LASK_92 sagte am 26. November 2011 - 12:36:
Naja von sich sehr gut halten, kann meiner Ansicht nach nicht gerade die Rede sein, wenn man bedenkt, dass sich alleine im gestigen Spiel Mandl dreimal im Eins-gegen-Eins profilieren musste, um den dreckigen, glücklichen, unverdienten Last-Minute-Sieg erst zu ermöglichen. Hinten anfällig, im Aufbau von Angriffen viel zu langsam, behäbig und zudem auch noch sehr fehleranfällig. Dass wir wirklich jeden Angriff auf die Seiten auslagern ist ohnehin schon amtsbekannt, mich ärgert es trotzdem immer wieder aufs Neue, dass man die Mitte komplett verhungern lässt. Schließlich beraubt man sich somit selbst einer guten Option Variantenreichtum ins Spiel zu bringen und an Flexibilität zu gewinnen. Das Einzige, was mich doch schwer verwundert ist folgendes: Wieso gibt Schachner dieses System/diese Spielanlage noch immer vor? Traut er seinen Spielern nichts anderes zu, oder ist es nun offiziell verboten, vom Standardangriff abzuweichen? Mir als Trainer würde flau im Magen werden, müsste ich mir jede Woche die selben 90 Minuten ansehen - als Fan wird mir das im Übrigen auch...
Zudem sollte auch nicht in Vergessenheit geraten, dass St. Pölten zweimal an der Stange scheiterte, somit war doch reichlich Glück im Spiel - mir soll's aber recht sein!
Ob ein Sieg jetzt dreckig, unverdient, glücklich oder sonst was ist, das ist eigentlich egal. Wichtig ist nur der Spielstand beim Abpfiff. Der hat gepasst. Oder wäre es besser, wenn man sauber, verdient und unglücklich verliert? Spaß bei Seite, aber so ist es halt beim Fußball.
Die meisten Gegner in dieser Liga, beschäftigen sich nur mit dem Spiel Zerstören und kontern dann blitzschnell. Das in sehr ausgereifter Form. Deshalb ist es für Mannschaften die die spielerische Not(e) bevorzugen, sehr, sehr schwer.Typisches Beispiel gestern bw in Lustenau. Hab da ein paar Szenen im Fernsehen gesehen. Die haben die Räume ganz eng gemacht, sind sehr kampfstark und haben nebenbei noch frech angegriffen. Da sahen die Lustenauer sehr schlecht aus. Da heißt es am Montag gewaltig aufpassen.
Eines stimmt aber sicher. Wir sind zu berechenbar. Es fehlt die Abwechslung, der Überraschungsmoment. Zu viel läuft nach einem eintönigen, sich immer wieder wiederholenden Schema ab. Wenn man einmal in Überzahl ist, dann bringt man sich selber mit Fehlpässen um den Vorteil. Außerdem geht es in den Situationen IMMER viel zu langsam.
Das Risiko das Schachner nimmt, ist sehr klein. Es geht auch kaum anders. Wird angegriffen, dann rücken alle sehr weit auf und wir sind wir hinten jedesmal so offen, dass es ein Graus ist. Kommt es zu einem Ballverlust, dann läuft schon ein schneller Konter. Auf das warten die Meisten Gegner.
Der Ehrlichkeit halber muss man auch sagen, dass ein Tor für uns nicht gegeben wurde. Dass der Linienrichter (Krassnitzer) auch mit seinen Abseitsentscheidungen mehrmal falsch lag. (Allerdings auch bei den St. Pöltenern)