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Tiagra 80WA

sieht lustig aus wie sich die "polizei" da bei 2:10 fortbewegt. :lol:

eine sich aneinanderkuschelnde prügelhorde :lol:

naja.für mich sieht das eher nach völlig verängstigten neulingen aus,welche dort selber nicht hin wollten aber mussten noch dazu mit einer ausrüstung mit der schon deren opas herumgegangen sind.

die spezialpolizei danach ist die sache schon anders angegangen.

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Siege werden überbewertet!

naja.für mich sieht das eher nach völlig verängstigten neulingen aus,welche dort selber nicht hin wollten aber mussten noch dazu mit einer ausrüstung mit der schon deren opas herumgegangen sind.

die spezialpolizei danach ist die sache schon anders angegangen.

stimmt, sah sehr sehr unbeholfen aus. gleich die "harten jungs" reinschicken wäre eventuell geschickter gewesen

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  • 3 weeks later...
NCITDOME!!!

Hintergrund:

"Es war ein ungewöhnlicher Anblick, der sich vor dem Anpfiff des Bundesligaspiels von Hannover 96 und dem FC Bayern München bot –und das, was sich auf den Rängen in der Nordkurve der AWD-Arena abspielte, sorgte nicht nur am Sonntag für jede Menge Ärger, sondern dürfte auch noch ein Nachspiel haben.

Im Block N16, wo normalerweise die sogenannten Ultras Hannover ihren Platz haben, waren nach einem Einsatz der Polizei, die nach verbotener Pyrotechnik suchte, viele Plätze frei, und das auch während der seit Wochen ausverkauften Partie. Die Beamten gingen mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Stadionbesucher vor; es gab mehrere Verletzte – und dabei handelte es sich nicht nur um aggressive Fans.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte es zuvor Hinweise gegeben, dass Mitglieder der Ultra-Szene Pyrotechnik mitführten – versteckt und befestigt in Fahnen. Auf 96-Seite war von einem „berechtigten Verdacht“ die Rede. Die vom Ordnungsdienst daraufhin geplanten Kontrollen seien von aggressiven Fans unter Androhung von Gewalt verhindert worden. Deshalb sei, so 96-Sprecher Alex Jacob, die Polizei um Unterstützung gebeten worden. Von den Beamten wurden im Fanblock mehrere Fahnen beschlagnahmt, in deren Stangen Feuerwerkskörper vermutet wurden. Aufgrund der massiven Gegenwehr einiger Fans habe die Polizei Schlagstock und Reizgas einsetzen müssen, erklärte der Polizeisprecher. Anschließend hätten rund 100 Ultras „freiwillig“ ihren Block geräumt und sich in der gesamten Nordkurve einen anderen Platz gesucht – andere verließen die Tribüne.

32 Fußballfans, die zu den direkt Betroffenen des Polizeieinsatzes zu zählen sind, schildern die Ereignisse anders. „Es hat auch Unschuldige und kleine Kinder getroffen“, sagte Tobias Bornebusch aus Garbsen. Der 25-Jährige hatte seinen Platz zusammen mit mehreren Bekannten und Freunden im zentralen Nordkurven-Bereich, wo er Augenzeuge der Auseinandersetzungen wurde. Viele reagierten empört, weil von der Polizei Pfefferspray aus nächster Nähe auch gegen Frauen und Kinder eingesetzt worden sei. Den Angaben von Betroffenen zufolge, die namentlich nicht genannt werden wollten, musste ein elf Jahre alter Junge aufgrund von Gesichtsverletzungen durch Sanitäter behandelt werden, mehrere Personen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Doch es gibt auch viele Befürworter, dass im hannoverschen Stadien etwas getan wird gegen die selbsternannte Spaßbrigade „Pyrotechnik“, die während Spielen immer wieder Bengalische Feuer abzubrennen versucht, was in Stadien aus Sicherheitsgründen generell strikt untersagt ist. Gegen die Bayern war es in den ersten zehn Spielminuten in der Nordkurve nahezu mucksmäuschenstill. Später brannten im Stadion dann Bengalische Feuer – entzündet offensichtlich von Bayern-Fans.

Bezogen auf die 96-Ultras bestätigte sich der Verdacht nach Auskunft des Polizeisprechers nicht, dass die Fahnen als Versteck für Pyrotechnik dienten. Das hätte die Überprüfung ergeben. Hannover 96 will sich zu möglichen Konsequenzen erst äußern, wenn alle Ermittlungsergebnisse vorliegen. "

Quelle: HAZ

Pics

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Stammspieler

Ich schreibs mal hier rein:

Ein Schwerverletzter in Frankfurt

Ich mein es ist schon ein Wahnsinn eine solch krasse Überschrift zu wählen um in dem Nirvana dieser Ansammlung von Wörtern dann beiläufig zu erwähnen dass dieser gar nicht bei den "Randalen" zu schaden gekommen ist:

"Allerdings ist bereits ein Schwerverletzter bestätigt - offenbar jedoch ohne direkten Zusammenhang zu den Randalen"

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NCITDOME!!!

Glosse: Handschellen für die Sachlichkeit

Wenn man den Duden nach einer Definition des Begriffes "Populismus" befragt, dann erzählt das Handbuch der deutschen Sprache von einer Taktik, die "von Opportunismus geprägt" ist, weil man "durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen" gewinnen möchte.

Rainer Wendt wird vom Duden aber unterschlagen. Eigentlich zu Unrecht.

Denn Rainer Wendt darf getrost als Meister dieser Disziplin bezeichnet werden. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft ist immer mal für ein deftiges Sprüchlein gut, um sich von Stammtischen zwischen Flensburg und Sonthofen ordentlich abfeiern zu lassen.

Für die teuren Polizei-Einsätze rund um die Bundesliga müssten die Steuerzahler mit rund 50 Millionen Euro pro Saison aufkommen, um "Jungmillionäre in kurzen Hosen zu schützen", rumpelte Wendt bereits in der Vergangenheit. Dabei scherte sich der Gewerkschafter nicht um die Tatsache, dass auch die Profi-Vereine Steuern zahlen. Jährlich den Obolus von rund zwei Milliarden Euro.

Panikmache ist Fehl am Platz

Den kausalen Zusammenhang zwischen kurzen Hosen und öffentlicher Sicherheit blieb Wendt mit seiner erschreckenden Ignoranz gegenüber Sachlichkeit und Fakten natürlich schuldig. Fakt ist schließlich auch, dass man blutjunge Millionäre wie Michael Ballack oder Raúl in der Regel nicht Woche für Woche vor einem blutrünstigen Lynch-Mob schützen muss.

Natürlich gibt es Gewalt rund um den Fußball. Die gab es leider schon immer. Die Zahl der Verletzten bei Ausschreitungen in beiden Bundesligen hat in der vergangenen Saison laut Statistik einen neuen Höchststand erreicht. Die Polizei spricht bei insgesamt 612 Spielen von 846 Verletzten, darunter 243 Polizeibeamte, 259 Randalierer und 344 Unbeteiligte.

Allgegenwärtig Gewaltexzesse sind dennoch kein Charakteristikum des Profi-Fußballs. Vor jeder Dorf-Disko wird wochenends mehr geprügelt als rund um die modernen Event-Arenen der Bundesligen. "Die Statistik der ZIS erfasst 750 Spiele mit insgesamt 17,4 Millionen Besuchern in der ersten und zweiten Liga. Diese Zahlen sind weltweit unerreicht", meint Michael Gabriel.

Der Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte warnt vor Panikmache: "Ohne die vorhandenen Sicherheitsprobleme kleinreden zu wollen heißt das, dass es nicht nur attraktiv, sondern auch sicher ist, in Deutschland Fußballspiele zu besuchen." Doch Polizei-Gewerkschaftler Rainer Wendt scheint das anders zu sehen. Deshalb will er nun das totale Alkoholverbot in den Stadien.

Volltrunkene Gewalttäter?

Aus Gründen der spaßbefreiten Vernunft könnte man mit dieser Forderung eventuell leben, würde Wendt sie nicht mit einer erneut haarsträubenden Argumentationslinie konterkarieren. Die Klubs hätten nur "Werbeeinnahmen in gigantischer Höhe" im Blick, lautete die Verschwörungstheorie, "die Zeche zahlen die Opfer der volltrunkenen Gewalttäter."

Nüchtern polemisch betrachtet zeichnet der Gewerkschaftler damit das Bild einer torkelnd-gröhlenden Armee alkoholdurchtränkter Psychopaten, die sich Woche für Woche mit überteuerter Stadionplörre zuschütten, um dann Fäuste schwingend die Familien-Blöcke deutscher Fußball-Stadien zu vermöbeln.

Bliebe Wendt seiner Logik treu, müsste er eigentlich auch die vollkommene Zerschlagung des Münchner Oktoberfestes oder des Cannstatter Wasen fordern, wo sich druckbetankte Durchschnittsbürger nicht selten mit Maßkrügen die Schädel einschlagen. Die diensthabenden Beamten und Sanitäter haben an solchen Massenbesäufnissen tatsächlich immer eine wahre Freude. Bislang hat Wendt von den Wirten aber noch keine Zusatzabgabe gefordert.

Dabei wäre es im Kern der Sache durchaus einmal zwingend erforderlich über die tatsächliche Gewalt-Problematik im modernen Fußball sachlich zu diskutieren, um Lösungen zu erarbeiten. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der ideologisierten Aggression einer radikalisierten Fan-Szene beispielsweise. Aus Gründen der Ausgewogenheit aber bitteschön auch mit rechtsstaatlich fragwürdigen Polizeistrategien und provokanten Zugriffseinheiten.

Pfeffer statt Bier

Mit Blick auf die Verletzten-Statistik verweist Michael Gabriel deshalb auch auf den polizeilichen Einsatz von Pfefferspray im Gießkannenprinzip. Beim Drittliga-Spiel zwischen Erfurt und Darmstadt in der aktuellen Saison waren "von den 55 Verletzten 52 auf den Einsatz von Pfefferspray zurückzuführen."

Aktuell ergänzen 27 weitere Verletzte die Statistik, nachdem die Polizei mit Tränengas und Schlagstock vor dem Spiel gegen die Bayern eine Razzia im Fanblock von Hannover 96 durchgeführt hatte. Der Verdacht, dass Pyro-Material in die Kurve geschmuggelt worden sei, bestätigte sich nach der rabiaten Aktion nicht.

"Es hat auch Unschuldige und kleine Kinder getroffen, schildert ein Augenzeuge gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen." Viele unbeteiligte Fans waren schockiert, weil die Polizei Pfefferspray aus nächster Nähe auch gegen Frauen und Kinder eingesetzt haben soll. Als Konsequenz, schreibt die "HAZ", musste ein elf Jahre alter Junge aufgrund von Gesichtsverletzungen durch Sanitäter behandelt werden, mehrere Personen seien in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Diese Geschichten verschweigt die aktuelle Statistik.

Am Thema vorbei

Es sind eben auf beiden Seiten Unwissenheit, Ignoranz und Stigmatisierung, die die Fronten seit Jahren verhärten. Gewerkschafter Wendt, der 2008 mit "Karlsruhe-Touristen" das "Unwort des Jahres 2008" aus der Taufe gehoben hatte, um Bürger zu diskreditieren, die vor dem Bundesverfassungsgericht klagen, wurde damals bereits ein bedenkliches Verständnis der Grundrechte unterstellt.

Auch in der aktuellen Debatte navigiert er mit Volldampf am Kern einer komplexen Problematik vorbei. Die Gewalt im deutschen Fußball kann nicht durch ein simples Alkoholverbot ausgetrocknet werden. Sie entwickelt sich nicht aus einer Bierlaune heraus, sondern ist innerhalb einer kleinen Szene in gefährlicher Weise organisiert. Dort wird der Fußball lediglich als willkommenes Mittel zum verkommen Zweck missbraucht.

Mit pauschalen Stammtisch-Parolen über "volltrunkene Gewalttäter" belastet man ein bereits angespanntes Verhältnis zur moderateren Fanszene zusätzlich und pflegt mit dramatischer Rhetorik ein Feindbild, anstatt es im Dialog abzubauen.

Hier legt der Populismus der Sachlichkeit Handschellen an.

Sportlichst,

Michael Wollny

:love:

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