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Dannyo

[Teaminfo] PAOK Saloniki

10 Beiträge in diesem Thema

Wie immer: Diese Teaminfo ist © by austriansoccerboard.at

Wenn sie euch gefällt verlinkt hierher oder verteilt sie über Facebook, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX! :super:

Voller Name: Panthessalonikeios Athlitikos Omilos Konstantinoupoliton

Übersetzung: Panthessalonikischer Sportklub der Konstantinopler

Kurzname: PAOK

Gründung: 1926

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Präsident: Zisis Vryzas

Trainer: Georgios Donis

Stadion: Toumba Stadion

Fassungsvermögen: 28.701 (ausschließlich Sitzplätze)

2 x griechischer Meister (1976, 1985)

4 x griechischer Cupsieger (1972, 1974, 2001, 2003)

Standing in Griechenland

Die letzten Titel des Teams aus Saloniki liegen bereits einige Jahre zurück. In den letzten zehn Jahren wurde das Team einmal Vizemeister (2008/09) und holte drei dritte Plätze. Die schlechteste Platzierung war ein neunter Platz in der Saison 2007/08, in der man sich nur um sechs Punkte vor dem Abstieg rettete und magere 35 Punkte aus 30 Spielen holte.

Auch in der letzten Saison wurde das Team, das auf nationaler Ebene dauerhaft im Schatten von Olympiakos und Panathinaikos steht nach der Ligaphase (30 Spiele) ebenfalls Dritter. Der Rückstand auf Meister Olympiakos betrug dabei 23 Punkte. Im darauffolgenden Playoff der Zweit- bis Fünftplatzierten aus der Ligasaison wurde PAOK Letzter und beendete die Saison damit auf dem fünften Endrang. Atromitos und AEK schoben sich noch vor die Mannschaft aus Saloniki, Panathinaikos wurde erwartungsgemäß Zweiter.

Die Heim- und Auswärtsbilanzen waren in der vergangenen Saison ziemlich ausgeglichen. In der Heimtabelle wurde PAOK Sechster, gewann nur enttäuschende 8 seiner 15 Heimspiele und unterlag Panathinaikos (1:3), Atromitos (1:2), Olympiakos (0:2) und Asteras Tripolis (2:3). In der Auswärtstabelle wurde das Team mit nur sechs Siegen und fünf Remis aus 15 Spielen Dritter hinter Panathinaikos und Olympiakos. Die größten Sensationen waren dabei zwei 2:0-Siege gegen AEK Athen und Panathinaikos (in einem Geisterspiel). Die Tordifferenz am Ende der Saison betrug 45:27, nach dem Playoff 48:33.

Eine Saison zuvor präsentierte sich PAOK anders und wurde Vierter in der Ligaphase und schließlich Dritter im Playoff. In insgesamt 36 Spielen holte man 60 Punkte und das Torverhältnis nach der Ligaphase betrug nur 32:29, ehe PAOK im Playoff in sechs Spielen elf Tore erzielte und nur acht kassierte. In einer minimalistischen Saison war PAOK am Ende das drittstärkste Heimteam und die sechstbeste Auswärtsmannschaft.

Standing in Europa

Richtig große Erfolge konnte PAOK im Europacup zwar noch nicht feiern, aber in den letzten beiden Jahren schaffte es das Team jeweils in die Gruppenphase der Europa League und darüber hinaus. In der Saison 2011/12 qualifizierte sich PAOK mit Siegen über Valerenga Oslo (2:0 a, 3:0 h) und Karpaty Lviv (2:0 h, 1:1 a) für die Gruppenphase und traf dort auf Rubin Kazan, Tottenham Hotspur und die Shamrock Rovers. Unterm Strich standen drei Siege und drei Remis. Der Auswärtssieg bei Tottenham (2:1) war prestigeträchtig, ist allerdings aufgrund des glücklichen Spielverlaufs und der in der Europa League maßgeblichen Demotivation der Londoner nicht so hoch einzuschätzen, wie die zwei Remis (1:1 h, 2:2 a) gegen eine starke Mannschaft aus Kazan. In der nächsten Runde kam schließlich gegen Udinese Calcio das Aus (0:0 a, 0:3 h).

Auch 2010/11 schied PAOK erst nach der Gruppenphase aus. In der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation gab es ein bitteres K.O. gegen Ajax Amsterdam (1:1 a, 3:3 h), dafür wurde im Europa-League-Playoff Fenerbahce Istanbul ausgeschaltet (1:0 h, 1:1 a). Mit elf Punkten und einer Tordifferenz von 5:3 aus sechs Spielen schaffte man schließlich den zweiten Platz in einer Gruppe mit Villarreal, Dinamo Zagreb und dem FC Brügge. In der ersten K.O.-Runde war gegen ZSKA Moskau Endstation (0:1 h, 1:1 a).

In der laufenden Saison besiegte PAOK Saloniki klar den israelischen Vertreter Bnei Yehuda Tel Aviv. Auf den 2:0-Auswärtssieg in Israel folgte ein 4:1 zu Hause. Zwar ist Bnei Yehuda international keine erfahrene Mannschaft, allerdings spielte das dynamische Team mit einer guten Jung-Alt-Mischung eine gute Saison 2011/12. Der größte Unterschied zu Rapid: Bnei Yehuda ist defensiv eindeutig nicht so gut geordnet wie die Grün-Weißen.

Transfers

Die angespannte finanzielle Lage lässt in Saloniki keine teuren Ablösesummen für Neuzugänge zu. Die meisten Neuen kommen ablösefrei, leihweise oder gegen eine Ablösesumme, die unterhalb der Viertelmillion liegt. In den letzten zehn Jahren lehnte sich PAOK nur bei zwei Transfers einigermaßen weit aus dem Fenster: Für Zlatan Muslimovic von Atalanta Bergamo legte man 2008 600.000 Euro auf den Tisch, für den damals (2009) 20-jährigen Rechtsaußen Koutsianikoulis von Ergotelis bezahlte PAOK 1,8 Millionen.

Dafür gelingt es den Griechen manchmal Spieler für gutes Geld zu verkaufen: So geschehen etwa vor der Saison 2004/05, als man für Salpingidis 1,8 Millionen Euro von Panathinaikos lukrierte und den Ägypter Shikabala um eine Million Euro zu Zamalek nach Kairo transferierte. Vor der Saison 2006/07 verkaufte man Christodoulopoulos und Melissis um insgesamt 4,2 Millionen Euro an Panathinaikos und Torhüter Daniel Fernandes um eine Million an den VfL Bochum. Vor einem halben Jahr spülte der Transfer von Linksaußen Vieirinha zum VfL Wolfsburg 4,5 Millionen in die Klubkassa. Dies war der mit Abstand teuerste Verkauf der Vereinsgeschichte.

Fans

Der Verein PAOK hat seinen Ursprung im byzantinischen Reich und nach dem griechisch-türkischen Krieg gründeten Flüchtlinge in Thessaloniki den Verein. Im Vereinswappen ist ein doppelköpfiger Adler zu sehen, der jedoch aus Trauer über den Verlust der Heimat die Flügel angelegt statt ausgebreitet hat. Die schwarze Vereinsfarbe steht für die Trauer, die weiße Farbe für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Eine langwährende und enge Fanfreundschaft besteht zu Partizan Belgrad, das ebenfalls schwarz-weiße Vereinsfarben trägt und deren Fans, wie die Fans von PAOK, zumeist christlich-orthodox sind. Daher rührt ein Spruch der Partizan-Fans, der die beiden Vereine mit „iste boje, ista vera“ charakterisiert, was übersetzt „gleiche Farben, gleiche Religion“ bedeutet. Eine weitere Fanfreundschaft verbindet PAOK mit OFI Kreta.

Die Fans von PAOK sind für ihre Feindseligkeit gegenüber den Fans ihrer Gegner im eigenen Stadion „Toumba“ bekannt, das daher auch „die schwarze Hölle“ genannt wird. Der schärfste Rivale ist Olympiakos Piräus und auch auf Aris Saloniki und AEK Athen sind die PAOK-Anhänger nicht gut zu sprechen. Die Feindschaft mit Olympiakos hat ihren Ursprung in den 60er-Jahren, als PAOK-Rekordspieler Giorgos Koudas (504 Spiele für PAOK) die Seiten in Richtung Piräus wechselte.

Bei PAOK werden die Rückennummern 12 und 17 nicht mehr vergeben. Die 12 steht für den zwölften Mann auf den Rängen, die 17 wurde aus Respekt vor dem ehemaligen PAOK-Spieler Panagiotis Katsouris gesperrt, der 1998 bei einem Autounfall ums Leben kam.

System

In den letzten Jahren war PAOK dafür bekannt Systeme zu spielen, die auf einer Grundausrichtung um 4-2-3-1 basieren. Mal wurde daraus ein 4-3-3, mal ein 4-1-2-3. Die wirklich offensiven Ausrichtungen funktionierten allerdings in der letzten Saison nicht gut und man hatte spielerische Probleme. Es wurden zu wenige Chancen herausgespielt, man musste sich oft auf Weitschüsse und Standardsituationen verlassen.

Anders präsentierte sich das Team jedoch in den Europacup-Auftritten gegen Bnei Yehuda: Trainer Donis stellte auf ein 4-4-2-System um, das je nach Personal auch ein 4-1-3-2 sein kann. Eine antizipative Schlüsselrolle in der Offensive nimmt dabei Kapitän Salpingidis ein, der große Freiheiten genießt und praktisch um die einzige echte Spitze Athanasiadis herumspielt.

Der Torhüter

Die aktuelle bzw. Noch-Nummer-Eins im Kasten von PAOK ist Panagiotis Glykos (25), der als eine der Schwachstellen im Team gilt. Er hat seine Probleme bei Flanken, wobei ihm seine Größe von 184cm auch keinen großen Vorteil verschafft, zudem weist er fußballerische Mängel auf und wird bei Rückpässen gelegentlich nervös. Dafür ist er auf der Linie ein solider, guter Keeper, der auch schon mal einen „Unhaltbaren“ rausholt.

Auf Dauer wird er von Jacobo Sanz (29) ersetzt werden. Der 195cm große Spanier wechselte im Sommer für ein Jahr zu PAOK, nachdem er zuvor solider Einserkeeper bei Asteras Tripolis war. Zuvor platzten Transfers zu Celtic und Everton, von einem Probetraining bei Middlesbrough wurde er wieder heimgeschickt. Jacobo wechselte erst vor einer Woche zu PAOK und es ist aufgrund der kurzen Zeit beim Verein möglich, dass er auch gegen Rapid noch nicht im Tor stehen wird.

Zuletzt saß der dritte Keeper Asterios Giakoumis (24) auf der Ersatzbank. Der ehemalige U21-Keeper Griechenlands wurde von PAOK an Agrotikos Asteras verliehen, wo er in der zweiten Liga Stammkeeper war. Einige Fans hätten erwartet, dass er sich vor Eintreffen von Jacobo Sanz gegen Glykos durchsetzen kann – dem war aber nicht so.

Die Innenverteidiger

Gesetzt ist der in Swasiland geborene Südafrikaner Bongani Khumalo (30), der zuvor knapp zwei Jahre in England bei Tottenham unter Vertrag stand und zudem zu Preston North End und Reading verliehen wurde. Khumalo ist 25-facher südafrikanischer Teamspieler und gilt als kopfballstarker und robuster Spieler, der auch offensiv bei Standards gefährlich werden kann. Seine Schwächen hat er jedoch im Passspiel und er ist kein Spieler, der das Spiel gut aufbauen kann. Die Schnittstelle zwischen ihm und Rechtsverteidiger Etto ist nicht immer perfekt gesichert und trotz seiner Routine unterlaufen Khumalo immer wieder Flüchtigkeitsfehler.

Neben ihm würde eigentlich Giorgos Katsikas (22) auflaufen, doch der verletzte sich im Rückspiel gegen Bnei Yehuda und kam auch im Testspiel gegen Xanthi nicht zum Einsatz. Katsikas wurde in der Vorsaison nach seinen ersten Einsätzen kritisiert. Er sei im Kopf noch nicht weit genug, ließe Gegenspieler zu leicht davonziehen. Körperlich ist jedoch auch er stark. Ein großes Problem ist seine Verletzungsanfälligkeit – die neueste Verletzung ist bereits die dritte in den letzten 12 Monaten.

Somit muss man damit rechnen, dass neben Khumalo Matheus Vivian (30) spielen wird. Der Brasilianer mit italienischem Pass kam erst vor wenigen Tagen von Nantes und spielte davor für den FC Metz, Grenoble, Las Palmas und Eintracht Frankfurt. Durchsetzen konnte er sich jedoch nur in Frankreich. Matheus gilt als Innenverteidiger mit guter Balance und Körperbeherrschung, sowie großer Kopfballstärke. Er bleibt stets ruhig, ist kein aggressiver Spieler, sondern einer, der bedächtig schaut was passiert und sich im Zweifelsfall weit zurückfallen lässt, anstatt hoch zu attackieren. Sein Passspiel und seine Technik sind in Ordnung, außergewöhnliche Aktionen im Spielaufbau macht er jedoch nicht.

Im Test gegen Xanthi begann der junge Christos Intzidis (18) in der Innenverteidigung. Er wurde auch anstelle von Katsikas eingewechselt, nachdem dieser sich verletzte. Sein Einsatz gegen Rapid ist aber aufgrund des Transfers von Matheus zu PAOK unwahrscheinlich. Einen Bankplatz hat der junge Grieche, der erst ein Pflichtspiel für seinen Verein absolvierte, wahrscheinlich dennoch. Unwahrscheinlicher ist eine Einwechslung von Dimitris Stamou (21), der vor einigen Wochen von Iraklis zu PAOK wechselte und auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann. Selbiges gilt für Panagiotis Kourdakis (24), der nach seiner Rückkehr vom Leihgeschäft mit Anagennisi Epanomi nicht im Kader sein wird.

Der rechte Verteidiger

Auf der rechten Abwehrseite ist der routinierte Etto (31) gesetzt. Der geborene Brasilianer spielte 5 ½ Jahre für Dinamo Zagreb und besitzt einen kroatischen Pass. Sein Spiel ist weniger als technisch oder taktisch zu bezeichnen, sondern eher kämpferisch. Er hinterläuft zwar seinen Vordermann häufig und versucht sich in die Offensive einzuschalten, dort ist er allerdings ineffizient und schlägt zumeist schwache Flanken. Auch sein Passspiel ist nichts Besonderes. Dafür aber reagiert er sehr schnell und ist allgemein ein agiler, flotter Spieler, der allerdings in den letzten Jahren etwas von seiner Schnelligkeit einbüßte. Seine beste Zeit hatte er im Jahr 2007, damals bei Dinamo, wo er auch gelegentlich in einem 4-4-2 oder 4-4-1-1 im rechten Mittelfeld aufgeboten wurde, was jedoch bei PAOK in den 1 ½ Jahren, in denen Etto hier spielt, nie der Fall war.

Sein Ersatzmann ist der talentierte Alexis Apostolopoulos (20), der in der Vorsaison seine ersten Einsätze bekam, allerdings sehr unsicher und körperlich schwach wirkte. Etto hat aufgrund seiner körperlichen Robustheit und „Wadlbeisserfähigkeiten“ trotz seiner 175cm Körpergröße den Platz rechts hinten sicher. Da kann auch der langsam aufrückende Dimitris Konstantinidis (18) kein Wort mitreden.

Der linke Verteidiger

Auf der linken Seite ist der Brasilianer Lino (35) gesetzt, der früher unter anderem beim FC Porto unter Vertrag stand. Er spielt seit Frühling 2009 bei PAOK und war stets in der linken Verteidigung gesetzt, kam sehr selten auch im linken Mittelfeld zum Einsatz. Lino ist ein komplett anderer Spielertyp als Etto, macht nicht derart viel mit seinem Körper, sondern versucht das Spiel mit seiner guten Technik aufzuziehen. Seine Charakteristika beinhalten, dass er in seine (recht häufigen) Dribblings immer wieder Tricks einbaut, oft früh und sehr präzise flankt, sowie gute Ecken und Freistöße von der Seite schießt. Enorm gefährlich sind aber seine direkten Freistöße – für PAOK machte er so bereits sechs Treffer. Allerdings hat Lino defensiv Schwächen und bekommt Probleme, wenn man über seine Seite schnell von innen nach außen kontert. Lino kann außerdem weit einwerfen.

Der Joker für die Außenverteidigung

Es ist noch nicht klar, ob er auf Dauer statt Etto auf der rechten Seite oder statt Lino auf der linken Seite zum Einsatz kommen wird, aber Konstantinos Stafylidis (18) wird heuer zum Stammspieler bei PAOK werden. Der junge Grieche kann auf beiden Seite gleichermaßen gut spielen, ist technisch sehr gut, zieht ein gutes Kurzpassspiel auf und kann vor allem hervorragend flanken – was etwa auf Etto nicht zutrifft. Sein Vorteil gegenüber Lino wäre sein schnörkelloses, schnelles und direktes Spiel. Stafylidis hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern spielt zielgerichtet und präzise nach vorne. Bereits vor der U19-EM in Estland hörte man, dass Manchester City Interesse am PAOK-Nachwuchsmann haben soll. Nachdem er in Estland ein sehr gutes Turnier spielte, dürfte der englische Meister nicht der einzige Interessent sein.

Sein Einsatz in der linken Verteidigung ist wahrscheinlicher als auf der rechten Seite.

Das zentrale Mittelfeld

Der defensivste Mittelfeldspieler der Griechen ist der Rumäne Costin Lazar (31). Er spielt seit einem Jahr für PAOK und agiert von Strafraum zu Strafraum. Bereits bei Rapid Bukarest war Lazar immer stark davon abhängig, ob seine Vorderleute ohne Ball gut antizipierten oder nicht. Wenn er viele bewegliche Anspielstationen vorfindet, kommen seine Pässe präzise an und er kann den Ball gut im Mittelfeld verteilen. Allerdings ist er kein typischer Spielmacher, der ein Spiel total an sich reißen kann, oder es in der Etappe dominant kontrolliert. Er gibt keinen Ball leichtfertig her und hat gute Passquoten, aber außergewöhnliche Bälle sind Mangelware. Lazar gilt als ruhiger Spieler, der nicht besonders aggressiv in seine Zweikämpfe geht, dafür aber mit gutem Stellungsspiel punktet. Sein Verhalten in Kopfballduellen ist eine seiner größeren Schwächen. Grundsätzlich ist der 17-fache Teamspieler, der in der vergangenen Saison bei PAOK etwas besser spielte als zuvor bei Rapid Bukarest, aber ein solider Defensivmann. In der letzten Saison erzielte er in 37 Pflichtspielen vier Tore (davon ein Elfmeter) und steuerte fünf Assists bei.

Wer der zweite zentrale Mittelfeldspieler ist, hängt davon ab, wie defensiv oder offensiv PAOK spielen möchte. Vor allem im Heimspiel ist es wahrscheinlicher, dass der offensivere Giorgos Fotakis (30), ein aktueller griechischer Teamspieler (12 Länderspiele/2 Tore) beginnt. Fotakis spielt seit drei Jahren bei PAOK und ist bei den Fans nicht unumstritten. Er wird häufig dafür kritisiert, dass er auf seiner relativ offensiven Position zu wenig Effektives zum Spiel beiträgt. Fotakis spielte bei PAOK bereits auf jeder Mittelfeldposition, aber trotz seiner guten Ballkontrolle und Ruhe wurde er nie zu einem technischen Chef im PAOK-Mittelfeld. Zudem macht er Fehler in Rückwärtsbewegung und begeht zahlreiche Fouls auf der Zentralachse.

Einen defensiveren Part würde der Uruguayer Pablo Garcia (35) spielen. Der 65-fache Teamspieler (letztes Spiel 2007) stand bereits bei Real Madrid und Milan unter Vertrag, konnte sich aber bei beiden Teams nicht durchsetzen. Mittlerweile spielt er seit vier Jahren für PAOK und ist seitdem aus dem Team kaum wegzudenken. Pablo Garcia ist ein langsamer, defensiver Mittelfeldspieler, der jedoch großes Gespür für Raum und Zeit hat. Er ist enorm ruhig am Ball, macht wenige Fehler und arbeitet sehr hart für das Team. Zudem schießt er wie Lino gute Freistöße. Pablo Garcias Probleme liegen im Bereich der Spritzigkeit und Agilität, die nun doch merklich abnimmt. Zudem schaltet er sich nur noch sehr selten in die Offensive ein und ermöglicht es Costin Lazar im Falle einer Doppelsechsaufstellung Box-to-Box zu spielen. Er ist ein sehr sicherer Spieler, aber auch einer, den man mit der nötigen Dynamik ins Wanken bringen kann.

Ernstzunehmende Alternativen von Beginn an gibt es auf den beiden zentralen Mittelfeldpositionen nicht: Der Albaner Ergys Kace (19) wird bereits seit 2010 von PAOK aufgebaut, wurde zudem zweimal gegen Bnei Yehuda eingewechselt, aber so früh in der Saison wird er keinen entscheidenden Sprung in Richtung erste Elf machen. Exakt dasselbe gilt für den offensiveren Dimitris Pelkas (18), der im Heimspiel gegen Bnei Yehuda nach seiner Einwechslung den Schlusspunkt zum 4:1 setzte. Pelkas gilt als Talent, aber ist anders als etwa Stafylidis kein Spieler, den man unbedingt forcieren müsste.

Eine interessante Alternative für die defensivere Mittelfeldposition ist Kostas Panagiotoudis (17), der letzte Saison drei Spiele in der Liga absolvierte und sogar einen Treffer als defensiver Mittelfeldspieler erzielte. Er wird jedoch maximal auf der Bank Platz nehmen.

Das rechte Mittelfeld

In der neuen Saison dürfte der flexible Flügelspieler Giorgos Georgiadis (24) gesetzt sein. In der Vorsaison war er noch ein typischer Wechsler, kam in der Liga 14mal von Beginn an zum Einsatz und wurde 16mal eingewechselt, erzielte dabei zwei Tore. Er machte jedoch im Sommer einen großen Schritt nach vorne und wird nun zum Stamm gehören. Der dreifache griechische Teamspieler ist sehr schnell und durchschlagskräftig. Dabei ist er nicht unbedingt trickreich, aber er sucht schnell die Wege von außen nach innen. Er geht weniger zur Grundlinie, sondern spielt seine neu gefundene Position (in der Vorsaison und davor, bei Panserraikos, spielte er häufiger am linken Flügel), „robbenesk“. Bei seinen Assists (letzte Saison vier Stück) sucht er Pässe in die Schnittstellen, gegen die Laufrichtung der gegnerischen Abwehrkette. Probleme hat Georgiadis beim Umschalten auf Defensive und es passiert nicht selten, dass er nach einem Ballverlust stehenbleibt. Womöglich schob man ihn deshalb auch auf die rechte Seite, weil der Kontrast mit dem defensiv besseren Außenverteidiger Etto eher gegeben ist, als auf der anderen Seite bei Lino.

Sein Ersatzmann ist seit dieser Saison der Ire Liam Lawrence (30). Wie Georgiadis ist auch Lawrence beidbeinig und kann auf beiden Flügeln spielen. Zuletzt kickte er für Portsmouth, Stoke und Cardiff. Er kann seinen Körper bullig in Körper und Ball legen und ist daher trotz durchschnittlicher Schnelligkeit sehr durchschlagskräftig. Er ist ein unermüdlicher Läufer, der defensiv härter arbeitet als Georgiadis. Allerdings ist es noch nicht absehbar wie er sich mit dem griechischen Spielstil anfreunden wird. Er wechselte gerade erst zu PAOK und spielte vorher nur in England.

Nach der Verpflichtung von Lawrence hat der junge Stelios Kitsiou (18) nur noch Außenseiterchancen auf einen Platz im Kader.

Das linke Mittelfeld

In der Vorsaison spielte der auf Reunión geborene Franzose Bertrand Robert (28) eine durchwachsene Spielzeit. Er ist ein ähnlicher Spieler wie Georgiadis auf der gegenüberliegenden Seite, allerdings arbeitet er nicht so sehr mit seiner Schnelligkeit, sondern stärker mit Technik. In Frankreich setzte er sich aufgrund der großen Anforderungen im Defensivspiel nicht durch. Ebenso wie Georgiadis hat er seine Schwächen im Umschaltspiel von Offensive auf Defensive, hinzu kommt mangelndes Kopfballspiel. Selten kam Robert auch als Stürmer zum Einsatz, allerdings zumeist ohne Erfolg. Er ist kein großer Knipser, allerdings auch kein typischer Vorbereiter. Man kann die linke Seite in der Konstellation Robert-Lino als Schwachstelle von PAOK bewerten, zumal sie bei Kontern anfällig ist. Und auch vom offensiven Standpunkt aus betrachtet ist Georgiadis im Vergleich mit Robert eher derjenige, vor dem man Respekt haben sollte.

Ersatzmann für Robert ist Georgiadis selbst. Wenn der Franzose nicht spielt, wovon aber nicht auszugehen ist, spielt Georgiadis links und Lawrence rechts. Der junge Dimitris Popovic (17) ist aktuell noch keine Alternative.

Die Angreifer

Der beweglichere der beiden Stürmer ist Kapitän Dimitris Salpingidis (30), der natürlich bestens bekannt ist. Der 60-fache Teamspieler war bereits griechischer Torschützenkönig und kehrte nach Intermezzi bei Panathinaikos (44 Ligatore in vier Jahren) und Kavala vor zwei Jahren zu seinem Stammverein PAOK zurück. Salpingidis spielt rechtslastig und ist trotz seiner geringen Größe von nur 172cm ein körperlich sehr robuster Spieler mit niedrigem Schwerpunkt. Daher – und aufgrund seiner Schnelligkeit – ist er nur sehr schwer vom Ball zu trennen. Auch im Kopfballspiel ist Salpingidis, der mit gutem Timing ausgestattet ist, nicht zu unterschätzen. Die Schwächen des hart arbeitenden Rechtsfußes liegen zeitweise im Kurzpassspiel, das sich manchmal als zu unpräzise präsentiert, und aktuell auch im Abschluss. Seit Salpingidis wieder bei PAOK spielt, leidet er unter akuter Ladehemmung, vergibt zu viele Topchancen und läuft vor allem häufig ins Abseits. Dennoch ist er aufgrund seiner Arbeitsrate ein sehr wichtiger Spieler fürs Team und hilft dem defensiv ausgerichteten zentralen Mittelfeld, indem er zuerst schnell und dann abwartend hinter den Ball kommt.

Der offensivste Spieler ist Stefanos Athanasiadis (23), der als moderner Strafraumstürmer bezeichnet werden kann. Zwar arbeitet er nicht viel nach hinten, allerdings ist er ohne Ball sehr beweglich und legt häufig einen Zickzackkurs ein, um seine Gegenspieler abzuschütteln. Er ist gut im Abschluss und zögert bei seinen Torschüssen nicht lange, sondern versucht die Bälle, die er bekommt, mit wenigen Ballberührungen zu verarbeiten. Zudem fungiert er als Prellbock in der körperlich nicht außergewöhnlich starken PAOK-Offensive. Er kann Bälle mit seinem Körper abdecken, halten und behaupten und schließlich auf die beweglichen Hintermänner ablegen. Auch im Kopfballspiel ist Athanasiadis stark, auch wenn er nur eines seiner zwölf Saisontore 2011/12 per Kopf erzielte.

Erster Ersatzmann ist Apostolos Giannou (22), der neben der griechischen auch die australische Staatsbürgerschaft besitzt. Er ist zwar ein ähnlicher Typ wie Athanasiadis, spielt jedoch eher in die Breite und ist auch immer wieder am Flügel anzutreffen (eher rechts). Im Gegensatz zu Athanasiadis spielt er nicht derart zielgerichtet.

Eine Unbekannte stellt noch Sambegou Bangoura (30) dar, der gerade von Panserraikos zu PAOK wechselte und bisher in keinem Matchkader stand.

Aufstellung gegen Bnei Yehuda auswärts (2:0)

Glykos

Etto – Khumalo – Katsikas – Lino

Georgiadis – Lazar – Pablo Garcia – Robert

Giannou – Athanasiadis

Aufstellung gegen Bnei Yehuda heim (4:1)

Glykos

Etto – Khumalo – Katsikas – Lino

Georgiadis – Fotakis – Lazar – Robert

Salpingidis – Athanasiadis

Aufstellung im Testspiel gegen Xanthi (2:1)

Glykos

Konstantinidis – Khumalo – Intzidis – Stafylidis

Georgiadis – Panagiotoudis – Kace – Robert

Fotakis

Giannou

© Dannyo / austriansoccerboard.at / abseits.at

Bitte um Facebook-Likes, damit sich die Info verteilt!! :)

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Bei Robert hast wohl bezüglich des Vornamens ein bisserl in der Vergangenheit geschwelgt :feier: - ich bin jedenfalls froh, dass der berühmtere Bruder nicht das PAOK-Trikot trägt!

Die Edith meint übrigens, dass wir die rauskicken :super:

bearbeitet von Wuifal

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Mich hätte Dannys Tipp für die zwei Spiele noch interessiert. Auf jeden Fall danke für die Info und natürlich werden wir es ganz ganz schwer haben die rauszukicken, es hätte aber definitiv schwieriger kommen können.

Kanns kaum erwarten :aufdrogen:

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Einen defensiveren Part würde der Uruguayer Pablo Garcia (35) spielen. Der 65-fache Teamspieler (letztes Spiel 2007) stand bereits bei Real Madrid und Milan unter Vertrag, konnte sich aber bei beiden Teams nicht durchsetzen. Mittlerweile spielt er seit vier Jahren für PAOK und ist seitdem aus dem Team kaum wegzudenken. Pablo Garcia ist ein langsamer, defensiver Mittelfeldspieler, der jedoch großes Gespür für Raum und Zeit hat. Er ist enorm ruhig am Ball, macht wenige Fehler und arbeitet sehr hart für das Team. Zudem schießt er wie Lino gute Freistöße. Pablo Garcias Probleme liegen im Bereich der Spritzigkeit und Agilität, die nun doch merklich abnimmt. Zudem schaltet er sich nur noch sehr selten in die Defensive ein und ermöglicht es Costin Lazar im Falle einer Doppelsechsaufstellung Box-to-Box zu spielen. Er ist ein sehr sicherer Spieler, aber auch einer, den man mit der nötigen Dynamik ins Wanken bringen kann.

Müsste Offensive heißen, oder? Auf jeden Fall wie immer sehr informativ, besten Dank!

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@Don Quichotte: Ja, danke, soll's natürlich heißen.

@Mecki: Als ich gehört habe, dass wir PAOK bekommen, hab ich mir die Kaderliste durchgeschaut. 6 oder 7 Spieler kannte ich. Gefühlsmäßig war ich bei 30:70. Nach den Infos aus Griechenland und der Teaminfo bin ich bei 50:50. Die Spielanlage von PAOK sollte uns liegen und das sehr späte Hinspiel (21:30 Uhr Ortszeit) ist sehr gut für uns. Klar brauchen wir zwei gute Tage, aber ich sag mal ganz kämpferisch, dass ein Weiterkommen zwar keine Pflicht, aber unser Anspruch sein sollte!

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@Mecki: Als ich gehört habe, dass wir PAOK bekommen, hab ich mir die Kaderliste durchgeschaut. 6 oder 7 Spieler kannte ich. Gefühlsmäßig war ich bei 30:70. Nach den Infos aus Griechenland und der Teaminfo bin ich bei 50:50. Die Spielanlage von PAOK sollte uns liegen und das sehr späte Hinspiel (21:30 Uhr Ortszeit) ist sehr gut für uns. Klar brauchen wir zwei gute Tage, aber ich sag mal ganz kämpferisch, dass ein Weiterkommen zwar keine Pflicht, aber unser Anspruch sein sollte!

Eine 50:50 Geschichte ist das für mich nicht, PAOK ist für mich Favorit. Die Griechen haben mMn einen besseren Kader und vor allem spielen sie den Fußball, der uns am meisten weh tut und mit dem wir in der Vergangenheit die größten Probleme gehabt haben.

Das Spiel wird nicht so eine lahme Partie werden die wir oft in der Liga von unseren Gegnern zu sehen bekommen. Unsere Spieler werden nicht so lang Zeit haben um sich den Ball herzurichten und PAOK wird das Tempo hochhalten. Da müssen wir hoffen, dass unsere Spieler unter Druck keine Fehler machen.

Ziel muss der Aufsteig sein, ich halte es auch für möglich. Die Griechen sind keine Übermannschaft, aber trotzdem sinds eine gute und vor allem technisch beschlagene Mannschaft. Rapid ist für mich Außenseiter, aber das war ma auch 2x gegen Aston Villa. Jetzt heißt es mal im Hinspiel eine gute Ausgangsposition schaffen und dann im Hanappi den Sack zuzumachen.

Wird sicher ein heißer Kampf werden, Rapid kann eigentlich eh nur gewinnen und ein neuerlicher Einzug in die Gruppenphase wäre wohl die Bestätigung für den guten Weg auf dem man sich befindet.

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@Don Quichotte: Ja, danke, soll's natürlich heißen.

@Mecki: Als ich gehört habe, dass wir PAOK bekommen, hab ich mir die Kaderliste durchgeschaut. 6 oder 7 Spieler kannte ich. Gefühlsmäßig war ich bei 30:70. Nach den Infos aus Griechenland und der Teaminfo bin ich bei 50:50. Die Spielanlage von PAOK sollte uns liegen und das sehr späte Hinspiel (21:30 Uhr Ortszeit) ist sehr gut für uns. Klar brauchen wir zwei gute Tage, aber ich sag mal ganz kämpferisch, dass ein Weiterkommen zwar keine Pflicht, aber unser Anspruch sein sollte!

erstmal thx 4 info

es wird allerdings auch zum ankick noch immer so um die 27 grad haben ... und was das in diesen elendigen schüsseln heißt wissen wir ja.

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Der Torhüter

Die aktuelle bzw. Noch-Nummer-Eins im Kasten von PAOK ist Panagiotis Glykos (25), der als eine der Schwachstellen im Team gilt. Er hat seine Probleme bei Flanken, wobei ihm seine Größe von 184cm auch keinen großen Vorteil verschafft, zudem weist er fußballerische Mängel auf und wird bei Rückpässen gelegentlich nervös. Dafür ist er auf der Linie ein solider, guter Keeper, der auch schon mal einen „Unhaltbaren“ rausholt.

Mit solchen Goalies sollte sich die Rapidmannschaft eigentlich auskennen .... ;)

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