Ich finde das richtig geil!" Stefan Schwab (36) über seine Heimkehr Ried, No-Name- Trainer Despotovic und dessen Fußball!
Herr Schwab, sie spielten in Wien, Saloniki, in Deutschland, im Nationalteam - wie schnell, gut oder noch gar nicht haben Sie sich in Ried eingelebt?
Für meine Frau, die beiden Kinder und mich ist es schön, nach sechs Jahren Ausland wieder in Österreich zu sein. Und auch wenn ich zuvor zehn Jahre in Wien war, kenne ich das Landleben, ich wuchs ja in Saalfelden auf.
Haben Sie in Ried schon ein Zuhause?
Wir werden in Salzburg sesshaft! Ich pendle, werde je nach Spiel- und Trainingsplan zwei-, dreimal pro Woche in Ried schlafen, sonst heimfahren. Für mich ist diese Gesamtkombination super: a) ist es Bundesliga, b) ist Ried - wenn ich das so sagen darf - von den kleineren Vereinen in auch aus der Bevölkerungsreich, was infrastruktur und Profikultur anbelangt, top und c) ist auch das mit Salzburg für mich perfekt.
Sie hatten aber auch mit Rapid gesprochen!
Es war immer klar, dass das mein erster Ansprech- partner ist, wenn ich nach Österreich zurückkehre. Es hat sich dann aber von der anderen Seite sehr schnell herauskristallisiert, dass es aus Trainersicht nicht ganz passt. Dazu kam, dass ich schon letztes Jahr mit Ried gute Gespräche hatte.
Sie haben den Rapid- Coach angesprochen ist mit dem von Ried? Mario Despotovic war selbst allen Experten unbekannt.
Meine Eindrücke sind sehr positiv, auch wenn erst die Ergebnisse zeigen werden, wie gut wir arbeiten und harmonieren. Aber er war ein großer Mitgrund mich für Ried zu entscheiden. Weil mit der Art, wie er Fußball lassen will, kann ich mich voll identifizieren.
Aber hat Ried die Qualität für Ballbesitz-Fußball?
Ich finde das, was wir spielen wollen, richtig geil. Beim vorhandenen Spielermaterial wäre es schade, würden wir nicht versu- chen, so zu spielen. Ich weiß aber noch nicht, ob es sofort funktionieren wird.
Wann wäre für Sie Ried heuer erfolgreich?
Sicher ist, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen. Ich denke, dass wir das Potenzial haben, von unten wegzukommen. Ich will aber auch nicht sagen, unser Ziel sei das obere Play-off- aber wenn es sich ergibt, greifen wir an!