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Bob Loblaw

Transferrevolution: Kommt ein neues Bosman-Urteil?

8 Beiträge in diesem Thema

Media alert: FIFPro Press Conference

WHAT : A major announcement set to impact the professional football industry worldwide.

WHEN : Friday, September 18

TIME : 1030 CET (Allow 30-45 minutes, including Q+A session).

http://www.fifpro.org/en/news/media-alert-fifpro-press-conference

Die internationale Fußballergewerkschaft wird heute wahrscheinlich eine Beschwerde gegen das aktuelle Transfersystem bei der EU Kommision einbringen, das nach ihrer Ansicht gegen die Freizügigigkeit von Arbeitnehmern verstößt, und einen unlauteren Wettbewerb zugunsten der größten Klubs ermöglicht. Nach Vorstellung der Gewerkschaft würde eine Entscheidung zu ihren Gunsten das Ende von Ablösesummen bedeuten. Ein bis zwei Jahre sollen Verträge unauflösbar sein (Ausnahme: Ein Spieler kommt nicht auf eine vorgegebene Einsatzzeitt), danach soll sich der Spieler von der Restlaufzeit (maximal 4 Jahre) freikaufen können. Weiters soll eine Kaderbeschränkung eingeführt werden, und Spielerleihen unterbunden werden.

http://www.theguardian.com/football/2015/sep/18/fifpro-transfer-fees-could-go-fifa-brussels

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/gewerkschaft-fifpro-will-transfersystem-im-fussball-abschaffen-13809107.html

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Sehr interessante Sache. Der Vergleich mit dem Bosman-Urteil könnte von den Auswirkungen auf den Fußball her richtig sein. Was wären die Auswirkungen? Erste Gedanken von mir:

Profitieren würden:

Die Spieler: die Beträge, die derzeit für Ablösen ausgegeben werden, würden hochprozentig in den Taschen der Spieler landen. Ich kenne keine Statistik über die Höhe, aber nachdem die Zahlen für die großen Ligen bekannt sind, kann man auf jeden Fall von € 3 Milliarden pro Jahr ausgehen. Ein Messi könnte vermutlich dann das Dreifache verdienen, Ein Spieler der österreichischen 2. Liga wird wohl deswegen keinen Cent mehr bekommen, weil er austauschbar ist.

Profitieren würden wohl auch die finanzstärkeren Vereine, weil sie ihr Geld jetzt nicht mehr auf Spieler und abgebende Klubs aufteilen müssen.

Verlieren würden:

die Vereine, die bisher mit Transfererlösen gearbeitet haben, etwa die Kategorie Basel, Rapid, Ajax.

Verlieren würden wohl auch die Spielerberater, weil das Transfergeschehen vermutlich sehr viel einfacher werden würde.

Insgesamt erwarte ich, dass der Unterschied zwischen den reichen Clubs und dem Rest weiter wachsen würde. Das wäre schlecht für den Fußball. Es bräuchte unbedingt Begleitmaßnahmen in Richtung Financal FairPlay, Gehaltsobergrenzen pro Verein, usw.

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Wer braucht dann noch Verträge? Die Spieler machen dann eh was sie wollen, kommen und gehen wie es ihnen passt, da ist erstens keine langfristige Planung mehr möglich für den Verein und die paar Millionen die kleinere Vereine bis jetzt gemacht haben mit Verkäufen aus laufenden Verträgen bleiben dann schön bei den reichen und superreichen Vereinen damit die Schere noch größer wird. Den großen wird's weniger jucken, können die Spieler mit noch mehr Geld locken und der (mittlere) und kleine Verein wird immer mehr im nirgendwo landen. oh wait.....war da nicht was mit einen dritten UEFA Bewerb... :=!

Krammer kann dann seinen 5 oder 10 jahresplan auch dementsprechend anpassen, wenns keine zukünftigen (Beric) Millionen mehr gibt!

Glaubt die Gewerkschaft wirklich das sich das dann verbessert wür die kleineren Klubs :facepalm:

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Man muss aber auch dazu sagen, dass es sich um Vorschläge einer Spielergewerkschaft handelt und nicht um ein konkretes Vorhaben der Fußballoberen. Entweder es gibt Verhandlungen mit FIFA/UEFA oder ein Gerichtsverfahren. Was rauskommt, wissen wir erst in Monaten oder Jahren.

Das Anliegen der Spielergewerkschaft ist klar: Ich schätze, dass die europäischen Fußballprofis insgesamt größenordnungsmäßig € 10 Milliarden pro Jahr verdienen. Wenn 3 Milliarden (auch wieder meine Schätzung) im Jahr in Transfers fließen, dann ist das Geld, welches eigentlich den Spielern zustehen müsste/könnte (wenn man von Ausbildungskosten absieht, die der abgebende Verein aufwenden muss).

Damit man das Ganze auf europarechtlicher Ebene ansprechen kann, braucht man eine geeignete Argumentation. Daher das Argument mit der Wettbewerbsverzerrung. Der Großteil der Ablösen verbleibt im Bereich der großen Ligen. Aus- und Weiterbildungsvereine wie etwa Mainz, Augsburg oder auch Villareal profitieren mehr vom Ablösesystem als Rapid, Basel, Ajax. Die deutsche und die spanische Liga profitieren von diesem System mehr als die holländische oder dänische Liga.

Das konkrete Anliegen der Gewerkschaft ist aber klar die größere Beteiligung am Kuchen, nicht das Auseinanderdriften der Ligen.

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Das konkrete Anliegen der Gewerkschaft ist aber klar die größere Beteiligung am Kuchen, nicht das Auseinanderdriften der Ligen.

Das glaub ich auch.

Ein Spieler überlegt sich ja immer "Welche Einnahmen hat ein Verein - welcher Anteil von diesem Kuchen sollte mir zustehen". Wenn dann der Verein keine Ablösesummen mehr bezahlen muss, dann ist es doch nur logisch, dass die Gehälter steigen werden.

Und natürlich profitieren vom Geld, das in den Fußball fließt, am meisten die Vereine in den großen Ligen. Denn genau dort fließt das Geld auch in den Fußball.

Wie durch dieses neue System der "Solidaritätsmechanismus" im EUROPÄISCHEN Fußball besser funktionieren soll, dass soll mir mal einer erklären. Oder profitiert die Ö-Bundesliga dann direkt von bessern TV-Verträgen für die englische Premier League?!?

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