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chinomoreno

Barças Oleguer

13 Beiträge in diesem Thema

Barcelonas linker Innenverteidiger

Barcelona - Als der Fußball ins Netz rollte, wirkte der Torschütze beinahe ratlos. "Was mach' ich jetzt?", schien sich Oleguer Presas vom FC Barcelona zu fragen. Der Innenverteidiger ist Torjubel nicht gewohnt. Sein Treffer, der den Torreigen bei Barcas 4:0-Sieg am Sonntag in Malaga einleitete und die Katalanen in der Primera Division auf Meisterkurs hielt, war sein erster seit seinem Erstliga-Debüt vor zwei Jahren.

Wem er das Tor denn widme, wollten die Reporter wissen. Wieder überlegte Oleguer lange. Jeder andere Spieler hätte nun seine Freundin, sein Kind oder seine Fans genannt. Nicht so der 25-Jährige. "Ich widme das Tor einem 14 Jahre alten Bub, der in der vorigen Woche in Sabadell (vor den Toren Barcelonas) festgenommen wurde", antwortete der unverhoffte Torschütze. "Ich glaube, er heißt David. Er hatte Zettel mit Protesten gegen den Bürgermeister an Hauswände geklebt. Der Arme macht jetzt eine schwere Zeit durch. Da will ich ihm etwas Mut machen."

Die herrschenden Klassen

Oleguer zählt in der Primera Division zu den "Außenseitern", denen soziales Engagement wichtiger ist als Millionen anzuhäufen. Während sich Stars wie Ronaldo oder David Beckham in Werbespots vermarkten oder mit ihren Affären in der Boulevardpresse für Schlagzeilen sorgen, studiert der Barca-Verteidiger Volkswirtschaft, engagiert sich in der Politik und tritt in öffentlichen Debatten auf. Beim Referendum über die Europäische Verfassung warb er - als einziger Profi-Fußballer in Spanien - öffentlich für ein "Nein".

"Die EU-Verfassung ist nur ein weiterer Schritt der herrschenden Klassen beim Aufbau eines Europas des Großkapitals", begründete der ideologisch der linken Autonomie-Szene zugeordnete Kicker seine Haltung. Oleguer engagiert sich auch dafür, dass Kataloniens Fußballer eine eigene Nationalmannschaft erhalten. Damit löste er Spekulationen aus, dass er bei einer Berufung in die spanische Nationalelf einen Einsatz aus politischen Gründen ablehnen könnte.

Das wäre der erste Fall von "Verweigerung aus Gewissensgründen" im spanischen Fußball. Oleguer selbst reagierte verärgert auf diese Gerüchte, wollte sich aber auch nicht festlegen: "Dazu äußere ich mich erst, wenn ich ins Aufgebot berufen werde." Nationaltrainer Luis Aragones gab bereits zu verstehen, dass der Verteidiger für ihn ein Thema ist.

Oleguer hatte bis vor zwei Jahren in der dritten spanischen Liga für UEA Gramanet und das B-Team von Barcelona gespielt. Er wollte seine Profi-Karriere schon aufgeben. Aber dann gelang ihm 2003 überraschend der Sprung ins Erstliga-Team, weil Legionär Patrick Andersson in seine Heimat Schweden zurückkehrte.

kurier.at

Ein wirklich interessanter Artikel. Gut zu wissen, dass es heutzutage auch Fussballer gibt, die sich nicht nur damit beschäftigen möglichst hoch dotierte Werbeverträge und Riesengehälter abzukriegen.

Trotzdem finde ich, dass er ein unglaublich schlechter Verteidiger ist. :p;)

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Ein wirklich interessanter Artikel. Gut zu wissen, dass es heutzutage auch Fussballer gibt, die sich nicht nur damit beschäftigen möglichst hoch dotierte Werbeverträge und Riesengehälter abzukriegen.

Trotzdem finde ich, dass er ein unglaublich schlechter Verteidiger ist. :p;)

Da kann ich dir nur Recht geben. Dürfte ein wirklich toller und auch engagierter Mensch sein, aber Fußball spielen (zumindest bei Großclubs wie Barcelona) ist leider nicht wirklich das Seine ;)

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Oleguer hätte aber dann sicher bei Teams wie Sevilla usw einen Platz. Wenn nicht dort aber Osasuna oder Santander könnten ihn sicherlich brauchen und sind von der politischen Einstellung her auch eher auf der linken Seite.

Rechts in Spanien sind Espanyol, Real Madrid, Betis Sevilla und dies eindeutig. Dann ist da auch noch Valencia dazuzuzählen

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Espanyol ist eigentlich der Klub in Katalonien, der stark pro-Spanisch ist.

Die ganze Lage in Spanien ist für uns etwas komisch, wenn man es politisch betrachtet. In der Zeit Franco, und der war ein rechter, gab es ja auch viel Widerstand durch die Kommunisten und die rechten und konservativen haben bis zum Tod des Diktators 1975 immer zu ihm gehalten. Einige andere Regionen, die zum Teil mit eiserner Faust niedergehalten wurden (wie zb Baskenland und Katalonien, denen wurde die eigene Sprache auch untersagt) haben sich gewehrt und auch die Kommunisten

So ist es leicht nachvollziehbar, dass diese Regionen mehr links angehaucht sind.

Real Madrid ist im Norden Madrids, im konservativen reichen Teil angesiedelt. Real Madrid repräsentiert das Bürgerliche und bei Betis ist es so, dass der FC Sevilla die linkeren sind und bei Betis war es früher so, dass dort hauptsächlich die pro-spanischen Leute hingingen. Wobei sich das heute schön langsam auch mal aufhört und es wohl auch in Sevilla Betis Fans gibt, die die Sozialisten wählen.

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Espanyol ist eigentlich der Klub in Katalonien, der stark pro-Spanisch ist.

Die ganze Lage in Spanien ist für uns etwas komisch, wenn man es politisch betrachtet. In der Zeit Franco, und der war ein rechter, gab es ja auch viel Widerstand durch die Kommunisten und die rechten und konservativen haben bis zum Tod des Diktators 1975 immer zu ihm gehalten. Einige andere Regionen, die zum Teil mit eiserner Faust niedergehalten wurden (wie zb Baskenland und Katalonien, denen wurde die eigene Sprache auch untersagt) haben sich gewehrt und auch die Kommunisten

So ist es leicht nachvollziehbar, dass diese Regionen mehr links angehaucht sind.

Real Madrid ist im Norden Madrids, im konservativen reichen Teil angesiedelt. Real Madrid repräsentiert das Bürgerliche und bei Betis ist es so, dass der FC Sevilla die linkeren sind und bei Betis war es früher so, dass dort hauptsächlich die pro-spanischen Leute hingingen. Wobei sich das heute schön langsam auch mal aufhört und es wohl auch in Sevilla Betis Fans gibt, die die Sozialisten wählen.

Das stimmt natürlich was Du schreibst nur glaube Ich kann sich das ein Verein Heute nicht mehr leisten politisch klare Stellung zu beziehen, weil sie dadurch möglicher weise zu viele Fans verlieren.

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ich glaube auch dass sich das schön langsam aufhört. imho werden immer mehr politische themen durch wirtschaftliche maxime ersetzt.

außerdem verlieren sich die politischen programme auch in der globalisierung. außerhalb von spanien haben sicher die wenigsten fans eine ahnung wofür ihr verein im politischen spanien steht. ich glaube auch dass das ganz gut ist weil sport und politik nur in den seltesten fällen positiv harmonieren. außnahmen sind hier sicher die sozialen engagements von sportlern aber alles was darüber hinaus geht ist eher nicht gut.

bearbeitet von acdc81

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Espanyol ist eigentlich der Klub in Katalonien, der stark pro-Spanisch ist.

Die ganze Lage in Spanien ist für uns etwas komisch, wenn man es politisch betrachtet. In der Zeit Franco, und der war ein rechter, gab es ja auch viel Widerstand durch die Kommunisten und die rechten und konservativen haben bis zum Tod des Diktators 1975 immer zu ihm gehalten. Einige andere Regionen, die zum Teil mit eiserner Faust niedergehalten wurden (wie zb Baskenland und Katalonien, denen wurde die eigene Sprache auch untersagt) haben sich gewehrt und auch die Kommunisten

So ist es leicht nachvollziehbar, dass diese Regionen mehr links angehaucht sind.

Real Madrid ist im Norden Madrids, im konservativen reichen Teil angesiedelt. Real Madrid repräsentiert das Bürgerliche und bei Betis ist es so, dass der FC Sevilla die linkeren sind und bei Betis war es früher so, dass dort hauptsächlich die pro-spanischen Leute hingingen. Wobei sich das heute schön langsam auch mal aufhört und es wohl auch in Sevilla Betis Fans gibt, die die Sozialisten wählen.

Das stimmt natürlich was Du schreibst nur glaube Ich kann sich das ein Verein Heute nicht mehr leisten politisch klare Stellung zu beziehen, weil sie dadurch möglicher weise zu viele Fans verlieren.

Natürlich, da hast du Recht und ich meine das jetzt nicht als Provokation, aber es wäre schon zu begrüßen, wenn sich trotzdem Real Madrid zum Beispiel einmal ganz klar von rechten Stimmungen im Umfeld des Vereines distanzieren würde. Denn die Ultras Sur zum Beispiel genießen seit Jahren Narrenfreiheit und niemand geht gegen dieses Pack vor. Irgendwie habe ich bis jetzt nirgends mitbekommen, dass sich der Verein in Person von Perez oder sonst wen aus der Führungsriege bzw. von den Starspielern ganz klar von dieser und anderen derartigen Gruppierungen distanziert hat.

Ist gerade jetzt nach dem letzten Spieltag wieder ganz aktuell.

bearbeitet von chinomoreno

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Wenn sich aber jetzt immer mehr ökonomische Maxime durchsetzen und auch turbokapitalistische Gedanken, welches zu einem weiteren Auseinandertriften zwischen Arm und Reich führen wird, dann bezweifle ich fast, dass die Politik an Einfluß verlieren wird. Erst dann recht denke ich werden gewisse Massen sich wieder an die Politik klammern, denn einer der arm ist hat nichts zu verlieren.

Wir laufen in eine gefährliche Phase, immer mehr Leute arbeitslos, immer weniger Einkommen für die meisten und immer höhere Preise, das führt oft nur ins Verderben.

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Espanyol ist eigentlich der Klub in Katalonien, der stark pro-Spanisch ist.

Die ganze Lage in Spanien ist für uns etwas komisch, wenn man es politisch betrachtet. In der Zeit Franco, und der war ein rechter, gab es ja auch viel Widerstand durch die Kommunisten und die rechten und konservativen haben bis zum Tod des Diktators 1975 immer zu ihm gehalten. Einige andere Regionen, die zum Teil mit eiserner Faust niedergehalten wurden (wie zb Baskenland und Katalonien, denen wurde die eigene Sprache auch untersagt) haben sich gewehrt und auch die Kommunisten

So ist es leicht nachvollziehbar, dass diese Regionen mehr links angehaucht sind.

Real Madrid ist im Norden Madrids, im konservativen reichen Teil angesiedelt. Real Madrid repräsentiert das Bürgerliche und bei Betis ist es so, dass der FC Sevilla die linkeren sind und bei Betis war es früher so, dass dort hauptsächlich die pro-spanischen Leute hingingen. Wobei sich das heute schön langsam auch mal aufhört und es wohl auch in Sevilla Betis Fans gibt, die die Sozialisten wählen.

Das stimmt natürlich was Du schreibst nur glaube Ich kann sich das ein Verein Heute nicht mehr leisten politisch klare Stellung zu beziehen, weil sie dadurch möglicher weise zu viele Fans verlieren.

Natürlich, da hast du Recht und ich meine das jetzt nicht als Provokation, aber es wäre schon zu begrüßen, wenn sich trotzdem Real Madrid zum Beispiel einmal ganz klar von rechten Stimmungen im Umfeld des Vereines distanzieren würde. Denn die Ultras Sur zum Beispiel genießen seit Jahren Narrenfreiheit und niemand geht gegen dieses Pack vor. Irgendwie habe ich bis jetzt nirgends mitbekommen, dass sich der Verein in Person von Perez oder sonst wen aus der Führungsriege bzw. von den Starspielern ganz klar von dieser und anderen derartigen Gruppierungen distanziert hat.

Ist gerade jetzt nach dem letzten Spieltag wieder ganz aktuell.

Also was Ich weiß distanziert sich der Verein schon von diesen Gewaltaktionen die halt manchmal vorkommen und es wurden auch schon Stadionverbote vehängt bei Vorkommnisse im Stadion,Ich kann mich erinnern das war umgefähr vor drei vier Jahren da haben die Ultra Sur nach dem Heimspiel gegen Mallorca danach ausserhalb des Stadion ganz schön gewütet und damals hatte sich Peréz und Ich glaube es war Helguera schon klar davon distanziert,wie weit das was mit rechte oder linke Gruppierungen zu tun hatte weiß Ich nicht.

Und warum was war am Wochenende. :???:

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Wenn sich aber jetzt immer mehr ökonomische Maxime durchsetzen und auch turbokapitalistische Gedanken, welches zu einem weiteren Auseinandertriften zwischen Arm und Reich führen wird, dann bezweifle ich fast, dass die Politik an Einfluß verlieren wird. Erst dann recht denke ich werden gewisse Massen sich wieder an die Politik klammern, denn einer der arm ist hat nichts zu verlieren.

Wir laufen in eine gefährliche Phase, immer mehr Leute arbeitslos, immer weniger Einkommen für die meisten und immer höhere Preise, das führt oft nur ins Verderben.

Da ist absolut was wares dran und da sind nicht nur die Politiker gefragt, sondern generell Persönlichkeiten,und die ganze Gesellschaft.

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Wird das jetzt hier ein kleiner Politikfred im Spanienchannel wo marxistische Kapitalismuskritik auf neoliberalen Mainstream trifft und erbitterte Politikduelle geführt werden? :smoke:

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Rechts in Spanien sind Espanyol, Real Madrid, Betis Sevilla und dies eindeutig. Dann ist da auch noch Valencia dazuzuzählen

Das mit Valencia ist mir neu... und angesichts der valencianischen Familie, die mich sozusagen in ihren Kreis aufgenommen hat, und wo die ganze Familiengeschichte inklusive Kampf im Bürgerkrieg bis aufs Blut Anti-Franco ist (und seit Generationen alle Valencia-Fans sind), würd mich das auch ein wenig wundern. ;)

Aber ich werd mich nochmal erkundigen.

bearbeitet von AustroLeaf

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