Geschrieben 29. März 2012 - 06:49
Die SpVgg Greuther Fürth ist Tabellenführer der 2. Bundesliga und möchte ab 2014 in einer neuen modernen Arena auflaufen. Im Stadionwelt-Interview äußert sich Fürths Vizepräsident und Mitglied der Geschäftsleitung Holger Schwiewagner zu den anstehenden Herausforderungen
Stadionwelt: Mit dem Stadionbau steht eine zweite große Herausforderung an. Wie sehen dort die nächsten Schritte aus?
Schwiewagner: Wir haben uns für eine Kombination aus Planungs- und Bauwettbewerb entschieden. Die notwendigen Unterlagen für die Ausschreibung werden wir in den nächsten drei bis vier Monaten zusammenstellen, damit der Wettbewerb Mitte des Jahres anlaufen kann. Bis dahin möchten wir allen Interessengruppen, zu denen wir auch die Fans zählen, die Möglichkeit bieten, Vorschläge und Ideen zu äußern. Diese wollen wir bei der Auswahl des konkreten Modells einfließen lassen.
Stadionwelt: Können Sie den Lesern von Stadionwelt einen Einblick in die Gestaltung des neuen Stadions geben?
Schwiewagner: Das neue Stadion soll ein reines Fußballstadion werden. Mit dem Begriff Multifunktionsarena können wir in Fürth nichts anfangen. Vorgesehen sind 20.000 Plätze mit der Option auf Erweiterung. Wir können uns eine Aufteilung von 12.000 Sitzplätzen zu 8.000 Stehplätzen vorstellen. Die vier Tribünen sollen, wie man es aus den klassischen Stadien in England kennt, eigenständig sein und steile Ränge haben. Der Besucher muss so nah am Spielfeld sitzen, dass er den Rasen riechen kann. Darauf richten wir unser Hauptaugenmerk.
Stadionwelt: Wann planen Sie, kann die SpVgg Greuther Fürth ihr erstes Spiel in der neuen Arena bestreiten? Wer wäre Ihr Wunschgegner?
Schwiewagner: Wir möchten das neue Stadion zur Saison 2014/2015 eröffnen. Unser Wunsch ist es, am ersten Spieltag als Erstligist aufzulaufen. Wenn sich der erfüllt, ist der Gegner zweitrangig. (Stadionwelt, 23.03.2012)