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FC Wacker Innsbruck neu?

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Denke, das hat sich ein eigenes Thema verdient. Plattner denkt offen darüber nach, den Profibetrieb in eine KG auszulagern (angelehnt an das Beispiel Sturm Graz). Florian Madl hat das Thema in der heutigen TT gleich aufgegriffen:

Die Vorzeichen könnten ähnlicher nicht sein: Beim Grazer AK war der Geldfluss nach dem Meistertitel (2004) versiegt, in der Folge scheiterten mehrere Rettungsversuche. Nach vier Konkursanträgen wurde die Schließung des in die Regionalliga abgesackten Vereins beantragt.

Stadtrivale Sturm Graz, wo nach zwei Meistertiteln ebenfalls der Zwangsausgleich beantragt wurde (2007), erholte sich dank eines tragfähigen Konzepts. Mit dem Meistertitel 2011 machte man sich zwei Jahre nach dem 100-Jahr-Jubiläum selbst ein Geschenk, die letzte Umstrukturierung folgte im Jänner 2012:

Bei einer Generalversammlung wurde entschieden, Sturm künftig auf zwei Säulen zu stellen: den Verein selbst und daneben den Profibetrieb, der in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert wurde. Mit Beginn dieser Saison trat das Konzept, das Wacker-Präsident Kaspar Plattner jüngst in einem TT-Interview als „steirisches Modell“ titulierte, in Kraft. Hintergrund der Idee: Der sportliche Erfolg sei für finanzielle Belange insofern zweitrangig, als dem Verein keine Engpässe schaden (siehe Kasten unten). Das garantiere zudem Transparenz über das wirtschaftliche Gebaren, wofür ein Aufsichtsrat Sorge trägt: Die Geschäftsführung ist operativ tätig und erstattet Bericht, das übergeordnete Gremium überwacht.

Wacker-Präsident Plattner kann sich die Umsetzung jedenfalls gut vorstellen, Unterlagen lägen bereit: „Der Nachwuchs würde unter dem Deckmantel eines Tiroler Modells mit Wattens und Kufstein laufen, was dem FC Wacker Talente sichern würde.“ Die Verantwortlichen wären nicht zwingend hauptberuflich im Verein integriert, könnten aber Entscheidungen direkt und selbstständig treffen. Plattner: „Aufgrund des derzeitigen Konstrukts (Mitgliederverein, Anm.) ist das nicht möglich.“

Die aktuelle Situation des FC Wacker ist von einer möglichen Umwandlung nicht betroffen. Spätestens im April wird bekannt gegeben, ob der Verein wirtschaftlich die Anforderungen der Bundesliga erfüllt (Lizenzerteilung). Für das Minus im laufenden Geschäftsjahr hofft die Vereinsführung noch auf Geldgeber, vor allem seitens der öffentlichen Hand: „Der Draht zur Politik ist gut, wenn auch nicht auf alle unsere Wünsche eingegangen wird.“ Nüchtern stellt Plattner fest: „Man hat oft das Gefühl, dass bei uns mit anderem Maß gemessen wird. Wenn es um die Kultur oder die Kaiserjäger geht, wird das schneller durchgewunken als bei uns.

Dazu auch gleich die Erläuterung, wie das ganze Konstrukt dann ausschauen würde:

Sturm Graz – Das steirische Modell

Am 17. Jänner 2012 wurde im Rahmen einer Generalversammlung ein neuer Präsident von Sturm Graz gewählt: Christian Jauk. Der vormalige Finanzvorstand kündigte umgehend an, die Strukturen im Verein auf neue Beine zu stellen. Als klares Ziel definierte Jauk die Einbringung des Profi-Betriebs in eine eigene Kapitalgesellschaft sowie das Engagement zweier Geschäftsführer (Wirtschaft und Sport), die künftig das operative Tagesgeschäft leiten sollen. „Damit Funktionäre im Tagesgeschäft nicht untergehen, denn das macht keinen Sinn. Wir versuchen, mit professionellen Strukturen in die Zukunft zu gehen.“

Amateure und Nachwuchs werden dem Modell zufolge eigenständig geführt. Aufgabe des mit renommierten Persönlichkeiten aus der Wirtschaft besetzten Aufsichtsrates ist es, die Geschäftsführung zu überwachen. Diese wiederum ist verpflichtet, dem Aufsichtsrat Berichte über die Geschäftsentwicklung zu erteilen.

Sturm-Präsident Christian Jauk erklärt die Notwendigkeit: „Die Gefahr, öffentlich zerrieben zu werden, wird für einen Präsidenten und Vorstand immer größer.“ Was das Vereinsoberhaupt ungeachtet des neuen Weges weiß: „Eine neue Struktur schießt keine Tore."

Wie seht Ihr das Thema? Wäre natürlich eine Lösung, die weg vom Mitgliederverein geht. Grundsätzlich sehe ich die Idee dahinter sehr positiv

Edited by mufc

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Wie seht Ihr das Thema? Wäre natürlich eine Lösung, die weg vom Mitgliederverein geht. Grundsätzlich sehe ich die Idee dahinter sehr positiv

Generell auch sehr positiv, in Tirol ist dies jedoch negativ zu betrachten. Da einerseits sich die Mitglieder nicht wirklich für den Mitgliederverein interessieren, anderseits über diesen Umweg (wobei man dann auf die rechtliche Ausrichtung genauer eingehen müsste, da gibt es Unterschiede) auch ein SC Tirol,etc. drohen könnte. Weil eben Profimannschaften (inklusive Nachwuchs) etwas anderes sind, als der eigentliche Verein.

Der Weg der Information ist auch wieder einmal herrlich; anstatt zuerst die Mitglieder (die Leute, es betrifft) zu informieren, sinniert man in einer Zeitung davon.

Wobei ich mich jetzt nicht wirklich damit befasst habe und mich das Thema auch nicht wirklich interessiert, um ehrlich zu sein.

Edited by AlexR

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muss man wirklich vom "steirischen modell" reden? ist ja nicht so, als ob sturm das erfunden hätte.

@ topic: entscheidend ist wohl, wie man's machen will. nachdem das bisher völlig unklar ist, scheint mir jegliche diskussion darüber derzeit sinnlos.

Edited by gidi

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muss man wirklich vom "steirischen modell" reden? ist ja nicht so, als ob sturm das erfunden hätte.

scheinbar hat die vorgehensweise von sturm dem hr. plattner imponiert, das "steirische modell" war seine erfindung im tt-interview :D

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scheinbar hat die vorgehensweise von sturm dem hr. plattner imponiert, das "steirische modell" war seine erfindung im tt-interview :D

soll nicht unbedingt die idee des präsidenten gewesen sein. nur, er hat diese idee im gespräch präsentiert.

Im Vereinsforum (Mitgliederbereich) dazu"8Mitgliederbereich) dazu%2tet, sollte es wen interessieren, dann kann ich sie ja weiterleiten.

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wenn i des so richtig kapiert hätte komm i zu dem entschluss, das des jetztige und des "steirische modell" so und so nicht ohne sponsoren funktioniert...also WO liegt dann der vorteil ?!?

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jein, kommt auf den gesellschaftervertrag an... bzw. wirkliche mitbestimmung über die kampfmannschaft (und alles drum herum) haben sie doch jetzt auch schon nicht, oder? und das ist wohl auch gut so... oder an was denkst du da?

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War vielleicht etwas schlecht formuliert. Ich meinte, wenn die Kampfmannschaft erst einmal ausgegliedert ist, muss sie ja nicht mehr zwangsläufig als FC Wacker Innsbruck auflaufen und als Mitglied könnte man wohl auch nicht viel dagegen machen, oder!?

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War vielleicht etwas schlecht formuliert. Ich meinte, wenn die Kampfmannschaft erst einmal ausgegliedert ist, muss sie ja nicht mehr zwangsläufig als FC Wacker Innsbruck auflaufen und als Mitglied könnte man wohl auch nicht viel dagegen machen, oder!?

doch, das kann man m.m. nach schon verhindern, indem man die ausgliederung eben richtig macht (gibt's ja einen vertrag dazu, indem festgelegt werden kann, dass die KM unter dem namen "FCW Ibk" spielen muss etc.)... bin aber kein rechtsexperte in dieser hinsicht. denke jedoch, dass das auch in anderen fällen so passiert.

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Mir ist immernoch nicht klar worin schlussendlich der Vorteil liegt? Warum sollte ein derartiger FCW damit besser aufgestellt sein und warum sollte dieses Modell mehr Sponsoren bewegen zum FCW zu gehen? Vielleicht weil der Mitgliederverein etwas gestutzt wird... ?

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Mir ist immernoch nicht klar worin schlussendlich der Vorteil liegt?

ich dachte immer, dass es da steuerliche vorteile gibt. und natürlich werden durch eine etwaige trennung div. subventionen für den verein klarer von versteckten füroderungen für den profibetrieb abgegrenzt... was vielleicht nicht schlecht wäre.

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