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Dannyo

[Spielerinfo] Jürgen Patocka

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Wie immer: Diese Spielerinfo ist © by Dannyo und austriansoccerboard.at

Wenn euch diese Info gefällt verlinkt hierher, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX ! =)

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Bildquelle: www.sport1.at

DATEN & FAKTEN

Name: Jürgen Patocka

Nationalität: Österreicher

Geburtsdatum: 30.Juli 1977

Alter: 29

Position: Innenverteidiger, Manndecker

Größe: 192cm

Gewicht: 85kg

Momentaner Verein: SK Rapid Wien

Bisherige Vereine: SV Mattersburg, Austria Lustenau, Floridsdorfer AC, SC Untersiebenbrunn.

DAS IST JÜRGEN PATOCKA

Jürgen Patocka wurde 1977 in Wien geboren und machte seine ersten fußballerischen Schritte in der Umgebung Wiens - in Untersiebenbrunn.

Patocka spielte in jungen Jahren bereits in der Innenverteidigung, kam in altmodischen 3-5-2-Systemen mit Libero vorallem als Manndecker, anders gesagt "Abmontierer" zum Einsatz und spielte später in der Regionalliga, beim FAC auch das defensive Mittelfeld in einem System mit zwei Defensiven hinter einem typischen Spielmacher.

Nach seiner Zeit bei Untersiebenbrunn wechselte der junge Patocka zu Rapid, wo er Nachwuchsteams durchlief, jedoch im "entscheidenden Alter" von etwa 16 - 18 Jahren den Sprung nach ganz oben nicht schaffte und daher in die Regionalliga Ost zum FAC wechselte. Im Jahr 1999 fiel mir Patocka erstmals auf, da ein sehr guter Freund von mir damals selbst beim FAC spielte und im Alter von 16 Jahren mit der Kampfmannschaft mittrainierte, wodurch ich einige Anekdoten und auch wertvolle Informationen über die damaligen Mitglieder der Kampfmannschaft des FAC sammeln konnte.

In der Regionalliga Ost war Patocka in der Abwehr der Floridsdorfer nicht wegzudenken. Der 192cm große Verteidiger war nicht nur der ruhende Pol in der Abwehr, sondern auch der Mann für schwere Aufgaben. So erinnere ich mich an FAC-Trainingsanekdoten, bei denen das große Titanenduell zwischen Abwehrchef Patocka und Stürmerstar Dalibor Tolo stattfand, dass die Knochen nur so knackten. Patocka ist ein zweikampf- und sowohl in der Defensive als auch in der Offensive kopfballstarker Spieler, der außerdem eine weitere, ganz große Stärke besitzt: Patocka verfügt wohl über einen der härtesten Schüsse der gesamten österreichischen Profiligen. So passierte es schon mal, dass er in der Regionalliga Ost einen gut 35 Meter vom gegnerischen Tor entfernten Freistoss in die Maschen donnerte. Ein paar Ligen höher beschränkte er sich in der Offensive auf seine größte Stärke, das Kopfballspiel, wodurch die meisten Bundesligazuseher einen gezielten Patockahammer bisher nicht bewundern durften. Interessanterweise lässt sich bemerken, dass ich der Meinung bin, dass Patockas Kopfballverhalten im Offensivspiel besser ist, als in der Defensive - nicht immer typisch für einen Innenverteidiger.

Patockas Mankos bestehen in erster Linie in Technik und Spielaufbau - so kommt es leider nicht selten vor, dass der großgewachsene Abwehrspieler den Ball nach vorne drischt, anstatt das Spiel von hinter heraus zu kontrollieren. Vorallem in den letzten 1 1/2 Jahren konnte man auch immer wieder Fehler im defensiven Stellungsspiel betrachten, die er jedoch zumeist durch gute Zweikämpfe wieder vergessen ließ - in Mattersburg galt Patocka als einer der konstantesten und solidesten Spieler.

DIE FAC-FUSION UND DER WECHSEL INS LÄNDLE

Als Erstdivisionär Austria Lustenau im Frühjahr 2001 bei FAC-Obmann Chum, der kurz darauf aufgrund einer Fusion des Regionalliga-Absteigers mit Wienerliga-Absteiger Old Formation ausgebootet wurde, anklopfte, zögerte man beiderseits nicht lange. Dem FAC kam die Ablösesumme für Patocka sehr gelegen und Jürgen freute sich auf eine neue Herausforderung in einer österreichischen Profiliga. In der ersten Halbsaison in Lustenau schaffte es Patocka bereits auf Anhieb auf 12 Einsätze, von denen er 11 über die vollen 90 Minuten absolvierte. Am 1.Mai 2001 erzielte er beim 2:1-Heimsieg über Leoben seinen ersten Treffer als Vollprofi.

In seiner ersten kompletten Saison in Lustenau brachte es Patocka gleich auf 33 Einsätze. Bereits in der ersten Runde der Saison, beim 2:0-Heimsieg über den LASK, erzielte er seinen ersten Treffer in der neuen Saison. Drei Runden später traf Patocka, wieder als Innenverteidiger aufgeboten, zum zweiten Mal (beim 4:0-Sieg über Braunau). In weiterer Folge ließ es Patocka im Laufe der Saison noch viermal klingeln, einmal (beim Derbyheimsieg gegen den FC Lustenau) schaffte er es sogar zu einem Doppelpack, was für einen Abwehrspieler sehr selten ist.

In der Saison 2002/03 musste Patocka mit dem ersten großen Rückschlag seiner Karriere zurecht kommen. Nicht nur, dass er seine erste gelb-rote Karte als Profi sah: Er verletzte sich im November 2002 schwer und fiel für vier Monate aus, konnte erst im Saisonfinish wieder mit einem Kurzeinsatz zur Mannschaft stoßen. Insgesamt kam er in 14 Spielen zum Einsatz und erzielte 1 Tor.

In der Saison 2003/04 wurde Patocka sogar zum Kapitän des SC Austria Lustenau berufen und führte die junge Mannschaft Andi Herafs zu neuen Höhen. Patocka kam in 33 Spielen zum Einsatz, die er alle über die volle Distanz durchspielte, erzielte vier Tore, von denen er eines mit dem rechten Fuß und drei per Kopf erzielte. Patocka erzielte ohnehin die meisten seiner bisher 12 Treffer als Profi per Kopf.

AB IN DIE BUNDESLIGA !

Die Lustenauer Austria schaffte den Aufstieg erneut nicht und für Patocka war es daher Zeit weiterzugehen. Der märchenhafte Aufstieg von der Regionalliga Ost, über die Red Zac Erste Liga, bis in die Bundesliga erlebte mit Patockas Wechsel ins Burgenland zum SV Mattersburg einen vorläufigen Höhepunkt, der später noch einmal übertrumpft werden sollte.

In seiner ersten Saison in Mattersburg, der Spielzeit 2004/05, konnte Patocka sofort in der Startelf Fuß fassen. Die Abwehr der Mattersburger war nicht unbedingt stark besetzt, zumal der Slowene Adnan Mravac und Martin Lang die einzigen Spieler waren, die in der Dreierabwehr der Burgenländer gesetzt waren. Anton Pauschenwein war nur ein Ergänzungsspieler, Christian Strobls Zenit war bereits überschritten und der slowakische Abwehrhüne Frantisek Hanc (196cm), der als logischer Gegner Patockas um ein "Leiberl" galt, erwies sich als Fehlkauf, der den Verein nach neun Spielen wieder verließ. Die Vorzeichen standen also gut für Jürgen und er zeigte auch auf Anhieb ansprechende Leistungen. In seiner ersten Saison spielte Patocka 26mal (2079 Minuten) und erzielte auch sein erstes Meisterschaftstor: Den Siegtreffer zum 2:1 in Salzburg - per Kopf, so wie all seine weiteren Bundesligatore auch...

Das Tor in Salzburg war übrigens eines von mittlerweile fünf Patocka-Toren in der Bundesliga. Von diesen fünf Toren waren vier Siegestore, wobei diese vier Siegestore alle in der "Rapid-Viertelstunde" fielen...

In der Saison 2005/06 machte Patocka 33 Spiele mit und spielte bis auf zwei Ausnahmen die vollen 90 Minuten durch. Die drei Kopfballsaisontore Patockas fielen bei der 1:2-Heimniederlage gegen die Austria, beim 2:1-Auswärtssieg in der Südstadt und beim 4:3-Heimsieg über die SV Ried. Während Patocka eine Saison zuvor nur drei gelbe Karten sah, was eher untypisch erschien, da Abwehrspieler, die einen Klassensprung nach oben machen, zu Beginn ihres neuen Engagements häufig durch viele Karten auffallen (ein Zeichen dafür wie tief Mattersburg damals hinten drin stand), sah er in seiner zweiten Saison gleich zehnmal Gelb und einmal Gelb-Rot. Die gelb-rote Karte, die zweite seiner Profikarriere, war doppelt schmerzhaft, da er damit eine 1:3-Auswärtsniederlage bei Red Bull Salzburg einleitete.

In derselben Saison kam Patocka erstmals in einem Cupfinale zum Einsatz. Im Halbfinale setzte sich Mattersburg mit 3:2 auswärts gegen Pasching durch, wobei Patocka das 1:0 für die Burgenländer beisteuerte, nebenbei bemerkt Vorisek den späteren 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Im Finale wartete die Austria, gegen die Patocka auf der linken Verteidigungsseite in einem 4-4-2-System zum Einsatz kam. Gegen Sionko sah der Wiener dabei nicht immer gut aus und die Austria gewann mit einem 3:0-Sieg gegen Mattersburg den Cup.

DIE LETZTE SAISON IM BURGENLAND

Ein neuerliches Debüt feierte Jürgen Patocka zu Beginn der Saison 2006/07, denn da rief erstmals der Europacup: Auf internationaler Bühne hatte Patocka allerdings bis dato wenig Glück, denn beim Heimspiel gegen Wisla Krakau schied der Verteidiger nach acht Minuten verletzt aus. Es sollten die bisher einzigen acht Europacupminuten seiner Karriere sein.

In der Meisterschaft bestritt Patocka nach seiner Verletzung gegen Wisla Krakau ein Monat kein Spiel. Er erlitt gegen die Polen eine Schulterluxation, wobei man aber betonen muss, dass er im Laufe seiner Karriere verletzungstechnisch weitestgehend verschont geblieben ist. Trotz einer einmonatigen Pause spielte Patocka 30 Bundesligaspiele in der Saison 2006/07 und war ein wesentlicher Faktor für das Erreichen des Europacups. Beim 2:0-Auswärtssieg Mattersburgs in Altach erzielte er seinen einzigen Bundesliga-Saisontreffer.

Nachdem Mattersburg in der letzten Runde, ohne dass Patocka eingesetzt wurde, mit 6:1 gegen Wacker Innsbruck gewann, verlautbarte Patocka nach seinem letzten Sieg als Mattersburger: "Im Nachhinein sicherlich ärgerlich, weil ich nach Wien wechseln werde und so im UI-Cup ran muss und nicht im UEFA-Cup spielen kann.” Zu diesem Zeitpunkt unterschrieb Patocka bereits einen bis 2009 dauernden Vertrag bei Rekordmeister SK Rapid Wien - ein neuerlicher Aufstieg für Patocka. Möglicherweise nicht sportlich, denn mit Rapid muss er im Juli 2007 in die Knochenmühle UI-Cup, allerdings seine Reputation betrachtend.

Im Dezember 2006 klopfte einmal mehr Austria Lustenau um die Dienste des 29jährigen Patocka an und dieser war einem neuerlichen Wechsel in die erste Division nicht abgeneigt, auch weil seine Familie noch in Lustenau lebt. Die Family dürfte nun allerdings wieder nach Wien kommen, nachdem Patocka dem Vertrag mit Rapid zustimmte. Gegen Rapid hat Patocka bisher übrigens kein Tor gemacht... hoffentlich klappt es für Rapid - mit Jürgen Patocka verfügen die Grün-Weißen aus der Hauptstadt auf jeden Fall über einen Spieler, der gerade bei den ohnehin gefürchteten Standards der Wiener eine entscheidende Rolle spielen kann.

In seiner Freizeit spielt Patocka gerne Tennis, geht Schwimmen oder Radfahren. Das große Idol des gebürtigen Wieners ist der italienische Abwehrrecke Alessandro Nesta.

© by austriansoccerboard.at

Hoffe informiert zu haben ! =)

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Guest

wie man schön herauslesen kann, hat sich mit der aufgabe immer gesteigert. hoffe, dass ist auch bei rapid der fall. eder und patocka im training :nervoes:

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Patocka hat in Mattersburg das umstrittene Kopftor gegen Rapid gemacht, wo Kulovits den Ball auf der Linie stehend aus dem Tor geköpft hat...gegeben wurde es, also hat er ein Tor gegen Rapid gemacht :-)

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Patocka hat in Mattersburg das umstrittene Kopftor gegen Rapid gemacht, wo Kulovits den Ball auf der Linie stehend aus dem Tor geköpft hat...gegeben wurde es, also hat er ein Tor gegen Rapid gemacht :-)

Stimmt es war dieses hier :angry: Ich hoffe das wurde bei seinem Gehalt berücksichtigt :)

Zur Spielerinfo! Respekt wieder einmal dafür, dass du dir so viel Mühe gibst! :super:

Edited by FoxMulder75

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im heutigen "Österreich" :glubsch:

Patocka: Mei Herz hat immer für Rapid geschlagen"

Er freut sich das er endlich "daheim" ist" :smoke:

das ist halt euer "hier entsteht etwas großes" :feier:

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das ist halt euer "hier entsteht etwas großes" :feier:

Denk' ich mir auch immer öfter, wenn ich derartige Worte höre.

Aber er, wie natürlich auch alle andere Immer-schon-für-Rapid-Herz-Klopfer, darf uns selbstverständlich gerne mit entsprechenden Taten von ihren Worten überzeugen, wenn das nächste Mal Charakter und Disziplin in schwierigen Situationen gefragt sind, wenn's darum geht, Teamgeist zu beweisen, wenn man mal auf der Bank sitzt, anstatt deswegen zu motzen und Unruhe in den Verein zu bringen, wenn's darum geht, auch bei den vermeintlich "g'mahten Wiesen" mit 100% Einsatz und Konzentration zur Sache zu gehen, wenn's darum geht, diverse Kleinkriege mit Trainern und Mitspielern zu vermeiden und wenn schon, dann wenigstens nicht öffentlich über die Medien auszutragen und...und...und... Sollt' bei einer Herzensangelegenheit ja ned weiter schwer fallen. :)

Bzw., fernab von Herz oder nicht: Einfach was dafür leisten, dass man sein Hobby zum gut bezahlten Beruf machen durfte. Dann klappt's auch mit den (meisten) Fans. =)

In diesem Sinne - und von der "Unschuldsvermutung" ausgehend ;) - herzlich willkommen in Hütteldorf!

Edited by neuron

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