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Dannyo

[EURO 2008 Reverse] Die Viertelfinalisten aus dem Hades

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Als der ORF-Reporter nach dem grandiosen Sieg der Türken gegen Tschechien in der Wiener Fanzone am Rathausplatz einen türkischen Fan interviewte, meinte dieser, dass er diesen Sieg HC Strache widmen möchte, der stets an die Türkei geglaubt hat. Gerne hätte ich gehört beziehungsweise aufgezeichnet, was Strache auf diese Äußerung vor sich hinmurmelte, denn das hätte den vorlauten Wiener Hobbyoppositionsimam wohl endlich seinen Posten gekostet.

Aber kommen wir wieder weg von der Politik und widmen uns den schönen Dingen dieses packenden Abendspiels. Nein, ich meine jetzt nicht Nihat (übrigens verblüffend dem mittelalten Al Pacino ähnelnd), die riesige Strafraumkarotte Jan Koller, oder Servet Cetin, vor dem sogar Cerberus Angst hätte und der ohne weiteres Präsident des Hades sein könnte. Ich meine speziell die Unberechenbarkeit des Fußballs - 2:0 für Tschechien nach 75 Minuten, Polák vergibt die Chance auf 3:0 und plötzlich kriegen Arda und Nihat für die Tschechen verhängnisvolle Energieanfälle, die sogar den nicht mimikfähigen Volkan Demirel bis hin zu einem Stößer'l gegen Jan Koller rührten (wieder würde das ungarische Sprichwort "man muss den Elefanten nicht drücken" zur freien Interpretation passen). Nach reiflichen Überlegungen im Nachhinein, war es jedoch ohnehin vor vorn herein klar, dass das Team mit Servet in Genf gewinnen wird.

Die Schweiz machte gegen Portugal vor, was wir heute gegen Deutschland nachmachen müssen. Besser gesagt, was Hicke nachmachen soll. Köbi Kuhn stellte Matchwinner Hakan Yakin, einen alten Mann, auf und der dankte es mit zwei Tore. Es wäre wünschenswert, dass Hickersberger gegen Deutschland den ältesten Mann aufstellt, schon alleine deswegen, weil ich den Anblick nicht ertragen kann, wenn Ivanschitz nach 70 Minuten ausgewechselt wird und noch keine Schweißperle am Körper unseres Hobbykapitäns zu sehen ist.

Türkei - Tschechien 3:2 (0:1)

Genf, Stade de Geneve, 29.000 Zuschauer, SR Peter Fröjdfeldt

Türkei: Volkan Demirel - Hamit Altintop, Emre Güngör (63./Emre Asik), Servet Cetin, Hakan Balta - Mehmet Topal (57./Kazim Kazim), Mehmet Aurelio, Tuncay, Arda Turan - Nihat, Semih Sentürk (46./Sabri Sarioglu)

Tschechien: Cech - Grygera, Ujfalusi, Rozehnal, Jankulovski - Sionko (84./Vlcek), Matejovsky (39./Jarolim), Galasek, Polak, Plasil (80./Kadlec) - Koller

Gelbe Karten: Mehmet Aurelio (im nächsten Spiel gesperrt), Mehmet Topal, Emre Asik, Arda Turan bzw. Galasek, Ujfalusi, Baros

Rote Karte: Volkan Demirel (91./Tätlichkeit)

Torfolge: 0:1 Koller (34.), 0:2 Plasil (62.), 1:2 Arda Turan (75.), 2:2 Nihat (87.), 3:2 Nihat (89.)

Schweiz - Portugal 2:0 (0:0)

Basel, St.-Jakob-Park, 40.000 Zuschauer, SR Konrad Plautz (AUT, ganz ein Lustiger übrigens)

Schweiz: Zuberbühler - Lichtsteiner (83./Grichting), Müller, Senderos, Magnin - Behrami, Fernandes, Inler, Vonlanthen (61./Barnetta) - Yakin (86./Cabanas), Derdiyok

Portugal: Ricardo - Miguel, Pepe, Bruno Alves, Ferreira (41./Jorge Ribeiro) - Fernando Meira, Miguel Veloso (71./Joao Moutinho), Raul Meireles - Quaresma, Helder Postiga (74./Hugo Almeida), Nani

Gelbe Karten: Yakin, Vonlanthen, Barnetta bzw. Ferreira, Jorge Ribeiro, Fernando, Meira, Miguel

Torfolge: 1:0 Yakin (71.), 2:0 Yakin (83./Elfmeter)

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Die Schweiz machte gegen Portugal vor, was wir heute gegen Deutschland nachmachen müssen.

nachmachen ja, aber der vergleich hinkt gewaltig. das war eher ein freundschaftsspiel - für beide ging es ja um nichts mehr.

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habe ich auch nicht behauptet, dennoch waren die voraussetzungen ganz andere - mal ganz abgesehen von der aufstellung der portugiesen.

und locker nehmen wird dieses bruderduell wohl niemand können.

Edited by cyco

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Absichtlich haben die Portugiesen dennoch nicht verloren. Vielleicht wäre es für uns auch besser das Spiel eher lockerer zu nehmen.

Ich wage aber ganz stark zu bezweifeln, dass die Schweizer auch nur einen Punkt geholt hätten, wenn Portugal in Vollbesetzung und mit vollem Ernst gespielt hätte.

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Ich wage aber ganz stark zu bezweifeln, dass die Schweizer auch nur einen Punkt geholt hätten, wenn Portugal in Vollbesetzung und mit vollem Ernst gespielt hätte.

ja das "balsam für die seele"-spiel der eidgenossen hatte max. friendly character aus sicht portugals. das wissen die schwiizer aber eh alle selber.

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