Ich bin auch ein großer Freund von Energieeffzienz und Einsparung, ein, zwei Gedanken nur dazu:
Die Energieeffizienz aller Geräte, egal ob zB Waschmaschine oder Geschirrspüler, wird anhand eines normierten Programms bestimmt.
Bei Waschmaschinen ist es das "Eco 40-60" Programm. Es erzielt das Waschergebnis eines 60 Grad Programms, ohne dabei auf 60 Grad aufzuheizen, um Energie zu sparen. Dafür läuft es aber länger und braucht vielleicht/wahrscheinlich auch mehr Wasser.
Was steckt dahinter? Im Grunde der Sinnersche Kreis (Wikipedia), dh, dass unterschiedliche Faktoren wie Temperatur, Reinigungsmittel oder Waschdauer das Ergebnis beeinflussen, voneinander abhängen und variiert werden können, um das gleiche Ergebnis zu erzielen. Reduziert man einen Faktor, muss man dafür einen anderen erhöhen.
Denkbar also, dass Hersteller ihre Geräte auf den Test hin optimieren, damit sie dabei möglichst wenig Strom verbrauchen und dann als besonderes energieeffizient ausgewiesen werden können. Wenn man dieses Programm dann tatsächlich aber nie verwendet, ist die Aussagekraft der Energieeffizienz einer Waschmaschine womöglich überschaubar.
Zweiter Gedanke: Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir einen neuen Geschirrspüler gekauft und ja, in ein paar Datenblättern nachgeschaut und zum Thema Energieeffizenz nachgelesen
Der Unterschied zwischen 2 Klassen, zB A und B oder B und C war etwa 0,1kWh Stromverbrauch pro Waschgang des Eco-Programms, anhand dessen die Energieeffizienz bestimmt wird. Man kann sich also ausrechnen oder abschätzen, wie oft der laufen müsste, damit sich zB 100€ Preisunterschied ökonomisch rechtfertigen lassen. Für Waschmaschinen fehlt mir gerade die Motivation, nachzulesen, wie hoch der Stromverbrauch für die einzelnen Energieeffizienzklassen ist
Kurz: Ich würde die Energieeffizienz bei aller Liebe für das Thema nicht überbewerten und anderen genannten Kriterien den Vorrang für die Kaufentscheidung einer Waschmaschine geben.