gerhard79

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  1. Nach dem Spiel in Abda wurde zunächst das Zentrum der Stadt Lebeny mit ihrer beeindruckenden Wallfahrtskirche St. Jakob besichtigt. Beim Sportplatz war kurz vor 14 Uhr schon einiges los, immerhin kam es heute zum Topspiel der Liga gegen den Tabellenzweiten aus Kapuvar. Wer heute zu spät kam oder sich noch ein Bier aus der Kantine holte, verpasste eine tolle Anfangsphase. Nach dem 1:0 der Heimmannschaft gelangen den Gästen postwendend zwei Tore, und so stand es nach 19 Minuten bereits 1:2. Kurz vor der Pause gelang dem Lebeny SE, der 2026 übrigens seinen 100. Geburtstag feierte, noch der Ausgleich zum 2:2. In dieser Tonart sollte es weitergehen, denn durch einen Doppelpack von Patrik Veller zogen die Gastgeber auf 4:2 davon. Dem Favoriten aus Kapuvar gelang nur noch der Anschlusstreffer, und am Ende einer torreichen Partie jubelten die Spieler aus Lebeny, die mit diesem Erfolg auf den 4. Tabellenrang kletterten. Fotos
  2. Auch Allerheiligen, das dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, wurde in Ungarn verbracht. Im Györ-Moson-Sopron megye konnten zwei Spiele der viertklassigen Megyei I. osztaly kombiniert werden. Schon um 11 Uhr trafen der Abda SC und die Zweitbesetzung von Gyirmot FC aufeinander. Über dem hübschen Sportplatz in Abda zeigte sich während der ersten Halbzeit die Sonne, was die Temperatur um ein paar Grad angenehmer machte. Während meiner Fotorunde, nach 20 Minuten, fiel das 1:0 für die Gastgeber, die für mich eher als Außenseiter ins Spiel starteten. Diese Führung hielt bis knapp vor Schluss, aber als die rund 120 Zuschauer schon mit einem Heimsieg spekulierten, gelang den Gästen das 1:1. Ohne Dorfbesichtigung ging es für mich ins 10 Minuten entfernte Lebeny. Fotos
  3. Zum Einbruch der Dunkelheit um 17 Uhr erfolgte der Anpfiff zum dritten Spiel des Tages, bei dem die attraktive Csilla Juhasz-Revesz ihrem Schiedsrichter-Kollegen Aron Urbanics engagiert assistierte. Beim zweiten Team von MTK Budapest avancierte Milan Vas mit zwei Toren zum Matchwinner. Das Resultat von 2:1 gegen die Gäste aus Sarbogard stand schon zur Pause fest. Während der zweiten Halbzeit gab es nur mehr einige Gelbe Karten, aber kaum noch Sehenswertes. Trotz Baustelle war es eine angenehme Heimfahrt - statt einer Übernachtung in Budapest wurde der Heimschläfer gewählt - für Sonntag standen noch zwei Spiele im Komitat Györ-Moson-Sopron am Programm. Fotos
  4. In der Szönyi ut ist der Eisenbahner-Sportverein, ungarisch Budapesti Vasutas Sport Club-Zugló, zu Hause. Das Stadion wurde 1952 als Lokomotiv-Stadion eröffnet und im Laufe der Jahre einige Male umgestaltet, zuletzt vor etwa 10 Jahren, als die Stehplätze in den Kurven hinter den Toren entfernt wurden. In den 90er Jahren, als man in der höchsten ungarischen Liga NB I spielte, fanden bis zu 12.000 Zuschauern Platz, heute sind es offiziell nur mehr 5.000. Ein Umbau der beiden bestehenden Tribünen inkl. komplette Überdachung wurde bereits angekündigt. Wann die Pläne konkret umgesetzt werden, ist aktuell noch unklar. Die Eisenbahner, denen in den vergangenen Jahren der Durchmarsch von den Untiefen des Budapester Fußballs bis in die zweihöchste ungarische Spielklasse gelungen ist, definieren sich mittlerweile als Ausbildungsverein, dem ein guter Nachwuchs und die Profilierung in der aktuellen Liga wichtig sind. Unter den ungefähr 250 Zuschauern des heutigen Zweitligaspiels gegen Csakvar befanden sich nicht nur die Blue Boys, die treuen Fans des Heimvereins, sondern auch mindestens 20 Stadionsammler aus Deutschland, der Schweiz und von den Britischen Inseln - jedenfalls wurde neben Ungarisch auf der Haupttribüne auch Deutsch und Englisch geplaudert, und die Kantine freute sich über einen überdurchschnittlich guten Getränke-Umsatz. Das Spiel war, ehrlich gesagt, in diesem Rahmen eher Nebensache. Durch ein Tor von Peter Töröcsik in der 52. Minute feierte der BVSC Zuglo gegen den Tabellenletzten aus Csakvar mit Ach und Krach die drei Punkte und konnte sich auf Rang 10 der Tabelle schieben. Fotos
  5. Am letzten Oktobertag sollte noch einmal Budapest angesteuert werden, weil die Monatsvignette für die ungarische Autobahn weiterhin gültig war und drei Spiele gefunden wurden, deren Austragungsorte nicht weit voneinander entfernt waren und zeitlich gut passten. Dafür wurden ein frühes Aufstehen und ein weiteres Mal die 40 km-Monsterbaustelle zwischen Tatabanya und Budapest in Kauf genommen. Bereits eine halbe Stunde vor 11 Uhr parkte ich vor dem Illovsky Rudolf Stadion im Norden von Pest ein, der Heimstätte von Vasas. Da wärmten beide die B-Teams von Vasas und Szeged-Csanad schon am Naturrasenplatz des Fay utca Sportcentrums auf. Auf einer kleinen überdachten Stahlrohrtribüne finden die wenigen Zuschauer Platz, in der Sporthalle daneben gibt es ein Buffet und die Toiletten. Eine Handvoll Ordner stand für die Taschenkontrolle bereit, und einer von ihnen drückte jedem Besucher ein ausgedrucktes Gratis-Ticket in die Hand. Die Partie startete mit einem Knalleffekt, denn den Gastgebern gelang mit der ersten Aktion in der 1. Minute das 1:0. Vor knapp 100 Besuchern entwickelte sich eine flotte Anfangsphase. Nach dem Ausgleich in der 6. Minute ging Vasas II wieder in Führung, welche die Gäste abermals ausgleichen konnten. So stand es nach einer halben Stunde 2:2. Die 15-minütige Pause nutzte ich für einen Rundgang um das Stadiongelände und für einige Außenfotos vom Illovsky Rudolf Stadion, dessen Neubau 2019 eröffnet wurde und 5.000 Menschen Platz bietet. Zur Abwechslung konnten nach der Pause die Gäste aus Szeged zuerst in Führung gehen. Aber Sieger gab es trotzdem keinen in diesem Spiel. Feledy gelang ein paar Minuten vor dem Schlusspfiff der verdiente Ausgleich für die Rot-Blauen zum 3:3. Mit dem Auto sollten es nur ein paar Minuten nach Zuglo in die Szőnyi-Straße sein, wo das Highlight des heutigen Tages wartete. Fotos
  6. Neben der neuen Sporthalle befindet sich der durchaus sehenswerte Sportplatz von Nivnice mit einer kleinen, überdachten Haupttribüne. 156 Zuschauer kamen zum Spiel der 5. Liga gegen Luhacovice. Dieses war von Beginn an eine einseitige Angelegenheit. Die Gastgeber gewannen am Ende 5:1 und können sich in der Tabelle nach oben orientieren. Fotos
  7. Der SK Unicov feierte im Auswärtsspiel der 3. MSFL bei der zweiten Mannschaft des 1. FC Slovacko einen 2:1-Erfolg. Gespielt wurde im Mestsky stadion Hluk, dessen Tribüne ein echter Hingucker ist. Auch der Blick auf die Stadt mit dem renovierten Schloss und der Stadtpfarrkirche ist sehenswert. Nach dem Spiel drehte ich eine kleine Besichtigungsrunde durch Hluk, bevor ich mich auf den Weg ins 10 Minuten entfernte Nivnice machte. Fotos
  8. Die guten 2 Stunden Zeit zwischen den beiden Spielen wurde für einen Aufstieg auf den 249 m hohen Törökugrato genutzt, der sich über Budaörs erhebt. Vom höchsten Felsen hat man einen guten Blick auf das Varosi Stadion, das zwischen 2016 und 2021 modernisiert wurde und 1300 Zuschauern Platz bietet. Der Budaörsi SC bekam es an diesem Abend mit dem Tabellenführer aus Pecs zu tun, da war von Anfang an klar, in welche Richtung es gehen könnte. Leider bewahrheiteten sich alle Befürchtungen der heimischen Fans, denn die Gäste führten bereits nach 29 Minuten 4:0. Im Anschluss wurden die Bemühungen eingestellt, auf ein zweistelliges Ergebnis hinzusteuern, trotzdem gelangen nach der Pause noch zwei Tore. Während jetzt schon logisch sein dürfte, dass der Pecsi Mecsek FC in die NB II aufsteigen wird, können die Spieler aus Budaörs froh sein, dass es in der Liga noch schwächere Teams gibt, die sich die Abstiegsplätze untereinander ausmachen werden. Fotos
  9. Mit einem Buda-Doppel startete ich in die wohlverdienten Herbstferien. Der XXII. Budapester Bezirk war mein erstes Ziel, wo um 13 Uhr ein kleines Derby in der südwestlichen NB III über die Bühne gehen sollte. Im Corona-Jahr 2020 stieg Budafok in die höchste ungarische Spielklasse auf - bereits kurz zuvor wurde in weiser Vorahnung das Stadion an der Promontor utca fit für die NB I gemacht. Nach dem sportlichen Abstieg in den folgenden Jahren wird hier aber nur noch drittklassig gekickt. Bei knapp 10 Grad kamen die Gastgeber nicht wirklich gut in die Partie. Besser machten es die Gäste aus Erd, die zur Mitte der zweiten Halbzeit 2:0 führten. Nach dem Anschlusstreffer zeigte das Team aus Budafok jedoch Moral und erzielte in der 90. Minute den von ca. 300 Zuschauern bejubelten Ausgleich. Nach dem Schlusspfiff hatte ich keine große Eile, da das Spiel in Budaörs erst um 18 Uhr angepfiffen wird. Fotos
  10. Im Kellerderby der burgenländischen 1. Klasse Mitte hatte der UFC Neckenmarkt keine Chance gegen die SPG Hrvati aus dem 8 km entfernten Großwarasdorf. Clemens mit einem Tor und Florian Horvath mit zwei Toren brachten die Gäste vor 100 Besuchern entscheidend in Führung. Und als sich die ersten heimischen Zuschauer schon auf den Heimweg machten, gelang Philipp Gludovacz innerhalb von drei Minuten (zwischen der 83. und 86. Minute) ein lupenreiner Hattrick - Chapeau! Mit diesem klaren 6:0-Auswärtssieg konnten die Hrvati mit 8 Punkten die unteren Ränge verlassen, während sich Neckenmarkt mit Tschurndorf um die rote Laterne duellieren wird. Fotos
  11. Die App zeigt es gnadenlos: das Liesingbachstadion in Wien Oberlaa fehlt noch auf meiner Liste. Zwar habe ich hier vor ungefähr 25 Jahren schon einige Male selbst gespielt und später als Schiedsrichter Fußballspiele gepfiffen, aber ein offizielles Bewerbsspiel als Zuschauer wurde in all den Jahren noch nicht besucht. Da die Spritpreise bekanntlich an der 2 Euro-Marke kratzen, freut man sich, wenn man an einem Samstag im Oktober einmal zu Fuß zu einem Spiel anreisen kann. Wegen der Anstoßzeit um 15 Uhr gibt es auch keine Möglichkeit, dieses Spiel mit einer anderen Partie in Wien oder Umgebung zu kombinieren, so kann ich vorher und nachher "Quality time" mit der Familie verbringen. Der 1911 im damals noch niederösterreichischen Oberlaa gegründete Heimverein war Favorit gegen Royal Persia und wurde dieser Rolle auch gerecht. Vor 115 Zuschauern konnte man in der ersten Hälfte drei Tore erzielen und so den Grundstein für den Erfolg legen. Die Perser agierten nach der Pause zwar engagiert, und ein rascher Anschlusstreffer gelang nach 54 Minuten. Für mehr reichte es aber nicht, und es blieb beim 3:1 für Austria 11-Rapid Oberlaa. Fotos
  12. Das letzte Spiel an diesem Wochenende sollte westlich von Budapest stattfinden. Wie auch Dunavarsany TE, spielt auch der Viadukt SE Biatorbagyi in der ersten Klasse Pest. Der Sportplatz liegt idyllisch am Rand der Kleinstadt Biatorbagyi, die durch einen Anschlag auf den Nachtschnellzug Budapest-Wien am 13. September 1931 Bekanntheit erlangte. Der Eisenbahnattentäter Sylvester Matuska sprengte die Gleise des 25 Meter hohen Eisenbahnviadukts, als der Zug dieses gerade passierte. Daraufhin stürzten die Lokomotive und sechs der zwölf Wagen des Zuges in die Tiefe. 22 Menschen kamen ums Leben. Das Viadukt wird heute nicht mehr für den Eisenbahnverkehr genutzt. Die alte Strecke wurde renaturiert und teilweise bebaut. Auf dem Viadukt besteht ein Weg und kann darauf zu Fuß oder mit dem Fahrrad überquert werden. Leider fuhr ich nur mit dem Auto unten hindurch und hatte keine Zeit, für ein paar Fotos stehenzubleiben, denn Parkplätze am Sportplatz sind rar, und die Teams und der Schiedsrichter standen bei meiner Ankunft schon bereit zum Einlaufen. Das Spiel gegen Szazhalombatta verlief überraschend ausgeglichen - die mit 10 Punkten angereisten Gäste waren doch höher einzuschätzen - und man rechnete schon mit einem typischen 0:0. In der 87. Minute erlöste aber Cserei Norbert die Zuschauer mit dem Siegestor für den Viadukt SE. Die Gastgeber feierten damit im 5. Spiel den ersten Sieg und konnten den Tabellenkeller verlassen. Für mich war es an der Zeit, mit schönen Erinnerungen an dieses Spätsommer-Wochenende (wohlgemerkt Anfang Oktober) in Budapest und mit sieben interessanten Spielen im Gepäck die Rückreise anzutreten. Fotos
  13. Von der Honved Akademie ging es 15 Minuten weiter Richtung Flughafen, in dessen Nähe sich das Vilmos Endre Sportcentrum befindet. Das ist zwar nicht die eigentliche Heimstätte des Szentlőrinci Atletikai Club Budapest - die wäre ein paar hundert Meter weiter in der Thököly ut. Aber mit diesem Platz war ich auch nicht unzufrieden, obwohl sich Anfahrt und Parkplatzsuche ein wenig kompliziert gestalteten. Beim Haupteingang, wo sich auch ein größerer Parkplatz befindet, wurde man abgewiesen, weil dies nur der Eingang für die Gäste (Vendeg) sei. Also musste man einmal um das Sportzentrum herum zum gegenüberliegenden Nebeneingang, wo man endlich den Hazai Lelato fand und für 1000 Forint Zutritt bekam. Gespielt wurde am Rasenplatz, wo es zwei kleine mobile Tribünen gibt - eine für die Heim- und eine für die Auswärtsfans, natürlich getrennt durch Absperrung und Security. Während etwa 20 Sopron-Fans anwesend waren, füllte sich die Heimtribüne komplett, und auch die Stehplätze daneben waren gut besucht. Während das Spiel anfangs dahinplätscherte und Sopron im Laufe der ersten Halbzeit in Führung ging, waren die im 5-Minuten-Takt startenden Flugzeuge im Hintergrund mein Highlight, weil auch perfektes Fotomotiv. Kantine und kleiner Fanshop befinden sich übrigens hinter dem Kunstrasenplatz. Beide Plätze sind leider komplett von Netzen umgeben - das ist nicht gerade zuschauerfreundlich, weil es die Sicht doch einigermaßen einschränkt. Das hinderte die Gästefans aus Sopron allerdings nicht, zwei weitere Treffer ihres Teams ihres Teams zu bejubeln und schließlich einen 3:0 Auswärtssieg zu feiern. Der SZAC hingegen liegt in der Tabelle der III. Liga Nordwest abgeschlagen mit nur 2 Punkten auf dem letzten Platz. Fotos
  14. Am Rasenplatz der im Jahr 2018 eröffneten Budapest Honved Akademie besiegte die zweite Mannschaft des Kispest-Honved FC beim Sonntag 11 Uhr-Spiel die Mannschaft aus dem 3. Bezirk knapp, aber verdient 1:0. Fotos
  15. Noch ein paar Kilometer weiter südlich befindet sich Dunavarsany. Das heimische Team feiert diese Jahr den 100. Geburtstag, spielt aktuell in der ersten Klasse Pest und traf an diesem Samstag Nachmittag auf den Fußballverein aus Vecses. 200 Zuschauer sahen in der 33. und 34. Minute einen Doppelschlag, der das Spiel auch entscheiden sollte. Denn es blieb beim 2:0 für die Gastgeber aus Dunavarsany, die sich mit ihrem 5. Saisonsieg auf Platz 3 in der Tabelle katapultierten. Fotos