halbe südfront Baltic Cup Champion Geschrieben vor 15 Stunden Ein großartiger Ludovic Tezier hat diesen Abend dominiert, Kristina Mkhitaryan war eine kongeniale Partnerin, Juan Diego Florez wie man ihn kennt, wunderschön, gefühlvoll, schmachtend, Ivo Stanchev angenehm und auf dem Punkt. Der Chor ein Ohrenschmaus, auch extrem wichtig für diese Oper. Sehr gefühlvoll und klangschön spielte das Staatsopernorchester unter der Leitung von Daniel Rustioni am Pult. Ersan Mondtag hat in seiner sehr eigenartig anmutendenden Färberviertel- und Einkaufscenter Inszenierung nichts von der Oper übrig gelassen. Kapitalismuskritik, aha. Und warum genau bei den Perlenfischern? Also, ich verstehe schon was er sagen will. Aber, diese Oper gibt das nicht her, nicht in einer solchen Inszenierung. Wenigstens hat er die Stars viel an der Rampe singen lassen, etwas was man heutzutage auch nicht mehr oft geboten bekommt. 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Marco Lecco-Mio Marcel Prawy in Ausbildung Geschrieben vor 7 Stunden (bearbeitet) LES PÊCHEURS DE PERLES, 26.05.26, staatsoper notiz an mich: lies keine kritiken vor dem besuch einer oper. derart vorbereitet nämlich ging ich von einem klaren, das haus zum zittern bringenden LUDOVIC TÉZIER und (vor allem) einem angestrengten und trotzdem kaum vernehmbaren JUAN DIEGO FLOREZ aus, so kam es nicht. letzterer konnte also positiv überraschen, brachte einen kraftvollen (ok, beim schlusstrio ging er gegen seine wesentlich dramatischeren kollegen akustisch völlig unter) und hellen nadir auf die bühne, eine partie, die ihm also besser liegen dürfte als die tenorpartien eines verdi. anfangs etwas unter den aufgrund der überschwänglichen kritiken grossen erwartungen blieb der französische bariton tézier, so streute er zu beginn einige unbeabsichtigte vibrati ein, fing sich aber im laufe des ersten aktes und konnte insgesamt wieder überzeugen. und doch wurde man das gefühl nicht los, dass sogar der franzose die französische sprache in der oper nicht rund wiedergeben konnte. wie meistens, wenn eine musik, die klar erkennbar für das italienische konzipiert war, mit einsilbigem französisch unterlegt wird, klang vieles hölzern. am wenigsten gelegen war dies KRISTINA MKHITARYAN, die sich hörbar durch die mit unnötigen -e ("-ööö") endungen, die es im gespräch praktisch nicht gibt, durchsetzte sprache kämpfte. gerettet wurde ihr abend schließlich von ihrem überzeugenden gesang. als bass fungierte IVO STANCHEV rollendeckend. unumschränkter star der aufführung aber war der chor der wiener staatsoper. zur inszenierung ist nicht viel zu sagen, ausser dass sie (wie zuletzt die meisten neuinszenierungen dieser direktion) aus an den haaren herbeigezogener zeitgeistkritik besteht. zumindest durfte der herr direktor per lautsprecherdurchsage zu beginn des zweiten akt seine scheinbar grenzenlose eitelkeit bedienen, peinlich! "die perlenfischer" ist eine wunderschöne, wenn auch kitschige oper des jungen georges bizet, die gestern großartig von DANIELE RUSTIONI dirigiert und wie erwartet von spanischen touristen gestört wurde. am freitag wird sie ein letztes mal in dieser saison gespielt. bearbeitet vor 4 Stunden von Marco Lecco-Mio 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
halbe südfront Baltic Cup Champion Geschrieben vor 2 Stunden Dass Roscic da auf Deutsch (!) die Durchsage macht und man die Mall "Carmen" nannte war echt eine peinliche Einlage. 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
halbe südfront Baltic Cup Champion Geschrieben vor 2 Stunden Ich selbst war viel zu sehr auf die Oper selbst fokussiert, da ich diese das allererste mal gesehen habe und mich auch gar nicht darauf vorbereitet habe, um diese Inszenierung im Detail wahrzunehmen. Ich war ja mit meiner Nichte in der Oper, die Film- und Theaterwissenschaften studiert hat. Die konnte mir hinterher die Inszenierung auf den Punkt erklären, ohne auch nur ein Wort darüber gelesen zu haben. Das fand ich bewundernswert. Allerdings war auch sie der Meinung, dass sie von der Regieidee nicht gerade angetan war, wenngleich ihr aus dem Stehgreif keine andere einfallen würde (wenn man unbedingt Kapitalismuskritik und das Leiden des Volkes durch Ausbeuter zum Ausdruck bringen will, was ja nicht unbedingt notwendig ist). 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
firewhoman Sekt für die Nutten - Champagner für uns! Geschrieben vor 1 Stunde Schaut wer von euch den Onegin an? Die Kritik im Standard ist ja nachgerade hymnisch, ich überlege tatsächlich dafür extra nach Wien zu fahren. https://www.derstandard.at/story/3000000322023/eugen-onegin-mit-fulminanter-asmik-grigorian-an-der-staatsoper 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
halbe südfront Baltic Cup Champion Geschrieben vor 1 Stunde (bearbeitet) firewhoman schrieb vor 11 Minuten: Schaut wer von euch den Onegin an? Die Kritik im Standard ist ja nachgerade hymnisch, ich überlege tatsächlich dafür extra nach Wien zu fahren. https://www.derstandard.at/story/3000000322023/eugen-onegin-mit-fulminanter-asmik-grigorian-an-der-staatsoper Ja, ich war am Freitag. Es war wirklich schön. Die Inszenierung ist einfach aber ästhetisch, Asmik Grigorian war in der Brief-Szene einfach hinreissend, Bogdan Volkov als Lenski überragend. Darstellerisch war die Vorstellung außergewöhnlich gut. Dmitry Ulyanov als Fürst Gremin war in seinem Rollendebut auch außergewöhnlich gut. Die Musik von Tschaikowski ist ohnehin ein Ohrenschmaus und das Staatsopernorchester versteht es auch diese zu zelebrieren, Timur Zangiev am Pult war auch sehr gefühlvoll. bearbeitet vor 1 Stunde von halbe südfront 1 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
firewhoman Sekt für die Nutten - Champagner für uns! Geschrieben vor 1 Stunde halbe südfront schrieb vor 21 Minuten: Ja, ich war am Freitag. Es war wirklich schön. Die Inszenierung ist einfach aber ästhetisch, Asmik Grigorian war in der Brief-Szene einfach hinreissend, Bogdan Volkov als Lenski überragend. Darstellerisch war die Vorstellung außergewöhnlich gut. Dmitry Ulyanov als Fürst Gremin war in seinem Rollendebut auch außergewöhnlich gut. Die Musik von Tschaikowski ist ohnehin ein Ohrenschmaus und das Staatsopernorchester versteht es auch diese zu zelebrieren, Timur Zangiev am Pult war auch sehr gefühlvoll. Verfickt - jetzt muss ich echt hinfahren! 0 Zitieren Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen More sharing options...
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.