Marco Lecco-Mio

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Über Marco Lecco-Mio

  • Rang
    Marcel Prawy in Ausbildung

Allgemeine Infos

  • Geschlecht
    Männlich
  • Aus
    1170
  • Interessen
    fussballstehplatz & opernstehplatz, radfahren im ablauf meiner arbeit und um zum fussballplatz und zur oper zu kommen. lesen. eine u-bahnfahrt oder ein essen allein und das ohne buch oder magazin oder von mir aus auch zeitung (im notfall), ist einer meiner heimlichen alpträume.

Fußball, Hobbies, Allerlei

  • Lieblingsverein
    Hellas Verona
  • Selbst aktiv ?
    ich steige stiegen und fahre moderat rad
  • Beruf oder Beschäftigung
    freizeitassistent
  • Bestes Live-Spiel
    die vielen schlechten haben die wenigen guten verdrängt
  • Schlechtestes Live-Spiel
    ask weppersdorf gg ask marz in der 1. klasse mitte burgenland in den neunziger jahren. nach einem einwurf in der neunzigsten minute kam es zur ersten torchance. der stürmer der marzer ist einfach aufs tor zugelaufen und keinen hat es interessiert, das war das entscheidende tor. davor war neunzig minuten nichts. - und dann nochmal jahrzehnt(e?) später favac gg ic favoriten. kein torschuss im spiel. folglich kein tor.
  • Lieblingsspieler
    jesus salazar auf meiner ps3 im legendenmodus.
  • Wenn Österreich nicht dabei ist, halte ich bei einer WM zu...
    dem coolsten team, das dabei ist. wird man sehen.
  • Geilstes Stadion
    sportclubplatz
  • Lieblingsbands
    mittlerweile hab ich lieblingsopern...
  • Am Wochenende trifft man mich...
    im burgenland oder am fussballplatz
  • Lieblingsfilme
    keine mehr
  • Lieblingsbücher
    deutschsprachige literatur des 20. jahrhunderts. punkt.
  • So habe ich ins ASB gefunden
    immer wieder mal

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  1. 22.04.19 - staatsoper - SALOME richard strauss' oper nach dem drama von oscar wilde, die 1905 uraufgeführt wurde, ist ein frühwerk der moderne. heute gab es in der staatsoper die 236. aufführung der inszenierung von boleslaw barlog und jürgen rose und es war am ende eine gute. michael boder stand am pult der wiener philharmoniker, er ist ein experte des deutschen fachs und ließ heute oft eine klitzekleine kleinigkeit zu laut spielen, was besonders zu beginn auffiel und vor allem wolfgang bankl und ayk martirossian als ersten und zweiten soldaten betraf, die in ihren kurzen szenen kaum zu hören waren. besser zu vernehmen war da schon jörg schneider, der den narraboth sang und für diese partie fast eine luxusbesetzung ist. der oberösterreicher sang fehlerfrei und sehr schön und wurde nach der aufführung heftig bejubelt. ihm zur seite stand ulrike helzel, ihr gelang eine solide partie des pagen, in der sie zwar nicht groß glänzen konnte, was sie aber in dieser eher kleinen, doch nicht unwichtigen und vor allem zu beginn geforderten rolle gar nicht notwendig hatte. sehr gut gefiel mir thomas ebenstein in der ebenfalls nicht sonderlich großen partie des ersten juden, die er aber ausgezeichnet interpretierte und in der er mit seinem guten spiel punkten konnte. er spielte vor allem in seinen stummen szenen im hintergrund gut mit. die weiteren juden waren leonardo navarro, carlos osuna, benedikt kobel und sorin coliban, allesamt gefielen, bis auf den letztgenannten fielen sie aber jedoch nicht gross auf. coliban, der im italienischen fach zu unflexibel singt, glänzt dafür im deutschen fach, so auch hier und heute. jane henschel, die heute die herodias gab, sang eine sehr gute vorstellung, schrill und durchdringend gestaltete sie die partie von salomes mutter, in der sie eine xanthippe vom feinsten abgab und großen applaus erntete. noch größer aber war der jubel für ihren königlichen gatten herodes, der von kammersänger herwig pecoraro gegeben wurde. dem vorarlberger werden in manchen italienischen partien langsam die grenzen aufgezeigt, hier aber ist er zuhause. die partie des herodes gehört zu seinen paraderollen und so sang er auch heute einen glanzvollen abend und bekam nach dem dirigenten den größten applaus ab. leider eine enttäuschung war markus marquardt als jochanaan. hier muss man dazusagen, dass es sich um eine extrem schwierige partie handelt, die er zu großen teilen aus dem verlies unter der bühne singen muss. trotzdem - er klang verkühlt, war in den höhen unsicher und in den tiefen fehlte ihm die durchschlagskraft. bei ihm ist jedenfalls das größte potential für verbesserung in den nächsten aufführungen der serie. die hauptrolle der salome sang gun-brit barkmin ausgezeichnet, war eine düstere und, wenn notwendig, schrille prinzessin, die keinerlei schwierigkeiten mit den anforderungen der partie hatte, jedoch den schleiertanz eher langweilig denn erotisch darbrachte. es stellt sich die frage, warum man die eine oder andere salome nicht für den tanz aus dem tänzerensemble doubeln darf, die regie würde dies jedenfalls durchaus ermöglichen, ganz leicht sogar. die salome ist keine oper für anfänger, was man auch heute wieder gemerkt hat. viele touristen sind in die 105-minuten-falle getappt, ein italienischer vater von drei bemerkenswert leisen und aufmerksamen buben meinte, sie hätten sich am vortag von der länge der oper (parsifal, fünf stunden) abschrecken lassen, obwohl, wie ich anmerken musste, der erste teil gestern auch nicht länger gedauert und ihm wahrscheinlich besser gefallen hätte. seinen kindern dürfte es jedenfalls gefallen haben, kein wunder, wird in der salome ja auch ein kopf abgeschlagen. soll noch einer sagen, oper wär langweilig. gespielt wird das, meiner bescheidenen meinung nach beste opernstück von richard strauss nur noch zwei mal und zwar am donnerstag um 20 uhr und am sonntag schon um 16 uhr.
  2. 21.04.19 - staatsoper - PARSIFAL wie am gründonnerstag, so wird der parsifal von richard wagner auch am ostersonntag in der staatsoper gespielt. wie schon vor wenigen tagen wurde das orchester sehr schön geleitet von valery gergiev, für dessen leistung es erneut grossen jubel gab. ebenso tat sich rené pape wieder als bester sänger des abends hervor, diesmal merkte man ihm schon leichte schwierigkeiten gegen ende an, wenn man sehr genau hinhörte. dass dies nur mit äusserster konzentration auffiel, zeigt, wie sehr er mit solchen situationen umzugehen und sie zu lösen weiß. zurecht der grösste applaus des sängerensembles. auch die kundry des abends, elena zhidkova, konnte ihre sehr gute leistung vom donnerstag bestätigen, gar verbessert zeigte sich simon o'neill, der den parsifal sang und die partie heute mit wesentlich weniger schwierigkeiten und zudem wortdeutlicher gestaltete. ebenso kamen die off-stimmen von ryan speedo green und bongiwe nakani besser im auditorium an als zuletzt. kaum unterschiede waren bei den nebenrollen zu hören, kurzfristig musste fiona jopson für olga bezsmertna als zweites blumenmädchen der ersten gruppe einspringen. leider kann ich nichts über ihre leistung sagen, da zu dieser zeit gerade ein betrunkener deutscher meinte, laut sein zu müssen. er sah den dritten teil nicht mehr und ich selbst muss mir langsam eingestehen, dass ich in der oper schon mehr wilde sachen erlebe als in vielen jahren des konsequenten groundhoppings. true story. kaum verbessert zum donnerstag zeigte sich einspringer thomas johannes mayer. hier muss aber dringend angemerkt werden, dass der nicht nur kürzlich den orest hier gesungen hat, sondern auch in der nun beginnenden fidelio-serie singt. seine zurückhaltung ist somit sehr verständlich. all die anderen sänger und sängerinnen des ensembles lieferten in etwa die gleiche leistung ab wie vor ein paar tagen. der parsifal wird in der kommenden woche noch einmal gespielt. ich selbst werde morgen die salome sehen und hören.
  3. gestern. meine schwester so: "wo treffen wir uns morgen?" ich so: "wir treffen uns morgen?" sie so: "wir gehen in die oper zum parsifal." ich so: "wir gehen morgen in die oper?" ich gehe zur lade mit den tickets, tatsächlich. gemma halt zum parsifal.
  4. YES jedesmal probierts der drecks harkam, nie funktionierts. gut so.
  5. also keine ahnung, wo aus dem artikel du das rausliest, aber von einem eingreifen puchers ist keine rede.
  6. eine schweinerei, mit so einem elfmeter in den abstiegskampf einzugreifen. und da gehts nicht nur um die erste liga, weil wenn innsbruck runtergeht, ändert das dort auch einiges im abstiegskampf.
  7. 18.04.19 - staatsoper - PARSIFAL "der winter floh und lenz ist da" - traditionell zu gründonnerstag wird in der staatsoper "parsifal" von richard wagner gespielt, so auch heute wieder und die kritischsten opernfans von allen, die wagnerianer, waren zufrieden. besonders zufrieden durfte man heute mit dem orchester der wiener staatsoper und dem dirigat von valery gergiev sein. nicht zu langsam, aber feierlich genug führte der russe die musiker durch eine fast fehlerfrei gespielte aufführung. nur mit höchster konzentration fielen einem klitzekleine schwierigkeiten in den legati der hörner auf, aber wie so oft gilt auch hier: das horn ist ein schwieriges instrument und gerade wagner verlangt den bläsern viel ab. der drittgrösste applaus gebührte jedenfalls dem dirigenten. bei den sängern divergierten die leistungen, so hatte der heutige amfortas thomas johannes mayer, der kürzlich als orest auf der bühne der staatsoper gestanden ist, merkliche schwierigkeiten, diese umfassende partie zu gestalten. dass das vibrato seinem zitternden spiel geschuldet war, ist durchaus möglich, dann jedoch empfiehle es sich, dieses ausdrucksstarke spiel zugunsten des gesangs etwas zurückzunehmen. als einspringer für mathias goerne darf man ihm aber natürlich keinen vorwurf machen. ebenfalls ein schwachpunkt war simon o'neill in der titelpartie. seine eher kleine stimme konnte sich phasenweise kaum gegen das nicht übermäßig laute orchester durchsetzen und sehr oft geriet der gesang zum knödeln. dann nämlich, wenn er forcierte und das tat er oft. als bösewicht war ensemblemitglied boaz daniel aufgeboten, er liefert wieder einmal eine solide leistung ab. gross glänzen konnte er bei der anspruchsvollen partie des klingsor zwar nicht, merkliche fehler oder irritationen gab es jedoch nicht zu hören. im off sangen heute ryan speedo green und bongiwe nakani. während der amerikaner einen undeutlichen, aber fehlerfreien titurel sang, war die südafrikanerin eine formschöne stimme vom himmel, die leider eine kleinigkeit zu leise ins auditorium übertragen wurde. in den kleinen partien der gralsritter waren ein fehlerfreier, aber farbloser leonard navarro und ein routinierter clemens unterreiner zu hören, die knappen gaben die klar singenden miriam albano und svetlina stoyanova und die eher schwachen michael laurenz und lukhanyo moyake, während die blumenmädchen im zweiten akt allesamt sehr gut waren, angeführt einmal mehr von der grossen kleinen maria nazarova und einer guten olga bezsmertna waren dies ileana tonca, margaret plummer, mariam battistelli und szilivia vörös. fehlen noch die beiden glanzpunkte der aufführung. unschwer zu erraten ist, dass die beste leistung des abends rené pape als gurnemanz ablieferte. der frischgebackene kammersänger hielt sich im ersten akt noch ein wenig zurück und glänzte dort eher in den piani, im dritten akt jedoch haute er alles raus, was er hatte und durfte sich einen grossen applaus abholen. ihm jedoch in nichts nachgestanden ist die heutige kundry, die elena zhidkova zum ersten mal an der wiener staatsoper sang und dies ausserordentlich gut machte. mit einer kräftigen stimme, die sie nie forcieren musste, ist sie prädestiniert für die wagner-partien, die einer sängerin einiges abverlangen. während ihr partner im zweiten akt, parsifal simon o'neill schon an seine grenzen gehen musste, hatte sie noch immense power und sang locker über ein mächtig aufspielendes orchester hinweg und wurde bei ihrem einzelvorhang mit riesigem jubel empfangen. last, but not least sollte man auch den staatsopernchor erwähnen, der heute ebenfalls zu den grossen pluspunkten der vorstellung gehörte. der parsifal wird heuer um ostern herum nur dreimal gespielt, weswegen nach den aufführungen am sonntag und am mittwoch der vorhang für das bühnenweihfestspiel von richard wagner fällt und es ein jahr warten heisst. hingehen lohnt sich diesmal durchaus, es gibt zwei ausnehmend gute künstler zu hören, die von einem soliden ensemble, einem ausgezeichneten chor und einem herausragenden orchester unterstützt werden.
  8. sag, war das texingtal, die vor paar jahren den sponsornamen geführt und weiter oben gespielt haben oder verwechsel ich da was? edit: ich verwechsel was. der verein, den ich meine, war definitiv nördlich der donau.
  9. ajax wärs zu gönnen, ebenso liverpool, aber da bin ich voreingenommen. ich befürchte trotzdem, dass es barcelona wird. zum glück gibt es kein guardioladerby im finale, city gegen barca wär elend gewesen.
  10. ja, nur mein klient ist sich zusammengefaltet und wie ein bittsteller vorgekommen. eh geht er schon nicht allein zu einem amateurspiel, dann wird er auch noch arsch behandelt, das geht nicht. das geht vor allem nicht, wenn man sich mit den federn schmückt, mit denen die vienna sich schmückt.
  11. findet der das lustig oder ist das ein dodl?
  12. in meiner eigenschaft als freizeitassisten (vulgo behindertenbetreuer) war ich letzten freitag mit einem geistig beeinträchtigten klienten beim sportclub und heute mit dem selben klienten bei der vienna. der unterschied könnte für ihn nicht grösser sein. letzte woche beim sportclub: ganz automatisch werden alle hände geschüttelt, der klient wird von jedem völlig normal ins gespräch einbezogen und derart behandelt, als gäbe es die intelligenzminderung nicht, sprich er (und er ist nicht der einzige unserer klienten, der sich beim sportclub wohlfühlt) wird inkludiert. jemandem beim gespräch in die augen schauen wär auch sowas, was gut ankommt. nun, heute waren wir bei der vienna und als der gute mann seinen becher (er war der einzige kunde an der theke, hinter der zwei junge damen standen) zurückgeben wollte, wurde er zuerst einmal ignoriert und als er nachfragte (und zwar freundlich, ich stand in hörweite!), bekam er ein unfreundliches "jaaaaaaaa" (im sinne von: reg di ned auf oida), worauf das gespräch fast eskaliert wär, aber mein klient erst mal abgezogen ist. ich allerdings wollte das natürlich nicht so auf sich beruhen lassen und hab der dame gesagt, dass ich es ganz toll finde, wie man bei der vienna mit behinderten umgeht (wörtlich: "mit behinderten andrahn, sehr leiwand."). die antwort der jungen dame war ein sarkastisches "gern geschehen". und natürlich hat sie durchschauen müssen, dass der mann beeinträchtigt war, weil er sein stottern bei fremden nicht unterdrücken kann und auch sonst, ach, man merkt es einfach. das muss reichen. dass über die ganze haupttribüne "kein platz für diskriminierung" steht, aber der schiri mehrmals pro spiel geschlossen als "bastard" bezeichnet wird, ist wiederum ein umstand, der mir schon länger ungut auffällt, aber jedem das seine. nur wäre es ehrlicher und eben nicht verlogen, wenn man sich nicht als der lockere club geben würde, der man eh nicht ist. unsere klienten gehen weiterhin gerne zum sportclub, weil sie dort normal behandelt werden. die vienna allerdings darf sich ruhig in grund und boden schämen.
  13. woah preiß ist der ur lange name, den muss man dringend abkürzen.
  14. die realität, dass man sich keinen trainer geholt, sondern einen rostigen nagel eingetreten hat. dass hier einige nicht in der realität leben, zeigen die kommentare. in der realität zu leben, hieße, zu erkennen, dass djuricin sicher ein ok co ist, aber kein cheftrainer. man kann ihn weder vor eine mannschaft noch vor ein mikro stellen. hütchen aufstellen lassen, ok. vielleicht mitlaufen beim waldlauf, ok. mehr nicht.
  15. das macht ihn als profitrainer nicht weniger ungeeignet. mal schauen, was da rauskommt und vor allem wie es dann im winter weitergeht, wenn die realitäten einzug gehalten haben.