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von Maurice Thiriet
Während der Euro 08 wird in allen offiziellen Fanzonen nur Carlsberg-Bier ausgeschenkt. Wer das nicht mag, der kann sich bei drei Wirten bedanken, die sich dem Markendruck nicht beugen wollen.
Während der Euro 08 wird die Bier-Marke Carlsberg unübersehbar sein. Wer in die offiziellen Fan- und Public-Viewing-Zonen der Uefa will, wird auch nicht daran vorbeikommen, Carlsberg zu trinken, wenn er Lust auf ein Bier verspürt.
Als offizieller Partner der Euro 08 wird die Marke Carlsberg gut geschützt, ausser Carlsberg darf kein Bier verkauft werden. Das ist kein Problem in Zürich, wo sich innerhalb der offiziellen Public-Viewing-Zonen keine Restaurants befinden, deren Wirte Verträge mit anderen Bierlieferanten erfüllen müssen.
Widerborstige Basler Wirte
Anders sieht das in Basel aus. Dort befinden sich Restaurants am Rheinbord, welches zur offiziellen Uefa-Fanmeile gehört. Die dort ansässigen Wirte der Restaurants «Krafft», «Schmaler Wurf» und «Hecht» müssten statt ihrer Hausbiere Carlsberg verkaufen. Und sie weigern sich, wie die «Basler Zeitung» berichtete.
Thomas Dürr, als Geschäftsführer der Euro-08-Partnerin Act Entertainment für das Eventmanagement der Fanzone verantwortlich, versteht das nicht. «Die Wirte könnten vom Gästeaufkommen in der Fanzone extrem profitieren. Das wollen sie offensichtlich nicht», sagt Dürr. Die Aussenbereiche der Restaurants, die eigentlich zur Fanzone gehören, werden nun mit einem 2.20 m hohen Zaun von der Fanzone abgetrennt. Wer kein Carlsberg verkaufen will, darf nicht Teil der Fanzone sein.
Biervielfalt während Euro 08
Franz-Xaver Leonhardt, Geschäftsführer des «Krafft», bedauert die Massnahme, macht jedoch mit seinen Wirtenachbarn aus der Not eine Tugend. «Wir werden unsere drei Aussenterrassen verbinden und unsere Stamm-Biere ausschenken», sagt Leonhardt. So hoffen die Wirte - trotz der versperrten Sicht auf den Rhein - Gäste anlocken zu können. «Wir werden die Spiele auf Fernsehern zeigen. Ausserdem ist unser Bierangebot unschlagbar. Neben dem Klassiker Ueli-Bier gibts Appenzeller, Kronenbourg, Heineken und Calanda», sagt Leonhardt.
20minuten.ch
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