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Kitzbichler-Interview

14 Beiträge in diesem Thema

ich find zum Abschied hat sich auch Kitzbichler einen Thread verdient ;)

(quelle: sport1.at)

Kitzbichler: "Bei Austria wird immer Unruhe hinein gebracht!"

Richard Kitzbichler sichert sich im Austria-Dress im letzten Spiel den ersten Titel seiner Karriere

Wien - Es ist ein Flug in die Ungewissheit für Richard Kitzbichler. Am Samstag startet der 31-Jährige einen neuen Abschnitt seiner Karriere.

Nach Wacker Tirol, Salzburg, Hamburger SV und der Wiener Austria versucht sich der Flügelflitzer noch einmal im Ausland.

Melbourne Victory heißt Kitzbichlers neuer Arbeitgeber, gespielt wird am anderen Ende der Welt.

Australien, für viele ein weit entfernter Urlaubstraum, ist für den 17-fachen Teamspieler mindestens ein Jahr lang seine neue Heimat.

Im großen Sport1-Interview blickt Richard Kitzbichler nicht nur in die Zukunft, sondern lässt seine zwei Jahre bei der Wiener Austria Revue passieren. Und sagt zum Abschied nicht leise Servus.

Sport1: Am Samstag geht für dich das Abenteuer Australien los. Wie geht es dir Stunden vor dem Abflug ans andere Ende der Welt?

Richard Kitzbichler: Es ist alles ziemlich neu für mich, denn ich war noch nie in Australien. Am Montag geht es gleich mit dem Training los, da werde ich dann meine neue Mannschaft erstmals treffen. Bis zum Beginn der Meisterschaft, die Ende August beginnt, ist genug Zeit, um sich einzuspielen und alles kennen zu lernen.

Sport1: Das Wörterbuch liefert für Victory die Übersetzung Sieg. Mit welchen sportlichen Zielen im Gepäck fliegst du nach Melbourne?

Kitzbichler: Ich denke schon, dass Melbourne vorne mitspielen will und den Titel im Visier hat. Es stehen zwei Teamspieler im Kader, die zur Zeit beim Confederations-Cup im Einsatz sind. Ein paar gute australische Spieler, die zuletzt in Europa gespielt haben, wurden zurück geholt. Vier U20-Spieler, die bei der Weltmeisterschaft in Holland dabei sind. Man kann durchaus sagen, dass Melbourne dafür bekannt ist, den besten Nachwuchs in Australien zu haben. Mit einem Belgier und mir hat man auch zwei ausländische Legionäre. Ich denke, dass die Mannschaft sehr gut sein wird.

Sport1: Österreicher in Australien gibt es einige, österreichische Profi-Fußballer dagegen nicht. Wie ist es zu diesem nicht alltäglichen Wechsel gekommen?

Kitzbichler: Ich habe im letzten Jahr in der Zeitung einen Artikel über den australischen Fußball gelesen, Erkundungen bei Joey Didulica (Austria-Torhüter, Anm. d. Red), mich dafür zu interessieren begonnen. So ist die ganze Sache ins Laufen gekommen, habe ich mir gedacht, dass ich es probiere, weil man es später sowieso nicht mehr macht. Es ist vorerst für ein Jahr, wenn es mir gefällt, oder der Verein zufrieden ist, dann kann man immer noch verlängern. Sonst komme ich halt wieder retour.

Sport1: Joey Didulica hat aber nicht nur Auskünfte über Australien erteilt, sondern auch den Kontakt hergestellt, oder?

Kitzbichler: Ja, das könnte man so sagen. Eigentlich war es aber sein Bruder, der bei der australischen Spielergewerkschaft der Chef ist. Er hat mir die Kontakte zu den Vereinen hergestellt, mein Video den entsprechenden Leuten zukommen lassen.

Sport1: Ein Wechsel innerhalb der Bundesliga war kein Thema für dich?

Kitzbichler: Ich wollte nicht unbedingt weg aus Österreich, aber der Wechsel nach Melbourne wurde relativ früh konkret und dann auch in die Tat umgesetzt. Deshalb habe ich mich in Österreich nicht unbedingt nach möglichen Interessenten umgeschaut und auch keine Gespräche geführt.

Sport1: Andreas Herzog hat vor seinem Wechsel zu Los Angeles Galaxy angekündigt, unter die Surfer zu gehen. Wie sieht es bei dir aus, immerhin ist Wellenreiten in Australien sehr populär?

Kitzbichler: Warum nicht? Vor Melbourne gibt es sehr schöne Strände, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Wenn man schon einmal dort ist, dann sollte man die Gelegenheit auch nutzen.

Sport1: Zum Abschied aus Wien gab es den Sieg im Cupfinale. Wie fällt deine Bilanz nach zwei Jahren im violetten Dress aus?

Kitzbichler: Es war eine durchwachsene Zeit. Im ersten Jahr habe ich noch relativ viel gespielt, sind wir mit einem Punkt Rückstand Vizemeister geworden, haben auch das Cupfinale verloren. In den letzten Wochen hat es eigentlich ganz gut gepasst, habe ich eigentlich immer gespielt. Und der Sieg im Cupfinale war ein schöner, perfekter Abschluss, denn es war mein erster Titel in Österreich. Für mich war es rückblickend eine sehr schöne Zeit.

Sport1: Auf Werbeplakaten liest man immer wieder "Wien ist anders". Wie anders ist Wien und wie anders ist die Wiener Austria?

Kitzbichler: Es ist doch etwas anders in Wien, denn das Medieninteresse in der Hauptstadt ist doch noch etwas größer als im Rest von Österreich. Bei der Wiener Austria, die mit Magna über einen sehr potenten Sponsor verfügt, der auch viele Gegner hat, wird von außen immer wieder sehr viel Unruhe hinein gebracht. Vom Verein her war aber alles perfekt, das Umfeld hat gepasst und in der Mannschaft war die Stimmung immer gut. Es wurde immer von einer Söldnertruppe gesprochen, aber dem war mit Sicherheit nicht so.

Sport1: Unruhe, Streitigkeiten und Eitelkeiten. Kosteten diese Dinge der Austria in der abgelaufenen Saison den Meistertitel?

Kitzbichler: Es ist schwer zu sagen. Die entscheidenden Sachen im verlorenen Titelkampf waren sicherlich die beiden Unentschieden gegen Bregenz und Mattersburg, sowie die Niederlage gegen Sturm. In den wichtigen Spielen, wie zum Beispiel in den Derbys gegen Rapid, waren wir immer besser und voll da.

Sport1: Viele gaben auch dem öffentlichen Machtkampf zwischen Sportdirektor Kronsteiner und Generalmanager Polster die Schuld für den verspielten Titel. Wie denkst du darüber?

Kitzbichler: In der Mannschaft war dieser Streit nie so ein Thema, das war es eigentlich nur für die Außenstehenden. Wenn man Fußball spielt, dann denkt man an so etwas nicht. Es ist aber natürlich nicht günstig, besser wenn es nicht so wäre.

Sport1: Für die neue Saison geht man am Verteilerkreis wieder einen neuen Weg, der schon einmal nicht funktioniert hat. Jugend forscht wieder bei der Wiener Austria. Kann diese neue, alte Ausrichtung bei Violett Erfolg haben?

Kitzbichler: Wenn der Stamm der Mannschaft beibehalten wird und immer mit den besten Nachwuchsspielern ergänzt wird, dann ist es mit Sicherheit der richtige Weg. 15 Spieler sollten fix sein, den Rest kann man ohne Probleme mit jungen Spielern auffüllen. Man hat ja auch in der abgelaufenen Saison gesehen, dass sich die Jungen, wenn sie die Chance bekommen, voll reinhauen und auch Fußball spielen können. Und wahrscheinlich ist es so auch unkomplizierter, als wenn man 20 routinierte Spieler hat, die alle Ansprüche auf einen Stammplatz haben. So erspart man sich einiges an Konfliktpotenzial.

Sport1: Die Liga rüstet groß auf, Salzburg und Admira vermelden fast täglich Neuzugänge. Was erwartest du für die kommende Saison?

Kitzbichler: Salzburg ist für mich der Titelfavorit Nummer eins. Erfahrene Leute, die zum Teil schon zusammen gespielt haben, wurden verpflichtet, deshalb denke ich, dass die Mannschaft von Beginn an vorne mitspielen wird. Austria wird auch in dieser Saison wieder ein gehöriges Wörtchen im Titelkampf mitreden. Rapid hat sich gut und vor allem gezielt verstärkt, aber man muss abwarten, ob sie das Niveau der abgelaufenen Saison halten können. Die Liga wird mit Sicherheit wieder sehr spannend werden und wieder bis zum Schluss offen sein.

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Sehr sympathisch der Kitzbichler, hat sich auch bis zuletzt bemüht! :super:

Bin schon auf Wagners-Interview gespannt, vermutlich nur Seitenhiebe und abgesehen davon hat er sich im Frühjahr eh runtergelassen wie kein Zweiter... (aber klar, 10 Wochen Grippe... :nein: )

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Kann mich nur anschliessen! Alles Gute Richie, im besten Land der Welt! So ungewöhnlich deine Entscheidung war, so gut war sie; lieber so ein Abenteuer zu dem man nicht oft die Gelegenheit hat, als sportlich wertlos in Gratkorn oder Kapfenberg kicken!

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Sehr sympathisch der Kitzbichler, hat sich auch bis zuletzt bemüht! :super:

Und das grad von dir :eek::eek:;)

Muß sagen, das deine Postingqualität sehr zugenommen hat :yes::super:

@Topic:

Kitzbichler hat ja einmal im pseudo-offiziellen gepostet, das er versucht, besser zu spielen und sich so den Fans direkt gestellt. Von damals an war er mir wirklich äußerst sympathisch, daher:

Danke, Kitzi, auch wenn du ned wirklich der beste Kicker bei uns warst, du hast es immer probiert, und die letzte Zeit auch gut gespielt. Viel Glück in Austrialien

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Kitzbichler ist einer der coolsten Spieler überhaupt bei der Austria gewesen, nur hat halt sein Körper nicht das mit gemacht, was sein Hirn vermutlich wollte. Trotzdem hoffe ich, dass er in Australien zu ungeahnten Höhenflügen ansetzen wird. :D:super:

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Der Kitzi wird sicher gut in Australien, ist ja angeblich eine bessere Amateurliga dort! Traue ihm durchaus zu dort einer der besten Spieler zu werden, abgesehen davon ist alleine 1 Jahr Melbourne ein Traum! Sonne, Strand und Meer, was will man mehr? Sehr gute Entscheidung von ihm wie ich finde :super:

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Der Kitzi wird sicher gut in Australien, ist ja angeblich eine bessere Amateurliga dort! Traue ihm durchaus zu dort einer der besten Spieler zu werden, abgesehen davon ist alleine 1 Jahr Melbourne ein Traum! Sonne, Strand und Meer, was will man mehr? Sehr gute Entscheidung von ihm wie ich finde :super:

Wenn die Australier den Fussball so ähnlich anlegen wie beim Australian Football, dann kommt der Kitzi in 3 Teilen zurück :D

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Sehr sympathisch der Kitzbichler, hat sich auch bis zuletzt bemüht! :super:

Holla, du schaffst es mal über ihn zu schreiben ohne seinen Namen zu verunstalten :super:

Und noch dazu ist er auf einmal ein sehr sympathischer Kerl, der Kitzlinger.. :super:

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Kitzbichler: Es ist doch etwas anders in Wien, denn das Medieninteresse in der Hauptstadt ist doch noch etwas größer als im Rest von Österreich. Bei der Wiener Austria, die mit Magna über einen sehr potenten Sponsor verfügt, der auch viele Gegner hat, wird von außen immer wieder sehr viel Unruhe hinein gebracht. Vom Verein her war aber alles perfekt, das Umfeld hat gepasst und in der Mannschaft war die Stimmung immer gut. Es wurde immer von einer Söldnertruppe gesprochen, aber dem war mit Sicherheit nicht so.

Na bitte...

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