AustroPop89 sagte am 27. November 2011 - 23:43:
Ganz ganz tragische und traurige Geschichte, dass im Spitzensport (vor allem im Fußball) nicht alle Spieler, Trainer und auch Schiedsrichter so "zufrieden" (besseres Wort ist mir nicht eingefallen) sind wie es oft rüberkommen mag, ist uns glaube ich vor allem nach Robert Enke erstmals so richtig bewusst geworden (auch wenn es solche Fälle schon öfter gab)...
Vl. bin ich nicht richtig informiert, aber warum die Vereine da nicht mehr Geld in professionelle Hilfe investieren verstehe ich nicht...
Naja, kurz gesagt: Eine Depression als Fußballer zuzugeben, kommt leider in etwa dem sportlichen Ende gleich. Depression wird mit Schwäche, Unzuverlässigkeit, Instabilität gleichgesetzt, und kein Verein möchte solche Spieler aufnehmen. Nachher sind immer alle großartig betroffen, wie bei Enke, aber ändern tut sich wenig, wie das Beispiel Andreas Biermann zeigt, der seine Depression nach Enkes Tod öffentlich gemacht hat, und mittlerweile sagt, dass er es bereut. Er ist jetzt vereinslos, hat seitdem ein Buch über Depression im Fußball herausgebracht, falls es dich interessiert:
http://www.amazon.de...l/dp/3579067478
6 % der Bevölkerung leiden unter der Krankheit, die Zahl der Fußballer von denen es bekannt ist, ist aber klarerweise viel, viel niedriger.
Allerdings, bei Spielern ist das Geheimhalten der Krankheit noch weitaus verständlicher, als bei Trainern und anderen Funktionären.. das Stigma dürfte sich aber allgemein im Fußball als solches gefestigt haben.
Apropos:
http://www.guardian....-players-clinic
Dieser Beitrag wurde von Jay Gooner bearbeitet: 29. November 2011 - 12:31