Inquisitor

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  1. Inquisitor

    Was macht die Konkurrenz?

    Es ist ja nicht so, dass die Ausrichtung des Trainers da nichts damit zu tun hätte. Aber wenn man die Spieler in de facto 75% der Ligaspiele mit der Einstellung „Bonusspiel“ (da müsst ihr nicht gewinnen, ihr seid zu schwach dafür, hoffentlich verkaufen wir uns zumindest gut), sollte man sich nicht wundern, wenn nach 3 Jahren die Spieler mit einem Verlierermindset herumrennen. Es geht nicht darum, vermessen zu sein und die Verhältnisse falsch einzuschätzen. Aber es ist ein Unterschied, ob ich als Trainer mit 9 Defensiven auflaufe und nur erkläre, wie man verteidigt, oder wenn ich sage „Burschen; keine Frage: Die sind stark - aber schaut’s her: wenn wir’s so machen, können wir das gewinnen.“
  2. Inquisitor

    Die Trainerfrage

    Also bei Stöger bewundere ich ehrlich gesagt seine Fähigkeit, ein Spiel zu lesen. Und darauf aufbauend auch sein Ingamecoaching. Was ich da immer anführe, war eine Partie bei Köln, wo er nach 20 Minuten einen Spieler gewechselt hat. Plötzlich war Köln um ein Vielfaches besser im Spiel. Sein Statement danach: Natürlich hat der Spieler nichts falsch gemacht. Er hatte den Gegner nur komplett anders erwartet und musste was tun, um in dem betroffenen Mannschaftsteil Zugriff aufs Spiel zu kriegen. Sowas ist bei GAK Trainern der letzten 15 Jahre völlig abgemeldet. In der Regel kann man die Wechsel vor dem Spiel auf +/-5 Minuten prognostizieren. Dass während der Halbzeit mal das System umgestellt wird, ist denkunmöglich.
  3. Inquisitor

    Was macht die Konkurrenz?

    Lustenau hat offenbar weniger troubles, sich in der Liga zurechtzufinden.
  4. Muss gestehen, dass ich mich mit dem nicht wirklich auseinander gesetzt habe. Aber im aktuellen Rahmen sind die Vereine eben erpressbar. Das schärfste Schwert des Arbeitsrechts - die Entlassung - führt paradoxerweise genau zu dem Ergebnis, das die Spieler erreichen wollen. So werden die Vereine genötigt, zähneknirschend den Spieler abzugeben. Und selbst da haben sie kaum Verhandlungsmacht mehr über die Ablöse, weil sich der andere Verein zurücklehnen kann; „nehmt das oder schaut, wie ihr mit dem Spieler weitermacht. Wenn ihr ihn entlässt, holen wir ihn gleich ablösefrei.“ Der betroffene Verein hat das Problem, dass er in der unbequemen Klägerposition ist und ihre Schäden nicht einmal vernünftig bewerten können. Sie verlieren ja nicht nur den Transferwert des aktuellen Spielers. Sie müssen auch sehr rasch Ersatz holen (für den vielleicht Ablöse, jedenfalls aber höheres Gehalt zahlen). Sportlich werden sie schlechter abschneiden - diese Spielchen machen ja tendenziell die Stars der Mannschaft und nicht der Bankerlwärmer. Und am allerwenigsten haben die Berater, die jungen Kicker dazu anstiften, oder die Vereine, die davon profitieren, zu befürchten. Solange das so ist, wird diese Praxis immer mehr Schule machen.
  5. Und wenn’s keine Einigung gibt, im Zweifel durch ein Gremium der UEFA festlegen lassen. Allenfalls kann das auch eine Funktion übernehmen, die im Eilverfahren über die Berechtigung des Vereins, die Freigabe zu verweigern, entscheidet. Um Missbrauch auch von der Seite zu verhindern. Es geht rein darum, den Spielern, Beratern und Vereinen aufzuzeigen, dass wechselseitige Vertragstreue auch im Fußball das Grundprinzip ist.
  6. Solange der Spieler die Möglichkeit hat, wieder vertragstreu zu werden bzw. sich die Freigabe zu erkaufen, wäre das schon handelbar. Aber ich bin bei dir: wahrscheinlich wären 3 Jahre überzogen. Aber eine Sperre für zB eine Saison (das gibts auch bei roten Karten bzw. wäre auch mit gängigen Konkurrenzklauseln regelbar), wäre da schon verhältnismäßig. Und nochmal: Es geht ja stets um Situationen, in denen der Spieler von sich aus mit Anlauf seinen Vertrag bricht. Da ist die Schutzwürdigkeit schon eine ganz andere.
  7. "Der Spieler kann von seinem Verein entlassen werden, bleibt aber für die Dauer seines restlichen Vertrages gesperrt." - das ist nicht das gleiche wie Krankenstand vorzutäuschen und dafür die Unverzügliche zu bekommen. "bleibt aber für die Dauer seines restlichen Vertrages gesperrt" ist ein Berufsverbot. @Robert S Das eine ist das Arbeitsrecht, das andere eine Verbandsregel. Die bestehen unabhängig voneinander. Es ist ja schon jetzt so, dass ein Spieler die Freigabe seines vorherigen Vereines braucht, um für den neuen spielen zu dürfen. Nona. Das ist ja das Klarste überhaupt - sonst kann man sich Verträge generell sparen. Und ja: In diesem Fall hat die Regel einen Sanktionsgedanken für den Fall, dass eine Vertragspartei eine klaren Vertragsbruch zum Nachteil seines Arbeitgebers begeht
  8. Das meinte ich ja. Es wundert mich, dass die Verbände da keinen Riegel vorschieben. Für die Vereine ist es ja unbillig: Solange der Spieler sich weigert, aufzulaufen, kann der Verein sein Gehalt einbehalten. So hat er wenigstens keinen direkten finanziellen Schaden. Was aber, wenn der Spieler sagt, er spielt, er das aber erkennbar halbherzig macht? Da wirds für den Verein schon sehr schwierig, das zu argumentieren. Als Alternative bliebe dem Verein, den Spieler zu entlassen. Damit allerdings hätte der genau das erreicht, was er will. Er ist vertragslos. Und hier hätte der Verein sogar die schwere Rolle: Der Spieler würde ihm zwar schadenersatzpflichtig - hier also womöglich die entgangene Ablösesumme. Aber die zu bewerten, wird schwer. Von allfälligen künftigen Steigerungen gar nicht zu reden. Plus der Kausalität - der Spieler würde argumentieren, dass der Verein ihn ohnehin bis zum Ende behalten hätte, er also sowieso keine Ablöse bekommen hätte. Wie man es dreht und wendet, wirds schwierig. Und genau dem könnte die UEFA mit einer relativ simplen Regelung einen Riegel vorschieben.
  9. Arbeitsrechtlich ist das überhaupt kein Thema… Kommt ein Dienstnehmer seiner Arbeit ohne rechtfertigenden Grund (Krankheit als Paradefall) nicht nach, verliert er für die Zeit seinen Entgeltanspruch. Und in so einem Setting wird nicht mal der AK Beisitzer am ASG pro Dienstnehmer abstimmen. Schutz und Durchsetzung von Arbeitnehmerrechten hat ja nichts mit Legitimierung von Rechtsmissbrauch zu tun. Eine entsprechende Regelung der UEFA wäre wohl auch unproblematisch. Zumal die Regel ja im Einklang mit sämtlichen Zivilrechtsordnungen stünde. Nämlich, dass niemand aus seinem eigenen Rechtsbruch einen Vorteil ziehen darf. Wenn also der Spieler die Freigabe des Vereines braucht (die etwa in dem Fall erfolgen würde, wenn ein neuer Verein eine Ablöse zahlt - wie kommt der Ex-Verein dazu, dass er um die Ablöse umfällt?), wäre der Spieler nicht schlechter gestellt, als bei aufrechtem Vertrag. Europarechtliche Dimension sehe ich auch keine. Also der EuGH wird nicht auf den Plan treten…
  10. let me fix this for you: … macht nichts anderes, als seltsamerweise zu verlangen, dass der Dienstnehmer (Spieler) seinen Pflichten aus dem Arbeitsvertrag nachkommt. So einfach ists dann auch nicht.
  11. Es wundert mich eh, weshalb Vereine da in der Vergangenheit nicht so durchgegriffen haben. Ein Spieler, der seine Leistung verweigert, ist im Verzug und kriegt kein Gehalt. Und darüber hinaus wird er mir (wobei da die Berechnung schwer wird) sogar schadenersatzpflichtig. Völlig losgelöst von diesem konkreten Anlassfall (wobei ja niemand weiß, wie es konkret gelaufen ist), wundert mich, dass die Verbände dieser Praxis, dass Spieler ihren Wechsel durch Streiks erzwingen wollen, keinen Riegel vorschieben. Wäre sehr leicht mit einer Sperre zu regeln. Der Spieler kann von seinem Verein entlassen werden, bleibt aber für die Dauer seines restlichen Vertrages gesperrt.
  12. Ich nehme das mal als „Nein“
  13. Und noch eine Frage: Hat der eine Ausstiegsklausel? Denn ansonsten könnten das jetzt durchaus spannende Tage werden, oder? Was wenn Altach ihn nicht ziehen lasst? Oder halt nicht zu Sturm? Alleine aus erzieherischen Gründen.
  14. Bin jetzt zu faul Regelwerke zu checken, es würd mich aber interessieren. Vorausgeschickt: Ich glaub in 100 Jahren nicht, dass Sturm den Spieler da aktiv zum Streik animiert hat. Aber gibt es nicht ein Reglement, dass zumindest konkrete Verhandlungen mit Spielern nur mit Zustimmung des aktuellen Vereins geführt werden dürfen (um eben Unruhe zu verhindern)? Denn, dass man sich von Seiten Sturm nur mit dem Spieler „beschäftigt“ hat, ist natürlich genauso Unfug. Der zieht die Nummer ja nicht so durch, wenn er nicht eine unterschriftsreife Vereinbarung mit Sturm hat.
  15. Inquisitor

    Kader 2026/2027

    Diese Kaliber kämen ja nur wegen den Österreichertopfs. Und der Legioplatz für den Stürmer ist nicht auf meinem Mist gewachsen - das war die Kommunikation des Vereins, dass da wohl ein Legionär kommen soll.