gerhard79

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  1. Der UFC Eben machte im Abendspiel der 2. Salzburger Landesliga Süd kurzen Prozess mit den Gästen aus Stuhlfelden und führte bereits nach 12 Minuten 3:0. Anfang September ist es zu diesem Zeitpunkt, kurz nach 20 Uhr, schon dunkel, und die Fotorunde sollte erledigt sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, hatte ich während der letzten Minuten des Reservespiels einige Bilder geschossen. Während die meisten Zuschauer das Spiel vom hinter dem Tor befindlichen Vereinsheim aus verfolgten, nahm ich neben dem Tennisplatz Aufstellung und sah in der Folge weitere Tore. Am Ende gewannen die Gastgeber das Spiel 6:1 und übernahmen die Tabellenführung in der Liga. Fotos
  2. Im "Wimmbley" - weil der Sportplatz des FC St. Martin am Tennengebirge am Wimmweg 13 liegt - fand am Freitag Nachmittag das Heufest-Derby statt. Bei hervorragendem Bergwetter unternahm ich vorher eine etwa vierstündige Wanderung zur Spießalm und zum Lammertaler Urwald. Als ich nach einer abschließenden Ortsrunde beim Sportplatz ankam, war die Stimmung schon gut. 300 Zuschauer sollten beim heutigen Spiel anwesend sein. Zwei davon nahmen zum Einmarsch der Teams wagemutig Aufstellung auf dem Dach des Sportheims und zündeten bengalische Fackeln. Noch spektakulärer war das Spiel. Nach 8 Minuten stand es bereits 1:1, und nach zwei weiteren Toren der Gäste aus Altenmarkt lautete der Pausenstand 1:3. Als kurz vor Schluss niemand mehr mit einem Punktegewinn der Gastgeber rechnete, schlug Stefan Schilchegger in der 90. Minute und in der Nachspielzeit mit den Toren zum 2:3 und 3:3 zu - womit es in diesem Duell keinen Verlierer geben sollte. Während sich im einige hundert Meter entfernten Festzelt Chris Steger ("Zefix") auf das Konzert in seinem Heimatort vorbereitete und sich wahrscheinlich einige Fans vom Fußballplatz zum Heuartfest bewegten, machte ich mich auf den kurzen Weg nach Eben, wo das Abendspiel stattfinden sollte. Fotos
  3. Am letzten Wochenende der Sommerferien wurde ein Bundesland besucht, das in den vergangenen Jahren sträflich von mir vernachlässigt wurde. Bereits am Donnerstag stand im Salzburger Land das Derby der 2. Landesliga Nord zwischen Faistenau und Abersee am Programm. Der Grund für die ungewöhnliche Ansetzung war das bevorstehende Bauernherbst-Fest von Freitag bis Sonntag. Da ich bereits zu Mittag anreiste und das Wetter traumhaft war, ging sich eine kleine Wanderung zum Felsenbad und um den Hintersee aus, bevor ich nach einem raschen Einkauf beim Supermarkt im Ortszentrum pünktlich beim Sportplatz eintraf. Mit mir schafften es 200 Besucher zu dieser Partie, bei der anfangs die Gastgeber tonangebend waren. Die Gäste aus Abersee konnten das Spiel aber drehen, bevor Moritz Resch in der 90. Minute mit dem 2:2 einen Punkt für Tabellenführer Faistenau rettete. Nach einer abenteuerlichen Fahrt, auf Grund der Jahreszeit bereits in Dunkelheit, erreichte ich schließlich meine Unterkunft in Puch bei Hallein. Fotos
  4. Moravan Lednice siegte beim Sonntag-Vormittagsspiel im Znajmer Vorort Dobsice durch ein Tor in der letzten Minute. Fotos
  5. Am Dienstag standen noch zwei Spiele der 2. Runde im BFV-Cup am Programm. Da ich in Eberau schon war, fuhr ich nach Loipersbach-Kitzladen, wo der SC Pinkafeld zu Gast war. Regionalliga-Schiedsrichter Arif führte pünktlich um 18 Uhr die beiden Mannschaften auf das Spielfeld. Klassenunterschied war anfangs nicht zu erkennen - der aktuelle Tabellenführer der 1. Klasse Süd konnte vor 404 Zuschauern gegen den Aufsteiger in die Landesliga mithalten und bis zur 45. Minute das 0:0 halten. Doch ein kleiner Abwehrfehler ermöglichte den Gästen aus Pinkafeld, mit der letzten Aktion vor der Pause in Führung zu gehen. Torschütze Ex-Profi Dario Tadic, der bereits im Nachwuchs bei Pinkafeld spielte und in den 20 Jahren seiner Karriere für Austria Wien, Wiener Neustadt, Austria Lustenau, Hartberg und St. Pölten in der Bundesliga, 1. Liga und Regionalliga auf Torjagd ging. Ein Stürmer wie Tadic ließ sich auch bei seiner zweiten Torchance nach der Pause nicht lange bitten und erzielte das 2:0 in der 69. Minute. Doch endgültig entschieden war die Partie erst kurz vor Schluss mit dem 0:3 und 0:4. Fotos
  6. Nur 20 km von der ukrainischen Grenze entfernt, liegt Kisvarda, die östlichste Stadt mit einem Verein in der höchsten ungarischen Liga. In der Nähe des Stadions wurde ein kostenloser Parkplatz gefunden, von wo aus die Stadt und das weitläufige Stadiongelände erkundet werden konnten. Neben dem 2018 eröffneten Varkerti Stadion, das 2850 Fans Platz bietet, befindet sich nämlich die Varda Fußballakademie mit zahlreichen Trainingsplätzen auf Natur- und Kunstrasen. Gleich daneben gibt es einen schönen Park mit der Burgruine. Auch das Zentrum von Kleinwardein mit den beiden Kirchen und der Fußgängerzone wurde kurz besichtigt. Das Derby findet natürlich zwischen Kisvarda und Nyiregyhaza statt, aber auch Debrecen ist "nur" 100 km entfernt, dementsprechend füllte sich der Gästesektor zufriedenstellend. Auch das restliche Stadion war an diesem Sonntag mit 2245 Zuschauern gut besucht. Bei Debrecen standen die ehemaligen ungarischen Nationalspieler Balazs Dzsudzsak und Adam Lang in der Startelf, nicht aber Ex-Rapidler Maximilian Hofmann. Das Team war ja zur Saison-Vorbereitung in Österreich zu Gast und bestritt ein Testspiel gegen die Austria in Kirchschlag in der Buckligen Welt. In einem schwachen Spiel waren die unrühmlichen Höhepunkte die gelb-rote Karte für Szikszai vom Kisvarda FC und glatt Rot für den Gäste-Verteidiger Lang wegen einer Tätlichkeit nach VAR-Check. Tore gab es leider keine, und so nahm ich mit einem 0:0 im Gepäck die 560 km nach Wien in Angriff. Fotos
  7. Nur 15 Minuten brauchte man vom Hotel ins südlich von Kosice gelegene Dorf Geca. Die obligatorische Vormittagspartie wurde diesmal um 10:45 Uhr angepfiffen. Eine Vielzahl der 150 Zuschauer nahm die Stehplätze auf den Betonstufen ein, da diese im Schatten liegen. Entlang des Kabinentraktes wurde eine kleine mobile Tribüne mit blauen und weißen Sitzen aufgestellt. Viel mehr hat dieser Ground nicht zu bieten. Das Spiel der IV. Liga Ost gewannen die Gäste aus Gerlachov 3:0. Nach dem Schlusspfiff machte ich mich auf den Weg weiter Richtung Süden und verließ die Slowakei eine halbe Stunde später, denn der letzte Programmpunkt des Wochenendes sollte schließlich in Ungarn stattfinden. Fotos
  8. Bereits vor 2 Jahren war die neue Fußballarena in Kosice fertiggestellt worden, es war also an der Zeit, der zweitgrößten Stadt der Slowakei wieder einmal einen Besuch abzustatten. Zuletzt war die Eishockey-WM 2019 der Grund für eine Reise in die Ostslowakei. 7 Jahre später geht es aber wieder um Fußball. Um leere Ränge zu vermeiden, wurde der Termin mit Sorgfalt ausgewählt und das Spitzenspiel gegen den Rekordmeister Slovan in der Anfangsphase der Saison als würdig erwiesen. Ausverkauft war das Stadion schließlich zwar nicht, aber mit 9108 Besuchern doch ganz gut gefüllt. Warum der Block mit den heimischen Fans anfangs leer blieb, wusste man zunächst nicht. Auch der Gästesektor war eher spärlich besetzt, ohne Transparente und ohne Trommler. Dazu aber später. Trainiert wird der SK Slovan Bratislava seit Juni von Afrikas Fußballer der Jahre 2011 bis 2014, Yaya Toure. Österreich-Bezug gibt es bei Slovan bekanntlich auch, Kevin Wimmer steht schon seit 2023 im Kader des Europacupsiegers von 1969. Er durfte auch heute von Beginn an spielen, und machte seinen Job in der Innenverteidigung ganz gut. Hinten stand die Null, und vorne waren die Gäste effizient und erzielten zwei Tore in der ersten halben Stunde. Es stand also bereits 0:2, als Bewegung in die Fansektoren kam. Zuerst füllte sich der Gästesektor mit etwa 20 bis 30 Ultras, die einige Transparente montierten und offensichtlich mangels einer Trommel kurzerhand eine gelbe Mülltonne zum Schlaginstrument umfunktionierten. Dann versammelten sich auch immer mehr gelb-blaue Fans im zunächst verwaisten Kosice-Block. Während der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde ein großer Banner in die Höhe gehalten, und kurz darauf flogen bengalische Fackeln und Rauchbomben auf's Feld. Schiedsrichter Kralovic blieb nichts anderes, als abzupfeifen und beide Teams sofort in die Kabine zu schicken. Laut Medienberichten waren den Fangruppen vor dem Stadion Pyrotechnik, Trommeln und Transparente abgenommen worden. Ein paar Anhängern von Kosice war es dann offenbar doch gelungen, verbotene Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln und für die erwähnte Störaktion zu sorgen. Schade, denn eine kontrollierte Choreo auf der Tribüne zu Beginn des Spiels hätte mehr Sinn gemacht und wäre bei weitem weniger gefährlich gewesen als Pyrotechnik, die bei laufendem Spiel plötzlich auf den Rasen geworfen wird. Im Gästesektor gab es übrigens keine Krawalle, hier wurde vorbildlich und durchgehend supportet. Nach der Pause blieb es dann ruhig, sowohl was etwaige Protestaktionen als auch den Support im Heimsektor betraf. Stimmung kam noch einmal auf, als Lichy in der 57. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Ansonsten spielte Slovan die Partie souverän zu Ende und feierte einen 2:1-Auswärtssieg, wodurch man 4 Siege nach 4 Spielen und ein respektables Torverhältnis von 14:1 am Konto hat. Da ich vor dem Spiel im nur 15 Gehminuten entfernt gelegenen Hotel Kosice eingecheckt habe, war mein Heimweg an diesem Abend nicht allzu weit. Es war ohnehin schon ein langer Tag, und der Sonntag sollte auch nicht kürzer werden. Fotos
  9. Da für den Samstagabend das Topspiel der slowakischen Nike Liga in Kosice angesetzt war, steuerte man nach dem Zwischenstopp mit Übernachtung und zwei Cup-Spielen in Budapest den Osten der Slowakei an. Da es in der 3. und 4. Liga Vychod noch viele Plätze gibt, die man nicht besucht hat, war es natürlich möglich, vor dem Abendspiel ein Spiel um 16:30 Uhr mitzunehmen. Die beste Option war mit Medzev, das 36 km westlich von Kosice liegt, schnell gefunden. Das Auto wurde etwa 45 Minuten vor Spielbeginn im Zentrum von Metzenseifen abgestellt, wie der Ort mit 4000 Einwohnern auf Deutsch genannt wird. Gut so, denn die Parkplätze beim Sportplatz sind eher rar gesät. Außerdem war noch Zeit für einen Rundgang am Marianske namestie, und die 10 Minuten Fußmarsch zum Mestske ihrisko wurden auch problemlos bewältigt. Das Schiedsrichter-Gespann mit Assistentin Ivana Alezarova führte die beiden Mannschaften pünktlich auf's Feld. Das Stadion ist jetzt nicht unbedingt der Hingucker, damit hatte man vorher schon gerechnet. Dass aber die Tür zur kleinen Kantine klemmt und die Verantwortlichen minutenlang damit beschäftigt sind, diese zu öffnen, war nicht geplant. Die Zapfhähne wurden aber schließlich angeworfen, und den verdienten Zitronenradler und das Kofola gab es mit Verspätung während der ersten Halbzeit. Die meisten der offiziell 120 Zuschauer haben auf einer der beiden mobilen Tribünen mit jeweils 3 Sitzreihen Platz genommen. Von hier ist der Weg zu den Getränken der wesentlich kürzere. Die Haupttribüne auf der anderen Seite blieb dagegen ziemlich leer. Nach dem 1:0 vor der Pause fielen noch zwei weitere Tore in der 2. Hälfte. Man hatte das Gefühl, der Sieg der Gastgeber war an diesem Tag nie in Gefahr. Der MFK Spartak Medzev besiegte die Gäste aus Snina deshalb verdient 3:0. Fotos
  10. Nach einer Nacht in einem Hotel unweit des Flughafens und einem ausgiebigen Frühstück stand um 11 Uhr ein weiteres Cupspiel am Programm. Dabei gab es ein Derby, empfing doch Felsöpakonyi VSE (Pest I. osztalyu) den FC aus dem nur 30 km entfernten Dabas (NB III Del-Keleti). Etwa 200 Besucher wollten dieses Duell sehen, jedoch stand es bereits nach 11 Minuten 0:2. Das 0:3 kurz nach der Pause machte den Deckel drauf, und der FC Dabas stieg verdient in die nächste Runde auf. Für mich ging es nach dem Spiel über die M3 und anschließend via Miskolc ca. 3 Stunden Richtung Osten, wo an diesem Tag noch zwei weitere Spiele auf dem Programm stehen sollten. Fotos
  11. In der 2. Runde des ungarischen Pokals standen an diesem Wochenende zahlreiche Partien am Programm, auch in Budapest und Umgebung. Da es südöstlich der Hauptstadt am nächsten Tag auch ein 11 Uhr-Spiel geben sollte, fiel die Entscheidung auf Monor. Der Ort ist bekannt für seine Weingegend und die zahlreichen alten Kellerstraßen, daher reiste ich früher an und hatte knapp 3 Stunden Zeit für einen ausführlichen Spaziergang, wohlgemerkt bei 35 Grad, während es in Österreich mit den Unwettern ein wenig abgekühlt hat - die Hitze verfolgt einen diesen Sommer eben. Beim Kiosk neben dem Stadion wurden noch einige kalte Getränke gekauft, und dann war es auch schon Zeit, 1000 Forint für den Eintritt bereit zu halten. Der Schiedsrichter führte pünktlich um 16:30 Uhr die Teams auf das Feld, die beide in der NB III Del-Keleti beschäftigt sind. Die Gastgeber übernahmen rasch das Kommando und führten zur Pause mehr als verdient 2:0. Mit dem 3:0 kurz nach Seitenwechsel war das Spiel entschieden. Den Gästen aus Bekescsaba gelang nur noch der Ehrentreffer, und Monor durfte den Aufstieg in die nächste Runde feiern. Fotos
  12. Das letzte Spiel an diesem Wochenende sollte im Bezirk Reutte, stattfinden. In der zweiten Runde der fünftklassigen 1. Tiroler Landesliga West traf der FC Vils auf die Juniors aus Innsbruck-Reichenau. Vor dem Spiel begann es kurz zu regnen, kurz darauf zeigte sich aber wieder die Sonne, und der Regenschirm konnte im Auto bleiben. Auf der kleinen, aber feinen Holztribüne der Sportanlage Vils hätten während eines Regenschauers wohl nicht alle 200 Zuschauer Platz gehabt. Schön anzusehen ist sie auf jeden Fall. Auch der Blick auf die Burgruine Vilsegg im Westen ist sehenswert, genauso wie das Panorama der umliegenden Allgäuer Alpen. Für die landschaftlichen Schönheiten hatten die beiden Teams freilich keine Augen. Besonders die Spieler des FC Vils waren besonders fokussiert und erzielten zwei schöne Tore in der ersten Halbzeit. Nach der Pause wurde nachgelegt, die jungen Reichenauer hatten keine Chance, und nach 90 Minuten stand es 5:0. Mit wunderbaren Eindrücken trat ich schließlich über Füssen, Schwangau (mit Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau) und Bad Tölz meine 5 1/2 stündige Heimreise an und passierte vor Salzburg abermals die österr. Grenze, um kurz nach Mitternacht wieder in Wien anzukommen. Fotos
  13. Kurz vor 14 Uhr fand ich einen Parkplatz vor der Schule im bayerischen Rettenberg. Da der Sportplatz an der Schule liegt und auch so heißt, kam ich pünktlich zum Einmarsch der beiden Teams, die sich bereits zum 6. Saisonspiel der Kreisliga Allgäu Süd trafen. Es waren keine zwei Minuten gespielt und ich hatte noch nicht einmal daran gedacht, meine Fotorunde zu beginnen, da zappelte bereits der Ball im Netz, und zwar in dem des Tores von Rettenberg. Verteidiger Gert wollte nach einer Flanke offensichtlich den eigenen Tormann prüfen, was deutlich in die Hose ging. "Jawoll, heute wird's zweistellig!" jubelte daraufhin neben mir ein Optimist aus Weitnau. Nun, ganz so sollte sich diese Prognose nicht bewahrheiten. Denn die Gastgeber übernahmen die Kontrolle und waren dem Ausgleich näher als die Gäste einem Kantersieg. Der Ausgleich sollte vor 172 Zuschauern in den verbleibenden 88 Minuten jedoch nicht gelingen. Da auch in Rettenberg weiterhin die Sonne vom Himmel brannte und es keine Abkühlung in Form von Wolken oder Wind gab, war der kurze Weg hinauf zum Friedhof schweißtreibend. Dieser lohnt sich allerdings trotzdem, weil es den besten Blick auf den Ort, den Sportplatz sowie die Bergwelt rundherum gibt. Schließlich machte ich mich mit dem Schlusspfiff auf den Weg weiter Richtung Osten, wo noch einmal ein kurzer Zwischenstopp in Tirol eingelegt wurde. Fotos
  14. Der FC Rotenberg lud zur Matinee ins Waldstadion, das nur 15 Gehminuten von meiner Unterkunft entfernt liegt. Die 2 km entfernte Sportanlage im Weiher in Langenegg, zweite Heimspielstätte des FC Rotenberg, hatte ich vor 10 Jahren besucht, daher war es ein Glück, dass dieses Spiel im Waldstadion angesetzt wurde. 300 Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, beim ersten Saisonspiel gegen Aufsteiger FC Schlins dabei zu sein. Die angekündigte Schlechtwetterfront mit Gewittern und Regen ließ noch auf sich warten, dafür war es drückend schwül. Dennoch entwickelte sich eine interessante Partie, bei der viele Tore fallen sollten. Die Gastgeber ließen dabei keine Zweifel aufkommen, wer hier der Favorit an diesem Tag war. Zur Pause stand es bereits 3:0. Nach dem Anschlusstreffer der Gäste schnürte der Spieler des Tages Julian Rupp mit dem dritten Tor seinen Hattrick. Nicht lupenrein, aber allemal bemerkenswert. Den Endstand zum 4:2 besorgten die Schlinser mit einem weiteren Ehrentor. Eine kleine Randnotiz - bei jedem Rotenberger Tor wurden die doch zahlreich aus Schlins mitgereisten Gästefans mit einem kleinen Likör verköstigt. An diesem Tag war dies immerhin 4 mal der Fall - das nenne ich einmal Gastfreundschaft! Für mich gab es natürlich keinen Alkohol, denn nach dem gemütlichen Spaziergang zum Auto, das noch bei der Unterkunft geparkt war, fuhr ich Richtung Deutsche Grenze und verließ gegen 13 Uhr das Ländle, um am Heimweg nach Wien zwei weiteren Spielen an diesem Sonntag beizuwohnen. Fotos
  15. Vor ziemlich genau 10 Jahren, am 13. August 2016, war ich schon einmal zu Besuch beim FC Lauterach. Damals stand die Bruno Pezzey Sportanlage in der Dammstraße. Vor ein paar Jahren übersiedelte der FC Lauterach ins Industriegebiet im Süden und trägt seine Heimspiele seither im Bruno Pezzey Stadion aus. Der berühmte Sohn von Lauterach, 84-facher ÖFB-Teamspieler, Spieler bei Wacker Innsbruck, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen, war leider am Silvestertag 1994 viel zu früh mit nur 39 Jahren verstorben. Am neuen Sportplatz erinnern mehrere Gedenktafeln an den sympathischen Bruno Pezzey, der unter anderem mit Prohaska, Krankl und Co. als Libero bei der WM 1978 Deutschland besiegte. Zum Duell mit dem SC Schwaz kamen offiziell 356 Besucher. Zu sehen gab es ein Torspektakel, bei dem zunächst die Gäste aus Tirol den Ton angaben. Überraschend rasch führten sie nach Toren in der 3. und 8. Minute 2:0. Doch Lauterach gelang noch vor der Pause der Ausgleich, bevor die Gastgeber in der 72. Minute sogar 3:2 in Führung gehen konnten. In der Nachspielzeit jedoch traf Moritz Hupfauf zum 3:3 für Schwaz, und der FC Lauterach steht nach 3 Spielen mit nur einem Pünktchen da. In der Regionalliga West fehlt nun noch das Koasastadion in St. Johann, womit die Liga dann hoffentlich bald komplettiert werden kann. Fotos