Der erwartete Arbeitssieg.
Die spür- und sichtbare Energie vom Ankick weg in den ersten 5 Minuten war beeindruckend und ließ mich staunen. Leider folgte mit Fortdauer der ersten Halbzeit keine ähnliche Phase mehr. Dennoch erspielte sich die Mannschaft viele gute bis sehr gute Torchancen die man, wie bereits in der Vergangenheit, nicht nützte und so den Gegner "am Leben ließ". Es sind im Spiel nach vorne klare Automatismen zu erkennen und auch die Ballzirkulation erfolgte in der ersten Halbzeit schnell (genug). Auffallend waren die Tempovariationen eingeleitet von Nicolas Bajlicz und im Rahmen seiner beschränkten Geschwindigkeitsmöglichkeiten auch von Matthias Seidl die in weiterer Folge das ein und andere Mal für Gefahr sorgten.
In Halbzeit zwei leider ein gänzlich anderes Bild. Das zentrale Mittelfeld war verwaist, Nicolas Bajlicz und Matthias Seidl wirkten spätestens ab Minute 60 müde. In der Folge reichte mehrmals ein einfaches, mittelschnelles Dribbling von Mike Bähre oder Vesel Demaku um das Mittelfeld zu überbrücken. Zum Glück ist Altach in der Offensive qualitativ nicht besser besetzt und zum Glück war Niklas Hedl in der wohl entscheidenden Situation in Halbzeit zwei mit einer starken Parade zur Stelle.
Die fehlende Cleverness in der Nachspielzeit ist ein Punkt der sich bereits jahrelang durch Rapidmannschaften zieht. Interviews in denen die Belastung und eine daraus folgende Müdigkeit bereits nach wenigen Pflichtspielen in der neuen Saison angesprochen wird ebenso.
Der 4. Pflichtspielsieg in dieser Saison. Erstmals gegen einen Gegner auf gleichem Niveau. Das ist positiv und muss Erwähnung finden. Ebenso dass gestern ein Plan im Spiel erkennbar war welcher auch phasenweise gut umgesetzt wurde.
Gleichzeitig war auch zu erkennen wie fragil diese Mannschaft weiterhin ist. Es fehlt an einem Spieler der der Mannschaft und unserem Spiel in schwierigeren Phasen Stabilität gibt - Im Westen nichts Neues.