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gordonstone

Crusader Kings 3

24 posts in this topic

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Ich kopier mal meinen Post aus dem Was spielt ihr zur Zeit Thread.

 

So gestern mal mit Crusader Kings 3 angefangen. Nachdem ich mir etliche Stunden Lets Play angesehen habe, habe ich nur kurz ins Tutorial reingeschnuppert. (Anfänger sollten es entweder genauso machen oder wirklich das Tutorial spielen).
Hab für meinen allerersten Versuch die Schwierigkeit auf "sehr einfach" gestellt. Tja, muss schauen, ob ich die während des Spiels wo hochschrauben kann, denn so ist es auf jeden Fall zu einfach, wenn man sich eben gute Let's Player angesehen hat. Außerdem kommt mir vor, dass viel weniger Zufallsereignisse kommen, die aber super Gelegenheiten bieten. Dennoch ist man nicht vor der eigenen Blödheit geschützt, aber dazu später mehr.
Ich starte als Engelschalk von Steyermark. Zeitgenossen beschreiben ihn als sehr gebildet, jedoch mit dem diplomatischen Geschicks eines Rindviehs. Vor allem lässt sich seine Gier und Unersättlichkeit kaum verbergen. Seine drei Söhne aus erster Ehe könnten unterschiedlicher nicht sein, während einer als kaufmännisches Genie gilt, ist ein anderer ein ausgesprochen geschickter Kämpfer und Feldherr und der dritte ein ordentlicher Verwalter. Was mit der ersten Frau und Mutter der drei Söhne passiert ist, darüber schweigt sich die Geschichtsschreibung aus. Was auch den Bayrischen König dazu bewog einen derartigen unbedeutenden Grafen und Vasallen mit solch tumber Ausstrahlung zum Reichskanzler zu ernennen, kann heute auch nicht mehr genau eruiert werden. Da er allerdings als solcher später abgesetzt wurde, streiten sich die Historiker, ob er überhaupt jemals Kanzler war.
Engelschalk träumte von mehr, doch seine Untertanen waren zunächst unzufrieden, weil sie ihm die Verwaltung eines so "großen" Reiches nicht zutrauten. Sodass er die Grafschaft Pitten an seinen Sohn übertrug um den Hof zufriedenzustellen. Sodass er selbst über die Grafschaften Graz, Leoben und Feldbach herrschte, was auch die Baronien um Leibnitz und Köflach sowie Mürzzuschlag umfasste. Voller Argwohn schielte er über die Pack, das Herzogtum Kärnten sollte unter seine Kontrolle, schließlich war der Graf in dessen Besitz sich Kranj, Klagenfurt und Villach befand ein ungebildeter Feigling. Und es dürstete Engelschalk auch nach einer frischen Meeresbrise. Er sah sich schon in einer Sommerresidenz in Pula. Sodann erklärte Engelschalk den Kärntern unter fingierten Herrschaftsansprüchen den Krieg um Kranj. Sein Sohn und sein Bruder, der Herzog von Österreich folgten ihm in die Schlacht und nach ungefähr einjährigem Geplänkel mit mehreren Schlachten in Leoben, einer zerschlagenen Belagerung von Graz, mehreren unterbrochen Belagerungen von Kranj und Klagenfurt (oc: Bis ich mal checkt hab, dass ich die Belagerungen nicht abbrechen sollte um Schlachten zu gewinnen...) fiel die Grafschaft Kranj den Steyren zu. Doch nicht nur der Kärnter Graf war darüber verärgert, auch der König von Bayern war erzürnt, dass in seinem Königreich Krieg zwischen Vasallen herrschte, wo doch der König selbst im Krieg war. Noch dazu der Ratskanzler! Und so entband der König Engelschalk von seinen Pflichten als Kanzler. Und auch die Untertanen von Kranj weigerten sich ihrem neuen Lehnsherrn Steuern zu zahlen, wie sollte denn dieser Emporkömmling mehr als drei Grafschaften verwalten? Sodann entschloss sich Engelschalk den Titel eines Herzogs zu erstreben. Gierig wie er nun mal war, pumpte er den Papst persönlich um Geld an, vermied es seine Truppen auszuheben und seinem Lehnsherr für Kriegszüge anzudienen. Und als er genug Geld für diesen Aufwand zusammenhatte, da starb justament sein Lehnsherr, der König. Und wer war auf den Thron gefolgt? Sein legitimierter Bastard, selbst lediglich ein Herzog. Dieser würde niemals zustimmen einen Vasall auf eine Stufe mit ihn selbst zu stellen. Engelschalk - mittlerweile wieder verheiratet mit der gutaussehenden Slavka von Slawonien - hatte nun zwei Möglichkeiten:
Den langwierigen, beschwerlichen Weg den Bastard in Königswürden zu hieven ODER
Den Bastard ermorden zu lassen.
Es fanden sich noch zwei Mitverschwörer um das Mordkomplott eiskalt und wenig katholisch durchzuziehen. Wobei sich der Erzbischof deutlich besser anstellte als der Graf aus Dings, na irgendwoher halt, ein Dilletant, der fast aufgeflogen wäre. Doch Engelschalk selbst machte den entscheidenden Schritt. Bei einem Besuch des Herzogs inspizierte er umfangreich die Gemächer und Gänge, wobei er sich zwar verlief, dennoch den Agenten eine genaue Beschreibung übergeben konnte, wie er die besten Chancen hatte unbemerkt in des Herzogs Gemächer zu kommen. Und so platzierte ein Agent eine Spinne mit tödlichem Gift in des Herzogs Gemächer. Offiziell konnte keinem das Komplott nachgewiesen werden, aber die Welt dürfte Engelschalk zumindest im Verdacht gehabt haben. Denn der Thronerbe, wieder ein Bayrischer König, hat aus Dankbarkeit Engelschalk den Titel eines Herzogs verliehen.

Weiters zeugte er noch 3 Kinder, Christine, Katrin und Franz-Josef. Als Herzog konnte er Kranj einem seiner Söhne übergeben, sodass dieser sein Vasall wurde und auch die Region nördlich von Zagreb wurde im Handumdrehen erobert. Und ein weiterer Anspruch gegenüber Kärnten fingiert.

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Engelschalk durfte sich über ein weiteres Kind namens Julia erfreuen. Zeit seines Lebens wollte er unbedingt Pula erobern. Doch diese stand unter der Herrschaft des italienischen Königs. Dieser war mit seinen Truppen eine Nummer zu groß für Engelschalk. Was also tun? Nunja, wer einmal mordet, der schreckt auch vor einem weiteren Mord nicht zurück. Und so wurde der italienische König heimlich von Engelschalk und weiteren Mitverschwörern ermordet. Das Kind, noch dazu ein Mädchen, das nun auf den Thron folgte, hatte alle Hände voll zu tun um ihr Reich beisammen zu halten. Ha! Ein Moment der Schwäche! Dies nutzte Engelschalk um in den Krieg gegen Italien zu ziehen und Pula zu erobern. Der Feldzug lief auch prächtig und die Steyrer waren kurz davor Pula endgültig zu erobern, da erhob ein Verwandter der kindlichen Königin Anspruch auf den Thron! Eingeschüchtert von der 3-fachen militärischen Stärke und zu wenig Geld in den Kassen für Söldner, ließ Engelschalk von der endgültigen Eroberung ab. Was für eine Blamage! Das nutzten die Bauern nördlich von Zagreb um einen Aufstand zu proben!

Blutig ließ Engelschalk diesen gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Sohn niederschlagen und befriedete anschließend das Gebiet. Das neue Ziel unseres Herzogs war es nun in Graz eine Stadt zu errichten. Leider war Engelschalk kein guter Verwalter, manche sagen, er wäre bereits mit Rechenaufgaben jenseits der Zehnerreihe überfordert und so sollte es wohl ewig dauern bis er genug Geld dafür in den Kassen hatte. Aber andere Möglichkeiten zu noch mehr Ruhm in den Lexika der Geschichtsschreibung zu gelangen hatte er so gut wie gar nicht. Den Nachbarn, denen er den Krieg erklären hätte können, waren ihm militärisch weit überlegen. Der feige Kärntner Herzog versteckte sich hinter dem gemeinsamen Lehnsherrn, daher konnte ihm gar nicht der Krieg erklärt werden, zumindest auf ein paar Jahre hin nicht. Also waren die nächsten Jahre von wenig Glanz und Gloria gezeichnet. Ganz im Gegenteil, zwei Söhne aus erster Ehe verstarben noch vor Engelschalk. Einer in einer Schlacht seines Onkels aus Österreich und einer an einem Herzinfarkt (oder so). Auch Engelschalks Bruder erlag seinem Alter. Was Engelschalk zutiefst betrübte, er wurde sich seiner Sterblichkeit stark bewusst, schließlich war er auch schon bereits 72. Sein Nachfolger sollte der letzte Sohn aus erster Ehe werden. Pippo. Obwohl Engelschalk es lieber seinem liebsten Menschen, seinem Sohn Franz-Josef vermacht hätte. Aber was nicht ist, kann ja noch sein.

Die Demütigung durch den verdammten italienischen König hatte er auch nicht vergessen, also ließ er bereits den zweiten König ermorden. Doch diesmal konnte er kein Kapital daraus schlagen, vor allem weil er eben auf eine Stadt sparen wollte. Durch den Tod seines Bruders allerdings wäre er in der Erbfolge für Österreich womöglich an zweiter Stelle. Sollte er wirklich einen Neffen ermorden lassen?

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bin jetzt mittlerweile bei meinem 3. neustart, nachdem die ersten 2 bissl ein eintauchen waren. bei beiden saves hatte ich immer charaktere mit martial lifesytle und hab mir schon gedacht "najo, so variantenreich ist das spiel jetzt gar nicht". aber nachdem ich jetzt auch schon diplomacy, intrigue und learning dabei hatte, merk ich erst, was man mit den anderen perks alles machen kann. zb allianzen eingehen, ohne, dass ich ein kind verheiraten muss, ist schon sehr praktisch.

also das spiel entfaltet sich mit jeder weiteren spielstunde. jetzt versteh ich auch, wie da manche auf 1000h playtime kommen.

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Noch zwei Grafschaften von Ostsachsen (Essex) und ich bin Herrscher des wiedergegründeten mächtigen Danelag und England somit für immer vernichtet! Skål! 

Zwischenzeitlich haben die katholischen Angelsachsen versucht, mir die Macht zu entreißen, nach einem kurzen, blutigen Bürgerkrieg verloren sie jedoch erst ihre Titel und dann ihre Köpfe. Jetzt herrschen nur noch die Söhne und Töchter Thors und Odins! 

Edited by DerFremde

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gordonstone schrieb vor 2 Stunden:

Ich hab jetzt schon 3 Mal Ansprüche auf Dalmatien fingiert, kann aber keinen Krieg erklären. Weiß jemand woran das liegt?

kannst du generell dem titelinhaber keinen krieg erklären oder dalmatien als umkämpften titel nicht auswählen?

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gordonstone schrieb vor 2 Minuten:

Nein leider 

hmm, vielleicht ist der titelinhaber ein vasall und kein unabhängiger herrscher. dann müsstest du, glaub ich, seinem lehnsherr den krieg erklären.

Edited by berninat0r

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berninat0r schrieb vor 1 Minute:

hmm, vielleicht ist der titelinhaber ein vasall und kein unabhängiger herrscher. dann müsstest du, glaub ich, seinem lehnsherr den krieg erklären.

Bisher hab ich immer über das Feld oben: „Ihr könnt Kriege erklären“ Wo finde ich die Funktion sonst? Bei Militär oder Entscheidungen?

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gordonstone schrieb vor 1 Minute:

Bisher hab ich immer über das Feld oben: „Ihr könnt Kriege erklären“ Wo finde ich die Funktion sonst? Bei Militär oder Entscheidungen?

dalmatien auswählen -> rechtsklick auf das portrait vom titelinhaber -> da sollte es als ersten menüpunkt "krieg erklären" geben. wenn es das nicht gibt: linksklick auf das portrait vom titelinhaber -> der müsste einen lehnsherren haben -> rechtsklick drauf und dort dann "krieg erklären".

falls das alles nicht geht, schau ma weiter :D

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berninat0r schrieb vor 9 Minuten:

dalmatien auswählen -> rechtsklick auf das portrait vom titelinhaber -> da sollte es als ersten menüpunkt "krieg erklären" geben. wenn es das nicht gibt: linksklick auf das portrait vom titelinhaber -> der müsste einen lehnsherren haben -> rechtsklick drauf und dort dann "krieg erklären".

falls das alles nicht geht, schau ma weiter :D

:facepalm: an mich. Stimmt, wäre eigentlich eh logisch.

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Danelag gegründet. Dank meines Königs Alfr "Das Dänenblut" Von Der Danelag am Ende noch das ganze Königreich Westfranken erobert. Am Tag nach dem Sieg über die elenden Franken starb er leider. Übernommen hat das Danelag mein Junior Finne Alfrsson. Das Königreich Jorvik habe ich verloren, weil diese undankbaren Vasallen irgendeinen anderen aus meiner Sippe gewählt haben. 

Nun bin ich daran, die Dinge zu ordnen, die Kinder zu verheiraten und was seh ich da? Hat diese Drecksau von Finne doch tatsächlich SEINE EIGENE TOCHTER Helena als Konkubine genommen und zwei Kinder mit ihr gemacht. WTF Finne? W T F?

Die beiden Traits sind übrigens "Spindeldürr" und "Melancholisch". Das heißt, dieser Hurenbock mißbraucht seine Tochter worauf die Depressionen und Bulimie bekommt. Drecksack.

Und sadistisch ist sie auch noch. :davinci:

image.png

Schöner König is das!

Edited by DerFremde

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Engelschalk von Graz verwarf den Plan, seinen Neffen zu ermorden, nachdem er mit seinem Rechtsbeistand sprach und feststellen musste, dass er nur mehr der 4. in der Erbfolge für Österreich ist. Das Blut eines Neffen an den Händen hätte er in Kauf genommen, aber gleich eine ganze Sippe zu ermorden, war ihm dann doch zu viel des Guten. Er war doch kein Unmensch! Als er endlich genug Gold in den Schatzkammern fand um eine Stadt erbauen zu lassen, blickten ihn seine Architekten und Werkmeister erstaunt an. Sie hatten keine Ahnung, was er bauen lassen wollte. Er nahm sie mit nach Leibnitz, wo bereits eine Stadt existierte, doch diese Tölpel verstanden ihn noch immer nicht. Ungebildetes Pack! (Städteerrichtung war noch nicht erforscht :facepalm: ). Also ließ er eben in Leibnitz ein Armeelager und eine Kaserne bauen um sein Militär zu stärken. Alsbald darauf starb seine treue, aber von ihm wenig geliebte Gattin Slavka im Alter von 67 Jahren. Engelschalk ging sogleich auf Brautschau und ehelichte seine 23jährige Nichte, die er sogleich schwängerte. Heute unvorstellbar. Also so ziemlich alles daran. Aber unglaublich, dass er mit 76 noch eine Patrone im Lauf hatte und damals ohne Hilfe... Doch seine Freude währte nur kurz. Scheinbar überanstrengt verstarb er. Die Ärzte der damaligen Zeit führten das auf seine Fettleibigkeit zurück. Herzog Engelschalk war tot und sein Sohn Graf Poppo war von nun an Herzog Poppo! (Den Namen hat das Spiel vergeben :lol: ).

Der Arsch, wie ihn seine Feinde nannten, war für sein kaufmännisches Geschick bekannt. Ein unglaublich geschickter Verwalter wie er presste gleich doppelt so viele Steuern aus seinem Volk heraus, wie es seinem Vater gelang. Und das obwohl Kranj an seinen Halbbruder fiel. Es war natürlich seine erste Amtshandlung diesen Umstand zu korrigieren und er erklärte der Grafschaft den Krieg. Nach kurzem Geplänkel war das Herzogtum wieder in seiner ursprünglichen Ausdehnung hergestellt.

Sein verwalterisches Genie beeindruckte den König von Bayern, der ihn sogleich als obersten Verwalter einsetzte. Poppo dankte es ihm, indem er seine Armee für einige Geplänkel abstellte. Seine Kinder verheiratete er geschickt mit Bündnispartner. Denn er hatte im Sinn den Traum seines Vaters zu verwirklichen. Allerdings nicht mit der Grafschaft Pula. Die Kornaten und Dalmatien hatte es Poppo angetan. Und so ließ er sogleich Ansprüche fingieren um alsbald über Kroatien herzufallen und es sich im Ganzen einzuverleiben. Und danach hatte er im Sinn sich noch ein Herzogtum zu schnappen und sein eigenes Königreich zu gründen. Bis dahin würde wohl der schwache bayrische König abgesetzt sein, oder tot, oder er würde dafür sorgen, dass sein Freund ins Gras beißt. Er mochte Otto zwar, doch unter ihm schrumpfte das Reich mehr, als dass es sich ausdehnte. Und König Poppo klang auch besser als Herzog Poppo. Die anderen Ansprüche mussten erst einmal ruhen, denn gegen das Balaton hatte er zu wenig Truppen. Selbst das bayrische Königreich bekam regelmäßig auf die Schnauze. Wien schien zwar als nächstes auf der Agenda des Balaton zu stehen, doch bevor das passieren würde, würde sich Poppo einmischen und dem Feind einmal zeigen, wo der Bartl den Most holt. Und bevor er sich mit dem Königreich Italien anlegen konnte, musste er auch noch wachsen. Daher der Plan: Slawonien und Kroatien unter seine Fittiche zu nehmen, König werden und weiter geht es. Noch viel zu tun für den bereits 59jährigen Herrscher.

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Poppo war ein Mann der Tat. Bei der ersten Gelegenheit fiel er über Kroatien her. Zunächst hat er sich Rijeka einverleibt. Zu Fuß machte er sich höchstselbst auf um über den Sveti Roc zu schreiten und als er hinunterblickte und das Meer sah und wusste, das war nun sein Reich, da kam ihm eine Träne und er dachte an seinen Vater Engelschalk, dem dieses Gefühl verwehrt blieb.
Poppo trieb den Ausbau des Reiches voran, verwaltete es geschickt und schnappte sich auch noch Cres, Losinj und auch Dalmatien samt der Kornaten! Steyermark war nun ein Großherzogtum mit Meereszugang. Poppo plante sodann die Ausrufung eines Königreichs. Da passte es ganz gut, dass der Herzog von Salzburg zu einem neuen Glauben konvertierte. Irgendetwas Schräges, Waldeser oder so. Der tumbe Herzog wollte sogar Poppo bekehren. Ein Glaube, der Reichtum verurteilt? Was für ein fehlgeleiteter Schwachsinn soll denn das sein? Doch so mancher andere Herrscher sollte dem Beispiel folgen. Sicherlich Bettler auf Thrönen. Poppo erkannte und nutzte die Gelegenheit und erklärte dem Herzogtum Bologna den Glaubenskrieg und eroberte sodann Bologna. Sämtliche Schlachten und Eroberungen waren schnell geschlagen, denn Poppo verfügte mittlerweile über die doppelte Streitmacht seines Vaters und würde wohl in den nächsten Jahren noch mehr Eroberungszüge machen. Obacht Mittelmeerraum! Die Steyermark hat ein Auge auf dich geworfen!

Und auch am Hofe tat sich so einiges. Zunächst einmal wurde der Bayrische König Bernhard (den Poppo öfters Otto nannte, siehe letzten Post :facepalm: an mich) von Ludwig den II. abgesetzt. Da auch der neue König von Bayern auf Poppo als obersten Verwalter vertraute und man es wohl nicht viel schlechter als Bernhard machen konnte, hatte Poppo kein Problem damit. Er würde wohl ohnehin alsbald selbst König werden, hehehe.
Poppos Frau verstarb an einem Herzinfarkt, Poppo war davon wenig mitgenommen. Er machte es wie sein Vater Engelschalk und heiratete eine junge, knackige Nichte. Weiters nahm er einen Enkel als Mündel unter seine Fittiche. Auch im Hofrat verstarb der eine oder andere Vertreter und musste ersetzt werden. Doch Poppos Hof wimmelte mittlerweile von Experten, sodass dies kein Problem war. Einzig um seinen Schwager als Ratskanzler trauerte er, schließlich schickten die Friesen verlässlich bei jedem Geplänkel ein Aufgebot. Und der neue Mann seiner Schwester stellte gerade einmal 350 Mann, was für eine Lusche, aber immer noch das beste am Markt. Und den Bischof hätter er auch am liebsten hochkant rausgeworfen. Benedikt war blöd wie ein Esel und kam vermutlich wegen seines schlichten Gemüts zu diesem Posten, seelig sind die geistig Armen. Er sollte in den neuen Länderein den katholischen Glauben verbreiten, womit er schlicht überfordert war, selbst in einfachsten theologischen Diskursen war er jedem Bauernprediger unterlegen. Was blieb Poppo anderes übrig als ihn beseitigen zu lassen? Das Mordkomplott funktionierte einwandfrei und der Papst schickte einen Bischof, der fast doppelt so klug, aber immer noch vom schlichten Gemüt war. Schweren Herzens akzeptierte Poppo den Einfaltspinsel, der es geistig immerhin mit seinem Leibarzt aufnehmen konnte. Engelschalk würde sich im Grab wegen solcher Idioten umdrehen. Vielleicht hat er aber auch vom Jenseits aus eingegriffen. Schließlich wollten in Graz die Bauern eine Hexe verbrennen. Idioten! Erkannten die nicht, dass das eine herausragende Ärztin war? Poppo ließ eine ähnlich aussehende - bereits tote - Frau an den Pfahl binden und veranstaltete für die einfältigen Bauern eine Hexenverbrennung, während er die echte "Hexe" an den Hof als neue Leibärztin holte. Und schließlich wollte sein eigener Sohn und Thronerbe ihn ermorden lassen, was kläglich scheiterte. Poppo nahm ihn sich dann zur Brust und erklärte ihn, dass er in Zukunft solche Komplotte besser planen müsse, wenn er mal an der Macht war. "Hiampara! Schließlich sollst du mal König werden!" "König, Vater?" "Ja! Und dass mir so ein Mordkomplott gegen mich, nicht noch einmal vorkommt, ich bin schon über 70, deine Zeit wird bald kommen!"

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