathisch finden kann

Ich bin Bayern-Sympathisant, seit ich live in der Allianz Arena gesehen habe, wie sie Hoffenheim mit 7:1 abgeschossen habe. :davinci: Das war schon cool mit 69.000 Zuschauern, geiles Stadion. Buh, das war 2012, oida die Zeit vergeht.

bearbeitet von MegamanX

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Bunter Hund im ASB
soulbro82 schrieb vor einer Stunde:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

Waren die Bayern nicht mit die ersten, die aus Qatar Scheich-Millionen eingesammelt haben?

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welcome to the shit show!
soulbro82 schrieb vor 1 Stunde:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

Als dezitierter Bayern-Fan seit über 30 Jahren muss ich da entgegnen:
- Sie waren die ersten im deutschsprachigen Raum, die Qatar Airways als Ärmelsponsor hatten. Sogar für die Frauen
- Die VW Millionen sind auch kein moralischer Leuchtturm. Ein Autohersteller, erhalten mit EU-Fördergeld, der absichtlich bescheißt, damit er Zulassungen erhält, macht da nichts besser. 

Fußball ist leider ein Teil des Kapitalismus geworden und da helfen solche Bewertungen leider gar nicht meiner Meinung nach.

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Prickelnd
soulbro82 schrieb vor 1 Stunde:

Den Bayern Hate hab ich nie ganz verstanden. Klar, Hoeneß und Co sind schwer zu ertragen aber für mich waren die Münchner immer der Beweis dass es auch ohne Scheich-Millionen (siehe England/Frankreich) und Millarden-Schulden (Spanien) geht.

Das sprengt vielleicht etwas den Rahmen, aber diese Diskussion ist auch immer etwas heuchlerisch. Klar grenzen sich die Bayern heute von manchen Extremen ab, das ändert aber nichts daran, dass das Fundament ebenfalls auf zwielichtigen Beinen entstanden ist und man von diesen nebulösen Strukturen bis heute profitiert.

Das Narrativ vom "selbsterwirtschafteten Erfolg ohne Dreck am Stecken" ist für mich eine Legende. Man war jedoch sicherlich bauernschlau genug, immer zur richtigen Zeit clever zu bescheissen. Darin unterscheidet man sich von anderen Vereinen, die ebenfalls einer gewissen kriminellen Kehrseite nicht abgeneigt waren, nur blöd genug waren aufzufliegen oder zu gierig zu werden.

Bei den Bayern wären beispielsweise die aufgeflogenen Geheimdeals mit der Kirch-Gruppe zu erwähnen, die in den (finanziell wichtigen) 2000ern einen klaren Wettbewerbsvorteil bedeuteten. Es gab das Amigo-System der 70er-Jahre samt Verflechtungen zur CSU-Politik, inklusive dubioser Geschäfte und Erleichterungen. Ich empfehle hierzu das Buch vom Historiker Hans Woller.

Auch die Scheich-Millionen hat man lange genug entgegengenommen (und tut es indirekt bis heute dankend). Stichwort Qatar-Airways. Das war kein Zufall, wenn man sich die Netzwerke im Vorstand und die Verbindungen anschaut. Soweit ich weiß, sind die Emirates (VAE) sogar aktuell direkter Großsponsor der Bayern... 

Das hat zwar mehr einen symbolischen Charakter, doch wenn man von den großen Bayern-Legenden spricht, denkt man vermutlich zuerst an Beckenbauer, Rummenigge & Hoeneß.

Beim Kaiser kam es mWn aufgrund des Ablebens nie zum Strafprozess, die beiden anderen gelten immerhin hochoffiziell als vorbestraft wegen Steuerhinterziehung. Natürlich kann und soll man private Verfehlungen vom beruflichen Wirken beim FCB trennen, aber jeder mit Verstand kann sich einen Reim darauf machen kann, welche Leichen noch irgendwo begraben liegen, wenn man es nachweislich nie so genau mit der Moral genommen hat. 

themanwhowasntthere schrieb vor 1 Stunde:

jetzt durch das öl-geld stehens nimmer ganz an der spitze der nahrungskette und sempern deswegen eh permanent.

Apropos Öl-Geld:  Wenn jemand wissen will, warum Rummennige offiziell als vorbestraft gilt, einfach googlen. Das ist eine besonders lustige Anekdote und auch eine gute Überleitung dazu:

flachzange1987 schrieb vor 2 Minuten:

Als dezitierter Bayern-Fan seit über 30 Jahren muss ich da entgegnen:
- Sie waren die ersten im deutschsprachigen Raum, die Qatar Airways als Ärmelsponsor hatten. Sogar für die Frauen
- Die VW Millionen sind auch kein moralischer Leuchtturm. Ein Autohersteller, erhalten mit EU-Fördergeld, der absichtlich bescheißt, damit er Zulassungen erhält, macht da nichts besser. 

Apropos Öl-Geld #2:  Auch hier lohnt sich ein kleiner Check, wer denn die Großaktionäre von VW, Porsche & mittlerweile auch Audi sind. 

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Posting-Pate
Vöslauer schrieb vor 3 Minuten:

Das sprengt vielleicht etwas den Rahmen, aber diese Diskussion ist auch immer etwas heuchlerisch. Klar grenzen sich die Bayern heute von manchen Extremen ab, das ändert aber nichts daran, dass das Fundament ebenfalls auf zwielichtigen Beinen entstanden ist und man von diesen nebulösen Strukturen bis heute profitiert.

Das Narrativ vom "selbsterwirtschafteten Erfolg ohne Dreck am Stecken" ist für mich eine Legende. Man war jedoch sicherlich bauernschlau genug, immer zur richtigen Zeit clever zu bescheissen. Darin unterscheidet man sich von anderen Vereinen, die ebenfalls einer gewissen kriminellen Kehrseite nicht abgeneigt waren, nur blöd genug waren aufzufliegen oder zu gierig zu werden.

Bei den Bayern wären beispielsweise die aufgeflogenen Geheimdeals mit der Kirch-Gruppe zu erwähnen, die in den (finanziell wichtigen) 2000ern einen klaren Wettbewerbsvorteil bedeuteten. Es gab das Amigo-System der 70er-Jahre samt Verflechtungen zur CSU-Politik, inklusive dubioser Geschäfte und Erleichterungen. Ich empfehle hierzu das Buch vom Historiker Hans Woller.

Auch die Scheich-Millionen hat man lange genug entgegengenommen (und tut es indirekt bis heute dankend). Stichwort Qatar-Airways. Das war kein Zufall, wenn man sich die Netzwerke im Vorstand und die Verbindungen anschaut. Soweit ich weiß, sind die Emirates (VAE) sogar aktuell direkter Großsponsor der Bayern... 

Das hat zwar mehr einen symbolischen Charakter, doch wenn man von den großen Bayern-Legenden spricht, denkt man vermutlich zuerst an Beckenbauer, Rummenigge & Hoeneß.

Beim Kaiser kam es mWn aufgrund des Ablebens nie zum Strafprozess, die beiden anderen gelten immerhin hochoffiziell als vorbestraft wegen Steuerhinterziehung. Natürlich kann und soll man private Verfehlungen vom beruflichen Wirken beim FCB trennen, aber jeder mit Verstand kann sich einen Reim darauf machen kann, welche Leichen noch irgendwo begraben liegen, wenn man es nachweislich nie so genau mit der Moral genommen hat. 

Apropos Öl-Geld:  Wenn jemand wissen will, warum Rummennige offiziell als vorbestraft gilt, einfach googlen. Das ist eine besonders lustige Anekdote und auch eine gute Überleitung dazu:

Apropos Öl-Geld #2:  Auch hier lohnt sich ein kleiner Check, wer denn die Großaktionäre von VW, Porsche & mittlerweile auch Audi sind. 

In der breiten Masse präsentieren sie sich immer sehr gut als solider seriös wirtschaftender Topclub, eben als Vorzeigeclub. Sie werden auch immer wieder, wie auch hier, als positives Beispiel genannt. Muss man ihnen auch als Qualität anrechnen, nach außen so ein Bild abzugeben, obwohl man doch einige Leichen im Keller hat. Hoeneß hat die deutsche Medienlandschaft da ziemlich gut unter Kontrolle, auch hier läuft nicht alles astrein. 

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