gerhard79

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  1. Die Zeit bis zum Anpfiff um 19 Uhr wurde für einen Einkauf genutzt, bei dem ich köstliche Pirazdini, mit Fleisch und Gemüse gefüllte Blätterteigtaschen, erwerben konnte. Während im Supermarkt bar oder mit Karte bezahlt werden kann, sind Parkplätze und Tickets in Riga meist nur über Apps zu kaufen. So musste auch an diesem Abend zuerst eine App installiert und ein Parkplatz für 3 € gebucht werden, anschließend eine andere App, über welche die Eintrittskarte für das Spiel gekauft wurde. Danke! Für Einheimische mag dieser digitale Fortschritt toll sein, für Leute, die das System nur einmal nutzen, ist es einfach nur kompliziert und zeitraubend. Schließlich konnte das Futbola centrs Rupnica rechtzeitig betreten und ein Platz unter dem Dach eingenommen werden. Wichtig, denn auch hier regnete es die meiste Zeit während des Spiels. Die Sportanlage wurde in den letzten Jahren umgestaltet und mit einem Kunstrasen, einer kleinen Tribüne sowie einem Funktionsgebäude ausgestattet. Gleich nebenan gibt es eine riesige Fußballhalle, wo das ganze Jahr, unabhängig vom Wetter, gekickt werden kann. Eine Fotorunde ist hier nicht möglich, da nur die Tribünenseite zugänglich ist und ein Abstecher hinter das Tor oder gar auf die Gegenseite von den Ordnern nicht gestattet wird. Einzig vom Parkplatz können Bilder geschossen werden, wobei auch hier ein Zaun aufgestellt ist, damit ja niemand der 107 Besucher auch nur im entferntesten an einen Platzsturm denkt. Als sich ein Kollege aus Schweden traut, die Absperrung zu umgehen und mit dem Handy ein paar Fotos macht, wird er sofort vom nächsten Security-Mitarbeiter ermahnt und mit Nachdruck hinter den Zaun gebeten. Die Partie endete schließlich mit einem Auswärtssieg des Tabellenzweiten Valmiera FC, der 2022 sogar den lettischen Meistertitel gewinnen konnte. Fotos
  2. Der Samstag stand im Zeichen der LVBet 1. Liga (zweithöchste Spielklasse) - hier konnten im Großraum Riga zwei Spiele gemacht werden. Zunächst wurde Jaunmarupes im Süden der Hauptstadt angesteuert, wo es neben dem Stadion auch einen Badesee mit einem schön angelegten Park rundherum gibt. Schwimmen wäre auf Grund der angenehmen Temperaturen um die 25 Grad am frühen Nachmittag sogar noch möglich gewesen, aber pünktlich zu Spielbeginn um 15 Uhr begann es zu schütten. Ein Glück, dass alle 148 Zuschauer unter der Tribüne Schutz finden und es immer wieder Regenpausen gibt, insbesondere für eine Fotorunde. Erwartungsgemäß hatten die Gastgeber an diesem Tag keine Chance gegen Tabellenführer FK Metta, der mit seiner Fußballschule als Talenteschmiede Lettlands gilt und einen ungefährdeten 4:0 Auswärtssieg feierte. Nach dem Schlusspfiff machte ich mich auf den Weg quer durch Riga in den Osten der Stadt, zur Heimstätte des FK Metta, die auch andere Teams für den Spielbetrieb nutzen. Fotos
  3. In der "Dali Dali" 3. Liga trafen im einzigen Freitag-Abendspiel in Riga und Umgebung der DSVK Traktors und der SSE Riga FC aufeinander. Die Anstoßzeit um 21 Uhr im 49. "Oberschul-Stadion" mag ungewöhnlich sein, aber da in diesen Breiten die Sonne erst später untergeht, brauchen die Flutlichter erst nach der Pause aufgedreht werden. Ein Hindernis war vor der Partie nur die Parkplatzsuche, da am angrenzenden Gelände eine Open Air Musikveranstaltung stattfand, wegen der auch die umliegenden Straßen voll mit Menschen waren. Das Spiel war heute eher nebensächlich, denn niveaumäßig braucht man sich bei einem viertklassigen Spiel in Lettland nicht allzu viel erwarten. Immerhin waren 37 Besucher anwesend, hauptsächlich natürlich Angehörige und Freunde, aber auch ein paar Groundhopper. Nach der 1:0-Führung der Traktoren übernahmen die Gäste das Kommando und drehten das Spiel mit dem 1:2 kurz vor Schluss. Fotos
  4. Bereits zu Beginn des Jahres wurde entschieden, den Sommerurlaub an der Ostsee zu verbringen und dabei Lettland und Litauen zu besuchen - für mich nach 21 Jahren ein Wiedersehen mit den baltischen Staaten, den Erstkontakt mit Länderpunkten hatte es im Sommer 2005 gegeben. Noch vor dem Iran-Krieg und damit den steigenden Sprit- und Kerosinpreisen wurden günstige Flüge nach Vilnius gebucht, ebenso Mietwagen und Unterkunft gecheckt. Gleich am Tag nach unserer Ankunft in der litauischen Hauptstadt und der Weiterreise nach Riga stand das erste Fußballspiel am Programm, das Rückspiel in der UEFA Conference League Qualifikation zwischen dem FK Rigas Futbalova skola und dem Glentoran FC. Schon das Hinspiel in Belfast hatten die Letten 2:1 gewonnen und waren daher auch im 2022 eröffneten LNK Sporta Parks favorisiert. Dieser Favoritenrolle wurden die Gastgeber von Beginn an gerecht. Nach dem frühen 1:0 in der 5. Minute gab es kaum Gegenwehr der Nordiren, nur die zahlreichen mitgereisten Fans sorgten weiterhin für gute Stimmung auf der Gegentribüne. Mit dem 2:0 nach der Pause war aber für Riga alles entschieden, und der Aufstieg in die nächste Quali-Runde konnte gefeiert werden. Fotos
  5. In der ersten Runde des Innviertler Cups kam es zum Derby zwischen Eggerding und Suben. Angesichts dessen sind die offiziell angegebenen 250 Zuschauer vielleicht ein bisschen enttäuschend, aber wohl realistisch, da beide Vereine "nur" in der 2. Klasse Westnord spielen. Beide - Suben als Dritter und Eggerding als Vierter - verpassten in der vergangenen Saison nur knapp den Aufstieg. Daher überraschte es nicht, dass das Spiel relativ ausgeglichen verlief. Mit der Fortdauer des Spiels und je länger es 0:0 stand, rechnete man immer mehr mit einer Entscheidung im Elfmeterschießen - neben dem Hydration Break ein Hauch von WM in der Land & Technik Arena. Johannes Aigner machte aber allen, die sich auf das Elferschießen freuten, einen Strich durch die Rechnung und schoss die Gastgeber zwei Minuten vor dem Ende in die nächste Runde. Mit dem Schlusspfiff beendete übrigens der 65-jährige Alfred Baumann nach über 900 Spielen seine ruhmreiche Schiedsrichterkarriere. Chapeau! Fotos
  6. Die Einladung zum "Doppel-Testspiel" wurde gerne angenommen. Allerdings waren für mich nur die ersten 90 Minuten interessant, da im Anschluss ein Spiel des Innviertler Fußballcups am Programm stehen sollte. Aber alles der Reihe nach. Peuerbach ist ja bekannt für den traditionellen Silvesterlauf, aber auch für ein schönes Zentrum mit dem Schloss, der Pfarrkirche und dem Hauptplatz mit der Skulptur Kometor. Dies alles wurde bei mittlerweile 32 Grad und Sonnenschein besichtigt, bevor es kurz vor 15 Uhr zum Sportplatz ging, der den Namen einer Heizungsfirma trägt. Die Polizei war mit einem kleinen Aufgebot anwesend, hatte aber an diesem Nachmittag nichts zu tun, weil alles ruhig und friedlich blieb. Über politische Themen, die den türkischen Verein betreffen, werde ich mich an dieser Stelle übrigens nicht äußern. Basaksehir ist zwar in Istanbul bei weitem nicht so populär wie Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas, hat aber bereits einen Meistertitel gewonnen und spielt in den letzten Jahren regelmäßig in einem internationalen Bewerb, zuletzt in der Champions League. Trainer ist Nuri Sahin, der im Angriff heute den 31-jährigen Davie Selke aufstellte. Die SV Ried begann die ersten 90 Minuten mit folgender Aufstellung: Leitner – Pomer (59./Krain), Chukwudi, Steurer, Malicsek (46./Watts – Testspieler) – Maart, Schwab – Rhodes, Nasrawe, Bajic – Aisowieren Die beiden Tore zum 1:1 fielen beide aus Strafstößen, wobei Stefan Schwab den Elfmeter für Ried verwandelte. In der zweiten Hälfte waren die Rieder dem Sieg sogar näher als die Gäste aus der Türkei, aber trotz guter Chancen wollte kein Tor mehr gelingen. Die zweiten 90 Minuten konnte die B-Mannschaft der SV Ried übrigens 2:1 gewinnen. Da war ich allerdings schon längst unterwegs vom Hausruckviertel ins Innviertel... Fotos
  7. Der erste Samstag im Juli eignete sich perfekt für einen Ausflug nach Kirchschlag in die Bucklige Welt. Der Passionsspielort mit seinem sehenswerten Zentrum und seiner Burgruine am 480 m hohen Schlossberg wurde von uns ausführlich besichtigt, bevor es kurz vor 15 Uhr zum Weststadion ging. Während sich die Weltmeisterschaft mitten in der K.O.-Phase befindet, hat die Saisonvorbereitung der Bundesliga-Vereine nämlich längst begonnen. Zum Abschluss des Trainingslagers gab es für die Wiener Austria ein Testspiel gegen den ungarischen Verein Debreceni VSE, bei dem mit dem 109-fachen ungarischen Teamspieler Balázs Dzsudzsák und Ex-Rapidler Maximilian Hofmann auch bekannte Gesichter unter Vertrag stehen. 700 Zuschauer sorgten schon vor dem Anpfiff für gute Stimmung und sahen, dass bei der Austria Stammspieler wie Sahin-Radlinger, Dragovic, Fischer und Eggestein in der Startelf beginnen durften. Bei optimalem Fußballwetter konnten die Ungarn rasch in Führung gehen. Den nach einem Foul an Matteo Schablas fälligen Elfmeter verwandelte Johannes Eggestein zum 1:1. Nach der Pause wechselte Trainer Stephan Helm wild durch und brachte einige junge Spieler. Nach 90 Minuten blieb es aber beim 1:1, und für einige Autogrammjäger gab es jetzt kein Halten mehr. Fotos
  8. Zum Abschluss des Trainingslagers in der Steiermark besiegte der ungarische Meister den serbischen Vizemeister im Kräuterdorfstadion. Fotos
  9. In Wettmannstätten fand das dritte Spiel des Tages statt. Zum Derby gegen die Nachbarn aus Groß St. Florian gab es eine gelungene Choreo des jugendlichen Fanblocks. Die Gastgeber gewannen das Spiel mit 3:1 und sorgten für einen erfolgreichen Saisonabschluss vor 200 Zuschauern. Fotos
  10. Hoch waren die Erwartungen in Gralla, denn mit einem Sieg im Derby gegen Flavia Solva und einem Punktverlust von St. Veit am Vogau im Parallelspiel gegen Bärnbach wäre man Meister und direkter Aufsteiger in die Oberliga gewesen. 400 Zuschauer kamen auf die neue Sportanlage in Gralla, die nun auch schon vor 11 Jahren eröffnet wurde. Während es hier zur Pause 1:1 stand, führte St. Veit nach 45 Minuten bereits 5:1. Somit war klar, dass Gralla nur Vizemeister wird und in die Relegation muss, während im Vulkanlandstadion mit 800 Zuschauern der Titel gefeiert wird - das Spiel endete dort schließlich 9:2. In Gralla setzte es eine 1:6 Heimschlappe, wobei in der zweiten Hälfte einige Stammkräfte geschont wurden. Fotos
  11. Am Sonntag wurde die Steiermark als Ziel ausgewählt, weil sowohl Wetter als auch Programm passen sollten. Bereits um 11 Uhr erfolgte der Anstoß im kleinen Bad Gams im Bezirk Deutschlandsberg. In der letzten Runde der steirischen Unterliga West besiegten die Gamsen vor 200 Zuschauern den SV Straß mit einem Eishockey-Ergebnis, wobei es dieses Resultat ja auch schon einmal auf Länderspiel-Ebene gegeben haben soll. Nach einem kurzen Rundgang durch den Kurort ging es weiter in den Bezirk Leibnitz. Fotos
  12. Über Hofamt Priel wurde hier schon einiges geschrieben. Nun wurde es auch für mich Zeit, dem Sportplatz am Viehtrift einen Besuch abzustatten, und das in einem offiziellen Bewerbsspiel. Denn der USC Maria Taferl bestritt hier sein vorletztes Saisonheimspiel der 2. Klasse Mostviertel gegen die Sportunion Bischofstetten. Die Gäste, erste Verfolger von Tabellenführer Ardagger/Neustadtl, taten sich anfangs schwer. Zur Pause stand es sogar überraschend 1:1. Zu Beginn der zweiten Hälfte machten die Bischofstettner dann kurzen Prozess und gewannen schließlich klar. Fotos
  13. Um 20 Uhr traf die Spielgemeinschaft Obritz/Hadres-Markersdorf im Buchbergstadion auf den SV Unterstinkenbrunn. 90 Zuschauer sahen einen engagierten Beginn der Gastgeber, die nach 18 Minuten sogar 1:0 in Führung gingen. Dann aber übernahmen die Gäste aus Unterstinkenbrunn das Kommando und drehten das Spiel noch vor der Pause. Nach 90 Minuten + Nachspielzeit war es schließlich eine 2:6 Schlappe für das Heimteam, das nun so gut wie sicher den Gang in die 2. Klasse antreten muss. Fotos
  14. Am Freitag bot sich ein grenzübergreifendes Doppel an mit einem Spiel in der fünftklassigen südmährischen Liga um 17 Uhr und einem Abendspiel im Weinviertel. Auf Grund des Fenstertages war die Wiener Südosttangente rasch und ohne Stau passiert - eine Seltenheit. Auf Grund von Verkehrsverzögerungen an und nach der tschechischen Grenze Richtung Brünn wurde dann aber der "Schleichweg" über Großharras und Zwingendorf genommen. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn parkte ich das Auto beim Stadion in Ivancice und machte mich auf den Weg ins durchaus hübsche Zentrum. Rechtzeitig zurück beim Hriste Ivancice, war noch Zeit, vor Anpfiff ein Altbrünner 11° Pivo zu genießen. Der Zuschauerandrang hielt sich eher in Grenzen, erst während der ersten Halbzeit trudelten nach und nach ein paar Interessierte ein. Ob es tatsächlich die angegebenen 103 waren, ist eher fraglich. Alle, die erst kurz vor der Pause eintrafen, hatten die beiden spielentscheidenden Szenen verpasst. Die Tore fielen nämlich in der 15. (zum 1:0) und in der 36. Minute (zum 1:1). Da nach der Pause nicht mehr viel passierte, blieb es beim Unentschieden, und für mich war es höchste Eisenbahn, zurück Richtung Österreich zu fahren. Fotos
  15. Den Abschluss dieses Fronleichnam-Dreiers machte ein Spiel der Bezirksliga Süd. Union Adlwang traf um 17 Uhr auf die Spielgemeinschaft Windischgarsten/Spital am Pyhrn. Nach dem schnellen 1:0 für die Gastgeber sahen die 370 Zuschauer noch vor der Pause drei Gegentore. Nach dem 4. Treffer sahen die Gäste aus Windischgarsten schon wie die sicheren Sieger aus, Adlwang zeigte jedoch Moral und holte Tor für Tor auf, um in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 4:4 zu erzielen. Fotos