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Interview mit Ex-ÖFB-Präsident Beppo Mauhart

22 posts in this topic

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STANDARD: Sie haben die EURO als ÖFB-Präsident nach Österreich geholt, ehe Sie von Friedrich Stickler abgelöst wurden. Sie konnten sich die EURO gelassen ansehen. Zufrieden damit, was es zu sehen gab?

Mauhart: Ich habe das genossen. Es ist Realität geworden, wofür ich gekämpft habe. Das Ergebnis, auch jenes des Nationalteams, hat einen Großteil der Hoffnungen erfüllt. Wir haben jetzt moderne Stadien, die sich bewährt haben. Die EURO war wohlorganisiert, der Verein "Österreich am Ball" hat in kurzer Zeit das Umfeld aufbereitet. Besonders freut mich, dass Miesmacher und Angstmacher durch die Begeisterung, das Verhalten der Gäste, die multikulturelle Stimmung ins Abseits gedrängt wurden.

STANDARD: Es verwundert, dass die EURO an der zweit- und drittgrößten Stadt im Land vorbeilief.

Mauhart: In den ersten Überlegungen, schon vor 1996, hatten wir an Wien, Graz, Linz, Innsbruck gedacht. Graz und Linz haben große Chancen vertan. Graz ist an Kleinmut gescheitert, an politischem, aber auch an journalistischem Kleinmut. Die Kleine Zeitung hat opponiert, von Wiener Größenwahn war die Rede, das hat mitgespielt. Linz war interessiert, aber das Land Oberösterreich hat die Stadt alleingelassen.

STANDARD: Davon haben Salzburg und Klagenfurt profitiert. Salzburg belässt das Stadion wahrscheinlich so, während Klagenfurt überlegt, wie Innsbruck rückzubauen.

Mauhart: Rückbauten wären unverständlich. Der Rückbau in Klagenfurt würde an die zehn Millionen Euro kosten, das wäre ein Schildbürgerstreich. Große, moderne Stadien ziehen Zuseher an. Außerdem sind Fußballstadien längst nicht mehr nur für Fußball da.

STANDARD: Wieso hat Wien diese Chance verpasst - ein neues, modernes Stadion hinzustellen?

Mauhart: Das Happel-Stadion wurde toll renoviert. Es hat den historischen Nachteil, dass es als Leichtathletik-Stadion konzipiert wurde, wegen der Laufbahn sitzen die Zuseher zu weit weg. Aber ein neues Stadion? Das hätte alle politischen Entscheidungsträger überfordert. Man muss schauen, dass im größten Stadion Österreichs ständig Leben ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass man dort ein Sportmuseum ansiedelt, da ließe sich vieles aus der Künstlerhaus-Ausstellung herz:rasen übernehmen. Was das Spielfeld betrifft, könnte man sich überlegen, es tiefer zu legen, damit könnten die Zuseher sozusagen näherrücken.

STANDARD: Wie hat sich Ihrer Meinung nach das Team, wie hat sich der Fußballbund präsentiert?

Mauhart: Die Mannschaft ist würdig aufgetreten, hat Ansehen gewonnen. Es gibt Hoffnung auf Weiterentwicklung. Die WM-Qualifikation ist eine große Herausforderung. Ich darf daran erinnern, dass Österreich unter meiner Führung bei zwei WM-Endrunden war, eine dritte recht knapp verpasst hat. Jetzt hat das Team zweimal verloren, einmal unentschieden gespielt, trotzdem wurde die Mannschaft mit Applaus verabschiedet. Zu Recht, denn Josef Hickersberger konnte ein Team formen, das Potenzial hat. Was jetzt passiert, macht mir große Sorgen.

STANDARD: Mit Hickersbergers Rücktritt war aber doch immer zu rechnen, von jener Woche abgesehen, in der er hin- und hergeschwenkt ist.

Mauhart: Zum Hickersberger-Rücktritt will ich nichts sagen. Nur so viel: Er hätte die Gewissheit gebraucht, dass er volle Rückendeckung hat. Sein Vertrauen wurde sicher reduziert, als es hieß, dass gespart werden müsse. Die Teamchef-Diskussion zeigt grundsätzliche Strukturschwächen auf. Friedrich Stickler ist nicht zu beneiden.

STANDARD: War er vorbereitet auf den Hickersberger-Rücktritt?

Mauhart: Darauf muss man als Präsident immer vorbereitet sein. Voraussetzung wäre, dass man sich nicht mit aufgeblasenen Gremien auseinandersetzen muss. Der ÖFB müsste zu einer modernen Struktur finden, dem Präsidenten die Möglichkeit geben, den Verband straff zu führen.

STANDARD: Früher hatte der ÖFB-Präsident mehr Pouvoir?

Mauhart: So war es wohl. Dann hat Frank Stronach begonnen mitzumischen, andererseits war er selten da, ein Stellvertreter hat mitgeredet, und jetzt reden viele mit, weil sich viele als Stellvertreter fühlen. Der ÖFB als Dachorganisation der Landesverbände und der Bundesliga hat allein zu entscheiden, wer Teamchef wird - und das dem Präsidenten streitig zu machen wäre ein Schritt in die falsche Richtung.

STANDARD: Was soll in der Causa Teamchefsuche passieren? Was würden Sie tun?

Mauhart: Ich behaupte, ich wäre nie in diese Situation gekommen. Jetzt sind jedenfalls rasche Entscheidungen nötig, nur so lässt sich die gute Stimmung nützen.

STANDARD: Sie kennen ja beide gut. Täuscht der Eindruck, oder gibt es Parallelen zwischen ÖFB und SPÖ? Im ÖFB suchen Stickler und Bundesliga-Chef Martin Pucher, es sucht also ein Zweier-Gremium einen neuen Teamchef. In der SPÖ gibt's ebenfalls eine Doppelspitze.

Mauhart: Da wie dort gilt: Ohne klare Entscheidungsstrukturen, ohne straffe Führung gibt's Unsicherheiten. Der Zustand der Regierung ist allerdings viel dramatischer als der des ÖFB. Alfred Gusenbauer hat viel getan, auch als Sportminister für die EURO. Es ist sehr ärgerlich, dass gerade jetzt, wo sich Österreich als attraktives, erfolgreiches Land durch die EURO zeigen kann, in Österreich ein dramatisches Führungsvakuum entstanden ist. (Fritz Neumann/DER STANDARD; Printausgabe, 28./29.6.2008)

http://derstandard.at/?id=3395219

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für mich steht fest: beppo m. hat selbst in seinen tränensäcken mehr hirn als fritz s.

Kein Wunder, denn die sind ja auch wesentlich größer. :feier:

Die Älteren unter uns werden sicher noch alle wissen, wie man den Beppo in den Medien immer zerrissen hat. Ich persönlich mochte ihn nicht wirklich, aber im Gegensatz zu Fritzi ist er eine Persönlichkeit mit Durchsetzungsvermögen und a bisserl mehr Ahnung vom Fußball hat er auch.

Jaja, die gute alte Zeit.

In diesem Sinne

:king:

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Die Älteren unter uns werden sicher noch alle wissen, wie man den Beppo in den Medien immer zerrissen hat.

Ich kann mich noch gut erinnern, als alle Medien und die durchschnittlichen Ö3-Hörer unbedingt den Didi Constantini als Nachfolger vom seeligen Ernstl Happel haben wollten. Herr Constantini las damals ja medienwirksam den fußballerischen Nachlass vom Aschyl ("werds sehen, da wird was draus") vor.

Gottseidank hat sich der Pate Beppo dann für den Schneckerl eingesetzt und ihn auch nach der unfassbar knapp verpassten Europameisterschaftsqualifikation für 1996 gehalten.

Weiters kann ich es nicht einsehen, dass der Beppo nicht mehr geehrt wird, dass er eigentlich die Euro nach Österreich geholt hat. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als sich alle Fußballin- und outsider über ihn lustig gemacht haben, als er mit der Vision einer Europameisterschaft in Österreich in die Öffentlichkeit ging (sowas geht bei uns nie, da sind wir viel zu klein - blablabla).

Mit Ungarn hat noch die Lobby gefehlt, aber mit der Zusammenarbeit mit der Schweiz ist ihm ein Meisterstück gelungen und gottseidank haben wir die Euro bekommen. Es war auch sein Verdienst, dass ich dieses geile Erlebnis mitmachen durfte.

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Seit der Beppo nicht mehr da ist gibts nix gutes bei ÖFB

ÖFB ...... :nope:

vorher war auch nicht alles sonnenschein. mir ist der präsi wurscht, der ist ja nur das schwammerl für die aussendarstellung. mit einem guten präsi kicken unsere spieler auch ned besser. wobei das soll nicht heißen dass ich ein fan vom pater friedrich bin.

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vorher war auch nicht alles sonnenschein. mir ist der präsi wurscht, der ist ja nur das schwammerl für die aussendarstellung. mit einem guten präsi kicken unsere spieler auch ned besser. wobei das soll nicht heißen dass ich ein fan vom pater friedrich bin.

Da hast du schon recht, jedoch spreche ich Stickler jegliche Kompetenz bezüglich Fußballerischen Wissen ab, und egal ob diese Position nur zu Aussenwirkung da ist, kann es beim besten Willen nicht sein das man jemanden in einen Position hieft der sich mit der Materie nur gering bis gar nicht auskennt, und nur Freundalwirtschaft betreibt. Schon alleine die Hickersberger Teamchef nominierung stieß mir als SCR Anhänger sauer auf, überhaupt zu einem Zeitpunkt wo bei uns (du wirst eh wissen) alles drunter und drüber gegangen ist.

Aber es ist eh sinnlos darüber zu phaseln, denn es wird sich nichts ändern zumindest was die Altherrengesellschaft im "Österreichischen-Sport" betrifft.

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Da hast du schon recht, jedoch spreche ich Stickler jegliche Kompetenz bezüglich Fußballerischen Wissen ab, und egal ob diese Position nur zu Aussenwirkung da ist, kann es beim besten Willen nicht sein das man jemanden in einen Position hieft der sich mit der Materie nur gering bis gar nicht auskennt, und nur Freundalwirtschaft betreibt. Schon alleine die Hickersberger Teamchef nominierung stieß mir als SCR Anhänger sauer auf, überhaupt zu einem Zeitpunkt wo bei uns (du wirst eh wissen) alles drunter und drüber gegangen ist.

Aber es ist eh sinnlos darüber zu phaseln, denn es wird sich nichts ändern zumindest was die Altherrengesellschaft im "Österreichischen-Sport" betrifft.

woher weißt du von der freunderlwirtschaft des pater friedrich bescheid? ich würde dich um details bitten. seine mangelnde fußallerische kompetenz mag vorhanden sein (allerdings habe ich noch nie mit ihm gesprochen, insofern weiß ich es ja nicht), ist aber auf diesem posten nicht notwendig.

die teamchefnominierung damals wurde zu einem unglücklichen zeitpunkt veröffentlicht, nämlich sehr knapp vor einem CL spiel rapids. drunter und drüber ist es bei uns damals nicht gegangen, ganz im gegenteil war alles rosarot und himmelblau aufgrund des erreichens der CL und dem damit verbundenen zudecken der sportlichen probleme innerhalb der liga, die langsam sichtbar wurden.

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Da hast du schon recht, jedoch spreche ich Stickler jegliche Kompetenz bezüglich Fußballerischen Wissen ab, und egal ob diese Position nur zu Aussenwirkung da ist, kann es beim besten Willen nicht sein das man jemanden in einen Position hieft der sich mit der Materie nur gering bis gar nicht auskennt, und nur Freundalwirtschaft betreibt. Schon alleine die Hickersberger Teamchef nominierung stieß mir als SCR Anhänger sauer auf, überhaupt zu einem Zeitpunkt wo bei uns (du wirst eh wissen) alles drunter und drüber gegangen ist.

Aber es ist eh sinnlos darüber zu phaseln, denn es wird sich nichts ändern zumindest was die Altherrengesellschaft im "Österreichischen-Sport" betrifft.

Als Präsident brauchst du aber einen Verwalter, der wirtschaftliche Kompetenz besitzt, ob der dann was vom Fußball versteht oder nicht ist ein Zuckerl. Wichtiger sind die Vorstandsmitglieder und vor allem aber die Einflüsterer.

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Ich kann leider nicht sagen woher ich diese Informationen habe, denn es würde mir meinen Job kosten, jedoch kann ich versichern dass ich Pater Friedrich oft genug zu Gesicht bekomm. Ob es auf diesem Posten nicht notwendig ist sich im Fußball auszukennen!, also bitte hier gehts ja nicht um Firmen mit wirtschaftlichen Engagement, sondern um einen Verband der gewisse Strukturen hat, und sich mit einer Sportart beschäftigt, somit geh ich davon aus das sämtlich Granden und Position sich mit der Materie dieser Sportart auch befassen und auskennen, bei uns ist es leider so das a. Personen in Funktionärspositionen gehieft werden, die Österreich wirtschaftlich vertreten, eben einer wie Stickler (Lotterien, Casinos Austria usw...), und b. Personen zu Funktionären gemacht werden die "Österreich" egal in welcher Hinsicht repräsentieren (in den Sektoren, Sport, Politik, Wirtschaft, Bildung usw... da gibts eine Menge.) Ob dies alles so gut für den Sport selbst ist, wird von meiners seite angezweifelt.

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Ich kann leider nicht sagen woher ich diese Informationen habe, denn es würde mir meinen Job kosten, jedoch kann ich versichern dass ich Pater Friedrich oft genug zu Gesicht bekomm. Ob es auf diesem Posten nicht notwendig ist sich im Fußball auszukennen!, also bitte hier gehts ja nicht um Firmen mit wirtschaftlichen Engagement, sondern um einen Verband der gewisse Strukturen hat, und sich mit einer Sportart beschäftigt, somit geh ich davon aus das sämtlich Granden und Position sich mit der Materie dieser Sportart auch befassen und auskennen, bei uns ist es leider so das a. Personen in Funktionärspositionen gehieft werden, die Österreich wirtschaftlich vertreten, eben einer wie Stickler (Lotterien, Casinos Austria usw...), und b. Personen zu Funktionären gemacht werden die "Österreich" egal in welcher Hinsicht repräsentieren (in den Sektoren, Sport, Politik, Wirtschaft, Bildung usw... da gibts eine Menge.) Ob dies alles so gut für den Sport selbst ist, wird von meiners seite angezweifelt.

soweit kenne ich mich im öfb auch aus, dass ich weiß dass pater friedrich (es scheint sich durchzusetzen) wenig bis gar nicht im tagesgeschäft fußball involviert ist. er ist auch nicht alleiniger entscheidungsträger. er ist nur präsident und damit hat er in erster linie einen außendarstellungsjob. warum die präsidenten immer aus dem bereich der staatlichen wirtschaft (austria tabak, casinos, lotterien,...) kommt, ist ein phänomen der verstrickungen im staate österreich (findest aber fast überall, italien ist die hochburg der verstrickungen).

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