Starostyak

Die Rapid Wien ist wieder da !

39 Beiträge in diesem Thema

Liebe Rapid-Fans und Fans aller anderen Mannschaften, die im Rapid-Channel posten !

Dieser Thread wird so was wie ein Saisonrückblick-Thread werden, in dem SCR-4-EvEr und meine Wenigkeit alle Spiele der heurigen Saison noch mal kurz zusammenfassen und rückblickend Revue passieren lassen werden. Es gab bisher im Verlauf dieser Meisterschaft viele schöne Spiele, aber auch Enttäuschungen – wie wir alle wissen, könnte heuer zum ersten Mal seit neun Jahren der Titel nach Hütteldorf wandern, was uns veranlasst hat, bestimmte Momente, Spiele bzw. die unvergleichliche Stimmung hier noch mal festzuhalten.

Der Thread wird nach und nach aktualisiert, sollte aber – sofern es die Zeit zulässt – bald auf neuestem Stand sein. Schaut also ruhig immer wieder hier rein – lohnt sich in jedem Fall...!

Ich hoffe, dass sich möglichst viele User an einer Diskussion über die noch laufende Saison beteiligen und wir spätestens am 29. Mai hier in Erinnerung schwelgen können, wie leiwand nicht das ein oder andere Match war.

Feedback wird natürlich dankend angenommen! ;)

1. Spieltag

SW Bregenz 1:5 SK Rapid Wien

Mittwoch, 14 Juli 2004

5.000 Zuschauer / Bodensee-Stadion

Torschützen: Ivanschitz (8.), Kincl (21.), Dosek (58.), Ivanschitz (62.), Katzer (90.); Jansen (43.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics – Martin Hiden – Feldhofer - Sturm

Hlinka – Korsos (69. Katzer)

Hofmann – Ivanschitz (62. Martinez)

Kincl – Dosek (71. Lawaree)

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Erster Spieltag der Saison 2004/2005 – was konnte sich die grün-weiße Fangemeinde heuer erwarten? Die Abgänge von Ikone Rene Wagner, Roman Wallner, Ante Jazic, Mario Prisc und Jovica Vico wurden durch die beiden Tschechen Marek Kincl (gekommen von St. Petersburg), Tomas Dosek (Slavia Prag), Peter Hlinka (SW Bregenz), Markus Katzer (Admira / Wacker) und György Korsos (SK Sturm Graz) kompensiert. Die Prognosen über den Saisonverlauf reichten im ASB von Abstiegs- bis Meisterkampf.

Weiters gab es Sorgen um einen etwaigen Abgang von Kapitän und Spielmacher Steffen Hofmann, dem angeblich Angebote von mehreren deutschen Bundesligisten vorgelegen sind – die Auslandskarriere legte die bayerische Ikone in Diensten des Rekordmeisters aber vorerst beiseite, um sich voll auf Rapid konzentrieren zu können.

„Nicht schon wieder Bregenz auswärts als Auftaktspiel“ dürfte der erste Gedanke gewesen sein, der wohl vielen Rapid-Fans nach der Auslosung durch den Kopf geschossen ist – noch frisch die Erinnerung an das 1:1 im Frühjahr 2004, welches der Auftakt zu einer Seuchen-Halbsaison war.

Man konnte nicht erahnen, dass Rapid gleich zu Saisonbeginn gegen den späteren Abstiegskandidaten ein derartiges Feuerwerk abbrennen würde, was auch daran lag, dass man die neuen Spieler noch nicht genügend einschätzen konnte.

Es gelang aber ein Auftakt nach Maß: Teamkapitän Andreas Ivanschitz eröffnete den Torreigen bereits in der achten Minuten mit einem herrlichen Freistoss, der den Weg über Almir Tolja hinweg ins Kreuzeck fand. Die beiden neuen Tschechen-Bomber Kincl / Dosek fühlten sich am Bodensee zudem pudelwohl, kaum ein Angriff lief nicht über sie und der vor Spielfreude strotzende Ivanschitz legte mit seinem Tor zum 4:1 (kurios abgefälscht – in dieser Saison keine Seltenheit) noch einen drauf.

Markus Katzer, dem an diesem Sommerabend im Juli noch Florian Sturm vorgezogen wurde, gelang im Finish per Kopf gar noch das 5:1 gegen einen Gegner, der sich nach der frühen Führung mehr oder weniger kampflos ergab.

Die Stimmung im Bodensee-Stadion soll laut diversen Berichten außergewöhnlich gut gewesen sein. Die Erwartungshaltung für das erste Heimspiel der Saison 2004/2005 stieg durch den gelungenen Auftakt ins Unermessliche, schließlich hatte man mit dem FC Wacker Innsbruck den Aufsteiger und einen alten Konkurrenten zu Gast, womit ein gut gefülltes Hanappi-Stadion garantiert war.

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2. Spieltag

SK Rapid Wien 4:1 FC Wacker Innsbruck

Mittwoch, 21 Juli 2004

15.300 Zuschauer / Gerhard - Hanappi – Stadion

Torschützen: Kincl (16.), Hlinka (42.) Ivanschitz (63.), Kincl (78.); Mair (23.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics - Martin Hiden - Feldhofer - Sturm

Hlinka (52. Adamski) - Korsos (74. Lawaree)

Martinez - Ivanschitz

Kincl (83. Topic) - Dosek

In der 2. Runde stand das Spiel gegen den Aufsteiger aus Innsbruck - den FC Wacker Tirol - an. Rapid - nach dem 5:1-Erfolg über Bregenz etwas ersatzgeschwächt - musste die Verletzten Steffen Hofmann, Markus Katzer, Stefan Kulovits und Markus Hiden beim Spiel gegen Wacker vorgeben, startete aber trotzdem mit viel Selbstvertrauen in die Partie.

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15.300 Zuschauer strömten ins Wiener Gerhard-Hanappi Stadion um sich das Match anzusehen. Die Innsbrucker, die von Trainer Helmut Kraft sehr gut eingestellt wurden, wollten unbedingt gewinnen und waren genauso wie die Hütteldorfer sehr motiviert.

In der ersten Viertelstunde tat sich nicht viel, beide Mannschaften begannen relativ vorsichtig. In der 14. Minute gelang Rapid die erste schöne Offensiv-Aktion. Nach Flanke von Andreas Ivanschitz scheiterte zuerst Tomas Dosek an Wacker-Torhüter Zjelko Pavlovic, doch Marek Kincl stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab. Die Stimmung war fantastisch, die Fans auf den Tribünen jubelten.

In der 23. Minute durften sich jedoch die aus Tirol angereisten Wacker-Fans freuen - nach idealem Pass von Koejoe traf Wolfi Mair zum 1:1.

Nach einer halben Stunde übernahm Rapid die Kontrolle und setzte die Gäste mit schnellen Angriffen unter Druck. Nach einem Martinez-Eckball traf ein weiterer Neuzugang - Peter Hlinka überlistete Zjelko Pavlovic in der 42. Minute per Kopf zum 2:1 für Rapid. Nur eine Minute später war der Tscheche Dosek auf dem Weg zum 3:1, doch der schnelle Stürmer wurde von Schrott unmittelbar vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Schrott sah die Rote Karte wegen Notbremse - den folgenden Freistoß von Ivanschitz konnte Pavlovic parieren.

Zu Beginn der 2. Hälfte gab es auf der Westtribüne eine nette Showeinlage (siehe Bild). Die Fans peitschten Rapid weiter nach vorne, und in der 63. Minute war es Andi Ivanschitz der mit einem abgefälschten Schuss seine Mannschaft mit 3:1 in Führung brachte. Kincl fixierte in der 78. Minute mit seinem bereits dritten Saisontreffer den 4:1-Sieg über Wacker Tirol, womit Rapid die Tabellenführung festigen konnte.

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3. Spieltag

FK Austria Wien 1:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 1. August 2004

11.800 Zuschauer / Franz-Horr Stadion

Torschützen: Kincl (12.); Rushfeldt (16.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Katzer (57. Martinez) – Martin Hiden (64. Adamski) – Feldhofer - Sturm

Hlinka – Korsos

Hofmann – Ivanschitz

Kincl – Dosek (80. Lawaree)

3. Spieltag – “it’s derby time!” Dieses Mal in Favoriten, wo die Rapid zum ersten Mal in der noch jungen Saison beim Stadtrivalen Austria Wien zu Gast war. Die Vorzeichen für den ersten Derby-Sieg seit mehr als drei Jahren waren mehr als nur gut, kam Rapid doch mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen und einem Torverhältnis von 9:2 auf den ungeliebten Horr-Platz.

Beim Aufwärmen jedoch schon der erste Schock: Stammtorhüter Helge Payer verletzte sich schwer und fiel aus, Ladislav Maier musste in die Presche springen, was er – vorweg – sehr gut machte. Die Mannschaft selbst zeigte sich aber keinesfalls geschockt und spielte von Beginn weg tollen Fussball. Bereits in der zweiten Minute hätte es durch Andreas Ivanschitz 1:0 lauten können, doch sein Schuss, gegen den Austria-Torhüter Joey Didulica machtlos war, knallte nur an den linken Pfosten. Nach drückender Überlegenheit war es dann soweit: Ivanschitz düpierte den jungen Florian Metz auf dem linken Flügel, flankte traumhaft in die Mitte und Marek Kincl versenkte die Kugel entgegen dem Lauf von Didulica im linken Eck.

Die Freude beim grün-weißen Anhang währte aber sage und schreibe nur vier Minuten, als Austria-Goalgetter Sigurd Rushfeldt auf äußerst kuriose Weise der Ausgleich gelang: Markus Katzer, anstelle des fehlenden Garics auf der ungewohnten rechten Außenverteidigerposition (in Ermangelung von Alternativen, Markus Hiden war nach Kreuzbandriss noch rekonvaleszent), spielte einen Ball unbedrängt in die Füße von Libor Sionko – der Tscheche schaltete blitzschnell, gab den Ball zur Mitte, wo Rushfeldt keine Mühe hatte, den Ausgleich herzustellen.

Wer jetzt aber glaubte, dass dieses Spiel sich zu einem großartigen, denkwürdigen Derby entwickelte, wurde schlagartig enttäuscht – die Partie schlief nicht nur aufgrund der Tatsache, dass keine Tore mehr fielen, komplett ein, sondern auch deshalb, weil sich beide Abwehrreihen mehr oder weniger neutralisierten und beide Mannschaften zu wenig über die Flügel spielten.

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Den Austria-Anhängern wird’s egal gewesen sein, da die Derby-Serie Bestand hatte – auf Rapid-Seite war man obgleich dieses Umstands natürlich naturgemäß nicht zufrieden, auch weil die Austria ganz sicher nicht ihren besten Tag hatte und drei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen sind. Für Rapid blieb an diesem Nachmittag die Erkenntnis, trotz schwachem Spieles weiterhin die Tabellenführung innezuhaben...

Stimmungsmäßig behielten die Veilchen die Oberhand, wenngleich auch hier festgestellt werden muss, dass die rund 3.000 Rapidler auf der Osttribüne die wohl schlechteste Vorstellung der gesamten Saison lieferten – Zyniker könnten sagen, die Stimmung hätte sich dem Grottenkick nach ansehnlichen zwanzig Minuten angepasst...

4. Spieltag

SK Rapid Wien 0:0 Austria Salzburg

Samstag, 7. August 2004

12.400 Zuschauer / Gerhard - Hanappi – Stadion

Torschützen: -

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos (72. Adamski) – Feldhofer – Martin Hiden – Sturm (60. Katzer)

Hofmann – Martinez (54. Lawaree) - Hlinka – Ivanschitz

Dosek - Kincl

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In der 4. Runde der T-Mobile Bundesliga empfing der SK Rapid Wien den SV Salzburg. Nach den tollen Leistungen in der bisherigen Saison strömten 12.400 Zuseher ins Wiener Gerhard-Hanappi Stadion, die eine tolle Stimmung machten.

Rapid begann sehr offensiv, Josef Hickersberger ließ erstmals alle drei Offensiven Mittelfeldspieler (Hofmann, Martinez, Ivanschitz) beginnen und sicherte die Defensive mit dem Slowaken Hlinka ab. Die erste gute Chance hatte Steffen Hofmann, die jedoch von Salzburg-Torhüter Arzberger prächtig entschärft wurde. Nach weiteren Chancen für Ivanschitz (7.) und Martinez (10.) flaute die grün-weiße Anfangsoffensive ab.

Die Stimmung auf den Rängen passte sich dem Spiel an, das mit Fortlauf des Spiels immer schlechter wurde. Salzburg kam zwar am Ende der 1. Hälfte zu einigen Chancen, die jedoch nicht den Weg ins Tor fanden.

Auch die Einwechslung von Axel Lawaree änderte nichts mehr an diesem relativ langweiligem Spiel. Suazo und Schoppitsch sahen zwar in der Schlussphase noch die Rote Karte, doch ein Adamski-Schuss in der 94. Minute, den Arzberger abwehren konnte, war die einzige Ausbeute im hektischen Finish.

„2 verlorene Punkte“, so das Resümee von Rapid-Coach Hickersberger nach dem Schlusspfiff. Auch die Tatsache dass Rapid die einzige Mannschaft ohne Niederlage bisher sind, war ein schwacher Trost für Spieler und Fans.

Wieder einmal eine schöne Pyro-Show zu Beginn der 2. Hälfte auf der Westtribüne:

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5. Spieltag

SK Sturm Graz 0:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 15. August 2004

8.420 Zuschauer / Arnold-Schwarzenegger-Stadion

Torschützen: Lawaree (79.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Feldhofer - Martin Hiden - Adamski

Hofmann (46. Martinez) - Hlinka - Korsos - Ivanschitz

Dosek (67. Katzer) - Kincl - Lawaree (88. Burgstaller)

Nach dem enttäuschenden 0:0 gegen die Mozartstädter gastierten die Grün-Weißen in Graz beim SK Sturm. Josef Hickersberger ließ noch offensiver als gegen Salzburg spielen in dem er mit Dosek, Kincl und Lawaree gleich 3 Stürmer brachte und die Viererkette auflöste. Das Spiel entwickelte sich folgerichtig von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch.

Es gab auf beiden Seiten unzählige brandgefährliche Angriffe u.a. die Doppelchance von Feldhofer und Dosek, deren Kopfbälle, nach Freistoß von Andreas Ivanschitz hintereinander an der Latte bzw. Stange landeten.

Die Stimmung im Stadion war phänomenal, die 2.000 mitgereisten Rapid-Fans sorgten für eine herrliche Atmosphäre.

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In der 2. Hälfte wurde das Offensiv-Spektakel fortgesetzt, ein Neukirchner-Tor wurde in der 47. Minute zurecht aberkannt. Danach verflachte das Spiel etwas, da vor allem bei Rapid, etwas mehr auf die Defensive geachtet wurde. Für den Regisseur Steffen Hofmann kam zur Halbzeit Sebastian Martinez, und Stürmer Dosek wurde von Verteidiger Markus Katzer ersetzt (67.).

Kurz vor Schluss - die Stimmung war trotz allem der pure Wahnsinn - gelang Rapid dennoch das erlösende 0:1 - nach einem Martinez-Eckball und einem Kopfball von Hlinka traf Axel Lawaree aus kurzer Distanz zur Führung für Rapid. Das Stadion kochte, da auch Sturm noch mal eine Chance zum Ausgleich sah - zum Glück blieb es beim 0:1-Auswärtssieg von Rapid. Der Vater des Sieges war - trotz dem Tor von Lawaree - Ladislav Maier, der mit tollen Paraden die Angreifer von Sturm zum verzweifeln brachte.

"Beide Mannschaften spielten sehr offensiv, aber nach den vielen vergebenen Möglichkeiten war es klar, dass der erste Treffer entscheidet." - das kurze Statement von Josef Hickersberger, nach dem Spiel.

6. Spieltag

SK Rapid Wien 3:0 SV Mattersburg

Samstag, 21. August 2004

11.000 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

Torschützen: Lawaree (50., 61.), Kincl (52.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos - Martin Hiden - Feldhofer (66. Dosek) - Adamski

Martinez - Hlinka (78. Kulovits) - Ivanschitz - Katzer (70. Sturm)

Kincl - Lawaree

In der 6. Runde der T-Mobile Bundesliga war der SV Mattersburg zu Gast. Der weiterhin einzige ungeschlagene Bundesligist musste den Kapitän Steffen Homfann vorgeben - für ihn spielte erneut Sebastian Martinez. Das Hanappi-Stadion war wieder mal sehr gut besucht und auch die Stimmung war auf ein neues ausgezeichnet. Die Westtribüne präsentierte eine herrliche Choreographie die ganz im Zeichen der ehemaligen Nummer 17 Rene Wagner stand ("Rene Wagner Fussballgott - Danke für 8 Jahre Tore und Emotionen").

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Das Spiel begann aber alles andere als wunschgemäß für die Hausherren. Denn die Burgenländer (neben Rene Wagner, standen mit Hedl, Mandreko, Mörz und Kühbauer vier weitere Ex-Rapidler in der Startelf) fanden gleich in der Anfangsphase eine dicke Möglichkeit vor. Erneut war es Ladi Maier, der Rapid vor einem Gegentor bewahrte.

Auch in der Folge waren die Burgenländer in Hälfte eins die Spiel bestimmende Mannschaft. Rapid musste sich aufs Kontern verlegen - ein Tor von Stürmer Marek Kincl wurde - wie die Zeitlupe bewies - zu Unrecht aberkannt.

In der 2. Hälfte bewies sich wieder die alte Fussball-Weisheit, dass man Tore, die man nicht schießt, selbst bekommt. Nur 5 Minuten nach der Pause war es Axel Lawaree, der mit einem perfekten Weitschuss das 1:0 fixierte. Nicht einmal 120 Sekunden später hieß es dann schon 2:0: Ivanschitz nützte den Schock der Mattersburger aus, lief übers halbe Feld und passte ideal auf Kincl, der eiskalt sein fünftes Saisontor erzielte. Nach Vorarbeit von Katzer und Ivanschitz besorgte Lawaree den 3:0-Endstand (61.)

In der Schlussphase sah Mattersburg-Verteidiger Mandreko nach einem Tritt gegen Kincl zurecht die Rote Karte.

Das "Hanappi" war ein Hexenkessel geworden und die Stimmung war am explodieren.

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7. Spieltag

SV Pasching 2:1 SK Rapid Wien

Sonntag, 29. August 2004

7.500 Zuschauer / Waldstadion

Torschützen: Kincl (24.); Glieder (5.), Pichlmann (81.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Maier

Korsos (89. Dober) Feldhofer - Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Sturm (77. Adamski)

Martinez (66. Kulovits) - Ivanschitz

Dosek - Kincl

Die siebte Runde der Saison 2004/05 sollte für den SK Rapid die erste Niederlage der heurigen Saison mit sich bringen – aber alles der Reihe nach. Den Hütteldorfern fehlten vor dem nicht unwichtigen Auswärtsspiel u.a. Kapitän Steffen Hofmann sowie weiterhin Torhüter Helge Payer, der abermals von Ladislav Maier vertreten wurde.

Das Spiel begann denkbar ungünstig: Innenverteidiger Ferdinand Feldhofer rutschte als letzter Mann an der Mittellinie unglücklich aus und eröffnete Edi Glieder somit die Chance, alleine auf den Kasten von Ladi Maier zuzulaufen – der Stürmer in Diensten der Oberösterreicher ließ dem Rapid-Torhüter in dieser Szene keine Chance. Rapid steckte allerdings nicht auf, im Gegenteil: Zur Freude der ca. 1000 mitgereisten Fans, die wie immer in Pasching für eine herausragende (sofern dies in diesem „Stadion“ möglich ist) Stimmung sorgten gelang Marek Kincl nach schönem Zuspiel seines tschechischen Sturmpartners Dosek in der 24. Minute der Ausgleich. Vor der Pause hatte Dosek selbst noch zweimal die Führung für die Grün-Weißen auf dem Fuß, scheiterte aber weniger an Schicklgruber denn am eigenen Unvermögen.

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Besagter Torhüter stand dann in der ereignisarmen zweiten Halbzeit im Mittelpunkt hitziger Diskussionen: Völlig unmotiviert sprang er mit gestrecktem Fuß voran (!) in den auf ihn zustürmenden Andreas Ivanschitz hinein – Schiedsrichter Mostböck, der wie so oft glänzend aufgelegt war, konnte sich ein Grinsen und den Wink, dass doch bitte weitergespielt werden solle, nicht verkneifen. Statt der völlig verdienten roten Karte für den „Pannen-Pepi“ und einer guten Freitoß-Chance für Rapid gab es eine gelbe Karte für Marek Kincl aufgrund Kritisierens.

Angetrieben durch - sagen wir - diese eklatante Fehlentscheidung gelang den Paschingern in der 81. Minute nach einem katastrophalen Fehler von Ladislav Maier, der in Graz noch „Man of the Match“ war, die Entscheidung: Chaile flankte zur Mitte, Pichlmann köpfte den Ball in Richtung Tor, den sich Maier quasi selbst ins Tor legte.

Eine völlig unnötige Niederlage, wie auch Hickersberger danach feststellte: "In Pasching kann man verlieren, aber die Art und Weise ist nicht in Ordnung. Für mich war die Szene mit Schicklgruber-Ivanschitz Torraub, eine Rote Karte und ein Freistoß.“

Das sah wohl nicht nur er so – dass sich Rapid für diese Niederlage 2 ½ Monate später im Hanappi-Stadion „furchtbar“ rächen würde, konnte er sowie die Fans zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen...

8. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 Admira/Wacker

Samstag, 11. September 2004

9.700 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

Torschützen: Hofmann (21.), Feldhofer (30.); Oravec (73.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos - Feldhofer - Adamski - Katzer

Martinez - Hofmann (66. Ivanschitz) - Kulovits (86. Burgstaller) - Hlinka

Kincl (73. Gartler) - Dosek

Am 8. Spieltag trat der SK Rapid Wien zuhause gegen die Admira an. Aufgrund des etwas unattraktiven Gegner fanden "nur" 9.700 Zuschauer den Weg ins Hanappi-Stadion. Rapid, die ja in der letzten Saison so etwas wie einem "Admira-Fluch" unterlegen war, zeigte an diesem Nachmittag zwar Respekt vor dem Angstgegner, spielte jedoch groß auf. Die Teamspieler Andreas Ivanschitz und Martin Hiden wurden für das UEFA-Cup Spiel gegen Sporting Lissabon (Berichte zu den Spielen folgen!) geschont; Axel Lawaree fehlte aufgrund einer Verletzung. Dennoch dominierte der SK Rapid das Spiel von Beginn an und es war nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fallen würde.

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Steffen Hofmann der in der neunten Minute bei seinem ersten Freistoß aus guter Distanz noch an der Mauer gescheitert war, zirkelte den Ball bei seinem zweiten in der 21. Minute über die Abwehr hinweg in die linke Kreuzecke, Szamotulski vermochte den Ball nur noch leicht zu berühren. Ein Traumtor! Das Stadion war in Ekstase, die Stimmung in den ersten Minuten einfach phänomenal!

Nur 8 Minuten später durften die Rapid-Fans erneut jubeln - nach Martinez-Flanke war es der Verteidiger Ferdinand Feldhofer, der nach einer Kopfballvorlage von Kincl, aus kurzer Distanz den Ball über die Linie schoss. Weitere Möglichkeiten wurden kläglich vergeben - Hofmann traf in der 28. Minute nur die Stange, Martinez in der 41. Minute nur die Latte, Dosek scheiterte in der 84. Minute an Szamotulski, um nur einige zu nennen. Und auch diesmal stand ein Schiedsrichter im Mittelpunkt - Konrad Plautz der nach dem Brutalo-Foul von Matyus an Dosek nur Gelb zeigte (Zitat Hickersberger: "Die Attacke von Matyus an Dosek war für mich rotwürdig. Wenn der Schiedsrichter aber der Meinung ist, es muss erst ein offener Schien- und Wadenbeinbruch her, dann muss ich das akzeptieren.").

Die zweite Hälfte war ziemlich unspektakulär. Rapid vergab noch eine Reihe von guten Möglichkeiten (Dosek, Martinez, Katzer!) - die Gäste aus der Südstadt konnten mit ihrem einzigen Angriff durch Oravec den Anschlusstreffer erzielen. Jürgen Macho, der Ladi Maier und dem wieder fitten Helge Payer vorgezogen wurde, war bei diesem Schuss von Oravec aus sieben Metern chancenlos.

Fazit: Ein verdienter, wichtiger Sieg für Rapid mit einer eher mäßigen Stimmung auf den Rängen.

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9. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 Grazer AK

Sonntag, 18. September 2004

13.200 Zuschauer / Gerhard – Hanappi - Stadion

Torschützen: Kienast (6.), Dosek (84.); Aufhauser (58.).)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos - Adamski - Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits

Hofmann (71. Burgstaller) – Martinez (76. Sturm)

Dosek – Kienast (90. Gartler)

An jenem Sonntag-Nachmittag im September stand das erste Saisonduell mit dem Meister an. Im Tor stand wiederum Neuzugang Jürgen Macho, daneben musste Coach Josef Hickersberger aber auf die Leistungsträger Ivanschitz, Kincl, Feldhofer, Garics und Lawaree sowie auf den Langzeitverletzten Rechtsverteidiger Markus Hiden (Kreuzbandriss) verzichten. Es schien, als wären die Voraussetzungen für diese Auseinandersetzung nicht allzu gut zu sein. Aufgrund der akuten Stürmernot wurde Kooperationsspieler Roman Kienast vom Zweitliga-Klub SCR Altach heimgeholt, und durfte auch prompt von Beginn weg neben dem Tschechen Dosek stürmen – und wie!

Westtribüne: Choreographie der UR

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Erste gute Offensiv-Aktion von Rapid, erstes Tor: Hlinka auf Hofmann, Pass auf Katzer in den freien Raum, der wiederum sieht Kienast in der Mitte (völlig von Tokic und Ehmann alleine gelassen) und hat keine Mühe, den Ball einzuköpfen. In den ersten zwanzig Minuten kann sich der GAK kaum befreien, die Rapidler sind teilweise nur mit (derben) Fouls zu stoppen – dennoch gelang vor der Pause das 2:0 nicht mehr, lediglich fünf GAK-Spieler sahen die gelbe Karte (gleich vorweg: Die Herren Muratovic und Pogatetz hätten nach Video-Studium Rot sehen müssen).

Nach der Pause kam der GAK zum völlig unverdienten Ausgleich: 58. Minute; Aufhauser zieht vom rechten Sechzehnereck ab, der Ball landet hinter Jürgen Macho, der absolut chancenlos ist, im linken Kreuzeck. Dem GAK fiel dennoch kaum was ein, und so musste erneut der völlig inferiore Schiedsrichter Brugger nachhelfen, welcher den rechten Außenverteidiger György Korsos nach einem „Foul“ an Emanuel Pogatetz (wiederum nach TV-Studium als Schwalbe enttarnt) zu Unrecht des Feldes verwies. Aufgrund der vielen Fouls ließ sich Josef Hickersberger zudem zu einer richtigen Kultaktion hinreißen: Als wieder mal ein GAK-Spieler die Sense auspacken musste und Brugger sich abermals in Ignoranz übte, zeigte Hickersberger Brugge die „gelbe Karte“ – womit er zwar die Lacher und den Applaus des Stadions, nicht aber den des Mannes in Schwarz auf seiner Seite hatte.

Die eher mittelmäßige Stimmung auf den Rängen explodierte allerdings, als dem Tschechen Tomas Dosek nach herrlicher Vorarbeit des alles überragenden Mittelfeld-Organisators Peter Hlinka noch in Unterzahl das 2:1 gelang: Flanke von rechts, Dosek tanzt Nationalspieler Joachim Standfest aus und schießt zum 2:1 ein ! Das Hanappi explodierte förmlich, und es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass die Grün-Weißen in dieser Saison in der Rapid-Viertelstunde zu einem entscheidenden Treffer kamen...

Resümierend konnte man feststellen, dass sich der GAK an jenem Nachmittag nicht als würdiger Meister erwies: Planlosigkeit, keine einzige herausgespielte Torchance, weit hinten hinein gedrängt und mehrere böse Fouls zeugen von einer katastrophalen Leistung der Rotjacken...

10. Spieltag

Grazer AK 2:2 SK Rapid Wien

Samstag, 25. September 2004

10.800 Zuschauer / Arnold-Schwarzenegger-Stadion

Torschützen: Ivanschitz (11.), Martinez (55.); Bazina (23., 58.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Feldhofer (46. Garics) - Hiden - Adamski - Katzer

Hofmann (80. Burgstaller)- Hlinka - Kulovits (69. Kienast) - Ivanschitz

Martinez - Dosek

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Am 25. September 2004, musste Rapid erneut gegen den Meister GAK antreten - diesmal allerdings in Graz. Die Aussicht auf einen Punktegewinn war nicht besonders rosig - wie im Hinspiel fehlten u.a. Hofmann, Kincl, Lawaree und Markus Hiden. Wie auch beim Spiel gegen den SK Sturm fanden viele Rapidfans den Weg nach Graz - rund 2.000 sollen es gewesen sein. Und - wie eigentlich immer in dieser Saison - war die Stimmung im Gästesektor genial. Besonders toll wurde sie in der 11. Minute - denn da erzielte Andi Ivanschitz das 1:0 - Marke Traumtor - nach einem Abwehrfehler der "Roten Teufel" traf der Teamkapitän herrlich ins Kreuzeck. Nach dem Treffer wachte der GAK auf und übernahm das Kommando in einer offensiv geführten Begegnung.

In der 23. Minute verliert Torschütze Ivanschitz im Mittelfeld den Ball und öffnet den Grazern somit die Chance zum Konter. Nach Pass von Kollmann trifft Bazina zum Ausgleich für den GAK. In den folgenden Minuten gab es eine Menge Chancen auf beiden Seiten, und wieder hatte Ivanschitz eine brandgefährliche Aktion eingeleitet, die jedoch das Tor nur ganz knapp verfehlte.

Nach der Pause wie aus dem Nichts die erneute Führung für Grün-Weiß. Sebastian Martinez nimmt sich ein Herz und zieht von der Strafraumgrenze ab - keine Chance für Schranz, Rapid erneut in Front. Der Jubel im vollen Gästesektor hielt aber nur kurz - nach einem fürchterlichen Schnitzer vom polnischen Verteidiger Adamski, trifft Bazina zum 2:2-Ausgleich.

Man Of The Match war ganz klar Andi Ivanschitz, der in einer bestechenden Form die Rapid-Offensive enorm verstärkte.

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11. Spieltag

SK Rapid Wien 2:1 SW Bregenz

Sonntag, 3. Oktober 2004

8.400 Zuschauer / Gerhard - Hanappi - Stadion

Torschützen: Dosek (22.), Sturm (73.); Jakomin (88.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Feldhofer (75. Burgstaller) - Sturm

Hofmann - Hlinka (54. Martinez) - Kulovits - Ivanschitz

Lawaree (56. Kienast) - Dosek

Die Ausgangssituation vor der 11. Runde war klar, Rapid - punktegleich mit Tabellenführer Austria - musste 3 Punkte gegen den Tabellenletzten aus Bregenz holen. Da weder Gegner noch Wetter sehr attraktiv waren, fanden lediglich 8.400 Zuschauer an diesem Sonntag-Nachmittag den Weg ins "St. Hanappi".

Die Stimmung war zu Beginn eine der schlechtesten in der ganzen bisherigen Saison - einige dürften vom Vortag noch etwas müde gewesen sein, anders wäre die Stimmung nicht zu erklären. Nach dem UEFA-Cup Ausscheiden nur 4 Tage zuvor präsentierte die Westtribüne zwar keine aufwendige, aber sehr aussagekräftige Choreographie:

Kopf hoch, ihr Grün-Weißen Krieger, volle Konzentration auf die Liga!

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Coach Hickersberger stellte gegenüber dem Spiel gegen den GAK um: Payer spielte für Macho im Tor, György Korsos begann erstmals wieder in der rechten Verteidigung, Ferdinand Feldhofer rückte in die Innenverteidigung, Florian Sturm ersetzte den Verletzten Katzer und Lawaree war nach seiner Verletzung ebenfalls wieder mit an Bord. Trotzdem gehörten die ersten 20 Minuten den Vorarlbergern - die größte Chance von Nzuzi in der 13. Minute parierte Helge Payer, der nach 10 Wochen erstmals wieder im Rapid-Tor steht, glänzend.

"Nach 22 Minuten fällt der überraschende Führungstreffer für Rapid - nach Steilpass von Korsos hat der Tscheche Tomas Dosek kein Problem einzunetzen - 1:0 für Rapid. Nur 7 Minuten später verhindert Aluminium den zweiten Treffer von Dosek - Rapid findet jetzt gut ins Spiel und dominierte Bregenz."

Rapid wurde in der 2. Halbzeit immer stärker, die Stimmung im Hanappi-Stadion immer schwächer. In der 56. Minute musste sich Bregenz-Goalie Tolja nach einem herrlichen Ivanschitz-Freistoß auszeichnen. Die Rapid-Fans wurden mit der Zeit immer ungeduldiger - man wollte die Entscheidung. Und die fiel 2 Minuten vor der Rapid-Viertelstunde. Nach Traumpass von Hofmann spitzelt Florian Sturm den Ball locker an Tolja vorbei - 2:0 für Rapid. Das war die Entscheidung! Oder doch nicht?

In der 81. Minute traf Nzuzi nur die Stange, und nachdem es Dosek verabsäumte das 3:0 zu machen, fiel nach Nzuzi-Flanke der 2:1-Anschlusstreffer durch Jakomin, der nach Unsicherheit von Payer problemlos einnetzen konnte. Bregenz bäumte sich noch einmal auf - aber es war zu spät! Ein unspektakulärer Fußball-Sonntag endete mit einem knappen Rapid-Sieg.

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12. Spieltag

FC Wacker Innsbruck 0:2 SK Rapid Wien

Samstag, 16. Oktober 2004

9.400 Zuschauer / Tivoli-Stadion

Torschützen: Katzer (3.), Korsos (49.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Burgstaller - Katzer

Hlinka

Hofmann – Martinez (80. Topic)– Sturm (54. Markus Hiden)

Dosek – Lawaree (85. Kienast)

Nach dem 2:1 Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Vorarlberg musste Rapid zum ersten Mal seit zwei Jahren zum Aufsteiger Wacker Innsbruck, den man im ersten Saisonduell mit 4:1 aus dem Weststadion gefegt hatte.

Die Vorzeichen waren ob der guten Leistungen in den letzten Wochen gut; Es fehlten jedoch die Leistungsträger Ivanschitz und Kincl, was sich aber in diesem Spiel nicht weiter auswirken sollte.

Schon zu Beginn machten sich die gut 700 mitgereisten Rapid-Fans lautstark bemerkbar, die in weiterer Folge einen der Höhepunkte des Abends markieren sollten – dazu später aber mehr.

Rapid machte von Beginn weg Druck und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer im neuen Tivoli-Stadion denn das Sagen haben würde. Bereits nach drei Minuten köpfelte Linksverteidiger Markus Katzer sein zweites Saisontor, dem eine Ecke vorausgegangen war. Mit der frühen Führung im Rücken spielten die Grün-Weißen beruhigt auf, was in mehreren Großchancen und einem zu Unrecht aberkannten Abseitstor von Mittelfeldmotor Peter Hlinka (Minute 25) gipfelte. Trotz dieser Fehlentscheidung ließen sich Rapidler nicht aus der Ruhe bringen, wodurch Innsbruck kaum zu Torchancen kam.

Das 1:0 zur Pause war zu diesem Zeitpunkt hochverdient, auf dem Vorsprung ausruhen konnten sich die Hütteldorfer aber erst, als György Korsos, an diesem Tag abermals in der rechten Verteidigung aufgeboten, aus einem Gestocher in der 49. Minute das 2:0 markierte und sich vor dem Rapid-Sektor feiern ließ. Von da an kontrollierte Rapid das Spiel souverän und schonte sich weitgehend für kommende Aufgaben; Überragend an diesem Tag war die sattelfeste, von Martin Hiden sehr gut organisierte Viererkette, die abermals den Beweis antrat, dass die Pauschalurteile über Rapids schwache Verteidigung ad acta gelegt werden müssen.

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Leider gibt es zu dem Spiel auch eher Negatives, wenn auch nicht von Rapid-Seite, zu berichten; Die Fans von Wacker Innsbruck protestieren u.a. für ebendiesen Vereinsnamen (derzeitiger Name: Wacker Tirol), und zogen daher den „stillen“ Protest vor, was für die Auswärtskurve insofern schade war, da sie an diesem Tag keinen Gegner hat. Was die Rapid-Fans aber an jenem Samstag im Oktober in der Tiroler Landeshauptstadt präsentierten, sollte selbst in dieser Saison nicht oft überboten werden.

Dies scheinen auch die Spieler bemerkt zu haben, die ungewöhnlich lange vor dem Sektor blieben und sich erst nach einiger Zeit auf den Weg in die Kabine machten – Rapid hatte wieder drei Punkte eingefahren, der Winterkönig war somit fest im Visier der Hütteldorfer Kanoniere.

13. Spieltag

SK Rapid Wien 1:1 FK Austria Magna

Sonntag, 24. Oktober 2004

17.500 Zuschauer / Gerhard Hanappi-Stadion

Torschützen: Katzer (54.); Vastic (46.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Hiden - Feldhofer - Katzer

Hlinka (77. Martinez) – Kulovits (52. Garics)

Hofmann – Ivanschitz (79. Kienast)

Dosek – Lawaree

Derby-Time in St. Hütteldorf. Ausverkauftes Hanappi-Stadion, die gesamte grün-weiße Anhängerschaft will endlich den Derby-Sieg nach 14 sieglosen Spielen gegen den Stadtrivalen. Die Frage, die sich die Experten vor dem Spiel stellten, war aber eine Andere: Würde die Torsperre von Austria-Keeper Joey Didulica gebrochen werden? Der Australo-Kroate war immerhin beinahe 700 Minuten ohne Gegentor geblieben.

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Das Spiel begann für Rapid hervorragend, über die Seiten wurde konstant Druck aufgebaut und in der zwölften Minute traf Kapitän Steffen Hofmann nach einem kurz ausgeführten Eckball bereits die Latte. Nach dem guten Beginn verflachte das Spiel aber zusehends, auch, weil sich die beiden Mittelfeldreihen, die absolut ebenbürtig waren, komplett neutralisierten und kaum Raum für gutes Pass- und Kombinationsspiel ließen.

Direkt nach dem Seitenwechsel der Paukenschlag: Kiesenebner spielt in die Spitze, Torjäger Rushfeldt steigt über den Ball und Ivica Vastic schiebt den Ball an Payer vorbei, der keine Chance hat, zur 1:0 Führung ein – ein Tor, mit dem zu diesem Zeitpunkt keiner gerechnet hatte, schon gar nicht die Rapid-Spieler, die sich 33 Sekunden nach Wiederanpfiff gedanklich wohl noch bei der Kabinenpredigt von Herrn Hickersberger befanden. Wie dem auch sei, Rapid antwortete, nicht wie zu erwarten war, mit stürmischen Angriffen, kam aber trotzdem zum Ausgleich, der bezeichnenderweise nach einer Standard-Situation fiel: Hofmann flankte in die Mitte, Verteidiger Markus Katzer versucht es einmal, Didulica mit einem Weltklasse-Reflex; Den wegspringenden Ball bekommt Katzer aber genau auf den Kopf, von wo er in den Maschen landet – 1:1 zu einem Zeitpunkt, wo eigentlich kaum Jemand mit dem Ausgleich gerechnet hatte.

Dass ein Derby kaum ohne brisante Szenen ablaufen kann, bewies die Szene aus Minute 73, um die sich so mancher Austrianer selbst Monate danach noch betrogen fühlte: Dospel erzielt (nimmt man die TV-Bilder als Beweis) ein reguläres Tor, welches von den Assistenten von Herrn Sowa zu Unrecht aberkannt wird – zwei Minuten später rempelt Rushfeldt Feldhofer nieder, der sich ein wenig theatralisch fallen lässt – SR Sowa schickt den Norweger daraufhin zum Duschen. Die Atmosphäre war daraufhin in der Rapid-Viertelstunde zwar mehr als nur giftig, wirklich Entscheidendes tat sich aber nicht mehr; Vielmehr schien, als wären beide Mannschaften mit dem Unentschieden zufrieden, sicherte es ihnen ja punktegleich die Tabellenränge 1 und 2.

Insgesamt spielte Rapid wie in so vielen Derbys zuvor eher behäbig nach vorne, konnte nie seine Normalform abrufen, obwohl man quasi in (Herbst-)Bestbesetzung antrat. Stimmung war einem Derby halbwegs angemessen, auch wenn man von Austria-Seite da was Anderes hören musste (wer’s glaubt...)

14. Spieltag

SV Salzburg 0:1 Sk Rapid Wien

Mittwoch, 27. Oktober 2004

10.000 Zuschauer / EM-Stadion Wals Siezenheim

Torschützen: Korsos (49.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Garics (88. Feldhofer) - Hiden - Burgstaller - Katzer

Hlinka – Korsos (76. Markus Hiden)

Hofmann – Martinez

Kienast – Lawaree (66. Sturm)

Drei Tage nach dem großen Wiener Derby stand die schwierige Auswärtspartie in Salzburg an; Obwohl die Mozartstädter in dieser Saison bestenfalls unterstes Mittelmaß bzw. eigentlich Abstiegskandidat waren, wusste man schon im Vorfeld der Partie, dass das Unternehmen „drei Punkte“ nicht unbedingt leicht werden würde.

Das schwache Niveau der Partie, das man schon im Vorfeld erahnen konnte, soll hier nicht weiter kommentiert werden – insgesamt gab es grade mal eine handvoll Torchancen (und damit meine ich wirklich eine Handvoll !), wovon Rapid zum Glück eine zum etwas glücklichen 1:0 Sieg nützen konnte: Wieder einmal ging es über die linke Seite, über den bärenstarken Linksverteidiger Markus Katzer, der eine Idealflanke auf György Korsos zirkelte, der dann eigentlich nur mehr seinen Kopf hinhalten muss. Der weitere Verlauf des Spiels ist schnell erzählt: Rapid schonte sich, Salzburg konnte nicht; Da die Wiener Austria zeitgleich im Horr-Stadion dem SV Pasching unterlag, war Rapid zum ersten Mal seit fünf Runden wieder auf dem Sonnenplatz in der Tabelle.

Blieb soweit nur zu hoffen, dass sich die Personalsituation bald entspannen würde – wie oben ersichtlich, fehlten einige Stammspieler verletzungsbedingt, was sich vor allem im mehr als zahmen Sturm (Lawaree außer Form, Kienast... naja, Kienast eben...) niederschlug.

Beeindruckend wie so oft die Anzahl der Auswärtsfan, wenn man bedenkt, dass Salzburg (knappe 300 Kilometer, unter der Woche!) nicht unbedingt um die Ecke liegt.

Motto: Salzburg in Flammen

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15. Spieltag

SK Rapid Wien 2:0 SK Sturm Graz

Sonntag, 31. Oktober 2004

13.200 Zuschauer / Gerhard Hanappi-Stadion

Torschützen: Kienast (63.) Gercaliu (66. / Eigentor)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Garics - Feldhofer - Burgstaller (46. Kienast) - Katzer

Hlinka – Korsos

Hofmann – Martinez (75. Kulovits)

Dosek (70. Adamski) – Lawaree

Die englischen Wochen gingen weiter – nur vier Tage nach dem hart umkämpften 1:0 Erfolg in Salzburg war Rapids Lieblingsgegner, der SK Sturm Graz, im Hanappi-Stadion zu Gast. Was sollte da anbrennen? Immerhin konnten die Grazer schon seit ca. zehn Partien (vom Autor nicht genau nachgeprüft, Anm.) nicht mehr gegen grün-weiß gewinnen. Zudem glich St. Hanappi mehr und mehr einer Festung, auch an diesem kalten Sonntag im Oktober waren mehr als 13.000 nach Hütteldorf gepilgert, um den Tabellenführer zum Sieg zu schreien.

Rapid startete, wie man es erwartet hatte: Druck über die Seiten, Schüsse aus allen Lagen, nur das Glück fehlte. Wobei „starten“ nicht das richtige Wort ist, denn die Grazer schossen in Halbzeit 1 nicht einmal auf das von Jürgen Macho gehütete Tor, eigentlich gab es nur Einbahnstraßenfußball auf einer schiefen Ebene, jedoch scheiterten die Rapidler entweder am Pech (Hlinka an die Latte), am eigenen Unvermögen oder am prächtig aufgelegten Schiedsrichter Lehner, der Rapid gleich zwei Elfmeter verweigerte und somit nicht unwesentlich ins Spiel eingriff. Bester Spieler der ersten Hälfte war mit Abstand Markus Katzer, über den so gut wie alle Angriffe liefen und der auch defensiv überhaupt Nichts anbrennen ließ.

Nicht anders das Bild in Hälfte Zwei: Hickersberger löste in der Pause zwangsläufig die Viererkette auf (Thomas Burgstaller hatte sich einen Kreuzbandriss zugezogen und mit diesem noch einige Minuten gespielt !!) , was Wirkung zeigte: In der 63. Minute bekam Kapitän Hofmann nach einer schönen Kombination im Mittelfeld (Hlinka / Martinez) die Kugel und drückte aus ca. 20 Metern ab – der Ball wurde abgeblockt und fiel Roman Kienast vor die Füße, der Gratzei elegant umkurve und zum 1:0 für Rapid einschoss. Nur drei Minuten später durften die Fans erneut jubeln: Ein Eckball von Hofmann wurde von Lawaree verlängert und von Ronald Gercaliu unglücklich ins eigene Tor verlängert – die Tore eine logische Folge der eklatanten Überlegenheit der Rapid-Mannschaft, während sich Sturm von einer Chance für Filipovic (diese allerdings noch beim Stand von 0:0) abgesehen überhaupt nicht befreien konnte.

Nach den Toren spielte Rapid wirklich gut weiter – weitere Chancen für Lawaree (neben das Tor) und Dosek (Gratzei lenkte den Ball mit einer Glanzparade neben den Pfosten) blieben aber ungenützt, wodurch der SK Sturm ein Debakel abwenden konnte.

Stimmung war eher durchwachsen, nach den Toren naturgemäß gut, davor höchstens Durchschnitt – eigentlich unverständlich, wenn man den Spielverlauf bedenkt, zumal man der Mannschaft höchstens vorwerfen konnte zu exzessiv zu versuchen, den Ball ins Tor zu tragen.

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Trotz des Formtiefs einiger Akteure (Peter Hlinka, Sebastian Martinez) und dem Fehlen wichtiger Stützen (Martin Hiden, Marek Kincl, Andreas Ivanschitz) gelang es Rapid, eine weitere Runde die Tabellenführung zu verteidigen – schön langsam machte sich Optimismus im grünen Lager breit....

16. Spieltag

SV Mattersburg 0:0 SK Rapid Wien

Samstag, 6. November 2004

17.100 Zuschauer / Pappelstadion Mattersburg

Torschützen: -

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Garics (66. Kulovits) - Feldhofer - Adamski - Katzer

Hlinka – Korsos

Hofmann (82. Sturm) – Martinez

Dosek – Lawaree (46. Kienast)

In Mattersburg wartete auf Rapid nach den letzten erfolgreichen Wochen (acht Spiele in Folge ohne Niederlage) eine schwierige Aufgabe; Die Burgenländer galten als extrem heimstark, das Pappelstadion eine Festung.

Entsprechend dieser Einschätzung gingen die grün-weißen aus dem Burgenland auch zu Werke – schnell, direkt, mit Zug zum Tor – die Rapid-Mannschaft fand – soviel vorweg – während der gesamten Spielzeit nicht zu ihrem gewohnten Spiel, was auch an der Dynamik und Einsatzfreude der Mattersburger lag.

Insgesamt konnte Rapid in der ersten Hälfte keine einzige Torchance für sich verbuchen – eine Tatsache, die man normalerweise nur bei Verteilerkreis-Derbys beweinen kann. Mattersburg war klar tonangebend, u.a. vergaben Köszegi und vor allem Thomas Wagner, der Macho schon überspielt hatte aber den Ball nicht an Adamski vorbei im Netz unterbringen konnte, beste Chancen. Halbzeit Zwei war dann von Rapid-Seite etwas besser, mehr als Halbchancen für Martinez und den eingewechselten Roman Kienast, der besser selbst abgeschlossen hätte denn uneigennützig in die Mitte zu geben, sprang aber nicht heraus. Da auch Mattersburg kräftemäßig in Halbzeit Zwei abfiel, war es im Endeffekt ein Fußballspiel auf relativ schwachem Niveau, wodurch das 0:0 grundsätzlich in Ordnung ging und mit dem auch beide Mannschaften gut leben konnten.

Die interessanteren Aspekte an diesem Fußballnachmittag gab es ohnehin eher abseits des Stadions zu beobachten: Die führenden Rapid-Fanklubs organisierten vom Stadionparkplatz des Praterstadions weg einen Autocorso nach Mattersburg, der insgesamt über sechs Kilometer lang war und sich wie eine grüne Karawane durch das Wiener Vorland in Richtung Nordburgenland schlängelte.

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Im Stadion selbst war die Stimmung eher durchwachsen, oder, um es freundlich auszudrücken, dem Spielverlauf angepasst. Bemerkenswert in jedem Fall, dass das Spiel mit mehr als 17.000 Zuschauern letztendlich ausverkauft war und das Pappelstadion aus allen Nähten platzte. Aufgrund des weniger ruhmreichen Auftrittes wird diese Auswärtsfahrt aber nicht ewig in unserer Erinnerung hängen bleiben...

17. Spieltag

SK Rapid Wien 3:0 SV Pasching

Sonntag, 14. November 2004

14.800 Zuschauer – Gerhard Hanappi-Stadion

Torschützen: Feldhofer (2.), Hofmann (17., 75.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Payer

Korsos - Feldhofer – Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits

Hofmann – Ivanschitz (61. Martinez)

Kincl (67. Kienast) – Dosek (78. Lawaree)

Spitzenspiel in Hütteldorf – Rapid vs. Pasching – die einen seit neun Spielen ungeschlagen, die anderen mit 21 Punkten aus den letzten acht Spielen die Mannschaft der Stunde. Nicht nur die 14.800 Zuschauer im St. Hanappi (die an diesem Tag eine wirklich tolle Leistung ablieferten) wussten, dass dieses Spiel der Knackpunkt auf dem Weg zum ersehnten Winterkönig sein würde. Trainer Josef Hickersberger rotierte wieder ein wenig, Helge Payer stand wieder im Tor, Andi Ivanschitz, Martin Hiden und der endlich wiedergenesene Marek Kincl ebenfalls wieder zur Verfügung.

Angetrieben von den Fans klingelte es bereits nach etwas mehr als 70 Sekunden im Kasten von Pepi Schicklgruber: Eckball Hofmann, kurz abgeblockt, der Ball kommt zum Kapitän zurück – der zirkelt ihn genau auf den Kopf von Ferdinand Feldhofer, der damit sein zweites Saisontor markiert. Blitzstart für Rapid, der natürlich vieles leichter machte. In weiterer Folge entwickelte sich ein mehr oder weniger offener Schlagabtausch, wobei Rapid ein leichtes Übergewicht im Mittelfeld vorzuweisen hatte. Nachdem die Paschinger nach dem 0:1 eine gute Chance durch Kovacevic vergaben (Korsos rettete mehr oder weniger auf der Linie), kam Rapid zu einem Freistoß halblinks ca. 30 Meter vor dem Tor – Hofmann zirkelte ihn vors Tor, niemand ging an den Ball ran und plötzlich war der Paschinger Schlussmann zum zweiten Mal bezwungen. Damit war der Widerstand bereits in der 17. Minute quasi gebrochen, jetzt spielte im Prinzip nur mehr Rapid – und wie ! Herrlicher Kombinationsfußball, eine Chance nach der Anderen wurde herauskombiniert, wobei gesagt werden muss, dass sich vor allem Andi Ivanschitz und Goalgetter Marek Kincl im Chancen vergeben gegenseitig überboten !

Kincl hatte dann aber doch seinen Auftritt: Nach einer schönen Flanke von der linken Seite wuchtete der Tscheche den Ball per Hechtkopfball in die Maschen – ein Weltklassetor, das ihm fälschlicherweise (wie noch drei andere Male in dieser Saison....) aberkannt wurde (Kincl stand eindeutig nicht im Abseits)

Den Schlusspunkt setzte wiederum der Kapitän, und wieder ging dem Traumtor eine Traumkombination voraus: Katzer auf Martinez (am linken Flügel), der zieht zwei Gegenspieler auf sich und passt genau im richtigen Moment ins Loch, wo sich Hofmann aus ca. 13 Metern halbrechte Position ein Herz nimmt und die Kugel volley ins Kreuzeck schießt – mit dem 3:0 waren die Paschinger letztendlich noch gut bedient, sie hätten sich an diesem November-Abend, an dem Rapid wie ein Meister agierte, nicht über ein gehöriges Debakel (5:0 aufwärts...) beschweren dürfen.

Die Rapid-Fans, die ihrem Ruf als beste Fangemeinschaft des Landes an diesem Abend mehr als nur gerecht wurden, konnten sich zufrieden zurücklehnen und die beste Leistung ihrer Mannschaft in der bisherigen Saison genießen – ohne zu ahnen, was da noch was alles kommen sollte (unglücklicherweise gleich in der Woche darauf...)

Nette Raucheinlage...

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18. Spieltag

Admira / Wacker 1:0 SK Rapid Wien

Sonntag, 21. November 2004

8.000 Zuschauer – Bundesstadion Südstadt

Torschützen: Oravec (68.)

Rapid spielte folgendermaßen:

Macho

Korsos (70. Garics) - Adamski – Martin Hiden - Katzer

Hlinka – Kulovits (70. Martinez)

Hofmann – Ivanschitz (65. Kienast)

Kincl – Dosek

Nach dem absolut überzeugenden 3:0 gegen den Titelkonkurrenten Pasching sollte nun auch in der Südstadt ein Sieg für Rapid her. Trotz einer unglaublichen Eiseskälte pilgerten 8.000 (!) Zuschauer (davon geschätzte 7.000 Rapidler) in das Wiener Vorland, um den Rekordmeister zu unterstützen.

Im Tor stand wieder Jürgen Macho, Rapid konnte quasi in Bestbesetzung agieren. Dennoch war von der Form der Vorwoche quasi nichts zu sehen. Die Admira stand vor allem defensiv hervorragend organisiert und ließ die Kreativspieler Rapids überhaupt nicht erst ins Spiel kommen. So blieben Torchancen auf beiden Seiten lange Zeit Mangelware, in der ersten Halbzeit vergab Kincl nach über einer halben Stunde (!) die beste Möglichkeit, auf Seiten der Südstädter hatte lediglich der immer wieder gefährliche Oravec eine gute Chance, bei der sich Macho auszeichnen konnte. Bezeichnend, dass das Tor genau dann fiel, als eigentlich jeder mit einer typischen Nullnummer rechnete: Erste Chance der Admira in Hälfte Zwei, erstes Tor: Oravec nimmt einen weiten Ball an, tanzt Hiden aus und schießt ins lange Eck – nicht unbedingt unhaltbar für Macho, der da keine allzu glückliche Figur machte und eher wie der vielzitierte Bahnschranken wirkte.

Da Rapid an diesem Nachmittag nicht mehr zusetzen konnte (oder wollte?! bei der Kälte hat’s wohl kaum Jemanden gewundert...) , und abgesehen von einem Hofmann-Freistoß, der leider vom hervorragenden Admira-Torhüter Szamotulski pariert wurde nichts mehr heraussprang, setzte es allen in allem eine verdiente Niederlage, die nach der Galavorstellung nur sieben Tage zuvor deftig weh tat, zumal der Hauptkonkurrent FK Austria Magna gegen den regierenden Meister GAK nur ein 0:0 erreichte und die Möglichkeit vorhanden war, einen Fünf-Punkte-Polster herauszuschießen. Stimmung war wie immer in der Südstadt so lala, aber wie schon zweimal erwähnt konnte man es kaum Jemandem verdenken, wenn er bei der Kälte seinen Mund aus gesundheitlichen Gründen lieber geschlossen hielt.

Rückblickend betrachtet war diese zweite Niederlage vielleicht gar nicht so schlecht und kam sogar zum richtigen Zeitpunkt – die Mannschaft riss sich danach am Riemen und konzentrierte sich darauf, die Rapid-Tugenden zu verinnerlichen, die am 18. Spieltag eindeutig nicht vorhanden waren.

bearbeitet von Starostyak

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Ich werde übrigens zu gegebener Zeit eine komplette Kaderanalyse (zu jedem einzelnen Spieler eine Analyse seiner Saison-Leistung) erstellen - passt meines Erachtens gut dazu, auch, um die Zweifel an der Leistungsfähigkeit manch unserer Kaderspieler zu beseitigen :D

Und diese Saison-Analyse beginne ich hiermit mit einem kurzem Überblick über die Leistungsfähigkeit unserer Nr. 24 - Helge Payer!

Nr. 24 – Helge Payer / 25 Jahre / Torhüter

Helge Payer spielte bis jetzt eine mehr oder weniger solide bis herausragende Saison. Er kam „nur“ in 16 Spielen (1440 Minuten) zum Einsatz (sah dabei eine gelbe Karte), was zum einen auf eine schwere Verletzung, die er sich während des Aufwärmens für das große Wiener Derby in der dritten Runde zugezogen hatte sowie auf das Rotationsprinzip, das durch den Transfer von Jürgen Macho zu den Hütteldorfern quasi entstand, zurückzuführen ist.

Allgemein kann gesagt werden, dass Helges Stärken absolut auf der Linie zu suchen sind. Hatte er im Herbst beim Rauslaufen noch gröbere Probleme, hat sich diese Schwachstelle kontinuierlich verringert; Mittlerweile muss einem nicht mehr Angst und Bange sein, wenn der Gegner den Ball planlos hoch in den Strafraum drischt. Ein weiterer Vorzug sind Payer’s geniale Abschläge, die oft punktgenau auf dem Fuß des Mitspielers landen. Er spielt hervorragend mit und gibt der Abwehr vor ihm – vor allem in der derzeit laufenden Frühjahrssaison – den nötigen Rückhalt. Diese Ruhe, die er jetzt ausstrahlt, liegt sicherlich auch im Vertrauen des Managements begründet, welches Jürgen Macho in der Winterpause nach Deutschland ziehen ließ und Helge wieder zur alten und neuen Nr. 1 machte.

Payer hatte in dieser Saison sowohl helle als auch eher dunkle Momente: Mit Schrecken erinnert sich jeder Rapid-Fan an den Ausgleich des SK Sturm Graz in der 19. Runde, als Helge mit einem katastrophalen Fehler Mario Haas den Ball quasi servierte. Fehler unterliefen ihm auch gegen SW Bregenz, als er vor dem Anschlusstreffer durch Jakomin aufs Rauslaufen verzichtete, sowie im Frühjahrsspiel gegen Mattersburg, als er eine Flanke falsch berechnete und den völlig freien Schmidt in seinem Rücken übersah. Zur Verteidigung muss allerdings gesagt werden, dass kein einziger seiner Schnitzer bisher spielentscheidend war, sämtliche Spiele, in denen Payer heuer patzte, wurden dennoch gewonnen.

Seine wohl beste Saisonleistung (wenngleich er das gesamte Frühjahr hinweg konstant stark ist) lieferte Payer am 13. März am Horr-Platz, als er eine entfesselt aufspielende Austria im Alleingang zur Verzweiflung brachte und Garant dafür war, dass es am Ende „nur“ 1:0 für die Veilchen hieß.

Seine Bilanz kann sich sehen lassen: Stand der gebürtige Welser im Tor, holte Rapid zwölf Siege, zwei Unentschieden und verlor lediglich zweimal mit 0:1 (in Mattersburg und am Verteilerkreis)

Meiner persönlichen Einschätzung nach würde ich Joey Didulica vom FK Austria Wien und Helge Payer auf eine Stufe stellen; Beide haben ihre Vorzüge und werden wohl in Kürze im Ausland spielen, wobei Payer vor allem in den letzten Monaten noch mal einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat.

Wird der Meistertitel tatsächlich nach neun Jahren nach Hütteldorf geholt, hat Payer erheblichen Anteil daran.

Note: 1-

Begründung: Noch Schwächen in der Luft; Ansonsten Ruhepol, spielt stets mit, auf der Linie eine Klasse für sich, detto im Eins vs. Eins, sehr gute Ausschüsse und herausragende Abwürfe

Prognose: Spielt Payer so weiter (auch im Europacup im Herbst), wird er schon sehr bald im Ausland (tippe am ehesten auf Italien oder die deutsche Bundesliga) unterkommen. Bin aber überzeugt, dass er uns noch eine Saison erhalten bleibt.

Nr. 13 / Markus Katzer / 25 Jahre / Linker Verteidiger

Markus Katzer – nicht wenige Rapid-Fans waren vor der Saison skeptisch, ob der aus der Südstadt gekommene Linksverteidiger den im Frühjahr 2004 stark aufspielenden Ante Jazic würdig vertreten könne – und zu Saisonbeginn schien es, als würden die Skeptiker zumindest im Ansatz Recht behalten: Katzer war vorerst nur Ersatz, Florian Sturm nahm seine Position in der linken Verteidigung ein; Dennoch gelang ihm als Wechselspieler bereits am ersten Spieltag sein erster Meisterschaftstreffer für die Grün-Weißen.

Allerdings war’s dann mit der Herrlichkeit vorerst vorbei: Zu zaghaft, zu ängstlich agierte Markus im ersten Saisonviertel, um sich wirklich einen Stammplatz erkämpfen zu können. Wenn er spielte, wusste er meist nichts mit dem Ball anzufangen, machte Fehlpasses oder drosch die Kugel nur weit nach vorne. Man sah ihm förmlich an, dass ihm Selbstvertrauen fehlte, während seine Konkurrenten auf der linken Verteidigerposition, Florian Sturm und Marcin Adamski, durchwegs akzeptable Leistungen ablieferten. Kurioserweise etablierte sich Katzer ab der siebenten Runde, ausgerechnet in Folge der ersten Niederlage der Saison beim SV Pasching, in der grün-weißen Hintermannschaft und verbesserte sich bis zum Ende des Herbstes kontinuierlich.

Katzer wurde grundsätzlich nachgesagt, dass er defensive Schwächen aufweist, dafür offensiv enorm stark ist; Zweiteres stellte er sowohl beim Auswärtssieg am Tivoli als auch im Hanappi-Derby gegen den FK Austria Magna unter Beweis, als er zwei wichtige Tore erzielen konnte. Von defensiven Schwächen war im weiteren Herbstverlauf kaum was zu sehen, im Gegenteil: Katzer machte seine Seite zu, wie dies György Korsos auf der anderen Seite tat, und das Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz funktionierte immer besser. Mit seiner Torgefahr (ca. 2/3 aller Rapid-Angriffe werden über die linke Seite vorbereitet) hat er einen enormen Pluspunkt gegenüber dem defensiv zwar guten, aber offensiv nicht vorhandenen Ante Jazic gesammelt.

Katzer war ebenfalls für den Aufreger des Herbstes verantwortlich: Im Derby am Horr-Platz musste er auf der rechten Verteidigerposition aushelfen; Nach der frühen Rapid-Führung übersah er den Tschechen Libor Sionko in seinem Rücken und servierte ihm den Ball quasi am Serviertablett; Es wird gemunkelt, dass manche Rapid-Fans Markus diesen Fehler noch immer nicht verziehen haben, wobei ich für meinen Teil dieses Derby schon längst abgehakt habe.

Die letzte (Herbst-)Partie gegen Wacker Innsbruck, jenes dramatische 2:2 im Weststadion, bedarf deshalb einer Erwähnung, weil Markus scheinbar wieder in sein altes Muster zurückzufallen schien – ohne Selbstvertrauen, nicht spritzig, kaum Impulse nach vorne; Dennoch sollte sich dieses Spiel nur als Eintagsfliege erweisen, denn in diesem Frühjahr gehört Katzer zu den überragenden, wenn auch zurückhaltenden und unauffälligen Akteuren auf dem Platz. Defensiv absolut tadellos, offensiv bemüht wie stets, klappt auch das Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz derart gut, dass man glauben könnte, die beiden spielen schon seit Jahren zusammen. Sein viertes Tor in dieser Saison konnte er gegen Mattersburg beim 2:1 Erfolg markieren.

Katzer spielte bisher (inkl. Europacup) 32 Mal, wobei ihm als Verteidiger außergewöhnliche vier Tore gelangen. Er sah zudem nur zweimal (!) Gelb, was für seine absolute Fairness gepaart mit Geschicklichkeit im Zweikampf spricht.

Ich selbst könnte mir in Österreich keinen besseren linken Verteidiger vorstellen – auch wenn ich mich vor der Saison kritisch zu seiner Verpflichtung geäußert habe. Kaum Jemand vereint die Verrichtung der defensiven Arbeit und den Drang nach vorne so gut wie Markus Katzer, der das moderne Konzept eines Außenverteidigers punktgenau umsetzen kann.

Note: 2

Begründung: Schwache Saisonanfangsphase; Ansonsten aber absolut fehlerfrei, defensiv eine Macht, offensiv mit sehr guten Flanken, tollem Zusammenspiel mit Andreas Ivanschitz; tolles Timing beim Kopfballspiel, unheimlich zweikampfstark und selbst von einem schnellen Flügelspieler kaum zu überlaufen.

Prognose: Katzer wird seinen Vertrag in Hütteldorf erfüllen und sich im Nationalteam völlig verdientermaßen auf der Linksverteidiger-Position etablieren. Spielt Rapid nächstes Jahr international und Katzer kann sein Niveau halten, werden wohl bald Angebote eintrudeln...

Nr. 26 / Josef „Gott“ Valachovic / 29 Jahre / Innenverteidiger

Josef Valachovic – so hieß der neue Innenverteidiger, der im Winter als Ersatz für den abgewanderten Marcin Adamski nach Hütteldorf geholt wurde. Den Meisten war dieser Name eher unbekannt, auch wenn Valachovic sich bereits als slowakischer Teamspieler einen Namen machen konnte.

Valachovic wurde den Rapid-Fans quasi im Zuge des Stadthallenturniers präsentiert, bei dem er in doppeltem Sinne für Furore sorgen sollte: Beim 7:2 Derby-Erfolg gegen die Wiener Austria erzielte er gleich einen Treffer; Gleich darauf verletzte er sich derart schwer, dass man glauben musste, er würde für die ganze Frühjahrssaison ausfallen, Diagnose: Wadenbeinbruch, möglicherweise drohte eine mehrere Monate lange Pause.

Valachovic war von Grund auf für seine Verletzungsanfälligkeit „bekannt“ – ein toller Verteidiger, der aber in den letzten Saisonen bei seinen Klubs nie mehr als 15 Spiele bestreiten konnte.

Nun, im Endeffekt kam alles anders; Valachovic meldete sich nach sage und schreibe 5 ½ Wochen (!!) wieder fit, was ihn für mich und viele Andere schon von Grund auf zu einem Spieler machte, den man einfach lieben muss – diese kurze Regenerationszeit ist bei solch einer Verletzung normalerweise völlig untypisch, der Heilungsprozess verlief einfach fantastisch.

Aufgrund der Spielabsagen gegen Admira, Bregenz und Salzburg kam er im Derby am Horr-Platz bereits zu seinem ersten Einsatz – kurioserweise im defensiven Mittelfeld (Josef’s Zweitposition), wo er im Rahmen der wirklich schwachen Mannschaftsleistung halbwegs akzeptabel spielte und in der 56. Minute für Steffen Hofmann Platz machen musste.

Das Derby sollte seine einzige Partie im defensiven Mittelfeld bleiben, von nun an spielte Josef zuerst neben Martin Hiden, nach dessen Kreuzbandriss Anfang April im Team-Camp neben Ferdinand Feldhofer in der Innenverteidigung. Mit der Aufgabe steigerten sich auch Josef’s Leistungen – er wurde zum Chef der immer besser funktionierenderen Viererkette, die er mit seiner Souveränität quasi ansteckte.

Beim Auswärtsspiel in Innsbruck wurde er erstmals im grün-weißen Dress zum Torschützen – leider ins falsche Tor, denn er fälschte einen Schuss von Innsbruck-Kapitän Theo Grüner unhaltbar für Helge Payer ins eigene Tor ab. Ein Torerfolg für grün-weiß blieb ihm trotz mehrerer Chancen (vor allem bei Standards ist Valachovic brandgefährlich) bisher versagt.

Insgesamt machte Josef bisher 12 Spiele, in denen er 979 Minuten (Meisterschaft) im Einsatz war. Die Sorge, dass zwei Innenverteidiger nach der Verletzung von Martin Hiden für das Meisterschaftsfinish nicht reichen sollten, erwies sich als unbegründet.

Josef’s Stärken liegen eindeutig im Stellungsspiel, seiner Souveränität, Abgebrühtheit und Coolness, mit der er größtenteils von hinten rausspielt. Er fällt während dem Spiel kaum auf, dennoch ist er aufgrund seiner Körpersprache und mit seiner Routine zum optimalen Abwehrchef aufgestiegen, neben dem auch Ferdinand Feldhofer im Frühjahr konstant gute Leistungen geboten hat. Irgendwann in der (nahen) Zukunft wird Josef allerdings mal ein fürchterliches Eiertor verschulden, weil er als letzter Mann – so kultig das auch für den Betrachter sein mag – immer wieder gerne mal für einen lässigen Haken gut ist :D

Als Schwäche muss man sicherlich seine fehlende Schnelligkeit, die er aber durch das bereits erwähnte gute Stellungsspiel fast wettmacht, sowie seine meist eher ungenauen weiten Passes (sofern er diese spielt) anmerken.

Note: 1-

Begründung: Durchwegs tolle Leistungen, kaum Fehler, souveränes Stellungsspiel und Auftreten, Abwehrchef.; Bildet mit Ferdinand Feldhofer ein Innenverteidiger-Duo, das einem Meister würdig ist. Absolute Kultfigur, mein neuer Hero ! :love:

Prognose: Valachovic bleibt mit Sicherheit in Hütteldorf und wird sich im Europacup beweisen können. Mit seiner Routine wird er entweder zusammen mit dem derzeit noch rekonvaleszenten Martin Hiden oder mit einem neuen Innenverteidiger, der noch nicht bekannt ist, ein hervorragendes Duo abgeben. Seine Einsätze im defensiven Mittelfeld werden wohl eher spärlich ausfallen, da für diese Position gleich drei hervorragende Akteure zur Verfügung stehen.

Link: Soccer Terminal

bearbeitet von Starostyak

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Bis jetzt ist der Thread auf jeden Fall schon genial. :super:

Hoffe SCR 4-ever kann mit seinen Berichten an deine herankommen. ;)

Danke für das positive Feedback!

Die Berichte wurden aufgeteilt, sind sowohl Berichte von Starostyak als auch von mir vorhanden! :winke:

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@Starostyak

Der Empfang vom Rene Wagner im Hanappi bei seiner "Rückkehr" war einmalig und durch nichts zu übertreffen.Ich muß zugeben mir standen die Tränen in den Augen.Diese Treue und Verbundenheit gibts nur bei Rapid.

Meine volle Hochachtung vor allen Rapid-Fans. :clap:

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