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Fem Fan

Leo´s Trainingslager-Report

21 Beiträge in diesem Thema

Super, ich konnte Leo überreden, einen Trainingslager-Report exklusiv für´s Soccerboard zu schreiben, Herzlichen Dank an ihn. :winke:

Mich hat immer schon interessiert, wie ein Trainingslager so abläuft . Ist es ein bisschen wie Schikurs, Sommersportwoche, Pfandfinderlager, Urlaub, oder doch beinharte Knochenarbeit für alle Beteiligten ? Leo´s Bericht als Zaungast mag uns Aufschluss geben. Viel Spaß beim Lesen ! Zahlreiche, von Leo geschossene Bilder, die ich mit seinem Einverständnis online stellen darf, werden folgen. Ein paar hab ich gleich drangehängt, nach Bearbeitung der Bilder folgen im Laufe des Tages weitere. (Zur Erläuterung: Auf Bild 4 Hicke mit Holger Fach und Sascha Franz beim "Fachgespräch"!

Vienna – Trainingslager , Februar 2010 Hotel Selin, Side

ICH WAR MIT DABEI

Eines vorweg: Für mich als Zaungast und ersten Fan, der je zu einem Trainingslager der Blaugelben mitgereist ist, war diese Woche in der Türkei trotz der tristen Wetterlage in den ersten Tagen und der daraus resultierenden schlechten Trainingsbedingungen ein Erlebnis ersten Ranges, das mir stets in Erinnerung bleiben wird. Bei der Rückfahrt vom Hotel zum Flughafen Antalya brachte ich im Bus meine Freude zum Ausdruck und dankte allen Beteiligten für die ganz tolle Aufnahme in ihrem Kreis: Sportdirektor Peter Stöger und seiner Trainercrew mit Ernst Heinschink, Thomas „Hicke“ Hickersberger und Gerhard Lechner, dem Betreuerteam mit Sabine Wurz, die liebevoll half, meine Leiden im Knie zu lindern, Clemens Marent, dem Physiotherapeuten der Amateure, den beiden Zeugwarten Attila Strengher und Karli Ruziczka, Faktotum Bertl Allram , Sekretärin Ingrid Prager und Organisator Nik Wolfsgruber und natürlich allen 23 Spielern. Der folgende Applaus aller nach meiner kurzen Rede bestätigten meine Gefühle.

Schon Anfang Jänner kam mir der Gedanke, die Vienna in die Türkei zu begleiten. Doch die ersten Anfragen bezüglich eines Zimmers im Hotel Selin waren ernüchternd, alles ausgebucht hieß es. Zu dieser Jahreszeit ? Kopf schütteln ! Sramek-Reisen mit Juniorchef Manfred machten es aber möglich. Wie sich dann heraus stellte, waren nur wenige Urlauber, aber mit uns fünf Fußballmannschaften anwesend: Der FC Lokomotiv Astana aus Kazachstan, einem der Gegner des Nationalteams in der EM-Quali, mit dem bekannten Deutschen Holger Fach als Cheftrainer und seinem in Wien geborenen Assistenten Sascha Franz, dessen Vater die Vienna in der Saison 1972/73 trainiert hatte. Weiters ein Team aus der Ukraine, Lodz aus Polen und ab Dienstag auch Altach. Die Vorarlberger mussten die Nacht davor in einem anderen Hotel Unterschlupf suchen, da die Autobahn Antalya-Side aufgrund eines Dammbruches und starker Vermurungen nicht passierbar war.

Beim Checkin am Flughafen Schwechat waren viele der Vienna-Familie erstaunt, mich dort zu sehen. „Ich winke euch beim Abflug, Spaß beiseite, ich komme mit in die Türkei“. Originalton Bertl Allram: “Wos machst denn du da? Fliagst leicht mit uns mit? Ins selbe Hotel?“. Als ich bejahte, klopfte er mir auf die Schulter:“Nau super“. Nun war ich ein Teil der blaugelben Gemeinschaft.

Bei der Ankunft am Samstag war es teilweise bewölkt und warm. Nach einer 40-minütigen Autobusfahrt erreichten wir unser, im Vorjahr renoviertes Hotel. Die Zimmerverteilung war rasch erledigt. Die elf Pärchen standen bereits fest, Benny Schwarz, die Trainer und Betreuer bekamen Doppelzimmer zur Einzelbenützung, Zeugwart Attila mit seinen fünf Metallkisten voll Ausrüstung ein Dreizimmer-, Sabine mit ihren beiden Massage- und Behandlungstischen ein Zweizimmer-Appartement. Man beschnupperte das Hotel und nach dem Essen verbrachten alle einen gemütlichen Abend, die „Nicht-Aktiven“, Ingrid, Bertl, Karli, Attila und der Schreiber, einen eher feucht fröhlichen.

Am Sonntag setzte, wie voraus gesagt, Regen ein. Da waren die etwas ramponierten Plätze neben dem Hotel aber noch halbwegs bespielbar. Mir, der September 2005 seinen Urlaub im selben Hotel verbracht hatte, waren sie in weitaus besserer Erinnerung. Es wurde aber vor-und nachmittags hart trainiert. Den ganzen Montag wütete dann ein arger Sturm mit sintflutartigen Regenfällen. Selbst im Hotel tropfte es an manchen Stellen so stark, dass Behälter aufgestellt werden mussten. Da man bei einem solchen Wetter keinen Hund ins Freie jagt, blieb man „unter Dach“. Kraftkammer, Gymnastik in einem von Stühlen und Tischen freigemachten Seminarraum und der an und für sich großzügige Wellnessbereich waren die Ausweichen. Am Dienstag Training am Vormittag, am Nachmittag stand ein Testspiel gegen den Schweizer Zweitligisten Winterthur auf einer mit dem Bus nur fünf Minuten entfernten, unter Schweizer Management stehenden, so an die zehn drainagierten Rasenplätze mit Flutlicht umfassenden, super Sportanlage auf dem Programm.

Es setzte eine 1:4 (0:2) Schlappe gegen die besser organisierten, spielstärkeren und spritzigeren Eidgenossen ( Vienna-Tor zum 1:3 Frenzl ). Peter Stöger und seine Trainer werden der Mannschaft nach dieser bis auf die ersten zwanzig Spielminuten schwachen Leistung wohl das Nötige gesagt haben.

Am Mittwoch hatten die Blaugelben am Nachmittag die Gelegenheit auf einem dieser schönen Spielfelder ausgiebig zu üben. Anschließend fuhren einige der Truppe, auch Ingrid, Karli, Bertl, Gerhard und Ernstl waren mit von der Partie, nach Manavgat zum dortigen Markt. Der Schreiber vergnügte sich im Hallenbad, der Sauna und Dampfkammer. Nach dem Abendessen war das tägliche Bauernschnapsen angesagt. Ingrid, Bertl, Karli und meist Ritschi Strohmayer waren in ihrem Element. Egal, ob man mitspielte oder kiebitzte, es war Kabarett von der feinsten Sorte. Die Trainer fachsimpelten, viele der Jungs bearbeiteten ihren Laptop, einige andere huldigten einer Pokerrunde.

Endlich besseres Wetter am Donnerstag, sogar die Sonne ließ sich zeitweise blicken, die Temperaturen stiegen, die Bedingungen fast optimal. Der mit Muskelproblemen beeinträchtigte Fellner, der in dieser Woche nur Gymnastik- und Laufübungen absolvierte, und Nico Dvoracek nach seinem am Mittwoch erlittenen Bruch des linken Mittelhandknochens wurden von Physiotherapeut Clemens Marent unter die Fittiche genommen. Abends dann der Schock für Sabine Wurz. Nachdem eine Glasschiebetür der Dusche in tausend Scherben zerbrochen war, konnte man von Glück im Unglück sprechen, denn sie kam mit ein paar Schnittwunden an den Fußsohlen davon und war tags darauf wieder einsatzfähig.

Ein Strandlauf um 7 Uhr morgens machte am Freitag die Burschen so richtig munter. Nach dem Frühstück folgte erneut eine Trainingseinheit und nachmittags waren die Rapid-Amateure heuer zum zweiten Mal unser Testgegner. Keeper Peter Reiter mit einer Risswunde am linken Finger, Fellner, Dvoracek sowie Kröpfl und Schoppitsch, die beide geschont wurden, konnten nur zusehen. Über die Begegnung, die 1:1 endete (Torschütze Toth) breite man am besten den Mantel des Schweigens. Schlapp und unkonzentriert lief so gut wie gar nichts, weder spielerisch, noch von der Laufarbeit her, dazu wurde die eine oder andere gute Chance vergeben. Wieder konnten die Trainer mit den Darbietungen in keinster Weise zufrieden sein. Abends war die Stimmung zumindest bei Stöger und Co nicht die beste.

Am Abreisetag, teilweise Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad, übte die Mannschaft noch einmal intensiv. Dann war Packen angesagt, denn bis auf Attila mussten alle die Zimmer um 12 Uhr verlassen. Nach dem Mittagsmahl gab es eine letzte Mannschaftsbesprechung. Der Rückflug verlief problemlos, nur Tommy Horak und Garry Krajic hatten mit Übelkeit zu kämpfen. Der neben dem Schreiber am Mittelgang sitzende Andi Fading neckte die Stewardessen, die auf die Fadingschen Schmähs prompt einstiegen.

In Schwechat, während man auf das Gepäck wartete, dann das große Verabschieden. Peter Stöger wurde nicht mehr gesichtet, er war als Erster abgedüst. Eine trotz der Wetterkapriolen erfolgreiche und vergnügliche Woche war zu Ende gegangen.

Was mich nach diesem Trainingslager für die schwere Frühjahrsmeisterschaft optimistisch stimmt: Das gute Verhältnis zwischen Trainern und den Spielern, das ausgewogene Mannschaftsgefüge und das zweifelsohne vorhandene Potential, das in diesem Team steckt. Wir Fans werden jedenfalls wie ein Fels, nein, wie ein Gebirge hinter unseren Blaugelben stehen. Und der erste Schritt zum Ligaerhalt wird der Sieg über Hartberg in der ersten Runde nach der Winterpause sein.

WIR SCHAFFEN ES.

LEO

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bearbeitet von Fem Fan

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:support: Super,ich will noch mehr Bilder. :support:

Ja, ja kommen eh schon die nächsten und auch schon die letzten, ich muss mir nur Pausen gönnen, bin krank geworden. Kann man nicht krank werden, wenn es einem besser passt ? :facepalm:

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bearbeitet von Fem Fan

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:support: Super,ich will noch mehr Bilder. :support:

Frage an den Schreiber (is er überhaupt registriert?) Hat sich Felli in der Türkei verletzt oder ist er schon marod mitgeflogen?

Fellner hat sich bereits im Testspiel gegen Ostbahn XI den Muskelfaserriss zugezogen.

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Fellner hat sich bereits im Testspiel gegen Ostbahn XI den Muskelfaserriss zugezogen.

Hi Leo, (hier Lewo :winke: ), Herzlich Willkommen. Schön, dass Du Dich registriert hast. Da muss ich Dich doch gleich auf den gepinnten Thread oben "seit wann und warum viennafan" hinweisen. :)

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Fellner hat sich bereits im Testspiel gegen Ostbahn XI den Muskelfaserriss zugezogen.

Aha, danke. Hoffentl. wird er bis zum Hartbergmatch.

Ja, ja kommen eh schon die nächsten und auch schon die letzten, ich muss mir nur Pausen gönnen, bin krank geworden. Kann man nicht krank werden, wenn es einem besser passt ? :facepalm:

Wann hättest es gern`? :p

Danke für die vielen Bilder,Niko Dvoracek schaut aber blass drein,na wahrscheinlich noch unter dem Eindruck des Eingipsens im fremden Land.

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Wann hättest es gern`? :p

Wenn mal der Gründonnerstag auf einen Sonntag fällt. :p

Zu den Bildern: Wahnsinn, wenn man sich die Verwüstung nach dem Unwetter ansieht. Lustig auch die ausgebreiteten Trainingsuntensilien auf Attilas Bett. Hinter so einem Trainingslager steckt auch eine ausgeklügelte Logistik. Wenn ich mir denk, dass ich mit Packen eines Koffers schon meist überfordert bin. ;)

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So, ein paar Bilder hab ich noch, jetzt sind´s aber wirklich die letzten. Die 3 letzten Fotos könnten eine Erklärung dafür sein, dass man sich vorort ein anderes Hotel für nächstes Jahr angesehen hat. ;) Spaß beiseite, glaub der Grund war der wenig erbauliche Zustand der Trainingsplätze im diesjährigen Etablissement.

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Ein Nachtrag zum Report:

Eine Person habe ich in meinem Bericht vergessen zu erwähnen: Einen wichtigen, kompetenten und netten Kollegen. Nico Ostermann hat für die Vienna-Homepage täglich aus der Türkei berichtet und seine Fotos ins Netz gestellt. Daführ gebührt ihm ein ganz herzliches Dankeschön. Vor Ort anwesend, konnte ich sein Wirken verfolgen und auch bald lesen.

Freue mich, dass mein Tagebuch und meine Fotos solchen Anklang finden.

bearbeitet von lewo

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Ein Nachtrag zum Report:

Eine Person habe ich in meinem Bericht vergessen zu erwähnen: Einen wichtigen, kompetenten und netten Kollegen. Nico Ostermann hat für die Vienna-Homepage täglich aus der Türkei berichtet und seine Fotos ins Netz gestellt. Daführ gebührt ihm ein ganz herzliches Dankeschön. Vor Ort anwesend, konnte ich sein Wirken verfolgen und auch bald lesen.

Freue mich, dass mein Tagebuch und meie Fotos solchen Anklang finden.

Tja Lewo, Du hast bereits eine Bringschuld, falls Du nächstes Jahr wieder mitfährst. :holy:

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Ein Nachtrag zum Report:

Eine Person habe ich in meinem Bericht vergessen zu erwähnen: Einen wichtigen, kompetenten und netten Kollegen. Nico Ostermann hat für die Vienna-Homepage täglich aus der Türkei berichtet und seine Fotos ins Netz gestellt. Daführ gebührt ihm ein ganz herzliches Dankeschön. Vor Ort anwesend, konnte ich sein Wirken verfolgen und auch bald lesen.

Freue mich, dass mein Tagebuch und meie Fotos solchen Anklang finden.

Dachte, der heißt Wolfsgruber? :ratlos:

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Ein Nachtrag zum Report:

Eine Person habe ich in meinem Bericht vergessen zu erwähnen: Einen wichtigen, kompetenten und netten Kollegen. Nico Ostermann hat für die Vienna-Homepage täglich aus der Türkei berichtet und seine Fotos ins Netz gestellt. Daführ gebührt ihm ein ganz herzliches Dankeschön. Vor Ort anwesend, konnte ich sein Wirken verfolgen und auch bald lesen.

Freue mich, dass mein Tagebuch und meie Fotos solchen Anklang finden.

Es war mir ein Vergnügen! :)

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