Weil ich das immer wieder lese. Dass afrikanische Spieler kräftiger, athletischer etc sind, ist oft ein über jahrzehnte etabliertes Vorurteil.
Nirgends ist die „genetische“ Vielfalt so groß wie auf dem afrikanischen Kontinent. Heißt: „der“ Ostafrikaner ist vom Westafrikaner genetisch weiter entfernt als „der“ Durchschnittsösterreicher vom Südkoreaner.
Eine Sportleistung wird viel eher über Förderung (welche Sportart hat wo Tradition/Ansehen), Zugang (in den USA ist sozialer Aufstieg oft nur über Sport wie NFL, NBA möglich), Selektion (wieder USA: hier wurde Schwarzen über Jahrzehnte der Zugang zu Bädern verwehrt —> kaum schwarze Weltklasseschwimmer) und Training (in ärmeren Regionen müssen Kinder oft schon körperlich arbeiten oder weite Distanzen im Alltag zurücklegen).
Was es gibt, sind statistische Häufungen in manchen Regionen. In Kenia ist zB Laufen der einzig angesehene Weg um aus der Armut zu entkommen. Da gibt es auch manchmal wirklich körperliche Vorteile wie zB bessere Sauerstoffaufnahme (solche „Gen-Vorteile“ gibt es aber überall auf der Welt).
Was bei solchen Diskussionen dann oft überbleibt. Afrikaner = stärker. Das spricht den Athleten dann halt auch indirekt ihre jahrelange harte Arbeit und Disziplin ab.
Gerade im Fußball werden daher „weiße“ Spieler gerne als Strategen (intelektuell überlegen) definiert.
Sorry fürs Offtopic.