Schießen und extreme Ausdauer.
Gemini:
1. Ultra-Langstreckenschwimmen
Je länger die Distanz im offenen Wasser, desto kleiner wird der Vorsprung der Männer – bis er kippt. Frauen halten oft die absoluten Weltrekorde auf extremen Distanzen.
Der Grund: Frauen haben im Schnitt einen höheren Körperfettanteil. Was im Sprint ein Nachteil ist, ist hier ein doppelter Bonus: Fett liefert Auftrieb (man muss weniger Energie aufwenden, um oben zu bleiben) und dient als bessere Isolierung gegen Unterkühlung in kaltem Wasser.
2. Ultra-Marathon (Extremer Ausdauerlauf)
Bei "normalen" Marathons sind Männer schneller. Doch bei Rennen über 200 oder 300 Kilometern schrumpft der Abstand massiv, und Frauen gewinnen immer wieder Gesamtwertungen gegen Männer.
Der Grund: Frauen sind effizienter im Fettstoffwechsel. Wenn die Glykogenspeicher (Zucker) leer sind, kann der weibliche Körper oft besser auf Fettreserven zugreifen. Zudem wird Frauen oft eine höhere Schmerztoleranz und ein klügeres Pacing (Krafteinteilung) über sehr lange Zeiträume nachgesagt.
Ein dritter Kandidat: Präzisionssport (Schießen)
Im Schießsport (Gewehr/Pistole) gibt es kaum biologische Gründe für Leistungsunterschiede. Tatsächlich gab es Zeiten, in denen Frauen und Männer gemeinsam antraten und Frauen Gold holten (z. B. Margaret Murdock 1976 oder Zhan Shan 1992).
Der Grund: Hier zählen ein niedriger Ruhepuls, Feinmotorik und Konzentration – Bereiche, in denen Frauen oft eine extrem hohe Stabilität aufweisen.