OTS0176 5 II 0347 NES0002 Mi, 23.Feb 2011
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NEWS: Haider ließ Kärntner Fußballklub durch Schmiergelder finanzieren
Utl.: Neue Akten über Hypo-Sponsoring und Haider-Bankgarantien =
Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe neue Akten zum Sponsoring des Kärntner Fußballs durch Schmiergelder, die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Hypo an die BayernLB lukriert wurden. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt in diesem Zusammenhang wegen des Verdachts der Bestechung eines Amtsträgers.
NEWS liegen zum komplizierten Geldfluss neue Ermittlungsakten vor. Aus diesen Unterlagen ergibt sich, dass Teile jener fünf Millionen Euro, die Haider für seine Zustimmung des Verkaufs der Hypo an die Bayern einforderte, schon gebraucht wurden, bevor der Bankverkauf über die Bühne ging.
Der Hintergrund: Der Stichtag für die Bundesligalizenz des "FC Kärnten" war bereits am 11. Mai 2007 - die Bank wurde jedoch erst am 22. Mai 2007 verkauft. Aus diesem Grund wurden in den Morgenstunden des 11. Mai 2007 auf Veranlassung Haiders von der Hypo zwei Bankgarantien zu je 500.000 Euro ausgestellt, damit die Ligalizenz nicht verloren geht.
Erst am 21. Mai 2007 beschloss dann der Aufsichtsrat der Hypo, dass der "FC Kärnten neu" von der Hypo Tochter Hypo Consultants Holding drei Millionen Euro für die Namensrechte des Klagenfurter Stadions bekommt, am 22. Mai 2007 wurde zwischen Kärntner und bayerischen Bankern dann beschlossen, dass sich die Bayern (wie schon zu Jahresbeginn mit Haider besprochen) mit 50 % an der Sponsorsumme von maximal 5 Millionen Euro beteiligen.
Erst am 20. Juni 2007 wurde dann ein Sponsorvertrag zwischen Hypo und Fußballverein erstellt, der diese fünf Millionen Euro umfasste. In diesem Vertrag wird festgehalten, dass bereits drei Millionen Euro für die Namensrechte geflossen und zwei Bankgarantien zu je 500.000 Euro ausgestellt worden sind. Eine weiteren Million Euro wurde als "Sponsoringbeitrag" vereinbart.
Dass diese Zahlungen auf deutscher Seite rechtlich mehr als problematisch war, schien auch der Bayern-Bankern bewusst. Daher wurde der 50-%-Anteil am "Sponsoring" über die BayernLB-Tochter Deutsche Kreditbank bedient. Der frühere BayernLB-Vorstand Werner Schmidt sagte in seiner Einvernahme, dass "die Hypo Group Alpe Adria damals erkannt hatte, dass hier Korruption im Spiel war."
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231256 Feb 11
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