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The King

Liebe Rapid-Fans und Fans aller anderen Mannschaften, die im Rapid-Channel posten !

Dieser Thread wird so was wie ein SaisonrĂŒckblick-Thread werden, in dem SCR-4-EvEr und meine Wenigkeit alle Spiele der heurigen Saison noch mal kurz zusammenfassen und rĂŒckblickend Revue passieren lassen werden. Es gab bisher im Verlauf dieser Meisterschaft viele schöne Spiele, aber auch EnttĂ€uschungen – wie wir alle wissen, könnte heuer zum ersten Mal seit neun Jahren der Titel nach HĂŒtteldorf wandern, was uns veranlasst hat, bestimmte Momente, Spiele bzw. die unvergleichliche Stimmung hier noch mal festzuhalten.

Der Thread wird nach und nach aktualisiert, sollte aber – sofern es die Zeit zulĂ€sst – bald auf neuestem Stand sein. Schaut also ruhig immer wieder hier rein – lohnt sich in jedem Fall...!

Ich hoffe, dass sich möglichst viele User an einer Diskussion ĂŒber die noch laufende Saison beteiligen und wir spĂ€testens am 29. Mai hier in Erinnerung schwelgen können, wie leiwand nicht das ein oder andere Match war.

Feedback wird natĂŒrlich dankend angenommen! ;)

1. Spieltag

SW Bregenz 1:5 SK Rapid Wien

Mittwoch, 14 Juli 2004

5.000 Zuschauer / Bodensee-Stadion

TorschĂŒtzen: Ivanschitz (8.), Kincl (21.), Dosek (58.), Ivanschitz (62.), Katzer (90.); Jansen (43.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics – Martin Hiden – Feldhofer - Sturm

Hlinka – Korsos (69. Katzer)

Hofmann – Ivanschitz (62. Martinez)

Kincl – Dosek (71. Lawaree)

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Erster Spieltag der Saison 2004/2005 – was konnte sich die grĂŒn-weiße Fangemeinde heuer erwarten? Die AbgĂ€nge von Ikone Rene Wagner, Roman Wallner, Ante Jazic, Mario Prisc und Jovica Vico wurden durch die beiden Tschechen Marek Kincl (gekommen von St. Petersburg), Tomas Dosek (Slavia Prag), Peter Hlinka (SW Bregenz), Markus Katzer (Admira / Wacker) und György Korsos (SK Sturm Graz) kompensiert. Die Prognosen ĂŒber den Saisonverlauf reichten im ASB von Abstiegs- bis Meisterkampf.

Weiters gab es Sorgen um einen etwaigen Abgang von KapitĂ€n und Spielmacher Steffen Hofmann, dem angeblich Angebote von mehreren deutschen Bundesligisten vorgelegen sind – die Auslandskarriere legte die bayerische Ikone in Diensten des Rekordmeisters aber vorerst beiseite, um sich voll auf Rapid konzentrieren zu können.

„Nicht schon wieder Bregenz auswĂ€rts als Auftaktspiel“ dĂŒrfte der erste Gedanke gewesen sein, der wohl vielen Rapid-Fans nach der Auslosung durch den Kopf geschossen ist – noch frisch die Erinnerung an das 1:1 im FrĂŒhjahr 2004, welches der Auftakt zu einer Seuchen-Halbsaison war.

Man konnte nicht erahnen, dass Rapid gleich zu Saisonbeginn gegen den spĂ€teren Abstiegskandidaten ein derartiges Feuerwerk abbrennen wĂŒrde, was auch daran lag, dass man die neuen Spieler noch nicht genĂŒgend einschĂ€tzen konnte.

Es gelang aber ein Auftakt nach Maß: TeamkapitĂ€n Andreas Ivanschitz eröffnete den Torreigen bereits in der achten Minuten mit einem herrlichen Freistoss, der den Weg ĂŒber Almir Tolja hinweg ins Kreuzeck fand. Die beiden neuen Tschechen-Bomber Kincl / Dosek fĂŒhlten sich am Bodensee zudem pudelwohl, kaum ein Angriff lief nicht ĂŒber sie und der vor Spielfreude strotzende Ivanschitz legte mit seinem Tor zum 4:1 (kurios abgefĂ€lscht – in dieser Saison keine Seltenheit) noch einen drauf.

Markus Katzer, dem an diesem Sommerabend im Juli noch Florian Sturm vorgezogen wurde, gelang im Finish per Kopf gar noch das 5:1 gegen einen Gegner, der sich nach der frĂŒhen FĂŒhrung mehr oder weniger kampflos ergab.

Die Stimmung im Bodensee-Stadion soll laut diversen Berichten außergewöhnlich gut gewesen sein. Die Erwartungshaltung fĂŒr das erste Heimspiel der Saison 2004/2005 stieg durch den gelungenen Auftakt ins Unermessliche, schließlich hatte man mit dem FC Wacker Innsbruck den Aufsteiger und einen alten Konkurrenten zu Gast, womit ein gut gefĂŒlltes Hanappi-Stadion garantiert war.

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2. Spieltag

SK Rapid Wien 4:1 FC Wacker Innsbruck

Mittwoch, 21 Juli 2004

15.300 Zuschauer / Gerhard - Hanappi – Stadion

TorschĂŒtzen: Kincl (16.), Hlinka (42.) Ivanschitz (63.), Kincl (78.); Mair (23.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics - Martin Hiden - Feldhofer - Sturm

Hlinka (52. Adamski) - Korsos (74. Lawaree)

Martinez - Ivanschitz

Kincl (83. Topic) - Dosek

In der 2. Runde stand das Spiel gegen den Aufsteiger aus Innsbruck - den FC Wacker Tirol - an. Rapid - nach dem 5:1-Erfolg ĂŒber Bregenz etwas ersatzgeschwĂ€cht - musste die Verletzten Steffen Hofmann, Markus Katzer, Stefan Kulovits und Markus Hiden beim Spiel gegen Wacker vorgeben, startete aber trotzdem mit viel Selbstvertrauen in die Partie.

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15.300 Zuschauer strömten ins Wiener Gerhard-Hanappi Stadion um sich das Match anzusehen. Die Innsbrucker, die von Trainer Helmut Kraft sehr gut eingestellt wurden, wollten unbedingt gewinnen und waren genauso wie die HĂŒtteldorfer sehr motiviert.

In der ersten Viertelstunde tat sich nicht viel, beide Mannschaften begannen relativ vorsichtig. In der 14. Minute gelang Rapid die erste schöne Offensiv-Aktion. Nach Flanke von Andreas Ivanschitz scheiterte zuerst Tomas Dosek an Wacker-TorhĂŒter Zjelko Pavlovic, doch Marek Kincl stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab. Die Stimmung war fantastisch, die Fans auf den TribĂŒnen jubelten.

In der 23. Minute durften sich jedoch die aus Tirol angereisten Wacker-Fans freuen - nach idealem Pass von Koejoe traf Wolfi Mair zum 1:1.

Nach einer halben Stunde ĂŒbernahm Rapid die Kontrolle und setzte die GĂ€ste mit schnellen Angriffen unter Druck. Nach einem Martinez-Eckball traf ein weiterer Neuzugang - Peter Hlinka ĂŒberlistete Zjelko Pavlovic in der 42. Minute per Kopf zum 2:1 fĂŒr Rapid. Nur eine Minute spĂ€ter war der Tscheche Dosek auf dem Weg zum 3:1, doch der schnelle StĂŒrmer wurde von Schrott unmittelbar vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Schrott sah die Rote Karte wegen Notbremse - den folgenden Freistoß von Ivanschitz konnte Pavlovic parieren.

Zu Beginn der 2. HĂ€lfte gab es auf der WesttribĂŒne eine nette Showeinlage (siehe Bild). Die Fans peitschten Rapid weiter nach vorne, und in der 63. Minute war es Andi Ivanschitz der mit einem abgefĂ€lschten Schuss seine Mannschaft mit 3:1 in FĂŒhrung brachte. Kincl fixierte in der 78. Minute mit seinem bereits dritten Saisontreffer den 4:1-Sieg ĂŒber Wacker Tirol, womit Rapid die TabellenfĂŒhrung festigen konnte.

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3. Spieltag

FK Austria Wien 1:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 1. August 2004

11.800 Zuschauer / Franz-Horr Stadion

TorschĂŒtzen: Kincl (12.); Rushfeldt (16.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Katzer (57. Martinez) – Martin Hiden (64. Adamski) – Feldhofer - Sturm

Hlinka – Korsos

Hofmann – Ivanschitz

Kincl – Dosek (80. Lawaree)

3. Spieltag – “it’s derby time!” Dieses Mal in Favoriten, wo die Rapid zum ersten Mal in der noch jungen Saison beim Stadtrivalen Austria Wien zu Gast war. Die Vorzeichen fĂŒr den ersten Derby-Sieg seit mehr als drei Jahren waren mehr als nur gut, kam Rapid doch mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen und einem TorverhĂ€ltnis von 9:2 auf den ungeliebten Horr-Platz.

Beim AufwĂ€rmen jedoch schon der erste Schock: StammtorhĂŒter Helge Payer verletzte sich schwer und fiel aus, Ladislav Maier musste in die Presche springen, was er – vorweg – sehr gut machte. Die Mannschaft selbst zeigte sich aber keinesfalls geschockt und spielte von Beginn weg tollen Fussball. Bereits in der zweiten Minute hĂ€tte es durch Andreas Ivanschitz 1:0 lauten können, doch sein Schuss, gegen den Austria-TorhĂŒter Joey Didulica machtlos war, knallte nur an den linken Pfosten. Nach drĂŒckender Überlegenheit war es dann soweit: Ivanschitz dĂŒpierte den jungen Florian Metz auf dem linken FlĂŒgel, flankte traumhaft in die Mitte und Marek Kincl versenkte die Kugel entgegen dem Lauf von Didulica im linken Eck.

Die Freude beim grĂŒn-weißen Anhang wĂ€hrte aber sage und schreibe nur vier Minuten, als Austria-Goalgetter Sigurd Rushfeldt auf Ă€ußerst kuriose Weise der Ausgleich gelang: Markus Katzer, anstelle des fehlenden Garics auf der ungewohnten rechten Außenverteidigerposition (in Ermangelung von Alternativen, Markus Hiden war nach Kreuzbandriss noch rekonvaleszent), spielte einen Ball unbedrĂ€ngt in die FĂŒĂŸe von Libor Sionko – der Tscheche schaltete blitzschnell, gab den Ball zur Mitte, wo Rushfeldt keine MĂŒhe hatte, den Ausgleich herzustellen.

Wer jetzt aber glaubte, dass dieses Spiel sich zu einem großartigen, denkwĂŒrdigen Derby entwickelte, wurde schlagartig enttĂ€uscht – die Partie schlief nicht nur aufgrund der Tatsache, dass keine Tore mehr fielen, komplett ein, sondern auch deshalb, weil sich beide Abwehrreihen mehr oder weniger neutralisierten und beide Mannschaften zu wenig ĂŒber die FlĂŒgel spielten.

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Den Austria-AnhĂ€ngern wird’s egal gewesen sein, da die Derby-Serie Bestand hatte – auf Rapid-Seite war man obgleich dieses Umstands natĂŒrlich naturgemĂ€ĂŸ nicht zufrieden, auch weil die Austria ganz sicher nicht ihren besten Tag hatte und drei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen sind. FĂŒr Rapid blieb an diesem Nachmittag die Erkenntnis, trotz schwachem Spieles weiterhin die TabellenfĂŒhrung innezuhaben...

StimmungsmĂ€ĂŸig behielten die Veilchen die Oberhand, wenngleich auch hier festgestellt werden muss, dass die rund 3.000 Rapidler auf der OsttribĂŒne die wohl schlechteste Vorstellung der gesamten Saison lieferten – Zyniker könnten sagen, die Stimmung hĂ€tte sich dem Grottenkick nach ansehnlichen zwanzig Minuten angepasst...

4. Spieltag

SK Rapid Wien 0:0 Austria Salzburg

Samstag, 7. August 2004

12.400 Zuschauer / Gerhard - Hanappi – Stadion

TorschĂŒtzen: -

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos (72. Adamski) – Feldhofer – Martin Hiden – Sturm (60. Katzer)

Hofmann – Martinez (54. Lawaree) - Hlinka – Ivanschitz

Dosek - Kincl

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In der 4. Runde der T-Mobile Bundesliga empfing der SK Rapid Wien den SV Salzburg. Nach den tollen Leistungen in der bisherigen Saison strömten 12.400 Zuseher ins Wiener Gerhard-Hanappi Stadion, die eine tolle Stimmung machten.

Rapid begann sehr offensiv, Josef Hickersberger ließ erstmals alle drei Offensiven Mittelfeldspieler (Hofmann, Martinez, Ivanschitz) beginnen und sicherte die Defensive mit dem Slowaken Hlinka ab. Die erste gute Chance hatte Steffen Hofmann, die jedoch von Salzburg-TorhĂŒter Arzberger prĂ€chtig entschĂ€rft wurde. Nach weiteren Chancen fĂŒr Ivanschitz (7.) und Martinez (10.) flaute die grĂŒn-weiße Anfangsoffensive ab.

Die Stimmung auf den RĂ€ngen passte sich dem Spiel an, das mit Fortlauf des Spiels immer schlechter wurde. Salzburg kam zwar am Ende der 1. HĂ€lfte zu einigen Chancen, die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden.

Auch die Einwechslung von Axel Lawaree Ànderte nichts mehr an diesem relativ langweiligem Spiel. Suazo und Schoppitsch sahen zwar in der Schlussphase noch die Rote Karte, doch ein Adamski-Schuss in der 94. Minute, den Arzberger abwehren konnte, war die einzige Ausbeute im hektischen Finish.

„2 verlorene Punkte“, so das ResĂŒmee von Rapid-Coach Hickersberger nach dem Schlusspfiff. Auch die Tatsache dass Rapid die einzige Mannschaft ohne Niederlage bisher sind, war ein schwacher Trost fĂŒr Spieler und Fans.

Wieder einmal eine schöne Pyro-Show zu Beginn der 2. HĂ€lfte auf der WesttribĂŒne:

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5. Spieltag

SK Sturm Graz 0:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 15. August 2004

8.420 Zuschauer / Arnold-Schwarzenegger-Stadion

TorschĂŒtzen: Lawaree (79.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Feldhofer - Martin Hiden - Adamski

Hofmann (46. Martinez) - Hlinka - Korsos - Ivanschitz

Dosek (67. Katzer) - Kincl - Lawaree (88. Burgstaller)

Nach dem enttĂ€uschenden 0:0 gegen die MozartstĂ€dter gastierten die GrĂŒn-Weißen in Graz beim SK Sturm. Josef Hickersberger ließ noch offensiver als gegen Salzburg spielen in dem er mit Dosek, Kincl und Lawaree gleich 3 StĂŒrmer brachte und die Viererkette auflöste. Das Spiel entwickelte sich folgerichtig von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch.

Es gab auf beiden Seiten unzĂ€hlige brandgefĂ€hrliche Angriffe u.a. die Doppelchance von Feldhofer und Dosek, deren KopfbĂ€lle, nach Freistoß von Andreas Ivanschitz hintereinander an der Latte bzw. Stange landeten.

Die Stimmung im Stadion war phĂ€nomenal, die 2.000 mitgereisten Rapid-Fans sorgten fĂŒr eine herrliche AtmosphĂ€re.

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In der 2. HĂ€lfte wurde das Offensiv-Spektakel fortgesetzt, ein Neukirchner-Tor wurde in der 47. Minute zurecht aberkannt. Danach verflachte das Spiel etwas, da vor allem bei Rapid, etwas mehr auf die Defensive geachtet wurde. FĂŒr den Regisseur Steffen Hofmann kam zur Halbzeit Sebastian Martinez, und StĂŒrmer Dosek wurde von Verteidiger Markus Katzer ersetzt (67.).

Kurz vor Schluss - die Stimmung war trotz allem der pure Wahnsinn - gelang Rapid dennoch das erlösende 0:1 - nach einem Martinez-Eckball und einem Kopfball von Hlinka traf Axel Lawaree aus kurzer Distanz zur FĂŒhrung fĂŒr Rapid. Das Stadion kochte, da auch Sturm noch mal eine Chance zum Ausgleich sah - zum GlĂŒck blieb es beim 0:1-AuswĂ€rtssieg von Rapid. Der Vater des Sieges war - trotz dem Tor von Lawaree - Ladislav Maier, der mit tollen Paraden die Angreifer von Sturm zum verzweifeln brachte.

"Beide Mannschaften spielten sehr offensiv, aber nach den vielen vergebenen Möglichkeiten war es klar, dass der erste Treffer entscheidet." - das kurze Statement von Josef Hickersberger, nach dem Spiel.

6. Spieltag

SK Rapid Wien 3:0 SV Mattersburg

Samstag, 21. August 2004

11.000 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

TorschĂŒtzen: Lawaree (50., 61.), Kincl (52.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos - Martin Hiden - Feldhofer (66. Dosek) - Adamski

Martinez - Hlinka (78. Kulovits) - Ivanschitz - Katzer (70. Sturm)

Kincl - Lawaree

In der 6. Runde der T-Mobile Bundesliga war der SV Mattersburg zu Gast. Der weiterhin einzige ungeschlagene Bundesligist musste den KapitĂ€n Steffen Homfann vorgeben - fĂŒr ihn spielte erneut Sebastian Martinez. Das Hanappi-Stadion war wieder mal sehr gut besucht und auch die Stimmung war auf ein neues ausgezeichnet. Die WesttribĂŒne prĂ€sentierte eine herrliche Choreographie die ganz im Zeichen der ehemaligen Nummer 17 Rene Wagner stand ("Rene Wagner Fussballgott - Danke fĂŒr 8 Jahre Tore und Emotionen").

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Das Spiel begann aber alles andere als wunschgemĂ€ĂŸ fĂŒr die Hausherren. Denn die BurgenlĂ€nder (neben Rene Wagner, standen mit Hedl, Mandreko, Mörz und KĂŒhbauer vier weitere Ex-Rapidler in der Startelf) fanden gleich in der Anfangsphase eine dicke Möglichkeit vor. Erneut war es Ladi Maier, der Rapid vor einem Gegentor bewahrte.

Auch in der Folge waren die BurgenlĂ€nder in HĂ€lfte eins die Spiel bestimmende Mannschaft. Rapid musste sich aufs Kontern verlegen - ein Tor von StĂŒrmer Marek Kincl wurde - wie die Zeitlupe bewies - zu Unrecht aberkannt.

In der 2. HĂ€lfte bewies sich wieder die alte Fussball-Weisheit, dass man Tore, die man nicht schießt, selbst bekommt. Nur 5 Minuten nach der Pause war es Axel Lawaree, der mit einem perfekten Weitschuss das 1:0 fixierte. Nicht einmal 120 Sekunden spĂ€ter hieß es dann schon 2:0: Ivanschitz nĂŒtzte den Schock der Mattersburger aus, lief ĂŒbers halbe Feld und passte ideal auf Kincl, der eiskalt sein fĂŒnftes Saisontor erzielte. Nach Vorarbeit von Katzer und Ivanschitz besorgte Lawaree den 3:0-Endstand (61.)

In der Schlussphase sah Mattersburg-Verteidiger Mandreko nach einem Tritt gegen Kincl zurecht die Rote Karte.

Das "Hanappi" war ein Hexenkessel geworden und die Stimmung war am explodieren.

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7. Spieltag

SV Pasching 2:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 29. August 2004

7.500 Zuschauer / Waldstadion

TorschĂŒtzen: Kincl (24.); Glieder (5.), Pichlmann (81.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos (89. Dober) Feldhofer - Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Sturm (77. Adamski)

Martinez (66. Kulovits) - Ivanschitz

Dosek - Kincl

Die siebte Runde der Saison 2004/05 sollte fĂŒr den SK Rapid die erste Niederlage der heurigen Saison mit sich bringen – aber alles der Reihe nach. Den HĂŒtteldorfern fehlten vor dem nicht unwichtigen AuswĂ€rtsspiel u.a. KapitĂ€n Steffen Hofmann sowie weiterhin TorhĂŒter Helge Payer, der abermals von Ladislav Maier vertreten wurde.

Das Spiel begann denkbar ungĂŒnstig: Innenverteidiger Ferdinand Feldhofer rutschte als letzter Mann an der Mittellinie unglĂŒcklich aus und eröffnete Edi Glieder somit die Chance, alleine auf den Kasten von Ladi Maier zuzulaufen – der StĂŒrmer in Diensten der Oberösterreicher ließ dem Rapid-TorhĂŒter in dieser Szene keine Chance. Rapid steckte allerdings nicht auf, im Gegenteil: Zur Freude der ca. 1000 mitgereisten Fans, die wie immer in Pasching fĂŒr eine herausragende (sofern dies in diesem „Stadion“ möglich ist) Stimmung sorgten gelang Marek Kincl nach schönem Zuspiel seines tschechischen Sturmpartners Dosek in der 24. Minute der Ausgleich. Vor der Pause hatte Dosek selbst noch zweimal die FĂŒhrung fĂŒr die GrĂŒn-Weißen auf dem Fuß, scheiterte aber weniger an Schicklgruber denn am eigenen Unvermögen.

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Besagter TorhĂŒter stand dann in der ereignisarmen zweiten Halbzeit im Mittelpunkt hitziger Diskussionen: Völlig unmotiviert sprang er mit gestrecktem Fuß voran (!) in den auf ihn zustĂŒrmenden Andreas Ivanschitz hinein – Schiedsrichter Mostböck, der wie so oft glĂ€nzend aufgelegt war, konnte sich ein Grinsen und den Wink, dass doch bitte weitergespielt werden solle, nicht verkneifen. Statt der völlig verdienten roten Karte fĂŒr den „Pannen-Pepi“ und einer guten Freitoß-Chance fĂŒr Rapid gab es eine gelbe Karte fĂŒr Marek Kincl aufgrund Kritisierens.

Angetrieben durch - sagen wir - diese eklatante Fehlentscheidung gelang den Paschingern in der 81. Minute nach einem katastrophalen Fehler von Ladislav Maier, der in Graz noch „Man of the Match“ war, die Entscheidung: Chaile flankte zur Mitte, Pichlmann köpfte den Ball in Richtung Tor, den sich Maier quasi selbst ins Tor legte.

Eine völlig unnötige Niederlage, wie auch Hickersberger danach feststellte: "In Pasching kann man verlieren, aber die Art und Weise ist nicht in Ordnung. FĂŒr mich war die Szene mit Schicklgruber-Ivanschitz Torraub, eine Rote Karte und ein Freistoß.“

Das sah wohl nicht nur er so – dass sich Rapid fĂŒr diese Niederlage 2 œ Monate spĂ€ter im Hanappi-Stadion „furchtbar“ rĂ€chen wĂŒrde, konnte er sowie die Fans zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen...

8. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 Admira/Wacker

Samstag, 11. September 2004

9.700 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

TorschĂŒtzen: Hofmann (21.), Feldhofer (30.); Oravec (73.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos - Feldhofer - Adamski - Katzer

Martinez - Hofmann (66. Ivanschitz) - Kulovits (86. Burgstaller) - Hlinka

Kincl (73. Gartler) - Dosek

Am 8. Spieltag trat der SK Rapid Wien zuhause gegen die Admira an. Aufgrund des etwas unattraktiven Gegner fanden "nur" 9.700 Zuschauer den Weg ins Hanappi-Stadion. Rapid, die ja in der letzten Saison so etwas wie einem "Admira-Fluch" unterlegen war, zeigte an diesem Nachmittag zwar Respekt vor dem Angstgegner, spielte jedoch groß auf. Die Teamspieler Andreas Ivanschitz und Martin Hiden wurden fĂŒr das UEFA-Cup Spiel gegen Sporting Lissabon (Berichte zu den Spielen folgen!) geschont; Axel Lawaree fehlte aufgrund einer Verletzung. Dennoch dominierte der SK Rapid das Spiel von Beginn an und es war nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen wĂŒrde.

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Steffen Hofmann der in der neunten Minute bei seinem ersten Freistoß aus guter Distanz noch an der Mauer gescheitert war, zirkelte den Ball bei seinem zweiten in der 21. Minute ĂŒber die Abwehr hinweg in die linke Kreuzecke, Szamotulski vermochte den Ball nur noch leicht zu berĂŒhren. Ein Traumtor! Das Stadion war in Ekstase, die Stimmung in den ersten Minuten einfach phĂ€nomenal!

Nur 8 Minuten spĂ€ter durften die Rapid-Fans erneut jubeln - nach Martinez-Flanke war es der Verteidiger Ferdinand Feldhofer, der nach einer Kopfballvorlage von Kincl, aus kurzer Distanz den Ball ĂŒber die Linie schoss. Weitere Möglichkeiten wurden klĂ€glich vergeben - Hofmann traf in der 28. Minute nur die Stange, Martinez in der 41. Minute nur die Latte, Dosek scheiterte in der 84. Minute an Szamotulski, um nur einige zu nennen. Und auch diesmal stand ein Schiedsrichter im Mittelpunkt - Konrad Plautz der nach dem Brutalo-Foul von Matyus an Dosek nur Gelb zeigte (Zitat Hickersberger: "Die Attacke von Matyus an Dosek war fĂŒr mich rotwĂŒrdig. Wenn der Schiedsrichter aber der Meinung ist, es muss erst ein offener Schien- und Wadenbeinbruch her, dann muss ich das akzeptieren.").

Die zweite HĂ€lfte war ziemlich unspektakulĂ€r. Rapid vergab noch eine Reihe von guten Möglichkeiten (Dosek, Martinez, Katzer!) - die GĂ€ste aus der SĂŒdstadt konnten mit ihrem einzigen Angriff durch Oravec den Anschlusstreffer erzielen. JĂŒrgen Macho, der Ladi Maier und dem wieder fitten Helge Payer vorgezogen wurde, war bei diesem Schuss von Oravec aus sieben Metern chancenlos.

Fazit: Ein verdienter, wichtiger Sieg fĂŒr Rapid mit einer eher mĂ€ĂŸigen Stimmung auf den RĂ€ngen.

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9. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 Grazer AK

Sonntag, 18. September 2004

13.200 Zuschauer / Gerhard – Hanappi - Stadion

TorschĂŒtzen: Kienast (6.), Dosek (84.); Aufhauser (58.).)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos - Adamski - Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits

Hofmann (71. Burgstaller) – Martinez (76. Sturm)

Dosek – Kienast (90. Gartler)

An jenem Sonntag-Nachmittag im September stand das erste Saisonduell mit dem Meister an. Im Tor stand wiederum Neuzugang JĂŒrgen Macho, daneben musste Coach Josef Hickersberger aber auf die LeistungstrĂ€ger Ivanschitz, Kincl, Feldhofer, Garics und Lawaree sowie auf den Langzeitverletzten Rechtsverteidiger Markus Hiden (Kreuzbandriss) verzichten. Es schien, als wĂ€ren die Voraussetzungen fĂŒr diese Auseinandersetzung nicht allzu gut zu sein. Aufgrund der akuten StĂŒrmernot wurde Kooperationsspieler Roman Kienast vom Zweitliga-Klub SCR Altach heimgeholt, und durfte auch prompt von Beginn weg neben dem Tschechen Dosek stĂŒrmen – und wie!

WesttribĂŒne: Choreographie der UR

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Erste gute Offensiv-Aktion von Rapid, erstes Tor: Hlinka auf Hofmann, Pass auf Katzer in den freien Raum, der wiederum sieht Kienast in der Mitte (völlig von Tokic und Ehmann alleine gelassen) und hat keine MĂŒhe, den Ball einzuköpfen. In den ersten zwanzig Minuten kann sich der GAK kaum befreien, die Rapidler sind teilweise nur mit (derben) Fouls zu stoppen – dennoch gelang vor der Pause das 2:0 nicht mehr, lediglich fĂŒnf GAK-Spieler sahen die gelbe Karte (gleich vorweg: Die Herren Muratovic und Pogatetz hĂ€tten nach Video-Studium Rot sehen mĂŒssen).

Nach der Pause kam der GAK zum völlig unverdienten Ausgleich: 58. Minute; Aufhauser zieht vom rechten Sechzehnereck ab, der Ball landet hinter JĂŒrgen Macho, der absolut chancenlos ist, im linken Kreuzeck. Dem GAK fiel dennoch kaum was ein, und so musste erneut der völlig inferiore Schiedsrichter Brugger nachhelfen, welcher den rechten Außenverteidiger György Korsos nach einem „Foul“ an Emanuel Pogatetz (wiederum nach TV-Studium als Schwalbe enttarnt) zu Unrecht des Feldes verwies. Aufgrund der vielen Fouls ließ sich Josef Hickersberger zudem zu einer richtigen Kultaktion hinreißen: Als wieder mal ein GAK-Spieler die Sense auspacken musste und Brugger sich abermals in Ignoranz ĂŒbte, zeigte Hickersberger Brugge die „gelbe Karte“ – womit er zwar die Lacher und den Applaus des Stadions, nicht aber den des Mannes in Schwarz auf seiner Seite hatte.

Die eher mittelmĂ€ĂŸige Stimmung auf den RĂ€ngen explodierte allerdings, als dem Tschechen Tomas Dosek nach herrlicher Vorarbeit des alles ĂŒberragenden Mittelfeld-Organisators Peter Hlinka noch in Unterzahl das 2:1 gelang: Flanke von rechts, Dosek tanzt Nationalspieler Joachim Standfest aus und schießt zum 2:1 ein ! Das Hanappi explodierte förmlich, und es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass die GrĂŒn-Weißen in dieser Saison in der Rapid-Viertelstunde zu einem entscheidenden Treffer kamen...

ResĂŒmierend konnte man feststellen, dass sich der GAK an jenem Nachmittag nicht als wĂŒrdiger Meister erwies: Planlosigkeit, keine einzige herausgespielte Torchance, weit hinten hinein gedrĂ€ngt und mehrere böse Fouls zeugen von einer katastrophalen Leistung der Rotjacken...

10. Spieltag

Grazer AK 2:2 SK Rapid Wien

Samstag, 25. September 2004

10.800 Zuschauer / Arnold-Schwarzenegger-Stadion

TorschĂŒtzen: Ivanschitz (11.), Martinez (55.); Bazina (23., 58.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Feldhofer (46. Garics) - Hiden - Adamski - Katzer

Hofmann (80. Burgstaller)- Hlinka - Kulovits (69. Kienast) - Ivanschitz

Martinez - Dosek

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Am 25. September 2004, musste Rapid erneut gegen den Meister GAK antreten - diesmal allerdings in Graz. Die Aussicht auf einen Punktegewinn war nicht besonders rosig - wie im Hinspiel fehlten u.a. Hofmann, Kincl, Lawaree und Markus Hiden. Wie auch beim Spiel gegen den SK Sturm fanden viele Rapidfans den Weg nach Graz - rund 2.000 sollen es gewesen sein. Und - wie eigentlich immer in dieser Saison - war die Stimmung im GĂ€stesektor genial. Besonders toll wurde sie in der 11. Minute - denn da erzielte Andi Ivanschitz das 1:0 - Marke Traumtor - nach einem Abwehrfehler der "Roten Teufel" traf der TeamkapitĂ€n herrlich ins Kreuzeck. Nach dem Treffer wachte der GAK auf und ĂŒbernahm das Kommando in einer offensiv gefĂŒhrten Begegnung.

In der 23. Minute verliert TorschĂŒtze Ivanschitz im Mittelfeld den Ball und öffnet den Grazern somit die Chance zum Konter. Nach Pass von Kollmann trifft Bazina zum Ausgleich fĂŒr den GAK. In den folgenden Minuten gab es eine Menge Chancen auf beiden Seiten, und wieder hatte Ivanschitz eine brandgefĂ€hrliche Aktion eingeleitet, die jedoch das Tor nur ganz knapp verfehlte.

Nach der Pause wie aus dem Nichts die erneute FĂŒhrung fĂŒr GrĂŒn-Weiß. Sebastian Martinez nimmt sich ein Herz und zieht von der Strafraumgrenze ab - keine Chance fĂŒr Schranz, Rapid erneut in Front. Der Jubel im vollen GĂ€stesektor hielt aber nur kurz - nach einem fĂŒrchterlichen Schnitzer vom polnischen Verteidiger Adamski, trifft Bazina zum 2:2-Ausgleich.

Man Of The Match war ganz klar Andi Ivanschitz, der in einer bestechenden Form die Rapid-Offensive enorm verstÀrkte.

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11. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 SW Bregenz

Sonntag, 3. Oktober 2004

8.400 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

TorschĂŒtzen: Dosek (22.), Sturm (73.); Jakomin (88.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Feldhofer (75. Burgstaller) - Sturm

Hofmann - Hlinka (54. Martinez) - Kulovits - Ivanschitz

Lawaree (56. Kienast) - Dosek

Die Ausgangssituation vor der 11. Runde war klar, Rapid - punktegleich mit TabellenfĂŒhrer Austria - musste 3 Punkte gegen den Tabellenletzten aus Bregenz holen. Da weder Gegner noch Wetter sehr attraktiv waren, fanden lediglich 8.400 Zuschauer an diesem Sonntag-Nachmittag den Weg ins "St. Hanappi".

Die Stimmung war zu Beginn eine der schlechtesten in der ganzen bisherigen Saison - einige dĂŒrften vom Vortag noch etwas mĂŒde gewesen sein, anders wĂ€re die Stimmung nicht zu erklĂ€ren. Nach dem UEFA-Cup Ausscheiden nur 4 Tage zuvor prĂ€sentierte die WesttribĂŒne zwar keine aufwendige, aber sehr aussagekrĂ€ftige Choreographie:

Kopf hoch, ihr GrĂŒn-Weißen Krieger, volle Konzentration auf die Liga!

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Coach Hickersberger stellte gegenĂŒber dem Spiel gegen den GAK um: Payer spielte fĂŒr Macho im Tor, György Korsos begann erstmals wieder in der rechten Verteidigung, Ferdinand Feldhofer rĂŒckte in die Innenverteidigung, Florian Sturm ersetzte den Verletzten Katzer und Lawaree war nach seiner Verletzung ebenfalls wieder mit an Bord. Trotzdem gehörten die ersten 20 Minuten den Vorarlbergern - die grĂ¶ĂŸte Chance von Nzuzi in der 13. Minute parierte Helge Payer, der nach 10 Wochen erstmals wieder im Rapid-Tor steht, glĂ€nzend.

"Nach 22 Minuten fĂ€llt der ĂŒberraschende FĂŒhrungstreffer fĂŒr Rapid - nach Steilpass von Korsos hat der Tscheche Tomas Dosek kein Problem einzunetzen - 1:0 fĂŒr Rapid. Nur 7 Minuten spĂ€ter verhindert Aluminium den zweiten Treffer von Dosek - Rapid findet jetzt gut ins Spiel und dominierte Bregenz."

Rapid wurde in der 2. Halbzeit immer stĂ€rker, die Stimmung im Hanappi-Stadion immer schwĂ€cher. In der 56. Minute musste sich Bregenz-Goalie Tolja nach einem herrlichen Ivanschitz-Freistoß auszeichnen. Die Rapid-Fans wurden mit der Zeit immer ungeduldiger - man wollte die Entscheidung. Und die fiel 2 Minuten vor der Rapid-Viertelstunde. Nach Traumpass von Hofmann spitzelt Florian Sturm den Ball locker an Tolja vorbei - 2:0 fĂŒr Rapid. Das war die Entscheidung! Oder doch nicht?

In der 81. Minute traf Nzuzi nur die Stange, und nachdem es Dosek verabsĂ€umte das 3:0 zu machen, fiel nach Nzuzi-Flanke der 2:1-Anschlusstreffer durch Jakomin, der nach Unsicherheit von Payer problemlos einnetzen konnte. Bregenz bĂ€umte sich noch einmal auf - aber es war zu spĂ€t! Ein unspektakulĂ€rer Fußball-Sonntag endete mit einem knappen Rapid-Sieg.

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12. Spieltag

FC Wacker Innsbruck 0:2 SK Rapid Wien

Samstag, 16. Oktober 2004

9.400 Zuschauer / Tivoli-Stadion

TorschĂŒtzen: Katzer (3.), Korsos (49.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Burgstaller - Katzer

Hlinka

Hofmann – Martinez (80. Topic)– Sturm (54. Markus Hiden)

Dosek – Lawaree (85. Kienast)

Nach dem 2:1 Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Vorarlberg musste Rapid zum ersten Mal seit zwei Jahren zum Aufsteiger Wacker Innsbruck, den man im ersten Saisonduell mit 4:1 aus dem Weststadion gefegt hatte.

Die Vorzeichen waren ob der guten Leistungen in den letzten Wochen gut; Es fehlten jedoch die LeistungstrÀger Ivanschitz und Kincl, was sich aber in diesem Spiel nicht weiter auswirken sollte.

Schon zu Beginn machten sich die gut 700 mitgereisten Rapid-Fans lautstark bemerkbar, die in weiterer Folge einen der Höhepunkte des Abends markieren sollten – dazu spĂ€ter aber mehr.

Rapid machte von Beginn weg Druck und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer im neuen Tivoli-Stadion denn das Sagen haben wĂŒrde. Bereits nach drei Minuten köpfelte Linksverteidiger Markus Katzer sein zweites Saisontor, dem eine Ecke vorausgegangen war. Mit der frĂŒhen FĂŒhrung im RĂŒcken spielten die GrĂŒn-Weißen beruhigt auf, was in mehreren Großchancen und einem zu Unrecht aberkannten Abseitstor von Mittelfeldmotor Peter Hlinka (Minute 25) gipfelte. Trotz dieser Fehlentscheidung ließen sich Rapidler nicht aus der Ruhe bringen, wodurch Innsbruck kaum zu Torchancen kam.

Das 1:0 zur Pause war zu diesem Zeitpunkt hochverdient, auf dem Vorsprung ausruhen konnten sich die HĂŒtteldorfer aber erst, als György Korsos, an diesem Tag abermals in der rechten Verteidigung aufgeboten, aus einem Gestocher in der 49. Minute das 2:0 markierte und sich vor dem Rapid-Sektor feiern ließ. Von da an kontrollierte Rapid das Spiel souverĂ€n und schonte sich weitgehend fĂŒr kommende Aufgaben; Überragend an diesem Tag war die sattelfeste, von Martin Hiden sehr gut organisierte Viererkette, die abermals den Beweis antrat, dass die Pauschalurteile ĂŒber Rapids schwache Verteidigung ad acta gelegt werden mĂŒssen.

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Leider gibt es zu dem Spiel auch eher Negatives, wenn auch nicht von Rapid-Seite, zu berichten; Die Fans von Wacker Innsbruck protestieren u.a. fĂŒr ebendiesen Vereinsnamen (derzeitiger Name: Wacker Tirol), und zogen daher den „stillen“ Protest vor, was fĂŒr die AuswĂ€rtskurve insofern schade war, da sie an diesem Tag keinen Gegner hat. Was die Rapid-Fans aber an jenem Samstag im Oktober in der Tiroler Landeshauptstadt prĂ€sentierten, sollte selbst in dieser Saison nicht oft ĂŒberboten werden.

Dies scheinen auch die Spieler bemerkt zu haben, die ungewöhnlich lange vor dem Sektor blieben und sich erst nach einiger Zeit auf den Weg in die Kabine machten – Rapid hatte wieder drei Punkte eingefahren, der Winterkönig war somit fest im Visier der HĂŒtteldorfer Kanoniere.

13. Spieltag

SK Rapid Wien 1:1 FK Austria Magna

Sonntag, 24. Oktober 2004

17.500 Zuschauer / Gerhard Hanappi-Stadion

TorschĂŒtzen: Katzer (54.); Vastic (46.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Feldhofer - Katzer

Hlinka (77. Martinez) – Kulovits (52. Garics)

Hofmann – Ivanschitz (79. Kienast)

Dosek – Lawaree

Derby-Time in St. HĂŒtteldorf. Ausverkauftes Hanappi-Stadion, die gesamte grĂŒn-weiße AnhĂ€ngerschaft will endlich den Derby-Sieg nach 14 sieglosen Spielen gegen den Stadtrivalen. Die Frage, die sich die Experten vor dem Spiel stellten, war aber eine Andere: WĂŒrde die Torsperre von Austria-Keeper Joey Didulica gebrochen werden? Der Australo-Kroate war immerhin beinahe 700 Minuten ohne Gegentor geblieben.

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Das Spiel begann fĂŒr Rapid hervorragend, ĂŒber die Seiten wurde konstant Druck aufgebaut und in der zwölften Minute traf KapitĂ€n Steffen Hofmann nach einem kurz ausgefĂŒhrten Eckball bereits die Latte. Nach dem guten Beginn verflachte das Spiel aber zusehends, auch, weil sich die beiden Mittelfeldreihen, die absolut ebenbĂŒrtig waren, komplett neutralisierten und kaum Raum fĂŒr gutes Pass- und Kombinationsspiel ließen.

Direkt nach dem Seitenwechsel der Paukenschlag: Kiesenebner spielt in die Spitze, TorjĂ€ger Rushfeldt steigt ĂŒber den Ball und Ivica Vastic schiebt den Ball an Payer vorbei, der keine Chance hat, zur 1:0 FĂŒhrung ein – ein Tor, mit dem zu diesem Zeitpunkt keiner gerechnet hatte, schon gar nicht die Rapid-Spieler, die sich 33 Sekunden nach Wiederanpfiff gedanklich wohl noch bei der Kabinenpredigt von Herrn Hickersberger befanden. Wie dem auch sei, Rapid antwortete, nicht wie zu erwarten war, mit stĂŒrmischen Angriffen, kam aber trotzdem zum Ausgleich, der bezeichnenderweise nach einer Standard-Situation fiel: Hofmann flankte in die Mitte, Verteidiger Markus Katzer versucht es einmal, Didulica mit einem Weltklasse-Reflex; Den wegspringenden Ball bekommt Katzer aber genau auf den Kopf, von wo er in den Maschen landet – 1:1 zu einem Zeitpunkt, wo eigentlich kaum Jemand mit dem Ausgleich gerechnet hatte.

Dass ein Derby kaum ohne brisante Szenen ablaufen kann, bewies die Szene aus Minute 73, um die sich so mancher Austrianer selbst Monate danach noch betrogen fĂŒhlte: Dospel erzielt (nimmt man die TV-Bilder als Beweis) ein regulĂ€res Tor, welches von den Assistenten von Herrn Sowa zu Unrecht aberkannt wird – zwei Minuten spĂ€ter rempelt Rushfeldt Feldhofer nieder, der sich ein wenig theatralisch fallen lĂ€sst – SR Sowa schickt den Norweger daraufhin zum Duschen. Die AtmosphĂ€re war daraufhin in der Rapid-Viertelstunde zwar mehr als nur giftig, wirklich Entscheidendes tat sich aber nicht mehr; Vielmehr schien, als wĂ€ren beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden, sicherte es ihnen ja punktegleich die TabellenrĂ€nge 1 und 2.

Insgesamt spielte Rapid wie in so vielen Derbys zuvor eher behĂ€big nach vorne, konnte nie seine Normalform abrufen, obwohl man quasi in (Herbst-)Bestbesetzung antrat. Stimmung war einem Derby halbwegs angemessen, auch wenn man von Austria-Seite da was Anderes hören musste (wer’s glaubt...)

14. Spieltag

SV Salzburg 0:1 Sk Rapid Wien

Mittwoch, 27. Oktober 2004

10.000 Zuschauer / EM-Stadion Wals Siezenheim

TorschĂŒtzen: Korsos (49.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics (88. Feldhofer) - Hiden - Burgstaller - Katzer

Hlinka – Korsos (76. Markus Hiden)

Hofmann – Martinez

Kienast – Lawaree (66. Sturm)

Drei Tage nach dem großen Wiener Derby stand die schwierige AuswĂ€rtspartie in Salzburg an; Obwohl die MozartstĂ€dter in dieser Saison bestenfalls unterstes Mittelmaß bzw. eigentlich Abstiegskandidat waren, wusste man schon im Vorfeld der Partie, dass das Unternehmen „drei Punkte“ nicht unbedingt leicht werden wĂŒrde.

Das schwache Niveau der Partie, das man schon im Vorfeld erahnen konnte, soll hier nicht weiter kommentiert werden – insgesamt gab es grade mal eine handvoll Torchancen (und damit meine ich wirklich eine Handvoll !), wovon Rapid zum GlĂŒck eine zum etwas glĂŒcklichen 1:0 Sieg nĂŒtzen konnte: Wieder einmal ging es ĂŒber die linke Seite, ĂŒber den bĂ€renstarken Linksverteidiger Markus Katzer, der eine Idealflanke auf György Korsos zirkelte, der dann eigentlich nur mehr seinen Kopf hinhalten muss. Der weitere Verlauf des Spiels ist schnell erzĂ€hlt: Rapid schonte sich, Salzburg konnte nicht; Da die Wiener Austria zeitgleich im Horr-Stadion dem SV Pasching unterlag, war Rapid zum ersten Mal seit fĂŒnf Runden wieder auf dem Sonnenplatz in der Tabelle.

Blieb soweit nur zu hoffen, dass sich die Personalsituation bald entspannen wĂŒrde – wie oben ersichtlich, fehlten einige Stammspieler verletzungsbedingt, was sich vor allem im mehr als zahmen Sturm (Lawaree außer Form, Kienast... naja, Kienast eben...) niederschlug.

Beeindruckend wie so oft die Anzahl der AuswÀrtsfan, wenn man bedenkt, dass Salzburg (knappe 300 Kilometer, unter der Woche!) nicht unbedingt um die Ecke liegt.

Motto: Salzburg in Flammen

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15. Spieltag

SK Rapid Wien 2:0 SK Sturm Graz

Sonntag, 31. Oktober 2004

13.200 Zuschauer / Gerhard Hanappi-Stadion

TorschĂŒtzen: Kienast (63.) Gercaliu (66. / Eigentor)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Garics - Feldhofer - Burgstaller (46. Kienast) - Katzer

Hlinka – Korsos

Hofmann – Martinez (75. Kulovits)

Dosek (70. Adamski) – Lawaree

Die englischen Wochen gingen weiter – nur vier Tage nach dem hart umkĂ€mpften 1:0 Erfolg in Salzburg war Rapids Lieblingsgegner, der SK Sturm Graz, im Hanappi-Stadion zu Gast. Was sollte da anbrennen? Immerhin konnten die Grazer schon seit ca. zehn Partien (vom Autor nicht genau nachgeprĂŒft, Anm.) nicht mehr gegen grĂŒn-weiß gewinnen. Zudem glich St. Hanappi mehr und mehr einer Festung, auch an diesem kalten Sonntag im Oktober waren mehr als 13.000 nach HĂŒtteldorf gepilgert, um den TabellenfĂŒhrer zum Sieg zu schreien.

Rapid startete, wie man es erwartet hatte: Druck ĂŒber die Seiten, SchĂŒsse aus allen Lagen, nur das GlĂŒck fehlte. Wobei „starten“ nicht das richtige Wort ist, denn die Grazer schossen in Halbzeit 1 nicht einmal auf das von JĂŒrgen Macho gehĂŒtete Tor, eigentlich gab es nur Einbahnstraßenfußball auf einer schiefen Ebene, jedoch scheiterten die Rapidler entweder am Pech (Hlinka an die Latte), am eigenen Unvermögen oder am prĂ€chtig aufgelegten Schiedsrichter Lehner, der Rapid gleich zwei Elfmeter verweigerte und somit nicht unwesentlich ins Spiel eingriff. Bester Spieler der ersten HĂ€lfte war mit Abstand Markus Katzer, ĂŒber den so gut wie alle Angriffe liefen und der auch defensiv ĂŒberhaupt Nichts anbrennen ließ.

Nicht anders das Bild in HĂ€lfte Zwei: Hickersberger löste in der Pause zwangslĂ€ufig die Viererkette auf (Thomas Burgstaller hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen und mit diesem noch einige Minuten gespielt !!) , was Wirkung zeigte: In der 63. Minute bekam KapitĂ€n Hofmann nach einer schönen Kombination im Mittelfeld (Hlinka / Martinez) die Kugel und drĂŒckte aus ca. 20 Metern ab – der Ball wurde abgeblockt und fiel Roman Kienast vor die FĂŒĂŸe, der Gratzei elegant umkurve und zum 1:0 fĂŒr Rapid einschoss. Nur drei Minuten spĂ€ter durften die Fans erneut jubeln: Ein Eckball von Hofmann wurde von Lawaree verlĂ€ngert und von Ronald Gercaliu unglĂŒcklich ins eigene Tor verlĂ€ngert – die Tore eine logische Folge der eklatanten Überlegenheit der Rapid-Mannschaft, wĂ€hrend sich Sturm von einer Chance fĂŒr Filipovic (diese allerdings noch beim Stand von 0:0) abgesehen ĂŒberhaupt nicht befreien konnte.

Nach den Toren spielte Rapid wirklich gut weiter – weitere Chancen fĂŒr Lawaree (neben das Tor) und Dosek (Gratzei lenkte den Ball mit einer Glanzparade neben den Pfosten) blieben aber ungenĂŒtzt, wodurch der SK Sturm ein Debakel abwenden konnte.

Stimmung war eher durchwachsen, nach den Toren naturgemĂ€ĂŸ gut, davor höchstens Durchschnitt – eigentlich unverstĂ€ndlich, wenn man den Spielverlauf bedenkt, zumal man der Mannschaft höchstens vorwerfen konnte zu exzessiv zu versuchen, den Ball ins Tor zu tragen.

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Trotz des Formtiefs einiger Akteure (Peter Hlinka, Sebastian Martinez) und dem Fehlen wichtiger StĂŒtzen (Martin Hiden, Marek Kincl, Andreas Ivanschitz) gelang es Rapid, eine weitere Runde die TabellenfĂŒhrung zu verteidigen – schön langsam machte sich Optimismus im grĂŒnen Lager breit....

16. Spieltag

SV Mattersburg 0:0 SK Rapid Wien

Samstag, 6. November 2004

17.100 Zuschauer / Pappelstadion Mattersburg

TorschĂŒtzen: -

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Garics (66. Kulovits) - Feldhofer - Adamski - Katzer

Hlinka – Korsos

Hofmann (82. Sturm) – Martinez

Dosek – Lawaree (46. Kienast)

In Mattersburg wartete auf Rapid nach den letzten erfolgreichen Wochen (acht Spiele in Folge ohne Niederlage) eine schwierige Aufgabe; Die BurgenlÀnder galten als extrem heimstark, das Pappelstadion eine Festung.

Entsprechend dieser EinschĂ€tzung gingen die grĂŒn-weißen aus dem Burgenland auch zu Werke – schnell, direkt, mit Zug zum Tor – die Rapid-Mannschaft fand – soviel vorweg – wĂ€hrend der gesamten Spielzeit nicht zu ihrem gewohnten Spiel, was auch an der Dynamik und Einsatzfreude der Mattersburger lag.

Insgesamt konnte Rapid in der ersten HĂ€lfte keine einzige Torchance fĂŒr sich verbuchen – eine Tatsache, die man normalerweise nur bei Verteilerkreis-Derbys beweinen kann. Mattersburg war klar tonangebend, u.a. vergaben Köszegi und vor allem Thomas Wagner, der Macho schon ĂŒberspielt hatte aber den Ball nicht an Adamski vorbei im Netz unterbringen konnte, beste Chancen. Halbzeit Zwei war dann von Rapid-Seite etwas besser, mehr als Halbchancen fĂŒr Martinez und den eingewechselten Roman Kienast, der besser selbst abgeschlossen hĂ€tte denn uneigennĂŒtzig in die Mitte zu geben, sprang aber nicht heraus. Da auch Mattersburg krĂ€ftemĂ€ĂŸig in Halbzeit Zwei abfiel, war es im Endeffekt ein Fußballspiel auf relativ schwachem Niveau, wodurch das 0:0 grundsĂ€tzlich in Ordnung ging und mit dem auch beide Mannschaften gut leben konnten.

Die interessanteren Aspekte an diesem Fußballnachmittag gab es ohnehin eher abseits des Stadions zu beobachten: Die fĂŒhrenden Rapid-Fanklubs organisierten vom Stadionparkplatz des Praterstadions weg einen Autocorso nach Mattersburg, der insgesamt ĂŒber sechs Kilometer lang war und sich wie eine grĂŒne Karawane durch das Wiener Vorland in Richtung Nordburgenland schlĂ€ngelte.

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Im Stadion selbst war die Stimmung eher durchwachsen, oder, um es freundlich auszudrĂŒcken, dem Spielverlauf angepasst. Bemerkenswert in jedem Fall, dass das Spiel mit mehr als 17.000 Zuschauern letztendlich ausverkauft war und das Pappelstadion aus allen NĂ€hten platzte. Aufgrund des weniger ruhmreichen Auftrittes wird diese AuswĂ€rtsfahrt aber nicht ewig in unserer Erinnerung hĂ€ngen bleiben...

17. Spieltag

SK Rapid Wien 3:0 SV Pasching

Sonntag, 14. November 2004

14.800 Zuschauer – Gerhard Hanappi-Stadion

TorschĂŒtzen: Feldhofer (2.), Hofmann (17., 75.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Feldhofer – Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits

Hofmann – Ivanschitz (61. Martinez)

Kincl (67. Kienast) – Dosek (78. Lawaree)

Spitzenspiel in HĂŒtteldorf – Rapid vs. Pasching – die einen seit neun Spielen ungeschlagen, die anderen mit 21 Punkten aus den letzten acht Spielen die Mannschaft der Stunde. Nicht nur die 14.800 Zuschauer im St. Hanappi (die an diesem Tag eine wirklich tolle Leistung ablieferten) wussten, dass dieses Spiel der Knackpunkt auf dem Weg zum ersehnten Winterkönig sein wĂŒrde. Trainer Josef Hickersberger rotierte wieder ein wenig, Helge Payer stand wieder im Tor, Andi Ivanschitz, Martin Hiden und der endlich wiedergenesene Marek Kincl ebenfalls wieder zur VerfĂŒgung.

Angetrieben von den Fans klingelte es bereits nach etwas mehr als 70 Sekunden im Kasten von Pepi Schicklgruber: Eckball Hofmann, kurz abgeblockt, der Ball kommt zum KapitĂ€n zurĂŒck – der zirkelt ihn genau auf den Kopf von Ferdinand Feldhofer, der damit sein zweites Saisontor markiert. Blitzstart fĂŒr Rapid, der natĂŒrlich vieles leichter machte. In weiterer Folge entwickelte sich ein mehr oder weniger offener Schlagabtausch, wobei Rapid ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld vorzuweisen hatte. Nachdem die Paschinger nach dem 0:1 eine gute Chance durch Kovacevic vergaben (Korsos rettete mehr oder weniger auf der Linie), kam Rapid zu einem Freistoß halblinks ca. 30 Meter vor dem Tor – Hofmann zirkelte ihn vors Tor, niemand ging an den Ball ran und plötzlich war der Paschinger Schlussmann zum zweiten Mal bezwungen. Damit war der Widerstand bereits in der 17. Minute quasi gebrochen, jetzt spielte im Prinzip nur mehr Rapid – und wie ! Herrlicher Kombinationsfußball, eine Chance nach der Anderen wurde herauskombiniert, wobei gesagt werden muss, dass sich vor allem Andi Ivanschitz und Goalgetter Marek Kincl im Chancen vergeben gegenseitig ĂŒberboten !

Kincl hatte dann aber doch seinen Auftritt: Nach einer schönen Flanke von der linken Seite wuchtete der Tscheche den Ball per Hechtkopfball in die Maschen – ein Weltklassetor, das ihm fĂ€lschlicherweise (wie noch drei andere Male in dieser Saison....) aberkannt wurde (Kincl stand eindeutig nicht im Abseits)

Den Schlusspunkt setzte wiederum der KapitĂ€n, und wieder ging dem Traumtor eine Traumkombination voraus: Katzer auf Martinez (am linken FlĂŒgel), der zieht zwei Gegenspieler auf sich und passt genau im richtigen Moment ins Loch, wo sich Hofmann aus ca. 13 Metern halbrechte Position ein Herz nimmt und die Kugel volley ins Kreuzeck schießt – mit dem 3:0 waren die Paschinger letztendlich noch gut bedient, sie hĂ€tten sich an diesem November-Abend, an dem Rapid wie ein Meister agierte, nicht ĂŒber ein gehöriges Debakel (5:0 aufwĂ€rts...) beschweren dĂŒrfen.

Die Rapid-Fans, die ihrem Ruf als beste Fangemeinschaft des Landes an diesem Abend mehr als nur gerecht wurden, konnten sich zufrieden zurĂŒcklehnen und die beste Leistung ihrer Mannschaft in der bisherigen Saison genießen – ohne zu ahnen, was da noch was alles kommen sollte (unglĂŒcklicherweise gleich in der Woche darauf...)

Nette Raucheinlage...

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18. Spieltag

Admira / Wacker 1:0 SK Rapid Wien

Sonntag, 21. November 2004

8.000 Zuschauer – Bundesstadion SĂŒdstadt

TorschĂŒtzen: Oravec (68.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos (70. Garics) - Adamski – Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits (70. Martinez)

Hofmann – Ivanschitz (65. Kienast)

Kincl – Dosek

Nach dem absolut ĂŒberzeugenden 3:0 gegen den Titelkonkurrenten Pasching sollte nun auch in der SĂŒdstadt ein Sieg fĂŒr Rapid her. Trotz einer unglaublichen EiseskĂ€lte pilgerten 8.000 (!) Zuschauer (davon geschĂ€tzte 7.000 Rapidler) in das Wiener Vorland, um den Rekordmeister zu unterstĂŒtzen.

Im Tor stand wieder JĂŒrgen Macho, Rapid konnte quasi in Bestbesetzung agieren. Dennoch war von der Form der Vorwoche quasi nichts zu sehen. Die Admira stand vor allem defensiv hervorragend organisiert und ließ die Kreativspieler Rapids ĂŒberhaupt nicht erst ins Spiel kommen. So blieben Torchancen auf beiden Seiten lange Zeit Mangelware, in der ersten Halbzeit vergab Kincl nach ĂŒber einer halben Stunde (!) die beste Möglichkeit, auf Seiten der SĂŒdstĂ€dter hatte lediglich der immer wieder gefĂ€hrliche Oravec eine gute Chance, bei der sich Macho auszeichnen konnte. Bezeichnend, dass das Tor genau dann fiel, als eigentlich jeder mit einer typischen Nullnummer rechnete: Erste Chance der Admira in HĂ€lfte Zwei, erstes Tor: Oravec nimmt einen weiten Ball an, tanzt Hiden aus und schießt ins lange Eck – nicht unbedingt unhaltbar fĂŒr Macho, der da keine allzu glĂŒckliche Figur machte und eher wie der vielzitierte Bahnschranken wirkte.

Da Rapid an diesem Nachmittag nicht mehr zusetzen konnte (oder wollte?! bei der KĂ€lte hat’s wohl kaum Jemanden gewundert...) , und abgesehen von einem Hofmann-Freistoß, der leider vom hervorragenden Admira-TorhĂŒter Szamotulski pariert wurde nichts mehr heraussprang, setzte es allen in allem eine verdiente Niederlage, die nach der Galavorstellung nur sieben Tage zuvor deftig weh tat, zumal der Hauptkonkurrent FK Austria Magna gegen den regierenden Meister GAK nur ein 0:0 erreichte und die Möglichkeit vorhanden war, einen FĂŒnf-Punkte-Polster herauszuschießen. Stimmung war wie immer in der SĂŒdstadt so lala, aber wie schon zweimal erwĂ€hnt konnte man es kaum Jemandem verdenken, wenn er bei der KĂ€lte seinen Mund aus gesundheitlichen GrĂŒnden lieber geschlossen hielt.

RĂŒckblickend betrachtet war diese zweite Niederlage vielleicht gar nicht so schlecht und kam sogar zum richtigen Zeitpunkt – die Mannschaft riss sich danach am Riemen und konzentrierte sich darauf, die Rapid-Tugenden zu verinnerlichen, die am 18. Spieltag eindeutig nicht vorhanden waren.

bearbeitet von Starostyak

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The King

Ich werde ĂŒbrigens zu gegebener Zeit eine komplette Kaderanalyse (zu jedem einzelnen Spieler eine Analyse seiner Saison-Leistung) erstellen - passt meines Erachtens gut dazu, auch, um die Zweifel an der LeistungsfĂ€higkeit manch unserer Kaderspieler zu beseitigen :D

Und diese Saison-Analyse beginne ich hiermit mit einem kurzem Überblick ĂŒber die LeistungsfĂ€higkeit unserer Nr. 24 - Helge Payer!

Nr. 24 – Helge Payer / 25 Jahre / TorhĂŒter

Helge Payer spielte bis jetzt eine mehr oder weniger solide bis herausragende Saison. Er kam „nur“ in 16 Spielen (1440 Minuten) zum Einsatz (sah dabei eine gelbe Karte), was zum einen auf eine schwere Verletzung, die er sich wĂ€hrend des AufwĂ€rmens fĂŒr das große Wiener Derby in der dritten Runde zugezogen hatte sowie auf das Rotationsprinzip, das durch den Transfer von JĂŒrgen Macho zu den HĂŒtteldorfern quasi entstand, zurĂŒckzufĂŒhren ist.

Allgemein kann gesagt werden, dass Helges StĂ€rken absolut auf der Linie zu suchen sind. Hatte er im Herbst beim Rauslaufen noch gröbere Probleme, hat sich diese Schwachstelle kontinuierlich verringert; Mittlerweile muss einem nicht mehr Angst und Bange sein, wenn der Gegner den Ball planlos hoch in den Strafraum drischt. Ein weiterer Vorzug sind Payer’s geniale AbschlĂ€ge, die oft punktgenau auf dem Fuß des Mitspielers landen. Er spielt hervorragend mit und gibt der Abwehr vor ihm – vor allem in der derzeit laufenden FrĂŒhjahrssaison – den nötigen RĂŒckhalt. Diese Ruhe, die er jetzt ausstrahlt, liegt sicherlich auch im Vertrauen des Managements begrĂŒndet, welches JĂŒrgen Macho in der Winterpause nach Deutschland ziehen ließ und Helge wieder zur alten und neuen Nr. 1 machte.

Payer hatte in dieser Saison sowohl helle als auch eher dunkle Momente: Mit Schrecken erinnert sich jeder Rapid-Fan an den Ausgleich des SK Sturm Graz in der 19. Runde, als Helge mit einem katastrophalen Fehler Mario Haas den Ball quasi servierte. Fehler unterliefen ihm auch gegen SW Bregenz, als er vor dem Anschlusstreffer durch Jakomin aufs Rauslaufen verzichtete, sowie im FrĂŒhjahrsspiel gegen Mattersburg, als er eine Flanke falsch berechnete und den völlig freien Schmidt in seinem RĂŒcken ĂŒbersah. Zur Verteidigung muss allerdings gesagt werden, dass kein einziger seiner Schnitzer bisher spielentscheidend war, sĂ€mtliche Spiele, in denen Payer heuer patzte, wurden dennoch gewonnen.

Seine wohl beste Saisonleistung (wenngleich er das gesamte FrĂŒhjahr hinweg konstant stark ist) lieferte Payer am 13. MĂ€rz am Horr-Platz, als er eine entfesselt aufspielende Austria im Alleingang zur Verzweiflung brachte und Garant dafĂŒr war, dass es am Ende „nur“ 1:0 fĂŒr die Veilchen hieß.

Seine Bilanz kann sich sehen lassen: Stand der gebĂŒrtige Welser im Tor, holte Rapid zwölf Siege, zwei Unentschieden und verlor lediglich zweimal mit 0:1 (in Mattersburg und am Verteilerkreis)

Meiner persönlichen EinschĂ€tzung nach wĂŒrde ich Joey Didulica vom FK Austria Wien und Helge Payer auf eine Stufe stellen; Beide haben ihre VorzĂŒge und werden wohl in KĂŒrze im Ausland spielen, wobei Payer vor allem in den letzten Monaten noch mal einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat.

Wird der Meistertitel tatsĂ€chlich nach neun Jahren nach HĂŒtteldorf geholt, hat Payer erheblichen Anteil daran.

Note: 1-

BegrĂŒndung: Noch SchwĂ€chen in der Luft; Ansonsten Ruhepol, spielt stets mit, auf der Linie eine Klasse fĂŒr sich, detto im Eins vs. Eins, sehr gute AusschĂŒsse und herausragende AbwĂŒrfe

Prognose: Spielt Payer so weiter (auch im Europacup im Herbst), wird er schon sehr bald im Ausland (tippe am ehesten auf Italien oder die deutsche Bundesliga) unterkommen. Bin aber ĂŒberzeugt, dass er uns noch eine Saison erhalten bleibt.

Nr. 13 / Markus Katzer / 25 Jahre / Linker Verteidiger

Markus Katzer – nicht wenige Rapid-Fans waren vor der Saison skeptisch, ob der aus der SĂŒdstadt gekommene Linksverteidiger den im FrĂŒhjahr 2004 stark aufspielenden Ante Jazic wĂŒrdig vertreten könne – und zu Saisonbeginn schien es, als wĂŒrden die Skeptiker zumindest im Ansatz Recht behalten: Katzer war vorerst nur Ersatz, Florian Sturm nahm seine Position in der linken Verteidigung ein; Dennoch gelang ihm als Wechselspieler bereits am ersten Spieltag sein erster Meisterschaftstreffer fĂŒr die GrĂŒn-Weißen.

Allerdings war’s dann mit der Herrlichkeit vorerst vorbei: Zu zaghaft, zu Ă€ngstlich agierte Markus im ersten Saisonviertel, um sich wirklich einen Stammplatz erkĂ€mpfen zu können. Wenn er spielte, wusste er meist nichts mit dem Ball anzufangen, machte Fehlpasses oder drosch die Kugel nur weit nach vorne. Man sah ihm förmlich an, dass ihm Selbstvertrauen fehlte, wĂ€hrend seine Konkurrenten auf der linken Verteidigerposition, Florian Sturm und Marcin Adamski, durchwegs akzeptable Leistungen ablieferten. Kurioserweise etablierte sich Katzer ab der siebenten Runde, ausgerechnet in Folge der ersten Niederlage der Saison beim SV Pasching, in der grĂŒn-weißen Hintermannschaft und verbesserte sich bis zum Ende des Herbstes kontinuierlich.

Katzer wurde grundsĂ€tzlich nachgesagt, dass er defensive SchwĂ€chen aufweist, dafĂŒr offensiv enorm stark ist; Zweiteres stellte er sowohl beim AuswĂ€rtssieg am Tivoli als auch im Hanappi-Derby gegen den FK Austria Magna unter Beweis, als er zwei wichtige Tore erzielen konnte. Von defensiven SchwĂ€chen war im weiteren Herbstverlauf kaum was zu sehen, im Gegenteil: Katzer machte seine Seite zu, wie dies György Korsos auf der anderen Seite tat, und das Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz funktionierte immer besser. Mit seiner Torgefahr (ca. 2/3 aller Rapid-Angriffe werden ĂŒber die linke Seite vorbereitet) hat er einen enormen Pluspunkt gegenĂŒber dem defensiv zwar guten, aber offensiv nicht vorhandenen Ante Jazic gesammelt.

Katzer war ebenfalls fĂŒr den Aufreger des Herbstes verantwortlich: Im Derby am Horr-Platz musste er auf der rechten Verteidigerposition aushelfen; Nach der frĂŒhen Rapid-FĂŒhrung ĂŒbersah er den Tschechen Libor Sionko in seinem RĂŒcken und servierte ihm den Ball quasi am Serviertablett; Es wird gemunkelt, dass manche Rapid-Fans Markus diesen Fehler noch immer nicht verziehen haben, wobei ich fĂŒr meinen Teil dieses Derby schon lĂ€ngst abgehakt habe.

Die letzte (Herbst-)Partie gegen Wacker Innsbruck, jenes dramatische 2:2 im Weststadion, bedarf deshalb einer ErwĂ€hnung, weil Markus scheinbar wieder in sein altes Muster zurĂŒckzufallen schien – ohne Selbstvertrauen, nicht spritzig, kaum Impulse nach vorne; Dennoch sollte sich dieses Spiel nur als Eintagsfliege erweisen, denn in diesem FrĂŒhjahr gehört Katzer zu den ĂŒberragenden, wenn auch zurĂŒckhaltenden und unauffĂ€lligen Akteuren auf dem Platz. Defensiv absolut tadellos, offensiv bemĂŒht wie stets, klappt auch das Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz derart gut, dass man glauben könnte, die beiden spielen schon seit Jahren zusammen. Sein viertes Tor in dieser Saison konnte er gegen Mattersburg beim 2:1 Erfolg markieren.

Katzer spielte bisher (inkl. Europacup) 32 Mal, wobei ihm als Verteidiger außergewöhnliche vier Tore gelangen. Er sah zudem nur zweimal (!) Gelb, was fĂŒr seine absolute Fairness gepaart mit Geschicklichkeit im Zweikampf spricht.

Ich selbst könnte mir in Österreich keinen besseren linken Verteidiger vorstellen – auch wenn ich mich vor der Saison kritisch zu seiner Verpflichtung geĂ€ußert habe. Kaum Jemand vereint die Verrichtung der defensiven Arbeit und den Drang nach vorne so gut wie Markus Katzer, der das moderne Konzept eines Außenverteidigers punktgenau umsetzen kann.

Note: 2

BegrĂŒndung: Schwache Saisonanfangsphase; Ansonsten aber absolut fehlerfrei, defensiv eine Macht, offensiv mit sehr guten Flanken, tollem Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz; tolles Timing beim Kopfballspiel, unheimlich zweikampfstark und selbst von einem schnellen FlĂŒgelspieler kaum zu ĂŒberlaufen.

Prognose: Katzer wird seinen Vertrag in HĂŒtteldorf erfĂŒllen und sich im Nationalteam völlig verdientermaßen auf der Linksverteidiger-Position etablieren. Spielt Rapid nĂ€chstes Jahr international und Katzer kann sein Niveau halten, werden wohl bald Angebote eintrudeln...

Nr. 26 / Josef „Gott“ Valachovic / 29 Jahre / Innenverteidiger

Josef Valachovic – so hieß der neue Innenverteidiger, der im Winter als Ersatz fĂŒr den abgewanderten Marcin Adamski nach HĂŒtteldorf geholt wurde. Den Meisten war dieser Name eher unbekannt, auch wenn Valachovic sich bereits als slowakischer Teamspieler einen Namen machen konnte.

Valachovic wurde den Rapid-Fans quasi im Zuge des Stadthallenturniers prĂ€sentiert, bei dem er in doppeltem Sinne fĂŒr Furore sorgen sollte: Beim 7:2 Derby-Erfolg gegen die Wiener Austria erzielte er gleich einen Treffer; Gleich darauf verletzte er sich derart schwer, dass man glauben musste, er wĂŒrde fĂŒr die ganze FrĂŒhjahrssaison ausfallen, Diagnose: Wadenbeinbruch, möglicherweise drohte eine mehrere Monate lange Pause.

Valachovic war von Grund auf fĂŒr seine VerletzungsanfĂ€lligkeit „bekannt“ – ein toller Verteidiger, der aber in den letzten Saisonen bei seinen Klubs nie mehr als 15 Spiele bestreiten konnte.

Nun, im Endeffekt kam alles anders; Valachovic meldete sich nach sage und schreibe 5 œ Wochen (!!) wieder fit, was ihn fĂŒr mich und viele Andere schon von Grund auf zu einem Spieler machte, den man einfach lieben muss – diese kurze Regenerationszeit ist bei solch einer Verletzung normalerweise völlig untypisch, der Heilungsprozess verlief einfach fantastisch.

Aufgrund der Spielabsagen gegen Admira, Bregenz und Salzburg kam er im Derby am Horr-Platz bereits zu seinem ersten Einsatz – kurioserweise im defensiven Mittelfeld (Josef’s Zweitposition), wo er im Rahmen der wirklich schwachen Mannschaftsleistung halbwegs akzeptabel spielte und in der 56. Minute fĂŒr Steffen Hofmann Platz machen musste.

Das Derby sollte seine einzige Partie im defensiven Mittelfeld bleiben, von nun an spielte Josef zuerst neben Martin Hiden, nach dessen Kreuzbandriss Anfang April im Team-Camp neben Ferdinand Feldhofer in der Innenverteidigung. Mit der Aufgabe steigerten sich auch Josef’s Leistungen – er wurde zum Chef der immer besser funktionierenderen Viererkette, die er mit seiner SouverĂ€nitĂ€t quasi ansteckte.

Beim AuswĂ€rtsspiel in Innsbruck wurde er erstmals im grĂŒn-weißen Dress zum TorschĂŒtzen – leider ins falsche Tor, denn er fĂ€lschte einen Schuss von Innsbruck-KapitĂ€n Theo GrĂŒner unhaltbar fĂŒr Helge Payer ins eigene Tor ab. Ein Torerfolg fĂŒr grĂŒn-weiß blieb ihm trotz mehrerer Chancen (vor allem bei Standards ist Valachovic brandgefĂ€hrlich) bisher versagt.

Insgesamt machte Josef bisher 12 Spiele, in denen er 979 Minuten (Meisterschaft) im Einsatz war. Die Sorge, dass zwei Innenverteidiger nach der Verletzung von Martin Hiden fĂŒr das Meisterschaftsfinish nicht reichen sollten, erwies sich als unbegrĂŒndet.

Josef’s StĂ€rken liegen eindeutig im Stellungsspiel, seiner SouverĂ€nitĂ€t, AbgebrĂŒhtheit und Coolness, mit der er grĂ¶ĂŸtenteils von hinten rausspielt. Er fĂ€llt wĂ€hrend dem Spiel kaum auf, dennoch ist er aufgrund seiner Körpersprache und mit seiner Routine zum optimalen Abwehrchef aufgestiegen, neben dem auch Ferdinand Feldhofer im FrĂŒhjahr konstant gute Leistungen geboten hat. Irgendwann in der (nahen) Zukunft wird Josef allerdings mal ein fĂŒrchterliches Eiertor verschulden, weil er als letzter Mann – so kultig das auch fĂŒr den Betrachter sein mag – immer wieder gerne mal fĂŒr einen lĂ€ssigen Haken gut ist :D

Als SchwÀche muss man sicherlich seine fehlende Schnelligkeit, die er aber durch das bereits erwÀhnte gute Stellungsspiel fast wettmacht, sowie seine meist eher ungenauen weiten Passes (sofern er diese spielt) anmerken.

Note: 1-

BegrĂŒndung: Durchwegs tolle Leistungen, kaum Fehler, souverĂ€nes Stellungsspiel und Auftreten, Abwehrchef.; Bildet mit Ferdinand Feldhofer ein Innenverteidiger-Duo, das einem Meister wĂŒrdig ist. Absolute Kultfigur, mein neuer Hero ! :love:

Prognose: Valachovic bleibt mit Sicherheit in HĂŒtteldorf und wird sich im Europacup beweisen können. Mit seiner Routine wird er entweder zusammen mit dem derzeit noch rekonvaleszenten Martin Hiden oder mit einem neuen Innenverteidiger, der noch nicht bekannt ist, ein hervorragendes Duo abgeben. Seine EinsĂ€tze im defensiven Mittelfeld werden wohl eher spĂ€rlich ausfallen, da fĂŒr diese Position gleich drei hervorragende Akteure zur VerfĂŒgung stehen.

Link: Soccer Terminal

bearbeitet von Starostyak

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Posting-Pate
Wir hoffen es gefÀllt...  :smoke:

Bis jetzt ist der Thread auf jeden Fall schon genial. :super:

Hoffe SCR 4-ever kann mit seinen Berichten an deine herankommen. ;)

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ASB-Gott
Bis jetzt ist der Thread auf jeden Fall schon genial. :super:

Hoffe SCR 4-ever kann mit seinen Berichten an deine herankommen. ;)

Danke fĂŒr das positive Feedback!

Die Berichte wurden aufgeteilt, sind sowohl Berichte von Starostyak als auch von mir vorhanden! :winke:

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ÂŻ\_( ͥ° ͜ʖ ͥ°)_/ÂŻ

wirkli sehr feiner rĂŒckblick :super:

krieg ich doch glatt noch eine gÀnsehaut wenn ich die berichte bei manchen spielen lese :D

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The King

11. Runde is jetzt da, wahrscheinlich hab ich morgen doch ein wenig Zeit fĂŒr ein kleines Update !

Hoffe, der Thread bleibt gerade im Fall weiterer Erfolge gut frequentiert :)

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Nelson vs. Elio

@Starostyak

Der Empfang vom Rene Wagner im Hanappi bei seiner "RĂŒckkehr" war einmalig und durch nichts zu ĂŒbertreffen.Ich muß zugeben mir standen die TrĂ€nen in den Augen.Diese Treue und Verbundenheit gibts nur bei Rapid.

Meine volle Hochachtung vor allen Rapid-Fans. :clap:

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The King
Wann gehtÂŽs weiter? :ears:

Ich schreib grad an der nĂ€chsten Runde, auch ein kurzes Saison-ResĂŒmee von Markus Katzer gibt's innerhalb der nĂ€chsten Stunde. Ein wenig Geduld bitte ;)

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