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Zwei Monate vor Beginn der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz herrscht in Spanien Aufregung um Zecken. Auslöser war eine UEFA-Empfehlung, wonach sich die Spieler gegen die von den Spinnentieren übertragene Gehirnhautentzündung (Enzephalitis) impfen lassen sollten.
Die spanische Sportzeitung "Marca" berichtete von einem "unerhofften Gast", der in Österreich und der Schweiz ein Virus übertragen könnte, das "speziell in Mitteleuropa" in den Sommermonaten sehr aggressiv sein kann.
"Man spricht über kein anderes Thema mehr als über die Zecken", schrieb "Marca" am Mittwoch und befasste sich auf zwei Seiten mit der Gefahr von Zeckenbissen. Die Zeitung "El Mundo" sprach von "Killerzecken". Der Leser konnte beinahe den Eindruck bekommen, die EM finde im "Dschungel" statt.
Nominierungsdruck für Aragones
Laut "Marca" gab die UEFA die Empfehlung ab, dass alle Spieler und Funktionäre mindestens zwei Monate vor der EM eine entsprechende Impfung bekommen sollten. Das setze insbesondere den spanischen Teamchef Luis Aragones unter Druck, frohlockte "Marca". Denn nun müsse er möglicherweise frühzeitig bekanntgeben, ob er Real-Star Raul doch zur EM mitnehmen will.
Spanien trifft in der Vorrundengruppe D in Innsbruck auf Russland (10.6.) und Schweden (14.6.) sowie am 18. Juni in Salzburg auf Titelverteidiger Griechenland. Logiert wird in Neustift im Stubaital.
Impfstatus überprüfen
Das österreichische Gesundheitsministerium hatte bezüglich der Zeckengefahr am Freitag darauf hingewiesen, dass jede Massenveranstaltung für alle Teilnehmer - Sportler und Zuschauer - epidemiologisch gesehen auch ein erhöhtes Infektionsrisiko darstelle. Deshalb sollte jeder seinen Impfstatus überprüfen und fehlende Impfungen nachholen.
orf.at
Dieser Beitrag wurde von DerFremde bearbeitet: 09. April 2008 - 17:37



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