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Bunter Hund im ASB
Khecari schrieb vor 9 Stunden:

@SturmUK Bist du zufrieden mit der App?

Ich bin ja bei Goodreads, überlege aber immer wieder mal zu wechseln, weil ja von Amazon (das wusste ich damals nicht) und jetzt stellen sie auch noch die private Nachrichtenfunktion aus. Andererseits mag ich die zwei Gruppen, in denen ich bin, recht gern und natürlich auch die Leute, mit denen ich dort vernetzt bin. Hm.

Spannend ich hab mir letzte Woche Goodreads runtergeladen wg den Reviews. 

Bookly ist halt weit einfacher/einfach nur ein Tracker app. Bei der Menge die du liest ist Goodreads sicher besser. 

Ich lese ja weit weniger, meine Neujahrsvorsätze beinhalten aber immer auch Bücher=> Seiten, Zeit & Bücheranzahl=> dafür und (die want to read Sektion, wenn man während des Lesens auf 'potentielle Folge Literatur stößt) ist Bookly gut mehr aber auch nicht=> wie gesagt, sehr einfach gehalten (aber für meine Ansprüche reichts😉). 

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Erfolgloser Detektiv, Hobbyarzt
Khecari schrieb am 9.1.2026 um 21:30 :

@SturmUK Bist du zufrieden mit der App?

Ich bin ja bei Goodreads, überlege aber immer wieder mal zu wechseln, weil ja von Amazon (das wusste ich damals nicht) und jetzt stellen sie auch noch die private Nachrichtenfunktion aus. Andererseits mag ich die zwei Gruppen, in denen ich bin, recht gern und natürlich auch die Leute, mit denen ich dort vernetzt bin. Hm.

Spinnst? Dann hab ich ja gar keine Bezugsperson mehr dabei. ;) :D 

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Wahnsinniger Poster

Also ich bin bei librarything. Aber eigentlich ohne "soziales Netzwerk", rein um Übersicht über die von mir gelesenen Bücher zu behalten...

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Madame Butterfly
gordonstone schrieb am 12.1.2026 um 14:12 :

Spinnst? Dann hab ich ja gar keine Bezugsperson mehr dabei. ;) :D 

Aww, so lieb. Keine Sorge, es bleibt eh nur bei diffusen Überlegungen, in Wirklichkeit bin ich zu faul dazu :D 

Mein Lesehighlight bisher ist übrigens "Tress of the Emerald Sea" von Brandon Sanderson. Eine Art Märchen, in einer Welt, in der die Meere nicht aus Wasser sondern Sporen bestehen, die bei Berührung mit Wasser lauter recht unangenehme Dinge tun. Die Hauptfigur, ein junges Mädchen names Tress, ist in den Sohn des Herzogs verliebt und als dieser von einer bösen Zauberin entführt wird, macht sie sich auf den Weg, ihn zu retten. Erzählt wird die Geschichte aber von Hoid, einem verfluchten Schiffsjungen. Wirklich ganz bezaubernd und berührend geschrieben, ganz feiner Humor und tolle Charaktere (vor allem die Piratencrew dann). Hat mir echt gut gefallen :) 

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  • 2 weeks later...
Wahnsinniger Poster

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Anfang des 20. Jahrhunderts wird Yong Sheng als Sohn eines Schreiners im kleinen Ort Putian im chinesischen Kaiserreich geboren. Aufgewachsen bei einem westlichen Missionar nimmt er den christlichen Glauben an und wird in weiterer Folge selbst zum Pastor. Während der Kulturrevolution wird er als konterrevolutionärer Klassenfeind gebrandmarkt und leidet unter Repressionen...

Yong Shengs titelgebende lange Reise ist sein Lebensweg durch das 20. Jahrhundert Chinas. Geboren in kleinbäuerliche Strukturen erlebt er das Ende des Kaiserreichs, die Republik und den Bürgerkrieg. Als Opfer der Kulturrevolution und vermeintlicher Klassenfeind bleibt er schließlich im kommunistischen China am Rande der Gesellschaft. Trotz aller Prüfungen bleibt Yong Sheng sich selbst (und dem von ihm angenommenen christlichen Glauben) treu. Dais Werk ist sohin nicht nur ein historischer Roman sondern auch ein Plädoyer für Integrität, Resilienz und Charakterfestigkeit.

bearbeitet von schmechi

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Wahnsinniger Poster

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Ding Zitao wird 1952 in Ost-Sichuan mit Amnesie aus einem Fluss gerettet. Ihr weiteres Lebens lang verweigert sie jegliche Erinnerung an ihre Erlebnisse vor ihrer Rettung. Doch als sie in den frühen 2000ern in eine Art Wachkoma fällt, beginnt sie die traumatischen Ereignisse während der Bodenreform erneut zu durchleben. Parallel dazu beginnt ihr Sohn Quinglin seine Familiengeschichte zu erforschen und stößt auf erschreckende Verwicklungen.
Fang Fangs Roman beschreibt spannungsgeladen und mit literarischer Wucht auf zwei Zeitebenen einerseits die späten 1940er und frühen 1950er Chinas und spannt den Zeitbogen ins moderne China der frühen 2000er. Fang Fang spart nichts aus: In berührenden und beklemmenden Rückblicken beschreibt sie den Terror in der Frühzeit der chinesischen Volksrepublik und verwebt die historischen Ereignisse und maoistischen Kampagnen, sohin insbesondere den chinesischen Bürgerkrieg, die Bekämpfung letzter Warlords, versprengter Kuomintang und Konterrevolutionären durch die Volksarmee sowie die nachfolgende Bodenreform mit der Familiengeschichte von Ding Quinglin. Nach und nach offenbart sich ein Bild vergangenen Schreckens.

Zentrales Thema des Romans ist das Vergessen: Einerseits zum Selbstschutz andererseits aber auch das Verdrängen der historischen Gräueltaten durch das moderne China. Fang Fang trägt so Wesentliches zum Verständnis des dem politischen System zur Legitimation verhelfenden Generationenvertrags bei, welcher Stabilität durch Fortschritt im Austausch gegen den Verzicht auf politische Teilhabe und Freiheitsrechte besagt. Fang Fang erklärt damit anhand eines Familienepos die chinesische Gesellschaft. Ihr historischer Roman stellt Fragen und belehrt nicht. "Weiches Begräbnis" ist ein wahres literarisches Meisterwerk,  welches auf allen Ebenen überzeugt. Besonderes Lob verdient auch die vorliegende Ausgabe von Hoffmann und Campe: Mit Fußnoten werden Wortspiele des chinesischen Originals, welche dem Leser bei bloßer Übersetzung verborgen bleiben würden, verständlich erläutert, was einen echten Mehrgewinn im Verständnis des Romans darstellt.

 

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Erfolgloser Detektiv, Hobbyarzt
schmechi schrieb am 3.2.2026 um 11:18 :

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Ding Zitao wird 1952 in Ost-Sichuan mit Amnesie aus einem Fluss gerettet. Ihr weiteres Lebens lang verweigert sie jegliche Erinnerung an ihre Erlebnisse vor ihrer Rettung. Doch als sie in den frühen 2000ern in eine Art Wachkoma fällt, beginnt sie die traumatischen Ereignisse während der Bodenreform erneut zu durchleben. Parallel dazu beginnt ihr Sohn Quinglin seine Familiengeschichte zu erforschen und stößt auf erschreckende Verwicklungen.
Fang Fangs Roman beschreibt spannungsgeladen und mit literarischer Wucht auf zwei Zeitebenen einerseits die späten 1940er und frühen 1950er Chinas und spannt den Zeitbogen ins moderne China der frühen 2000er. Fang Fang spart nichts aus: In berührenden und beklemmenden Rückblicken beschreibt sie den Terror in der Frühzeit der chinesischen Volksrepublik und verwebt die historischen Ereignisse und maoistischen Kampagnen, sohin insbesondere den chinesischen Bürgerkrieg, die Bekämpfung letzter Warlords, versprengter Kuomintang und Konterrevolutionären durch die Volksarmee sowie die nachfolgende Bodenreform mit der Familiengeschichte von Ding Quinglin. Nach und nach offenbart sich ein Bild vergangenen Schreckens.

Zentrales Thema des Romans ist das Vergessen: Einerseits zum Selbstschutz andererseits aber auch das Verdrängen der historischen Gräueltaten durch das moderne China. Fang Fang trägt so Wesentliches zum Verständnis des dem politischen System zur Legitimation verhelfenden Generationenvertrags bei, welcher Stabilität durch Fortschritt im Austausch gegen den Verzicht auf politische Teilhabe und Freiheitsrechte besagt. Fang Fang erklärt damit anhand eines Familienepos die chinesische Gesellschaft. Ihr historischer Roman stellt Fragen und belehrt nicht. "Weiches Begräbnis" ist ein wahres literarisches Meisterwerk,  welches auf allen Ebenen überzeugt. Besonderes Lob verdient auch die vorliegende Ausgabe von Hoffmann und Campe: Mit Fußnoten werden Wortspiele des chinesischen Originals, welche dem Leser bei bloßer Übersetzung verborgen bleiben würden, verständlich erläutert, was einen echten Mehrgewinn im Verständnis des Romans darstellt.

 

Bist du auch bei goodreads? Würde mich dann nämlich gerne vernetzen mit dir, weil ich sehr viele deiner Beiträge hier gleich als "want to read" flaggen könnte.

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Wahnsinniger Poster
gordonstone schrieb vor 22 Stunden:

Bist du auch bei goodreads? Würde mich dann nämlich gerne vernetzen mit dir, weil ich sehr viele deiner Beiträge hier gleich als "want to read" flaggen könnte.

Nö, nur bei librarything...

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