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dr. schienbein-schützer

[Fußballwelt] Groundhopping

17 posts in this topic

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Das Heimspiel unserer Kampfmannschaft musste heute wegen eines unerklärlichen und massiven Maulwurfangriffs auf unseren Platz abgesagt werden. Während die verbliebenen Stammtischmitglieder vom Vereinsheim aus zu schauten, trotteten der Schiedsrichter, der neue Trainer und der Übungsleiter des Nachbardorfes ratlos zwischen den aufgeworfenen Hügeln umher. Am Spielfeldrand tummelten sich die Schlachtenbummler unseres Gegners, die in Anbetracht des kurzen Anreiseweges, wie gesagt, es handelte sich um die Kampfmannschaft des Nachbardorfes, zahlreich erschienen waren. Endlich beendete der Schiedsrichter mit einer energischen Geste– sein Habitus lag irgendwo zwischen einem Platzausschluß und Spielabbruch –die Diskussionen über die Bespielbarkeit des Platzes.

Nachdem sich der neue Trainer wieder im Vereinsheim und am seinem Platz am Stammtisch eingefunden hatte, wollte keine rechte Stimmung aufkommen. Müde plätscherten unsere Gespräche vor sich hin, ohne wirklich in Schwung zu kommen. Ob es an dem ausschweifenden Wochenende lag – Frühjahrssaisonauftaktsitzung am Freitag und am Samstag eine feuchtfröhliche Besprechung des ersten Spieltages 2006 – oder an der Enttäuschung über die Spielabsage, oder an der ungewohnten Zurückhaltung Kreuz-Chens und G.s hinsichtlich ihrer Gesprächsteilnahme, vermag ich im Augenblick nicht zu sagen.

Erst als sich die Plaudereien den diversen Groundhoppingerfahrungen zuwendete kam ein wenig Leben in die Runde. Der neue Trainer erzählte von den vielen Kilometern, die er in der österreichischen Provinz bereits abgerissen hat, immer auf der Suche nach einer Kampfmannschaft, die zur Verfeinerung ihres Spiels der Lehren von Clausewitz, Mao oder sonst wem entbehrten. Ich steuerte ein Erlebnis aus Simmering bei, als ich beim letzten Spiel von Toni Polster gegen Salzburg aufgrund eines Fehlgriffs am Bierstand mit der existentiellen und eigentlich sympathischen Frage konfrontiert wurde: „Wüst sterbn?“ Gestellt wurde sie von einem wilden, hoch wie breiten Ureinwohner des 11. Bezirks, dessen irrer Blick und besorgniserregende Ruhe die Ernsthaftigkeit seiner Frage unterstrich. Dann war Schmidt-Riese an der Reihe. Er berichtete von den Fußballplätzen in Cloppenburg und Papenburg, den Ausschreitungen auf dem Platz und der Verbrüderung der konkurrierenden Anhängergruppen auf den Rängen.

Langsam aber sicher versandete auch dieses Thema, was nicht zuletzt daran lag, dass alle Geschichten bereits bekannt und schon x-mal erzählt worden sind. Aber bevor wir diesen durchwachsenen Tag beendeten, stellte Kreuz-Chen noch den Antrag, sich auf die Suche nach lohnenswerten Geschichten und Anekdoten rund ums Groundhopping zu machen. Unser Erfahrungsschatz scheine offensichtlich nicht mehr auszureichen um einen ganzen Nachmittag zu bestreiten, so sein wieder einmal unwiderlegbares Argument.

Einstimmig vom Stammtisch beschlossen möchten wir Euch, liebe Reisende in Sachen Fußball, hiermit bitten, nein, eher auffordern: schreibt uns Eure Geschichten! Welche Anekdoten sind es Euch, Reisende in Sachen Fußball, wert der Community mitgeteilt zu werden?

Dr. Artur Schienbein Schützer

Edited by dr. schienbein-schützer

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Ok, dann mach ich mal den Anfang:

Monsun in Wagram

Frühjahr. Regen in Pasching. Das Paschinger Waldstadion, das seinen Namen tatsächlich verdient, da man bevor man in den Paschinger Wald kommt durch ein "Dorf im Dorf" namens Wagram, quasi das oberösterreichische Lesotho, durchfahren muss, glich an manchen Stellen dem Untergrund eines Motocross-Events. Die Auswärtsfans bekamen, anders als im nicht größeren neuen Stadion in Ried gleich eine ganze Kurve zum Austoben. Eine eher provisorisch wirkende Pseudotribüne wurde sofort von den Hardcorefans okkupiert, der arme Mitreisende ohne große Ambitionen in einer Dusche von Bier und Schaumbecherresten unterzugehen, musste sich mit der ca. ebenerdigen "Tribüne", was sag ich, mit einem Gatschhügel hinter dem Tor, etwa auf Höhe der Eckfahne zufrieden geben.

Das Spiel begann beschissener als es für möglich gehalten werden kann und nach drei Minuten semmelte uns Sascha Metlitsky, ausgerechnet ein mehr als kultiger Ex-Grüner, die Kugel aus 30 Metern ins Kreuzeck - 0:1.

Ab diesem Zeitpunkt, 3:23 Minuten nach dem Anpfiff, war die Partie eh schon wurscht. Wir verloren 0:2. Aber die Gatschhügelereignisse hatten es dafür in sich und waren Kabarett genug für einen einzelnen Nachmittag im unnötigsten Auswärtssektor der Bundesliga.

Zunächst rissen bekannte Gesichter mit grünem Blut in den Adern den Zaun des Auswärtssektors aus den Verankerungen, nachdem das Paschinger Maskottchen, hauptberuflich Dungsortierer in der örtlichen Molkefabrik, die Fans mit einer Effenberg'schen Geste provozierte. Danach setzte sich das gesamte Polizeiaufgebot der Stadt in Bewegung, 10 Männer an der Zahl, 1,5 Tonnen schwer insgesamt, jeder mit Schäfermischling. Die Spieler hatten damit kaum Freude... denn da die ganze Angelegenheit sehr eng wurde und sich die Polizisten nebst der Outlinie schon eher zu den Spielern kuschelten als zu den Fans, prallte Wallner nach einem Flügellauf gegen einen Exekutivbeamten und regte sich über dessen Teilnahme am Spiel verständlicherweise ein wenig auf... gefehlt hätte in dieser Situation eigentlich nur das, was Gerd Wimmer 1997 beim Testspiel gegen den 1.FC Köln im Eisenstädter Lindenstadion erlebte. Es haben zwar nur wenige der damals ca. 5000 Zuschauer mitgekriegt, aber der Wiener Flankengott wurde beim Aufwärmen von einem Polizeihund gebissen und rannte danach sehr verdutzt weiter. Seit diesem animalischen Intermezzo schlug Wimmer JEDE, ausnahmslos JEDE Flanke immer hinter das Tor des Gegners. Anaphylaktischer Schock vielleicht.

Die Fans heizten das Geschehen weiter an, die Situation drohte zu eskalieren, die Polizei hatte ihre Hunde nicht mehr im Griff. Die Tiere wollten sich losreissen und bellten in einer Tour. Auf der anderen Seite des Zauns fand sich ein ebenso engagierter wie bekannter Fan, bekannt nicht nur für notorisches Auswärtsfahren zu Sinnlos- und Weniger-Sinnlos-Spielen sondern auch für das Imitieren eines Barrichello-Verbremsers im Tunnel von Monte Carlo, der die Hunde noch etwas mehr anheizte, indem er auf der anderen Seite des noch intakten Zaunes mit den Tieren mitlief und zusammen mit ihnen bellte. Die Hunde waren verwundert.

Wohlgemerkt hatte es die gesamte Zeit geschüttet. Die Bodenverhältnisse wurden also auch nicht unbedingt besser. Unser Gatschhügel, an dessen Fuß wir uns ansiedelten um nicht durch den Morast zu glitschen, begann zu fließen... inzwischen waren wir übrigens durch einen Treffer von Kovacevic (glaub ich) 0:2 zurück.

Da platzte einem Fan hinter uns der Kragen. Er holte Bier (das war übrigens recht in Ordnung) - und zwar für sich und seine Freunde - kam mit einer ganzen Palette gefüllt mit etwa 15 Bieren wieder zurück zu seinen Kompagnons.

Doch wie gesagt war es etwas rutschig. Der Mann verlor das Gleichgewicht, könnte am Morast liegen, vielleicht auch an den Bieren, die absolut jeder der Unverwüstlichen, die diese Partie mitansehen mussten, bereits im Bus nach Pasching kippte, jedenfalls machte er den größten Fehler den er machen konnte: Er versuchte seinen bevorstehenden Sturz auszugleichen, bevor er stattfand. Anstatt das Bier nach vorne zu schütten, schüttete er es sich im Fallen selbst auf den Oberkörper. Die komplette Rückenpartie schwarz vom Matsch, in dem er unfreiwillig baden durfte, die Frontseite zugekleistert mit sieben Liter Bier. Was hätte ich dafür gegeben zu hören, was seine Frau gesagt hat, als er am Abend wieder heimkam. Denn für einen derartigen Fauxpas muss man mal eine passende und glaubwürdige Ausrede finden.

Ins allgemeine Gelächter der Umstehenden folgte das nächste Highlight. Im gesamten Sektor gab es lediglich zwei Möglichkeiten auszutreten: Zwei transportierbare Dixie-Toiletten. Beide ein Stückchen voneinander entfernt. Die eine am Eingang, die andere am Scheitel des immer rutschiger werdenden Gatschhügels, der mit etwa 100 der insgesamt 500 Auswärtsfans gefüllt war. Ich denke ihr wisst worauf das hier jetzt hinausläuft. Das Dixie-Klo machte sich selbst zum Skispringer und rutschte ohne Feindeinwirkung den ganzen Weg hinunter zum Zaun des Spielfelds. Umgekippterweise verharrte das nicht mehr ganz so stille Örtchen für die letzten 24 Minuten des bereits vorentschiedenen Spiels an dieser Stelle. Das Gelächter ob der grotesken Ereignisse in der Peripherie eines nicht ansehbaren Spiels kannte keine Grenzen mehr. Wir alle hatten in den letzten Spielen viel erlebt (Eisenstadt, Favoriten) und überlebt (Bregenz, Mistelbach), aber der sich selbständig machende Sektor war uns nicht mehr geheuer.

Meine Begleiterin und ich schafften es NICHT auszurutschen, kamen nach dem erlösenden Schlusspfiff sogar wieder auf den Gatschhügel, ein Aufstieg gefährlicher als der auf die Eiger-Nordwand und behalten Pasching sicher im Herzen. Eine Eintrittskarte des Waldstadions habe ich nun also seit über drei Jahren zu Hause, eine zweite kommt sicher nicht mehr dazu.

More to come...

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„Das Cornerwunder von Dornbach"

oder

„Die Heldentat des Peter Pan-Paluch“

Es war in Wien-Dornbach, Anfang der Neunzigerjahre: Die Fans der Friedhofstribüne hatten gerade die seltsamen Voodo-Trainings-Methoden des Adi Pinter verdaut (oder hatten sich nach der Lektüre von dessen Roman "2 gegen 98 - wo war Alexander Baum" schwer reparable cerebrale Schäden eingehandelt), bzw. waren gerade dabei dies zu tun oder standen knapp davor dies zu tun - wer weiß das heute noch so genau. Jedenfalls fand sich der Wiener Sportclub wieder einmal in der Regionalliga. Zu Gast waren die schwer bezwingbaren Recken des EPSV Gmünd, der damals mit Mittelfeldregisseur Ladi Vizek für Furore sorgte. Der Alkohol trübt etwas die Erinnerung - es kann durchaus sein, dass Vizek damals nicht mehr bei den Waldviertlern spielte, darauf kommt es bei dieser Schilderung aber gar nicht an. Im Zentrum stand ein anderer tschechischer Bürger: Sportclub-Goalie Peter Paluch. Ihm verdanke ich meine stärkste persönliche Erinnerung an einen Eckstoß im Laufe meines jetzt auch schon 25-jährigen Selbsterfahrungszeitraumes.

Wir Österreicher sind ja an und für sich mit Eckballgladiatoren nicht wirklich verwöhnt. Seit geschätzten 95 Andi Ivanschitz-Team-Eckstößen ärgere ich mich beispielsweise grün und blau über die ewig schlecht hineingetretenen, unbrauchbaren, ja schlichtweg katastrophal ungefährlichen Cornerhereingaben. Das 100er-Jubiläum wird möglicherweise beim Teamspiel gegen Kroatien stattfinden - (andererseits: ob wir da 5 Ecken kriegen?). Aber egal - wir wollen nicht thematisch abdriften. Mögen anderswo Schnippler, Zirkler, Anschneider, Direktverwerter den Fußballalltag versüßen, bei uns ist oft die spannendste Frage, ob sich der Eckstoßschütze beim Anrennen nicht das Cornerfahnl in den Unterleib rammt. So war es auch in den Neunzigerjahren in Gmünd beim EPSV Gmünd. Nein, noch viel ärger - da war eigentlich ein Corner eher eine Konterchance für die verteidigende Mannschaft. Umso wundersamer war jenes Erlebnis, das sich bei besagtem Regionalliga-Spiel zwischen dem Wiener Sportclub und dem EPSV Gmünd zutrug. Es war an und für sich - so glaube ich zumindest in der sentimentalen Rückschau - ein recht munteres Spielchen. Die kessen und abgebrühten Wiener tanzten am heimischen Plan recht lasziv auf, während die ehrgeizigen Waldviertler ihre Glück in einer Mischung aus beherztem Holz-Abwehrriegel und einem auf EPSV-Wiesel Werner Albrecht zugeschnittenen Konterspiel suchten. Es stand - so glaube ich mich zu erinnern - 1:1. Die Fankehlen konnten wie üblich nur durch mindestens viertelstündig erfolgendes Befeuchten mit dem Inhalt von Halblitergebinden vor der Austrocknung durch den heißen Saharawind auf der Friedhofstribüne (wo seltsamerweise auch ein Großteil der Gmünder Fans platziert war) bewahrt werden. Die Stimmung war also durchaus kommod.

Da plötzlich - sagen wir, es war in der 70. Spielminute - wurde ein Eckball für Gmünd gegeben. Anders als es die Sportclubfans getan hätten, verzichteten die Gmünder Schlachtenbummler natürlich darauf, den Eckstoß mit Autoschlüsselgerassel einzuleiten. Erstens sind Gmünder nicht blöd und reisen selbstverständlich mit dem Schlachtenbummlerbus an, zweitens war den wenigen, die doch mit dem Auto angereist waren, der Schlüssel längst von der Exekutive entwendet worden und drittens war ja - wie gesagt - ein Gmünder Corner eher eine Topchance für den Gegner. Das Nachfolgende ist so erhebend, dass ich es hundert und hundertmal geträumt habe:

Der Ball wird wie üblich völlig unbrauchbar hinein getreten. Träge und ungefährlich segelt er in hohem Bogen an Freund und Feind vorbei, circa vier Meter über die Köpfe der ohnedies nur halbherzig aufhüpfenden EPSV-Stürmer hinweg. Schon wenden sich die wenigen Gmünder Zuschauer (die meisten nutzten diesen Corner ohnedies zur Beschaffung von Getränkenachschub) gelangweilt ab - da betritt der Held des Nachmittages die Bühne. Wie Peter Pan fliegt Peter Paluch die Lüfte empor, schwingt sich von seiner Torlinie auf in lichte Höhen und hat in diesem Moment wohl eine Vision, die wichtiger scheint, als seinen Kasten sauber zu halten: Er will den grottenschlecht getretenen, in einer wolkenhohen Laufbahn in Richtung Toraus gehenden Ball unbedingt erhaschen. Selbst am Mond mit seiner geringen Schwerkraft hat keines der vielen Apollo-Raumteams je einen höheren Sprung vollbracht. Peter Pan-Paluch steigt höher und höher und schafft das Unmögliche, er kann den Ball noch erreichen, schiebt noch einen krakenhaft ausgefahrenen Arm zwischen gedachter Toroutlinie und Leder - und boxt sich dieses mit einer allerletzten Kraftanstrengung ins eigene Gehäuse.

Stille. Friedhofsstille. Nein, noch mehr: Friedhofstribünenstille. Stille, die noch bis zum Abpfiff (Gmünd gewinnt sensationellerweise) nachreicht. Stille, die auch noch im Haus der 100 Biere nachwirkt. Andächtige Stille, die sich noch heute in mir breitmacht, wenn ich voll Dankbarkeit an diese zauberhafte Episode zurückdenke. Damals, als Peter Paluch die Grenzen der Physik aushebelte und dadurch dem EPSV den wohl einzigen aus einem Eckstoß erzielten Treffer in seiner Vereinsgeschichte bescherte.

Edited by Fernemonti

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"der Held von Lehen..." sagte Kreuz-Chen ganz aufgeregt, als wir die Geschichte zu Peter Paluch, alias Peter Pan, gestern gemeinsam am Stammtisch lasen. "30.04.1994, letzter Auswärtssieg des Sportclubs in der obersten Spielklasse - gegen den nachmaligen Meister und UEFA-CUp-Finalisten Austria Salzburg..." stakkatoartig schoß es aus unserem Wettkönig heraus.

Der neue Trainer merkte an, dass er sich zwar an das Spiel erinnere, aber diese konkrete Szene ihm bis heute leider nur bruchstückhaft bekannt war. Das lag einerseits natürlich am Alkohol - er war auch einer jener, die sich um Getränkenachschub bemühten, übrigens ähnlich erfolgreich wie unser Freund aus Mattersburg. Andererseits haben alle Sportclub Fans, die er in den kommenden Jahren nach dem Eckball, der Einlage Paluchs und dessen Vision befragte, nur noch mit einem konsternierten Stammeln, bestenfalls gebellten Satzfragmenten geantwortet, so daß Deine Beschreibung die erste brauchbare für unseren neuen Trainer ist.

Er bat mich, Dir seinen Dank dafür auszusprechen, kann er jetzt doch wieder schlafen und muss sich nicht mehr mit seinen Fanatsien, bestehend aus eben jenen entsetzten Bruchstücken, quälen.

Dr. Artur Schienbein-Schützer

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Denn für einen derartigen Fauxpas muss man mal eine passende und glaubwürdige Ausrede finden.

Da hilft nichts anderes als die Wahrheit. Zumindest in Grundzügen. Denn der Typ muss derart ausgesehen haben, da kann es keine Ausrede geben. Außerdem ist die Geschichte so absurd und typisch, dass man bei einer Frau wohl kaum auf Verständnis hoffen kann.

Vielleicht ist es sinnvoll das Ganze noch ein wenig zu würzen und mit dem abfahrenden Dixie-Klo in Zusammenhang zu bringen - nach dem Motto: ich befreite gerade eine alte Frau aus der Örtlichkeit und wollte ihr nach ihrem unfreiwilligen Abgang ein wenig Lebens (Gersten) saft einverleiben....dann wird aus dem Dreckspatz, der sich für die nächsten Wochen auf sein Vergnügen während der Werbeunterbrechungen der Sportschau verzichten muss :D , ein wahrer Held....

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Freitag, 9. Juni 2006, Wien Meidling, am Abend:

D&K Team 93 gegen FC Canlar hiess die Partie am Viktoria-Platz, die um 19.30 Uhr über die Bühne ging, dazu hatte sich sogar der ORF angesagt, der mit einem Reporter sowie Kamerateam vor Ort war und so sinnvolle Fragen wie: „Warum schauen sie sich dieses Spiel und nicht die WM an ?“ oder auch „Was ist der Unterschied zwischen diesem Spiel und einem WM-Spiel ?“ stellten. Auch ich kam in den zweifelhaften Genuss dieser Fragen, meine Antworten (zu 1.: Weil ich auf die Piefke pfeif, zu 2: hier wird noch Fussball um des Fussballs willen gespielt) überzeugten sie, sie nicht zu senden. Glück gehabt. Die Hausherren agierten gut, konzentriert und taktisch klug, alleine sie trafen das Tor nicht. Pausenstand logischerweise 0-0. Ein faires Spiel auch in Halbzeit zwo, wo Canlar seine Chancen nutzte und zum 1-0 netzte. Doch das Team 93 schlug zurück, schönes Zusammenspiel der Vordermannschaft: 1-1. Das war auch der letztendlich leistungsgerechte Endstand, danach gings nach Hause.

Samstag, 10. Juni 2006, Wien Favoriten, am Nachmittag:

Trotz böigem Wind machte ich mich in Richtung Schwechat auf, um mir das RLO-Spiel zwischen dem SV Schwechat und dem ESV Parndorf anzusehen. Es war die letzte Runde und Parndorf konnte den Titel holen, soferne sie nicht verloren, Schwechat war auch gerettet, sofern sie nicht verloren, sprich einer geschobenen Partie stand nichts im Wege. Im Stadion traf ich dann noch auf Marcel und dem Grobari, auch ein Mitglied der Gruppe Simmering schenkte dort Bier aus, es war lustig. Noch lustiger wurde es, als die FURIOSO-Ultras von Parndorf kamen, alle fesch angemalt, die Kombination Grün-weiss-violett war allerdings ein bisserl schockierend, man stelle sich dies nur vor. Ein BULLDOGS-Member war auch vor Ort und dann schauten wir uns das Intro an. Der Schwenker von Parndorf war etwas unbeholfen, von Schwechat waren die Sharks erst gar nicht aufgetaucht, dafür kreischte eine langbeinige Blondine die Aufstellung ins Mikro – echt erotisch. Kein Wunder dass Schwechat keine Zuschauer hat, die hat die alten Knacker auf der Tribüne wahrscheinlich schon lange mit ihrer Show ins Grab gebracht. Leider konnte sie die Namen nicht richtig aussprechen, wir dachten uns natürlich eine entsprechende Strafe – Mundakrobatik (für jeden Falschen Namen schmauchelst uns einen, okay ?), was sie erstaunlicherweise aber ablehnte. Eigentlich unverständlich. Das Spiel war genau das, was ich mir erwartet hatte, in den ersten 45 Minuten kein einziger Torschuss, die Mannschaften spielten zusammen statt gegeneinander, echt gähnend. Aber sicher keine Absicht, Nö-Nö ! Zur Pause langte es uns und wir gingen, das heisst ich fuhr, die anderen gingen die Strecke ab, waren nur unwesentlich langsamer – so eine dreiviertel Stunde später waren sie dann auch dort, wo ich hingefahren war.

Endstand übrigens überraschenderweise 0-0. Parndorf ist damit Meister und Schwechat gerettet. Wir gratulieren herzlichst.

Sonntag, 11. Juni 2006, Wien Favoriten, am sehr frühen Abend:

Der Favoritner Athletik Klub von 1910 spielte gegen die Briefträger aus Hernals, sprich gegen den Post SV und sagenhafte 250 Zuschauer wollten sich dieses Spiel geben. In den letzten Wochen lief es ja sportlich nicht so gut, daher fühlten sich auch immer wieder – meist aussenstehende Personen – bemüssigt, ihren Senf dazu abzugeben und Unruhe in den Verein brachten. Unnötigerweise, denn der Vorstand ist noch genauso aktiv und kreativ wie in den Jahren zuvor. Als letzten Erfolg bekamen wir einen Mannschaftsbus, wohl einzigartig in der Stadtliga. Damit sind die großen Distanzen auch viel leichter zu bewältigen. Ganz abgesehen davon kann man dort jede Menge Spielkleidung verstauen. Unser Beitrag gegen die überfüllten Strassenbahnen der Wiener Linien. Das Vorspiel gewannen die Jungen vom FAVAC gegen Post mit 7-1, einige sehr schöne Tore waren dabei. Das Hauptspiel war auch nicht so schlecht, man merkte, dass der FAVAC unbedingt gewinnen wollte, Post hielt dagegen und so ging es hin und her. Die Sonne machte dieses Spiel zu einem schönen Vormittagsvergnügen, bei dem der FAVAC mit 1-0 in Führung ging, Post glich allerdings noch vor der Pause aus. Das war es dann auch, weiter passierte leider nichts, aber wir können mit den einen Punkt recht gut leben. Danach ging es an die entspannte Nachmittagsgestaltung in Form von Fussballgucken.

Sonntag, 11. Juni 2006, Wien Favoriten, am Nachmittag:

Zuerst kam die Partie PARTIZAN WIEN gegen Wettcafe Herdem dran, eine gute Partie die von rund einem Dutzend Fans dauerhaft durchsupportet wurde, sehr zur Freude der Spieler von PARTIZAN. Leider verstanden die Türken den Sinn des Spiels nicht und pöbelten gegen die Zuschauer, was so was von unnötig war, aber Benehmen hat man oder man hat es nicht. Wir liessen uns nicht aus dem Konzept bringen und unterstützten die Schwarzweissen weiterhin. Es war eine recht faire Partie, nur gegen Schluß wurde die Sache dann etwas ruppiger, Endstand 2-2, aus Sicht der Partizanen zwei verschenkte Punkte, da sie über 80 Minuten die bessere Mannschaft waren. Leider wurden sie nach etwa 75 Minuten müde und Herdem kam zu seinen Chancen. Trotzdem eine nette Partie, die Apettit auf mehr machte. Nach Spielschluss noch kurzes Abklatschen und dann Vorbereitung auf die letzte Partie dieses Tages:

Sonntag, 11. Juni 2006, Wien Favoriten, am Nachmittag:

MACCABI Wien gegen WACKER Wien, da kamen Reminiszenzen an alte Zeiten wieder hoch, als beide Vorgängermannschaften noch in der höchsten Spielklasse die Klingen kreuzten. Heute war die Ausgangslage klar: Wacker wollte aufsteigen und Maccabi hatte gerade mal 8 Spieler zur Verfügung, da die anderen irgendwo in Wien unterwegs waren. Turnen oder so. Gleich vorweg: Obwohl Wacker recht deutlich mit 4-0 gewann, es war vom taktischen und spielerischen her die wohl beste Partie Maccabis im Frühjahr, man spielte taktisch konzentriert und diszipliniert. Und das mit zunächst 8, nach 35 Minuten mit 9 Mann. Gegen den Tabellenführer, der sich zu Beginn recht schwer tat, da einige Spieler ja keine direkten Gegenspieler hatten, irrten sie ein bischen planlos herum. Nach 34 Minuten war dann aber auch bei Wacker die Ordnung hergestellt und sie gingen mit 1-0 in Führung. Unserem Support tat das Ganze aber keinen Abbruch, wir hatten Freude an der Gaude. Halbzeit zwo dann weiter eine disziplinierte Maccabi-Mannschaft, die mit etwas Glück und wenn sie einen Stürmer vorne gehabt hätte sogar den Ausgleich hätte schaffen können. Mit Jonny war auch ein guter Schlussmann zwischen den Pfosten, der gegen die drei Tore, die in der Schlussviertelstunde der zwoten Halbzeit fielen, keine Chance hatte. Gut gespielt, brav gekämpft Burschen.

Aber auch Gratulation an die Mannen von Wacker. Eine gute, faire Partie. Fussball pur halt.

Donnerstag, 15. Juni 2006, Wien Favoriten, am Nachmittag:

Nachmittags machte ich mich auf, um zum gemeinsamen Treffpunkt Verteilerkreis zu fahren. Dort waren schlussendlich ein Dutzend ULTRAS FAVAC versammelt, und gemeinsam ging es per Strassenbahn und Autobus in Richtung Computerstrasse. Schnell den Platz geentert und die Transparente aufgehängt, weitere ULTRAS FAVAC kamen noch hinzu, sodaß der Platz fest in rotschwarzer Hand war. Gleich zu Beginn begannen wir mit unserem dauerhaften Support, sehr zur Freude der Spieler, die dies noch mehr motivierte. Heute war ja ein „sechs-Punkte-Spiel“, gewannen wir, war die Saison für uns zum guten Ende gebracht, verloren wir, mussten wir noch um den Verbleib in der Liga zittern. Also alles was einem spannenden Spielverlauf versprach. Wienerberg wollte sich natürlich vor eigenem Publikum nicht blamieren und agierte auch dementsprechend. Der FAVAC begann schnell mit einigen Chancen, ein klarer Vorteil wurde vom Schiri zunichte gemacht (DANKE DU PFEIFFE), zwei weitere Chancen konnten nicht genutzt werden. Wienerberg war bis zum Strafraum aktiv, tatsächliche Chancen kamen dabei allerdings zum Glück keine heraus. In Minute 31 liess uns Krakowitsch erstmals jubeln, der FAVAC führte mit 1-0. Immer wieder wurde der Torschütze hochgejubelt (KRI-KRA-KRAO-KRAKO-KRAKO-WITSCH) und der Support noch ein bischen lauter. Hätte Horsti Maier sein Visier besser eingestellt gehabt, wären wir noch höher in Führung gegangen, seine schönen Kopfbälle gingen allerdings beide am Tor vorbei. In der Pause wurden wir noch Opfer der Interviewwut „durchgeknallter“ Fernsehjournalisten, die uns unbedingt filmen wollten. Sofort wurde die Parole „Vermummen“ ausgegeben, damit die Staatsmacht keine Gesichter erkennen kann – schlussendlich wollen wir ja nicht in die Gewalttäter Sport Kartei des Innenministeriums hinein – und die Journalisten zogen enttäuscht ab. NO AL CALCIO MODERNO !! Unterdessen wurden noch einige technische Details bezüglich des letzten Spieles ausgehandelt ehe die zweite Halbzeit begann. Frenetischer Support fast die gesamten 45 Minuten hindurch, der FAVAC hatte wiederum einige Chancen, Wienerberg wurde aber immer stärker und drückte auf den Ausgleich. Unser Tormann hielt allerdings wie die Hölle und brachte die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung, ehe ein eigener Spieler die Partie noch spannend machte und einen verunglückten Rückpass schlug, der vom Wienerberg-Stürmer verwertet wurde. 1-1. Der Torschütze machte dann noch unfeine Gesten in unsere Richtung, wodurch er sich das „Lob“ unsererseits zuzog, der FAVAC gab aber nicht auf und der heute überragende Krakowitsch netzte in Minute 91 zum mehr als verdienten 2-1 Siegtreffer ein. Wir hatten in diesen paar Minuten alle mindestens einen Herzkasperl, Leute warum müsst ihr es immer so spannend machen. Es ging ja alles gut, das war das erfreuliche an dem Ganzen, der Rest war nur mehr Platzsturm, Jubel, Trubel, Heiterkeit. Alles war ein rotschwarzes Dress anhatte feierte frenetisch, die Blauen waren sehr schnell in den Kabinen, sie haben brav gespielt aber leider Pech im Abschluss. Dafür war die Grillerei vom Feinsten, Danke für den Kantinenservice. Nette Leute dort. Nach ausgiebiger Feierei ging es dann nach Hause.

Sonntag, 18. Juni 2006, Wien Favoriten, am Nachmittag:

Da es sehr schön war und die Partien im Fernsehen zum Abgewöhnen langweilig, ging ich über die Strasse um am Franz-Koci-Platz die Partie KICKERS 94/CACTUS gegen TEAM WIENER LINIEN anzugucken. Runde 100 Leute wollten sich dieses Spiel ebenfalls geben, nicht schlecht für einen Sonntagnachmittag während der WM. Die Hausherren waren ja bis drei Runden vor Schluss noch im Titelrennen gewesen, leider ging das Entscheidungsspiel gegen UNION MAUER auf eigenem Platz mit 2-5 verloren, dabei pfiff Schiri Stuchlik in gewohnt unnachahmlicher Manier. Seine Lehrbuben durften nun diese Partie pfeifen. Schon bei der Reserve wurden die Roten Karten der Reihe nach gezückt, warum weiß nur der (rothaarige) Schiri, der jetzt auf der Linie stand. Zunächst war es eine nette Sommerpartie, zweiter gegen dritter der Tabelle, aber es ging um nicht mehr sehr viel. Dem Schiri war die Partie offenbar zu langweilig und so pfiff er in der 33. Minute aus heiterem Himmel – der Stürmer stolperte im Strafraum über den Ball – einen Elfer für die Gäste, der Linienrichter sah zwar, dass es kein Foul war, sagte dies aber dem Schiri nicht. Heftige Proteste, da der „Übeltäter“ auch noch die Gelbe Karte erhielt. Die Schlüsselszene des Spieles. Die Gäste verwandelten den Elfmeter, der ansonsten mehr als gute Goalie von den KICKERS 94/CACTUS hatte keine Chance. Mit 43 Jahren noch so eine Topleistung ablegen, das sollte sich mancher junger Tormann zu Herzen nehmen. Die Gäste profitierten auch noch davon, dass die Hausherren alles über links machten, sie brauchten nur diese Seite zuzudecken und der Braten war gegessen. Als die KICKERS 94/CACTUS nach Seitenwechsel einmal über rechts kamen, klingelte es nach einem herrlichen Solo des blauweissen Stürmers zum verdienten Ausgleich. Gleich 5 Mann wurden überspielt, einfach nur herrlich anzusehen. Nach diesem Ausgleich strengten sich die Rotweissen „Busfahrer“ wieder mehr an und konnten aus einer ebenfalls schönen Kombination, bei der die Abwehr allerdings mithalf, das 2-1 erzielen, nachdem der Goalie der KICKERS 94/CACTUS zuvor noch zwei, drei Hundertprozentige rausgepflückt hatte. Dann war auch wieder der Schiri dran, er verteilte plötzlich Gelbe Karten wie Weihnachtsgeschenke, erneut stolperte ein Rotweisser über den Ball – richtig es gab Freistoß. Für ein Gelbfoul erhielt der wegen des „Elfers“ verwarnte Spieler die Gelb-Rote, zu diesem Zeitpunkt führte das TEAM WIENER LINIEN schon mit 3-1, die Partie wurde immer hektischer, begleitet vom verbalen Unmut der Zuschauer, die – so wie auch ich als neutraler Zuseher – schon ziemlich erbost waren. Sogar die Fans vom TEAM WIENER LINIEN verstanden die Entscheidungen der Schwarzen „Pfeifen“ nicht so ganz, auch wenn sie letztendlich davon profitierten. Eine Tätlichkeit eines Spielers der Heimmannschaft wurde – zu Recht – mit Rot geahndet, danach schossen die Gäste noch das 4. Tor. In Minute 81 kam der Schiri dann plötzlich zum Obmann der KICKERS 94/CACTUS und rief: „HOLEN SIE BITTE SOFORT DIE POLIZEI – DANKE !“ – sehr zum Gelächter der Anwesenden. Der Obmann rief dann auch an und erklärte die Sache, man versprach, eine Funkstreife zu schicken. 90 Minuten waren nun schon um, die Polizei natürlich immer noch nicht da, was machen wir also als Schiedsrichtergespann: Richtig, man lässt weiterspielen. In Minute 96 dann ein Elfer für die KICKERS 94/CACTUS, der sicher zum 2-4 verwandelt wurde. Nach 98 Minuten pfiff der Schiri dann ab, und unter dem donnernden Applaus der Zuschauer ging er in die Kabine, wo er sich einsperrte. Während sich die Zuschauer in die Kantine zu einem Bier und dem grottenschlechten Kick der Brasilianer begab, wartete ich auf die Polizei, da ich den Schluss dieser Nestroy´schen Posse nicht verpassen wollte.Um 19.14 Uhr, also 39 Minuten nach dem Anruf, kamen dann zwei Polizisten, denen der Schiri eine Horrorstory von wilden Hooligans auftischte, die vielleicht irgendwo, nur nicht auf dem Platz zu finden waren. Unter Polizeischutz, begleitet vom Gelächter der Anwesenden, gingen die drei Herren dann zu ihren Autos. Sowas Cooles aber auch. Man sollte sich im Verband vielleicht überlegen, ob man solche „Pfeifen“ brauchen kann. Als nette Seitenbemerkung sei noch hinzugefügt, dass sich ein Beobachter des Verbandes – privat – auf dem Platz aufhielt und vergeblich versuchte, die Schiris aus der Kabine zu locken. Ein ebenfalls anwesender Kollege – auch privat da – unterhielt uns inzwischen mit seinen Erlebnissen von seinen Spielen am Nachmittag, wobei bei einer Partie der Frauenliga die Spielerinnen und Betreuerinnen sehr unflätig wurden (Du Futschiri, gib ma dei Koatn und i steck mas hinten eine) – die Hitze tat heute wohl einigen nicht gut. Trotzdem – es war sehr nett heute Nachmittag. Gut gelaunt, weil gut unterhalten ging es heimwärts. Leut´ gibt’s…..

Gratulation übrigens dem TEAM WIENER LINIEN - eine überzeugende Vorstellung.

:knife:

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GERSTHOFER SV - SKU Amstetten

Zwei ULTRA´ FAVAC trafen sich am Verteilerkreis um in den 18. Bezirk zur Cup-Vorrunden Partie Gersthofer SV gegen SKU Amstetten zu fahren. Diese Partie war ja schon einmal wegen Regens abgesagt worden und auch diesmal sah es so aus, als ob Regen die Partie zumindest beeinträchtigen würde. Als wir nach einigen Hin- und Hergefahre, ich verfahre mich regelmässig, wenn ich dorthin muss den Platz erreichten, schwamm alles. Ein Wolkenbruch hatte aus dem Kunstrasenplatz ein Freibad gemacht, das von den Funktionären mit Schaufeln ausgeschöpft wurde. Daher gab es auch eine Verzögerung beim Anpfiff, das Spiel begann erst um 19.45 Uhr, bis dahin reimte sich der Platzsprecher durch die Werbeszene, einfach köstlich, muss man gehört haben, ehe die Partie mit dem Kommentar „WILLKOMMEN IM FREIBAD GERSTHOF“ eröffnet wurde. Gersthof begann offensiv, danach ein gutes, kampfbetontes Spiel. Amstetten sehr kompakt, verzeih mir, wenn ich die Spieler nicht so kenne, Gersthof versuchte es mit Technik, haben ja einige Tricksler in ihren Reihen, kamen jedoch nicht wirklich durch. Die Torhüter hatten in den ersten 45 Minuten nicht viel zu halten. Amstetten kam durch ein schönes Tor - Fehler der Gersthofer Hintermannschaft zum 1-0, eher aus dem Nichts, das 2-0 für Amstetten war aus einem - umstrittenen - Elfmeter, ich hätte ihn nicht gegeben, der Schiri stand aber gut - ich lasse es mal so stehen. Auf dem schlüpfrigen Kunstrasen war es aber auch schwer, Zweikämpfe samt "Ausrutscher" von echten Fouls zu unterscheiden, einzig der Linienrichter auf unserer Seite war sehr schwach, was die Abseitsentscheidungen betraf, Pausenstand 2-0 für Amstetten, die auch einige Fans mitgenommen haben (werden so 30 - 40 gewesen sein). Gesamt wahrscheinlich nur 100 - 150 Zuseher, aber nur geschätzt. In Halbzeit zwo wollte Gersthof den Ausgleich, kombinierte schön, ohne die Amstettner aber allzusehr in Verlegenheit zu bringen, einige strittige Szenen in Strafraumnähe, dann 10 Minuten vor Schluss noch der Anschlusstreffer, ein sehr schönes Tor, Sturmlauf von Gersthof, der allerdings nichts mehr brachte, Amstetten stand zu gut und hatte ausserdem noch eine Chance durch einen Konter. Das Spielergebnis ist - für mich - dem Spielverlauf entsprechend, man merkte, daß Gersthof noch keine MS-Partie in den Beinen hatte. Trotzdem ein nettes Spiel mit einigen lustigen Wuchtln von den Zuschauern. Auch der Platzsprecher mit seinen gereimten Werbedurchsagen ist hörenswert. Gratulation nach Amstetten, hoffentlich kommen sie ordentlich weit im Cup. Nach einer netten Abendgestaltung mit angeregter Plauderei ging es wieder nach Sankt Favoriten.

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FAVORITNER AC - ic schnitzlplatzl 0-3 :redangry:

Sonntag, 20. August 2006, Wien Favoriten, Kennergasse am frühen Morgen:

Die Stadtliga begann und gleich in der ersten Runde kam es zum Duell um Favoriten: FAVORITNER AC gegen IC BASTARDI, also Rotschwarz gegen Grünschwarz. Die Rollen waren klar verteilt: auf Heimseite eine der jüngsten Mannschaften ever, die jüngste Stadtligamannschaft mit vielen neuen jungen Gesichtern, auf Seite der Gäste eine kompakte, kampfstarke und erfahrene Mannschaft unter dem besten Trainer der Stadtliga, Rudi Flögel. Etwa 300 Zuschauer – eine Blamage für dieses Spiel – waren Zeuge des ersten Auftrittes der ULTRAS FAVAC im Jubiläumsjahr, die mit einem großen Spruchband – DERBYSIEG – und viel Rauch die Saison einleiteten. Und zunächst sah es so aus, als ob der Funke von den Rängen auf den Platz überschwappte, der FAVAC begann wie der Blitz und hatte gleich nach Anpfiff eine Riesenchance, die er leider nicht nutzen konnte. Sie spielten danach gut, vergassen aber immer wieder auf die Defensivarbeit und liessen vor allem Bulle Prochaska immer wieder alleine, was der in Minute 40 zum 0-1 nutzte. Sehr zum Unwillen der Heimfans. IC hatte nur gerade mal drei Fans mitgebracht, Obmann Thun“fisch“ samt zwei Tarokpartnern, die mit ihren Zigarren die Tribüne verstunken haben, Support natürlich Null. Dafür gaben wir alles, minutenlanger Dauergesang, viel Pyro und Fahnen sollten die Rotschwarzen nach vorne peitschen. Dasselbe Bild leider auch in Halbzeit zwo. Die Stimmung auf den Rängen konnte die Mannschaft nicht nutzen, Prohaska und Radulovic erhöhten auf 2-0 bzw. 3-0 für die Bastardi, ein Elfer wurde von Prohaska noch verschossen, Milosevic hielt bravourös. Er war an unserer – eigentlich vollkommen unnötigen – Heimniederlage nicht schuld. Nach Spielschluss ging es noch etwas essen, ehe ich mich noch auf den STAW-Platz aufmachte: das Toto-Cup- Spiel des PRATER SV gegen EGYPT Utd. stand an.

Nachdem der zweite Obmann des FAVAC, Alexander Rakowits aus dem Verein ausgeschieden war, plante er den nächsten Coup: Aus den zwei Mannschaften Fireball United und Parzizan Wien wurde der PRATER SV wiedergegründet. Der alte Prater SV ging ja in den Austria Amateuren auf, somit konnte man den Namen wieder verwenden. Spielort ist wieder die Spenadlwiese, heute musste man aber am STAW-Platz ran, da der Rasen auf dem Heimplatz noch nicht fertig war. Der Kunstrasen behagte den Schwarzweissen allerdings nicht so besonders, zudem wurde der Gegner leichtfertig unterschätzt. In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren einige Sitzer, die sie aber nicht nutzen konnten, das stärkte den Gegner natürlich. Der einsetzende Regen machte das Spiel dann zu einer Lotterie, der Schiri war übrigens ein sehr guter, er pfiff keine erkennbare Blödheiten und war sogar bei Abseitsentscheidungen meist gut. In Halbzeit zwo dann ein schrecklicher Fehler des Pratertormannes, der rauslief um dem Verteidiger den Ball abzunehmen, was ein bisserle fehlschlug, da der Ball wegkollerte und der Stürmer von EGYPT United konnte so ungehindert einnetzen. Von diesem Schock erholten sich die Schwarzweissen nicht mehr, ein herrlicher Freistoß von EGYPT United bedeutete das 2-0 und den Sieg in diesem Toto-Cup-Spiel. Der Obmann und der Trainer von Prater SV waren sehr geknickt, die Gäste feierten logischerweise. Hoffentlich werden die Schwarzweissen in der Meisterschaft druckvoller spielen und vor allem ihre Chancen nützen können. Hoffen wir es.

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Ja er ist es. Immerhin schon 38 Jahre alt, aber immer noch für Tore gut (leider). Bewegen tut er sich genausowenig wie früher, aber das muss er ja auch nicht......

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Gibt's Fotos von der Pyroeinlage und dem Derbysieg Spruchband für die Öffentlichkeit?

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nein. wer nicht dabei war, hat es halt versäumt. wir sind auf dem platz, nicht im netz......

ULTRA´ PER SEMPRE !!!

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Freitag, 25. August 2006, Wien Hohe Warte, am Abend:

Das OLD FIRM zwischen dem First Vienna Football Club 1894 und dem Wiener Sportclub stand an, und zwei ULTRA´ FAVAC waren mit von der Partie. 4.500 Zuseher bedeuteten eine gute, aber keineswegs die beste Kulisse für dieses ewig junge Duell zweier Wiener Traditionsmannschaften. Die Ausgangslage war für beide klar, Verlieren war beiden verboten, wollte man die St. Pöltner nicht enteilen lassen. Daher begann die Partie auch etwas verkrampft, mehr kampfbetont denn schön anzusehen, nur die beiden Fangruppen waren schön aktiv, wenngleich nicht so gut wie in den früheren Jahren, zu sehr hat dieser mittlerweile angezüchtete Kultstatus beider Vereine die Szene verdorben. Natürlich sah man auch jede Menge Supporter anderer Vereine vor Ort, die Tornados waren dort, SHAW und Bierfront von der violetten Fraktion um nur einige zu nennen. Natürlich auch wir zwei ULTRA´ FAVAC sowie von IC der Spieler Prohaska und sein Obmann Thun“fisch“. Auf Seite der Sportclubfans sorgte ein Verwirrter mit Megaphon für etwas Gesprächsstoff, man erklärte ihm, dass Megaphone nicht erwünscht seien und bei Gebrauch desselben der Rückhall ziemlich bescheiden wäre, denn „wir können da sehr zurückhaltend sein“, wie es ein Mitglied der Friedhofstribüne ausdrückte. Genialster Song des Abend von Seiten der Schwarzweissen: EINE STRASSE MIT VIEL BÄUMEN, JA DAS IST EINE ALLEE: ALLLEE, ALLEE, ALLEE, ALLEE, EINE STRASSE MIT VIEL BÄUMEN, JA DAS IST EINE ALLEE ! Auf der Gegenseite kamen allerlei kultige Gesänge rüber, auch der Dudelsackpfeiffer war wieder da und im Einsatz. Das Spiel war leider ziemlich einseitig, zu kompakt und gut war der WSC, insoferne ging das 3-0 auch voll in Ordnung, da die Blaugelben, die meiner Meinung nach auch gegen den Trainer spielten, ihre Gäste nach Belieben Schalten und Walten liessen und so diesen ungefährdeten Auswärtssieg ermöglichten. Nach Spielschluss gab es dann noch die „NUDE-BATTLE“, die ein 1-1 Unentschieden brachte. Alles in allem also ein erfolgreicherer Tag für die Gäste aus Dornbach.

Samstag, 26. August 2006, Wien Favoriten am Nachmittag:

Zwei ULTRA´ FAVAC machten sich auf, ein bischen die Plätze der Wiener Stadtliga unsicher zu machen. Das Spiel Rennweger SV gegen den SV Wienerberger war dazu die beste Wahl für uns. Also ging es per Öffis dorthin. Genau zu Spielbeginn waren wir am Platz, erstanden noch sehr feine und edle Seidenschals und guckten dann das Spiel an, zu dem erstaunlich viele FAVAC-Fans erschienen waren. Und wir sahen eine kompakte Gästemannschaft, hinten gespickt mit ehemaligen Rotschwarzen, nämlich Horsti Maier und Pollaschak, die die anstürmenden Rennweger verzweifeln liessen. Zwar spielten sie druckvoll nach vorne, konnten den Gästen aber nie die Schneid abkaufen und fingen sich dann noch das 0-1 ein, danach ein vergebliches Nachrennen nach dem Ausgleich. Zwei Gelb-Rote, je eine auf jeder Seite für teilweise unnötig dumme Fouls und Attacken gab es noch, einige schöne „Schmerzschreie“ und einen Schiri, dem es so gut in der Sonne gefiel, dass er 96 Minuten lang spielen liess waren die lustigen Begleiterscheinungen dieses Spiels. Anschliessend ging es noch via Cafehaus nach Sankt Favoriten.

Sonntag, 27. August 2006, Wien Favoriten, an der Kenner Road, am Nachmittag:

Mit dem Testspiel des SC MACCABI Wien gegen den PRATER SV wurden alte Reminiszenzen neu erweckt, die Maccabi als (geistiger) Nachfolger der ehemligen Hakoah und der Traditionsverein Prater SV durften sich nach vielen, vielen Jahren wieder duellieren. 3. Klasse A gegen 1. Klasse A lockte immerhin drei Dutzend Zuschauer an, die ein flottes Spiel auf dem leider zu kleinen Kunstrasen der Kenner Road bewundern durften. Technisch waren ja beide Mannschaften ziemlich beschlagen, mit der Taktik war das manchmal leider ein Problem, aber insgesamt eine nette Partie, in der MACCABI mit 1-0 in Front ging, die PRATER SV allerdings mit drei schönen Toren die Partie umdrehen konnten.

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Freitag, 1. September 2006, Wien Meidling, am Abend:

Das Fussballwochenende begann mit der Partie D & K Team 93 gegen Garage Vorgarten auf dem Wiener Viktoriaplatz. Der Absteiger aus der 2. Klasse entpuppte sich für die eher konfusen Hausherren auch als eine Nummer zu groß, D & K versuchte zwar, sein Spiel aufzuziehen, konnte sich aber gegen die kampfkräftigen Gäste nie durchsetzen, die ausserdem im Gegensatz zu den Heimischen auch über ein Spielsystem verfügten. Demzufolge durften die 60 Zuschauer einen 4-1 Auswärtserfolg von Garage Vorgarten, deren Saisonziel eigentlich nur der sofortige Wiederaufstieg sein kann, bejubeln. Bei D & K Team 93 saß unser UF Andre nur auf der Bank – warum weiss nur der Trainer, denn einen Spieler, der schon in der NÖ. Landesliga Fussball gespielt hat, dürfte man in dieser Klasse eigentlich nicht auf der Bank versauern lassen. Auf der anderen Seite war der zwote Ersatzsspieler vollmotiviert.. Das letzte Tor ging auf seine Kappe, er bereitete es mustergültig vor. Da könnten auch die Herren vom Nationalteam mal nachgucken, 4 Minuten im Einsatz und ein Tor vorbereitet. Wer von Hickes Wunderspielern kann das ? Eben. Nach dem Spiel gings heimwärts, da anderntags ein besonderer Leckerbissen anstand.

Samstag, 2. September 2006, Wien Westbahnhof, am Vormittag:

Drei ULTRA´ FAVAC machten sich auf, um mit Freunden nach Salzburg zu fahren – SV Austria Salzburg endlich einmal live anzugucken, nachdem es schon etliche diesbezügliche Einladungen gab. Um 11.30 Uhr stiegen wir in den (vermeintlich) schnelleren Zug nach Salzburg ein, der allerdings schon in Hütteldorf seinen Geist aufgab und wir 55 Minuten darauf warten durften, dass vom Westbahnhof eine neue Lokomotive gebracht wurde. Eine Strecke, die man in geschätzten 5 Minuten zurücklegen könnte – aber die ÖBB ist halt zeitmässig noch im 19. Jahrhundert. Daher durfte man dann das wunderbare Leben von Menschen am Bahnhof in der XL-Version erleben. Die Verspätung in Salzburg hielt sich dann zum Glück im Rahmen, etwa 25 Minuten bedeuteten nicht allzu viel. Am Bahnhof angekommen traf man einige Borussen von THE UNITY, die sich auch zum Union-Platz begaben, ehe wir per Mietdroschke zum Union-Platz fuhren. Für mich waren das nette Erinnerungen, übernachteten wir doch schon einmal im Jugendgästehaus gleich daneben, wo man uns seinerzeit – 1996 – mit den Worten: „Wir haben schon viele Arschlöcher bei uns gehabt, aber ihr wart die bisher größten !“ – verabschiedete. Vielleicht, weil wir zwei frisch renovierte Räume verwüstet hatten – Orangenschalen haften übrigens NICHT auf der Wand und Spiegel zerbrechen, wenn man sie auf den Boden donnert (wichtige Lektionen fürs Leben !!!) – und draussen mit einigen Bengalen jonglierten, ich weiß es nicht. Vielleicht mochten sie einfach keine Wiener. Wir enterten den kultigen Platz, welcher auf der Längsseite eine Holztribüne mit mehren Ebenen, sowie dem Klubhaus auf der anderen Seite. Dahinter einen „Trainigsplatz“ aus roter Erde, welcher als Parkplatz genutzt wurde, anschliessend war dann der SAK 1914 – Platz, wo zeitgleich ein Landesligaspiel vor 40 Zuschauern stattfand, während am Austria Salzburg Platz 700 waren. War ja auch klar: 4. Liga – 40 Zuseher, 7. Liga – 700 Zuseher. Klare Rechnung. Nach der Begrüssung der alten Freunde schauten wir uns das Intro an. Schalparade, Doppelhalter und Fahnen waren dabei, während des Spieles, das im übrigen 11-0 (davon 10 echte und 1 Eigentor) ausging, gab es mehrere Bengalshows, dazu ein Dauersupport der nie nachließ, etwas das sich mancher Bundesligaklub mal zu Gemüte führen sollte, der immer so mit seiner Stimmung und seinem Kultstatus prahlt. 12 Dortmunder von THE UNITY und 30 Zürcher waren anwesend, dazu ein paar 1860-Fans mit Transparent und eben 3 Wiener. Mal ganz abgesehen von dem tollen Ergebnis ist der Besuch dieses Platzes eigentlich ein Muss für jeden österreichischen Fussballfan. Alleine schon das Panorama mit der Festung Hohensalzburg im Hintergrund, dem Symbol der Salzburger Austria ist schon grenzgenial. Dazu dann noch die Tribüne und die Masse an Fans – ich kenne in Österreich nichts vergleichbares. Schon gar nicht in der 7. Liga. Nach Spielschluss ging es zunächst zum anderen Platz, wo wir „Wunderbares“ besser gesagt, Sonderbares sahen: 5 Leute hinter zwei blaugelben Transparenten, eines mit der Aufschrift SKINHEADS (kein Scheiss) und eines mit der Aufschrift RUDE BOYS – einfach nur unpackbar. Der Ordner am Eingang wollte noch für die letzten 10 Minuten einen EURO Eintritt („Ja einen Tritt kannst haben !“), welches wir dankend ablehnten um per Automobil zum Bahnhof zu fahren, wo wir den Zug nach Wien Westbahnhof bestiegen. Der Kellner im Speisewagen hatte einen netten – für uns ziemlich unverständlichen Schweizer Dialekt drauf - doch wir konnten uns schlussendlich doch noch verständlich machen. Satt und ohne Verspätung waren wir dann glücklich wieder in der Hauptstadt angelangt. Ein sehr, sehr netter Tag. Echt wahr. Gruß an das wahre Salzburg.

Sonntag, 3. September 2006, Wien Favoriten, am Vormittag:

Der beste Klub der Welt hatte sein zweites Heimspiel und wir waren alle sehr gespannt, ob die Erfolgsserie gegen Floridsdorfer Klubs weiterging, diesmal waren die traditionsreichen Blauweissen vom FAC bei uns zu Gast. Die Mannschaft war ja in den letzten beiden Spielen sehr gut und kompakt aufgetreten und so rechneten wir alle mit maximal einem Unentschieden, zu jung ist unsere Mannschaft im Vergleich zu den Floridsdorfern. Alleine Julius Simon machte in den letzten Begegnungen immer den Unterschied, derartige Erfahrungen konnten unsere Jungen Wilden einfach noch nicht aufweisen. Aber es kommt erstens anders als man zweitens immer glaubt. Wie beim ersten Heimspiel begannen wir ziemlich giftig und kamen zu einigen guten Chancen, der FAC war erstaunlicherweise ziemlich in der Defensive und liessen unseren Spielern einiges an Platz. Ein Freistoss in der 42. Minute, der aufs kurze angetragen worden war, wurde vom Goalie unglücklich ins eigene Tor geschlagen, der Schütze Ad durfte jubeln. Große Erleichterung auch bei unserer Fangemeinde, die auch heute wieder sangesfreudig war und den einen oder anderen neuen Gesang probierte. Nach der Pause war der FAC logischerweise aktiver, der FAVAC fuhr einige Konter, die in der 77. Minute zum Erfolg führte. Der FAC-Goalie konnte den durchgebrochenen Krakowitsch nur mehr mit einen Foul stoppen, Rote Karte und Elfer, der von Ostruska verwandelt wurde. Der neue FAC-Goalie wurde gleich mal warmgeschossen und durfte in der 85. Minute bei seinem zweiten Schuss gleich mal hinter sich greifen, Asanoski hatte ihn mit einem satten Schuss bezwungen. Zwei Minuten später verkürzten die Floridsdorfer dann auf 1-3, ehe Haubner in der Nachspielzeit für den leistungsgerechten 4-1 Endstand sorgte. Der Jubel unter den Fans war riesig, alle freuten sich mit der Mannschaft und den Trainer über diesen Sieg, insgesamt werden an die 400 Leute in der Kenner Road gewesen sein. Die Stimmung war natürlich phänomenal, da ja nur sehr wenige Optimisten mit einem Sieg, vor allem so einen deutlichen Sieg, gerechnet hatten. Die Feierlichkeiten gingen bis weit in den Nachmittag hinein.

Sonntag, 3. September 2006, Wien Favoriten, Kenner Road zu Mittag:

Maccabi Wien begann die Saison mit einem Heimspiel gegen die neugegründeten Tornado 05, die allerdings mit den Tornados von Rapid nichts zu tun haben dürften, sonst würden sie in Grünweiss statt in Blauweiss spielen. Zu diesem Spiel kamen erstaunlicherweise sogar „Auswärtsfans“, die die Tornado-Kicker anfeuerten, damit gab es wohl ein Novum in der 3. Klasse A, denn die BLUE LIONS von Maccabi – diesmal wohl an die 20 Mann – hatten zum ersten Mal einen Supportgegner. Was die Stimmung in der Kenner Road in ungeahnte Höhen trieb. Dazwischen grölten noch die ROTEN TEUFEL ihre Lieder, einfach nur gut. Gut sind auch die neuen Dressen von Maccabi, sehr stylish, weniger gut war die erste Halbzeit der Maccabianer. Trotz Anfeuerung lagen sie zur Pause mit 0-1 zurück, wohl auch deshalb, weil im Mittelfeld immer wieder ein Riesenloch klaffte und die Leute die Laufwege der Mitspieler nicht kannten. Doch nachdem Ulf seine Anspracht gehalten hatte, klappte es plötzlich. Gestärkt durch einen tollen Goalie und einem souveränen Libero Dani Kon entfaltete sich ein tolles Spiel, Elior und Michi Hawelka im Sturm wirbelten herum, David Lackner im Mittelfeld war auch kaum zu halten, auch Ari spielte eine gute Partie, nachdem er in Halbzeit Eins eher mau war, die Mannschaft war plötzlich eine Mannschaft und schoss folgerichtig Tor um Tor. 3-1 war der Endstand, zwei Tore Eliors sowie eines schöner als das andere sorgten für Jubel beim Anhang. Nach der Partie plauderten wir noch einige Zeit ganz entspannt, ehe das dritte Spiel an diesem Tag winkte:

Kickers 94/Cafe Cactus gegen SC Florio hies diese Partie der 1. Klasse A. Gezählte 98 Zuseher wollten sich dieses Spiel bei trockenem, warmen aber trüben Wetter ansehen, ein nicht uninteressantes Spiel. Das Vorspiel gewann die Reserve von Florio mit 2-1. Das Hauptspiel dominierten die Gäste eindeutig, zu groß war die Vorgabe von Kickers/Cactus, denen 5 Stammspieler fehlten, was man leider auf dem Platz schmerzlich merkte. Im Tor wiederum der geniale „Graue Panther“, welcher mit seinen 42 Jahren besser hält als manch junger es je können wird. Florio gewann eindeutig mit 3-0, zu harmlos waren die Hausherren, denen der Schiri auch durch seine eigenartigen Kartenspiele den Nerv raubte, bekamen sie doch für harmlose Dutzendfouls ohne Verletzungsgefahr Gelbe Karten, während die Gäste für Blutgrätschen oftmals nichteinmal einen Freistoß gegen sich bekamen, von Karten ganz zu schweigen. Ein wenig frustriert durch diese einseitige Bevorzugung seitens des Schris, welche Florio ganz eindeutig NICHT gebraucht hätte gings nach Hause. Prost Mahlzeit !

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