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Sollte man jedoch das Spiel gegen die Admira gewinnen – was durchaus eine kleine Vorentscheidung sein könnte, auch umgekehrt, da sie am darauffolgenden Montag spielfrei haben –, könnte man mit einem Unentschieden beim FAC leben. Eine Niederlage wie gegen die Vienna wäre hingegen nicht akzeptabel. Irgendwann braucht die Mannschaft auch wieder Selbstvertrauen. Letztlich geht es darum, endlich wieder einen Sieg einzufahren, ohne dabei übermäßig auf Glück angewiesen zu sein. Einige Spieler müssen dafür ihr Leistungsmaximum abrufen – ich hoffe, dass ihnen dabei auch das Ende der Fastenzeit zugutekommt.
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Wichtige Punkte geholt, aber das Spiel war harter Tobak. Wir brauchen eine klare Leistungssteigerung – dann wäre alles möglich. Grundsätzlich ist es mir egal, wenn wir die Punkte auch einmal dreckig holen. Aber unser „Glück“ haben wir inzwischen schon ordentlich strapaziert
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23.Runde: SCR Altach - BW Linz 3:1
SCA 1914 antwortete auf strandjunge's Posting im Forum SC Rheindorf Altach
Bei einem ausverkauften Haus könnt ihr inklusive Gastronomie mit Einnahmen von ca. 400.000 bis 500.000 Euro rechnen, bei Sicherheitskosten von rund 50.000 Euro. Es ist ja nicht so, dass Spiele gegen Rapid oder Sturm keine Sicherheitsspiele sind. Aber keine Angst wenn wir so weitersoielen werden wir eh nicht aufsteigen... -
Weiter geht es am Samstag gegen Sturm 2. Nach dem grausamen Spiel am Freitag heißt es für mich: Siegen oder fliegen. Mit Mader gewinnen wir wohl keinen Blumentopf mehr. Wenn man sich unser Spiel anschaut, fehlen mir komplett die Lösungen. Zudem bin ich überzeugt, dass in dieser Mannschaft viel mehr Potenzial steckt. Wenn man das Ingame-Coaching von Hansi Kleer mit unseren Laptop-Trainern vergleicht, kann man zumindest vermuten, dass da deutlich mehr möglich wäre. Die sollten vielleicht besser einmal mit unseren Spielern sprechen, sie motivieren und ihnen einen gescheiten Plan mitgeben.
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Wir sind im Cupfinale!!!
SCA 1914 antwortete auf Altach-Supporter1929's Posting im Forum SC Rheindorf Altach
Gratulation auch aus Lustenau.- 94 Antworten
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Ach ja sorry!
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Am Samstag geht’s weiter gegen die Vienna – am spielfreien Wochenende spielen alle für uns. Jetzt müssen wir das auch ausnützen! 💪 Das Testspiel gegen Hohenems hat gezeigt, dass wir wissen, wo das Tor steht. Jetzt heißt es: die unnötigen, dummen Fehler abstellen – dann kann das richtig was werden. Ich setze große Hoffnungen in Vuco und Abu – und vielleicht zündet Lenny dann auch noch. Also: fokussiert bleiben, kompakt stehen und vorne effizient sein – dann holen wir uns die Punkte! 🔥⚽
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Mader: „Mentalitätssiege sind Gold wert fürs Team“ 28.02.2026 • 23:08 Interview. Austria Lustenau ist voll im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga. Im Interview spricht Austria-Trainer Markus Mader (57) über Lustenaus Aufstiegschancen, späte Siegtore und die Rolle von Pius Grabher. Hannes Mayer [email protected] Inwieweit überrascht es Sie, dass die Austria tatsächlich im Aufstiegsrennen ist? Markus Mader: Lassen Sie es mich so sagen, es war nicht zwangsläufig zu erwarten, dass wir so eine gute Rolle spielen – wir haben ja in der letzten Saison bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft. Aber unser Tabellenplatz ist erklärbar. Es gibt dafür Gründe auf dem Rasen und abseits Rasens, über die abseits des Rasens sollen andere sprechen, das gebührt nicht mir, die liegen nicht in meiner Verantwortung. Kurzer Einschub: Sie meinen damit unter anderem das neue Stadion? Mader: So ist es, das Stadion hat natürlich eine große Euphorie in und um den Verein entfacht. Diese Euphorie hat mit Sicherheit ihren Teil dazu beigetragen, dass wir recht gut in die Saison gestartet sind. Im Laufe der Herbstrunde wurde es dann immer offensichtlicher, dass wir mit den Top-Mannschaften mithalten können. Wir haben gute Performances abgeliefert und in manchen Partien auch das nötige Spielglück gehabt, das darf man nicht unterschlagen, aber das gehört dazu. In wahrscheinlich jeder Liga gewinnen die Top-Teams auch mal Spiele, in denen sie nicht unbedingt besser waren. Solche Siege brauchst du in der österreichischen zweiten Liga genauso wie in Deutschland, England, Italien oder Spanien, um vorne dabei zu sein. Ein weiterer Knackpunkt sind die Standards: Wir haben bei den ruhenden Bällen eine beachtliche Stärke entwickelt und einige Partien durch Standards entschieden. Auch das ist ein Merkmal von Spitzenmannschaften einer jeden Liga, denn aus dem Spiel heraus wird es immer schwieriger, Tore zu erzielen. Mit den Siegen haben wir immer mehr Selbstvertrauen entwickelt, dann kam die Niederlagenserie von St. Pölten dazu, die ja schon zwölf Punkte weg waren. Und auch der Ligaausstieg von Stripfing hat uns in die Karten gespielt. So bitter es für die Liga war, uns hat der Ausstieg von Stripfing zwei Punkte näher an die Tabellenspitze herangebracht: Weil wir im Gegensatz zu St. Pölten, Admira Wacker oder Amstetten nur Unentschieden gegen Stripfing gespielt haben. Es ist also schon sehr viel für uns gelaufen im Herbst, das ist allen bei uns klar. Aber nichtsdestotrotz haben wir uns die Ausgangsposition hart erarbeitet, dass im Frühjahr alles möglich ist für uns. Den 2:1-Heimsieg zum Frühjahrsauftakt gegen Kapfenberg kann man aus zwei Perspektiven betrachten: Wer solche Spiele gewinnt, steigt auf, es gibt auch den Blickwinkel: Wer so spielt, wird am Ende nichts mit dem Aufstieg zu tun haben. Welche Warte nehmen Sie ein? Mader: Beide Meinungen haben ihre Berechtigung. Wir sind schon ehrlich zu uns und wissen, dass das kein perfektes Spiel von uns war. Aber ich verrate Ihnen was: Bei der großen Besprechung vor Saisonbeginn habe ich zu meiner Mannschaft gesagt: Von uns erwartet niemand Perfektion, zumindest nicht vereinsintern. Aber es werden Siege von uns erwartet, wir müssen erfolgreich sein. Ob bei den Siegen auch mal eine schlechtere Leistung dabei war oder nicht, interessiert zwei Tage später nur noch die wenigsten. Wer kritisieren will, findet immer was – und das soll auch so sein, wir verschließen uns dem nicht. Es ist nur für die Entwicklung einer Mannschaft wahrscheinlich wertvoller, den ein oder anderen dreckigen Sieg einzufahren, als an einem Sahnetag, an dem wirklich alles aufgeht, den Gegner vom Platz zu schießen. Klar tut sowas gut, den Spielern wie den Fans. Aber eine Mannschaft nimmt aus dreckigen Siegen etwas sehr Essentielles mit: Nämlich, dass man die Qualität und die Mentalität hat, auch die Spiele zu gewinnen, in denen man nicht die beste Leistung abruft. Späte Siege wie der gegen Kapfenberg sind Gold wert für das Selbstvertrauen einer Mannschaft. Sie geben den Spielern eine Ruhe. Hat man dagegen die Erfahrung gemacht, dass man nur gewinnt, wenn alle Rädchen ineinandergreifen, dann greift in einer Mannschaft eine gewisse Nervosität um sich, wenn mal nicht alles wie am Schnürchen läuft. Und meine Erfahrung ist: Selbst in einer Top-Saison lassen sich Galaauftritte nicht auf Knopfdruck wiederholen. Aber klar hat die Sichtweise eine Berechtigung, dass solche Mentalitätssiege wie gegen Kapfenberg nicht endlos reproduzierbar sind und sowas auf Dauer nicht gutgehen kann. Nur, es ist ja nicht so, als ob wir uns vor einem Spiel sagen: Heute lassen wir es draufankommen, die guten Aktionen heben wir uns für das nächste Spiel auf. Es steht einfach auch noch ein Gegner auf dem Platz, der einem das Leben schwer macht. Was die perfekte Überleitung zu meiner nächsten Frage ist: Kann man in dieser harten, ausgeglichen 2. Liga überhaupt schönen Fußball spielen – und würde dieser schöne Fußball überhaupt zum Ziel führen? Mader: Endlich spricht das mal wer an. Die 2. Liga ist knüppelhart. Alle Mannschaften sind körperlich auf einem hohen Niveau, dementsprechend geht es in jedem Spiel zur Sache. Es arbeiten mittlerweile viele sehr gute Trainer in der 2. Liga, die taktisch enorm gut geschult sind. Ein Spieler hat mal beim Camp der arbeitslosen Spieler zu mir gesagt: Wer in der 2. Liga das Spiel machen will, der verliert. So pauschal gefällt mir diese Aussage nicht. Wir möchten das Gegenbeispiel erbringen, wir wollen natürlich am liebsten attraktiven Fußball zeigen. Aber unterm Strich zählt das Ergebnis. Wenn du Hurrafußball spielst und am Ende ausgekontert wirst, dann hat das Spiel zwar den Zuschauern Spaß gemacht, aber die Punkte nimmt wahrscheinlich der Gegner mit. Wem hilft das? Niemanden bei uns. Denn das lassen viele immer wieder außer Acht: Der Gegner steht oft sehr kompakt und sehr tief, hat vorne schnelle Spieler, die sie mit geradlinigem Umschaltfußball steil schicken wollen. Gegen solche Gegner kannst du natürlich alles nach vorne werfen, aber das ist dann Harakiri. Außerdem muss man schon auch wissen, was machbar ist und was nicht. Wir wissen, dass wir solche Gegner nicht jedes Wochenende an die Wand spielen können, es sind ja immer noch viele Spieler bei uns dabei, die in der Vorsaison bei uns in den Abstiegskampf involviert waren. Man kann nicht erwarten, dass diese Spieler ein halbes Jahr später die Liga mit Kombinationsfußball dominieren. Nein, wir wissen, wo wir herkommen: Wir müssen um jedes Tor, um jeden Punkt fighten. Diesen Kampf nehmen wir an – und darauf bin ich stolz. Beim nicht gegebenen Ausgleichstor von Kapfenberg in der 94. Minute hatte die Austria Glück. Mader: Wir haben uns die Szene natürlich mehrfach angeschaut, die Kameraperspektive verzerrt etwas, aber das war wahrscheinlich kein Abseits, da hatten wir wirklich das Glück auf unserer Seite. Davor hatten wir aber Pech. Ob das vor unserem nicht gegebenen Tor zum 2:0 wirklich ein Foul war, wenn unser kleinster Spieler gegen einen großen Innenverteidiger Kapfenbergs seinen Körper dagegen stellt, kann man so oder so sehen. Schlussendlich gleicht sich im Laufe der Saison eigentlich immer alles aus. Dass Pius Grabher in seinem 300. Spiel für die Austria das Spiel mit einem Traumtor entscheidet, gibt dem Spiel natürlich auch eine besondere Note. Mader: Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Trotzdem steht Grabher eigentlich permanent in der Fan-Kritik. Welche Rolle nimmt Pius Grabher in Ihrem System ein? Mader: Pius ist das Herzstück unserer Mannschaft, er ist, gerade auch was das Ingame-Coaching anbelangt, extrem wichtig: Er ist nämlich der verlängerte Arm von mir und unserem Trainerteam. Pius hat so viele Aufgaben auf dem Spielfeld, das kommt bei der Betrachtung viel zu kurz. Ich kenne die Stimmen natürlich, die sagen, dass Pius unser Spiel verschleppt. Und klar, man wird wie bei jedem Spieler auch mal eine Szene finden, in der er sich anders verhalten hätte können. Aber eine der Aufgaben von Pius ist es, Kontrolle in unser Spiel zu bringen. Er ist der Taktgeber, er kann nicht jeden Ball tief spielen, dann wird es nämlich irgendwann vogelwild, ganz abgesehen davon, dass du nicht 90 Minuten immer nur die Tiefe suchen darfst. Es gibt auch Phasen in einem Spiel, da muss eine Mannschaft Luft holen – und Pius hat mein Vertrauen, dass er weiß, wann wir welches Tempo im Spiel anschlagen können. Du kannst die Offensivspieler nicht in einen Sprint nach dem anderen schicken, du musst das in den richtigen Situationen versuchen. Außerdem, und da bin ich dann wieder dabei, dass auch ein Gegner auf dem Platz steht, hat Pius auch die Gabe, zu spüren, in welcher Verfassung sich gerade die Gegenspieler befinden. Ist der Gegner gerade im Aufwind, kann ein missglückter Tiefenball in einer gefährlichen Situation für uns enden. Pius gibt uns viel Balance, meiner Meinung nach wird das viel zu wenig geschätzt. Manchmal habe ich das Gefühl, der ein oder andere Fan glaubt, wir seien trotz Pius im Aufstiegskampf. Das Gegenteil ist der Fall: Er ist einer der Gründe, warum wir ganz vorne mitspielen. Das Verwunderliche ist ja, dass sich diese teils fast schon unversöhnliche Kritik an einen echten Lustenauer richtet: Ist das so ein bisschen die alte Story des Propheten im eigenen Land, der nichts gilt? Mader: Vielleicht, das ist auf jeden Fall schon auch so ein Aspekt, den ich sehr schade finde an der Wahrnehmung mancher Fans. Eigentlich sollten alle stolz darauf sein, dass ein Lustenauer so eine Karriere hingelegt hat wie Pius, der Mann kommt auf über 300 Profispiele, er war ja auch in Ried. Pius war ein Schlüsselspieler bei unserem Aufstieg 2022 und das ist er jetzt wieder. Außenstehende wissen einfach nicht, was für einen Auftrag er hat, und dieser Auftrag ist natürlich auch nicht in jedem Spiel der gleiche. Kommendes Wochenende ist Pius gegen die Vienna gesperrt. Ich bin schon sehr gespannt, was das für Auswirkungen hat, vor allem, wie sich die Mannschaft auf dem Platz selbst coacht. Dieses Eigencoaching ist wichtig. Du kannst einfach von außen als Trainer nicht alles erkennen, du brauchst auch darum Führungsspieler, die auf dem Platz die Verantwortung für das Spiel der gesamten Mannschaft übernehmen. Solche Spieler sind rar in einer Mannschaft. Das bedeutet, wir werden da gegen die Vienna Lösungen finden müssen. Wie zufrieden sind Sie bislang mit Winter-Neuzugang Asumah Abubakar? Mader: Ich bin sehr zufrieden. Er hat sich sehr gut eingefügt und passt sowohl als Mensch als auch als Spielertyp ideal zur Mannschaft. Nach dem Kapfenberg-Spiel ist er auf mich zugekommen und meinte, er hätte die Körperlichkeit der Liga unterschätzt. Aber jetzt weiß er, was auf ihn zukommt. An ihm werden wir noch viel Freude haben. Sie haben bei seiner Vorstellung während des Kurztrainingslagers im Bregenzerwald gesagt, dass Sie im Frühjahr das System umstellen. Aber da geht es bei einigen Spielern um ein paar Meter. Mader: So ist es. Realtaktisch unterscheidet sich die Formation auf dem Feld immer von dem, was du auf dem Reißbrett aufzeichnest: Ein 4-2-3-1 wird mal zum 4-4-2 oder zum 4-2-4, das hängt immer von der Spielsituation ab. Ich bin sowieso keiner, der sich an einem System aufhängt. Wir haben einen klaren Plan, wie unser Fußball aussehen soll, aber der hängt nicht von einer Systemfrage ab. Unsere Grundformation hat sich durch die Verpflichtung von Abubakar verändert, da geht es jedoch um Nuancen, so, wie Sie es richtig gesagt haben: Bei einigen Spielern verändert sich die Grundpositionierung um ein paar Meter. Gibt es aktuell eine internationale Mannschaft, deren Fußball Sie begeistert, und versuchen Sie, gewisse Elemente zu übernehmen? Mader: Mich beeindruckt, mit welchem Tempo gewisse Mannschaften umschalten. Die stehen hinten kompakt, arbeiten diszipliniert gegen den Ball und bringen dann mit dem Ball eine enorme Dynamik ins Spiel. Solche Beispiele gibt es aber nicht nur im Großen in der Champions League, sondern auch bei uns in der Liga: Unser nächster Gegner, die Vienna, hat diesen Spielstil sehr gut verinnerlicht und praktiziert das auf diesem Niveau fast schon perfekt. So will ich das auch sehen: Alle müssen gegen den Ball arbeiten und nach einem Ballverlust wieder mit nach hinten. Hilft es einem als Trainer, dass ein Spieler wie Harry Kane genau das macht: In offenen Spielszenen am eigenen Strafraum zu verteidigen und zu grätschten – und überall auf dem Platz zu arbeiten? Mader: Natürlich hilft das. Wenn sich ein Kaliber wie Harry Kane nicht zu schade ist, leidenschaftlich gegen den Ball zu arbeiten, dann muss ich das natürlich auch von jedem Spieler bei uns einfordern können. Wobei ich da gar nicht mal einzelne Spieler als Vorbild hernehme, sondern das Kollektivverhalten gewisser Teams: Wie Atletico Madrid oder zuletzt ManUtd beim Auswärtssieg gegen Arsenal. Kommt die Spielpause an diesem Wochenende zur rechten Zeit oder doch eher ungelegen: In dieser Runde hätte die Austria gegen Stripfing gespielt. Mader: Tabellarisch hat es uns nicht geholfen, aber im Verlauf des Frühjahrs werden auch die anderen Topteams ein spielfreies Wochenende haben und dann zuschauen müssen, wie die Konkurrenz punktet. So ein spielfreies Wochenende hat ein Dafür und Dawider. Du kannst einen Zwei-Wochen-Trainingsplan umsetzen, allerdings fehlt dir der Spielrhythmus. Darum war das Testspiel vom Donnerstag gegen Hohenems so wichtig. Wir sind dem VfB Hohenems sehr dankbar, dass sie unsere Testspielanfrage angenommen haben, es war ein guter Test gegen ein gutes Team. Grundsätzlich bin ich ganz froh, dass wir unser spielfreies Wochenende damit hinter uns haben, in der heißen Saisonphase könnte das echt ein Nachteil sein, wenn man aus dem Spielrhythmus gerät. Dadurch, dass unser spielfreies Wochenende so dicht an der Winterpause lag, konnten wir das auch bei unseren Vorbereitungsplänen auf das Frühjahr mitberücksichtigen. Kann das neue Stadion zum Faktor werden im so engen Aufstiegskampf? Mader: Davon bin ich überzeugt. Die Stimmung in den Heimspielen trägt uns, wobei man nicht unterschätzen darf, dass die tolle Stadionatmosphäre auch die Gegner anstachelt. Kapfenberg bestreitet in der Saison vermutlich genau ein Mal ein Spiel bei so einem fesselnden Ambiente: in Lustenau. Das pusht natürlich auch den Gegner. Aber wir ziehen natürlich schon sehr viel Kraft daraus, dass wir uns so sehr auf die Unterstützung unserer Fans verlassen können, dass wir von der 1. bis zur 97. Minute angepeitscht werden. Es kommt nicht von ungefähr, dass wir so viele späte Tore machen. Die Unterstützung der Fans gibt uns die zweite und dritte Luft und ist auch ein Grund dafür, warum wir immer an uns glauben. Sind Sie ein Trainer, der den Spielplan in Abschnitte unterteilt und sagt: Aus den nächsten fünf Spielen müssen wir zehn Punkte holen? Mader: Nein, die Liga ist so eng, dass du nur von Spiel zu Spiel schauen kannst. Ich sagte vor dem Frühjahrsauftakt, dass zwölf Endspiele auf uns warten, jetzt sind es noch elf. Kein Spiel ist weniger wichtig. Es reicht nicht, die Spiele gegen die direkten Konkurrenten zu gewinnen, wenn du in den anderen Partien zu viel liegen lässt. So platt es klingt: Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste. Jetzt zählt nur die Partie gegen die Vienna. Bleibt zum Ende des Gesprächs noch die zugegeben schwierig zu beantwortende Frage: Wie gut sind die Chancen der Austria auf den Aufstieg? Mader: Wenn ich sagen würde, die Chancen stehen gut, wäre ich ein Sprücheklopfer, sage ich, dass der Weg weit ist, wäre das manchen zu defensiv. Der Aufstieg ist möglich – und davon sind wir alle bei der Austria überzeugt. Mich freut es, dass wir allen bei der Austria, angefangen von den Mitarbeitern auf der Geschäftsstelle, den Verantwortlichen, den Fans und den vielen Helfern, die Hoffnung geben können, dass wir tatsächlich innerhalb von vier Jahren ein zweites Mal aufsteigen. Alle im Verein stehen hinter uns, alle tun ihr Bestmögliches, dass wir in die Bundesliga zurückkehren. Mehr geht nicht. Natürlich wäre es sportlich ein Traum, wenn wir aufsteigen, aber mich würde dabei auch was ganz anderes glücklich machen: Dass wir mit einem Aufstieg den vielen Menschen etwas zurückgeben könnten, die so viel Zeit und Leidenschaft für den Verein investieren. Wenn ich sehe, wie viele Menschen Tag für Tag oder Heimspiel-Wochenende für Heimspiel-Wochenende ehrenamtlich dabei helfen, dass wir den Spielbetrieb stemmen können – dann macht mich das stolz, bei Austria Lustenau zu sein und ist auch eine Verpflichtung, im Rahmen natürlich des Erlaubten alles Menschenmögliche für den Erfolg zu tun. Wir können bei der Austria auf unsere ehrenamtlichen Helfer bauen, da wird so viel Manpower und Frauenpower investiert, mich macht das sprachlos. Und wie ich es zu Beginn des Gesprächs schon angedeutet habe: Unsere Chancen im Aufstiegsrennen beruhen natürlich auch auf den vielen richtigen Entscheidungen, die auf der Geschäftsstelle von den Verantwortlichen getroffen wurden, sei es vom Sportdirektor oder vom Vorstand. Eine letzte Nachfrage dazu noch: Was hat sich mit dem Rücktritt von Bernd Bösch als Vorstandssprecher verändert? Mader: Gar nichts. Bernd ist seit Samstag offiziell Pensionist, aber er ist nach wie vor täglich am Stadiongelände und packt an, wo er gebraucht wird. Bernd ist durch und durch Austrianer, seine Einsatzbereitschaft macht er nicht von einem Amt abhängig, er liebt und lebt für diesen Verein. Er hat ein großes Austria-Herz und ist damit ein Vorbild für alle.
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Hast nix besseres zu tun? Sagt eh jeder das es kein Abseits war. Und ja Gästefans waren keine das ist korrekt… …herrlich wenn es dich ärgert….
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War natürlich klar kein Abseits Wir hätten aber ein reguläres 2:0 geschossen welches durch ein Foul wo zwei Spieler von euch zusammengestoßen sind nicht gegeben wurde. Ich wünsche euch als Traditionsverein alles gute aber diese Liga macht auf Dauer keinen Spaß.
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Denke ich mir bei euch aber aber immer das die Zahlen so nicht stimmen können. Dafür gibt es aber Drehkreuze welche die Zahlen an die Bundesliga übermitteln. Das vermeintliche 2:0 von uns war dafür regulär und keiner weiß warum das aberkannt wurde. Zwei Kapfenberger rennen zusammen und er gibt Foul…. Dann wäre der Fisch gegessen gewesen. Der Schiri war schlecht ja aber somit wenigstens ausgleichende Gerechtigkeit.
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Buchungen mit derselben Vorgangsnummer sollten eigentlich automatisch zusammensitzen. Bei mir erscheint ebenfalls eine Fehlermeldung. Ich gehe davon aus, dass man über diese Funktion nur unterschiedliche Vorgangsnummern miteinander verknüpfen kann.
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Auf viele Produkte trifft sogar „Made in Italy“ zu – das hoffe ich natürlich auch für unsere. Die Designlinie der Standardprodukte ist schon richtig cool. Ich gehe aber davon aus, dass wir – wie bei Uhlsport – ein Trikot bekommen, das nach unseren eigenen Vorstellungen gestaltet wird. Schließlich möchte man sich stetig verbessern und nicht verschlechtern. 😄
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Errea neuer Ausrüster ab der nächsten Saison... https://www.austria-lustenau.at/news/club/errea-wird-neuer-ausruester-des-sc-austria-lustenau
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Ja, leider typisch unter Mader 🙈 Vorbereitung holprig, viel Experimentieren. Gegen SpVgg Unterhaching hoffe ich auch auf eine Startelf, die dann gegen Kapfenberger SV spielt – allein fürs Selbstvertrauen wichtig. Überbewerten darf man’s nicht, aber komplett egal ist’s auch nicht. Am 20.02. müssen wir bereit sein. Die Erinnerung an die Testspiel-Klatschen gegen FC Wil in der Aufstiegssaison zeigt immerhin: schlechte Vorbereitung heißt nicht automatisch schlechte Saison. Leihe von Akbulut nach Bischofshofen finde ich gut – Spielzeit ist jetzt das Wichtigste 👍
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Im Nationalteam spielt er im Moment nicht mehr und Slavia Prag hat in etwa das Niveau von Sturm Graz. Alles Ok aber auch nicht weltberühmt. Schlussendlich hat er bis jetzt zu wenig aus seinem Potenzial gemacht.
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ist echt ein wahnsinn das es cham mit seinem talent nicht weiter gebracht hat.
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Austrias Goalies haben den „Bumms“ Grün-Weiße Torhüter tauschten Goalie- gegen Boxhandschuhe. VN / RANKWEIL Die Zusammenarbeit des in Rankweil stationierten Boxclubs „Lobis Fight Club“ und Austria Lustenau nimmt konkrete Formen an. Denn nach dem Benefizboxkampf im Februar 2025 und einem ersten Boxtraining im Sommer während der Vorbereitung ließen es die grün-weißen Goalies auch diese Woche im Ring knallen. Erneut unter Anleitung von Mathias „Maki the Lion“ Martic begaben sich Domenik Schierl, Phillip Böhm, Frederic Flatz und Hugo Bauer auf die Spuren von Sylvester Stallone alias Rocky und absolvierten ein beinhartes Training im Boxring. Vom Seilspringen über Kraftübungen bis hin zu Zirkeltraining und Kombinationen war alles dabei, geschont wurde keiner. Trotz des intensiven Trainings waren alle Beteiligten hochmotiviert bei der Sache. „Das Workout war extrem anstrengend, aber hat wirklich Spaß gemacht“, fasste Domenik Schierl nach der Einheit zusammen. Hat die Einheit ähnlichen Output auf die Tormänner wie im Sommer, können sich die Fans der Grün-Weißen auf das Frühjahr freuen. Nur zwölf Gegentore kassierte die Elf von Markus Mader, nur der FAC erhielt mit zehn Toren weniger. Ein gutes Omen für den Kampf um den Aufstieg aus der 2. Liga in die Bundesliga. Koc als Leihspieler in Dornbirn In der Zwischenzeit konnten sich RLW-Club FC Dornbirn und die Austria auf ein Leihgeschäft im Namen von Enes Koc einigen. Der offensive Mittelfeldspieler wechselt ab sofort als Kooperationsspieler bis zum Sommer 2026 ins Lager der Rothosen, soll dort vermehrt Spielpraxis sammeln.
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Asumah Abubakar brauchte nur 30 Minuten, bis er seinen ersten Treffer für Austria Lustenau im Test gegen Brühl St. Gallen erzielte. (VN) Mit einem 2:1-Erfolg über den Schweizer Drittligisten SC Brühl St. Gallen ist der SC Austria Lustenau erfolgreich in die Wintervorbereitung gestartet. Im ersten Testspiel nach der Winterpause zeigte die Elf von Trainer Markus Mader vor allem in der ersten Halbzeit eine überzeugende Vorstellung. Die Lustenauer, die sich seit zwei Wochen in der Aufbauphase befinden, kontrollierten das Geschehen von Beginn an und belohnten sich in der 35. Minute: Neuzugang Asumah Abubakar traf bei seinem Debüt für Grün-Weiß zur verdienten Führung. Zur zweiten Hälfte stellte Mader planmäßig um und wechselte nahezu die gesamte Mannschaft. Der Rhythmus litt unter den vielen Umstellungen, was den Gästen aus St. Gallen in die Karten spielte. Nach einem Foulspiel im Strafraum entschied der Unparteiische auf Elfmeter, den William Rodrigues sicher zum 2:1 verwandelte. In der verbleibenden Spielzeit verwaltete Austria den knappen Vorsprung geschickt und ließ keine weiteren Chancen mehr zu. Nach intensiven Trainingstagen ein gelungener Testspielauftakt für die Lustenauer, die nun mit Zuversicht auf die kommenden Wochen blicken.
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Asumah Abubakar kann uns helfen, weil er genau die Robustheit und Physis mitbringt, die uns im Sturm zuletzt gefehlt hat. Als klassischer Zielstürmer ist er stark im Zweikampf, kann Bälle festmachen und sorgt für Präsenz im Strafraum. Zudem ist er torgefährlich und in der Lage, auch gegen tiefstehende Gegner Durchbrüche zu erzwingen und Chancen zu verwerten. Seine Erfahrung aus verschiedenen Ligen gibt der Offensive mehr Stabilität, Wucht und Durchsetzungskraft. Herzlich Willkommen in Luschnou -> schiess die Austria in die Bundesliga...
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Die große Lust auf Fußball Trainingsstart unter idealen Bedingungen VN, HOHENEMS – „Die Letzten werden die Ersten sein“, lautet ein bekanntes Zitat aus der Bibel. Zutreffend auch in Bezug auf den Trainingsstart der Grün-Weißen aus Lustenau. Zwar startete die Austria als letzter der drei heimischen Proficlubs in das Vorbereitungsprogramm für das Frühjahr, dafür erwischte die Mannschaft von Cheftrainer Markus Mader einen sonnig-warmen Tag. Ganz im Gegensatz zu Altach mit stürmischem Schneefall und kalten Temperaturen oder Bregenz, wo die Schneemenge von rund 35 Zentimetern erst noch vom Platz geräumt werden musste und ein kalter Wind vom See her wehte. Heimvorteil als Trumpf im Titelrennen Die äußeren Bedingungen wurden von den Verantwortlichen zwar mit einem wohlwollenden Schmunzeln zur Kenntnis genommen, doch das Augenmerk galt vielmehr den eigenen Spielern und dem Programm, das dank der guten Verhältnisse auf dem Kunstrasenplatz im Hohenemser Herrenriedstadion vollinhaltlich durchgezogen werden konnte. In Anlehnung an das biblische Zitat darf auch der Angriff der Austria auf die Tabellenspitze thematisiert werden. Selbst Mader (57) konnte sich dieser Frage nicht entziehen. „Ein Punkt Rückstand ist nicht viel, oder?“, lautete seine Antwort, die mehr als Fragestellung zu deuten war. Zusammen mit Amstetten (2.) und der Admira (3.) blickt SC Austria Lustenau als Letzter der Verfolgergruppe einem spannenden Frühjahr entgegen, ist doch der Vorsprung von Winterkönig St. Pölten gerade einmal ein mageres Pünktchen. Alle Konkurrenten müssen nach Lustenau Zumal man die starken Gegner allesamt zu Hause bespielen kann. Ob Vienna, Admira, St. Pölten, Derbygegner SW Bregenz oder am letzten Spieltag Amstetten – sie alle müssen den Weg nach Lustenau in die neue SunMinimeal-Arena antreten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wie Mader weiß: „Da bauen wir natürlich auf unsere treue Fangemeinde.“ Fokus in der Vorbereitung: Spielfreude Doch all das ist aktuell noch Zukunftsmusik, auch wenn die Arbeit in der Vorbereitung ganz darauf abzielt. Jetzt gelte es vor allem, die Lust auf den Ball zu wecken, weiß der Trainer und findet mit diesen Worten Anklang bei seinen Spielern. Das bedeutet für Mader jedoch nicht, dass die ersten Tage – ja zwei Wochen – nicht auch für die körperliche Fitness genutzt werden müssen. „Mit dem Ball lassen sich vor allem Ausdauer- und auch Sprinteinheiten gut verknüpfen. Und für die Spieler ist es weniger eintönig“, sagt Mader. Wenig Veränderungen im Kader In personeller Hinsicht ist bei den Grün-Weißen alles im „grünen“ Bereich. Mit Nico Gorzel (27) – noch im Aufbautraining – sowie Jack Lahne (24), der nach seiner Zeit beim Africa-Cup mit Sambia noch eine Woche länger Urlaub genießt, fehlten nur zwei Spieler. Offen ist die Situation bei Daniel Au Yeong (22), dessen Leihe nach Thailand vorerst geplatzt ist, sowie Enes Koc (20), dessen Leihe an einen Regionalligaclub vor der Unterschrift steht, und Melih Akbulut (19). Letzterer will bei der Austria bleiben und eine mögliche Chance nutzen. Stürmersuche in der Endphase Reagieren wird man bei der Austria in Sachen Stürmer. Entsprechende Verhandlungen befinden sich laut Sportvorstand Stephan Muxel und Sportchef Dieter Alge in der Endphase. Ziel sei es, den neuen Spieler kommende Woche beim Kurztrainingslager in Au – inklusive des beliebten Langlaufrennens – präsentieren zu können. Torabschluss als Schlüssel Das allein ist Mader jedoch zu wenig. In der Vorbereitung soll der Fokus bewusst auf den Torabschluss gelegt werden. Die Austria stellt zwar die beste Defensive der Liga, zugleich aber auch die torärmste Offensive. Ein Torschnitt von 1,3 sei im Titelkampf zu wenig. „Da haben wir sicherlich Potenzial“, sagt Mader – wohl wissend, dass dafür auch Selbstvertrauen nötig ist: „Und das werden wir uns in der Vorbereitung erarbeiten.“
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Stadien und Infrastruktur in Österreich, Neu-/Umbau
SCA 1914 antwortete auf Proovid's Posting im Forum Bundesliga
Viele wissen gar nicht, wie viel Geld der Erhalt, die Betriebskosten und die Bewirtschaftung eines nicht ausgelasteten Stadions sinnlos verschlingen. Deshalb hat Innsbruck nur dann einen Vorteil von einem großen Stadion, wenn sie einen Schnitt von 10.000 Zuschauern oder mehr haben. Ihr dagegen habt natürlich ein viel zu kleines Stadion, aber realistisch gesehen benötigt ihr auch nicht mehr als 6.000. -
Wer steigt 2025/26 auf und spielt 2026/27 in der 2. Liga?
SCA 1914 antwortete auf raumplaner's Posting im Forum 2.Liga
.Amstetten, St. Pölten, Wr Neustadt, SV Horn fallen mir da aber auch noch ein. -
Finanzen: Man sollte zudem erwähnen, dass die Kosten für das laufende Jahr bereits im Dezember nicht vollständig gedeckt waren. Die noch ausstehenden Einnahmen können daher nur bedingt helfen, da Gelder aus Sponsoring und Saisonkarten bereits im Vorfeld ausgegeben wurden. Allein die Gehaltszahlungen für ein Frühjahr beliefen sich auf rund 600.000 bis 700.000 Euro. Die Aussage, der Verein sei schuldenfrei übergeben worden, ist daher entweder ein schlechter Witz oder eine völlig falsche Wahrnehmung der damaligen Situation. Genau diese Verkennung der finanziellen Realität hat den Verein letztlich dorthin geführt, wo er stand: ohne Perspektive und nahe am Bankrott. Damit beschädigt er sein eigenes Lebenswerk immer mehr. Hubert hat den Verein dorthin geführt, wo er heute steht – dafür gebührt ihm Anerkennung. Gleichzeitig trägt er aber auch eine wesentliche Mitverantwortung dafür, dass wir heute nicht dort stehen, wo Altach steht. Am Anfang haben wir durch ihn sehr viel gewonnen, doch wir haben auch viele Jahre verloren, die wir jetzt mühsam aufholen müssen. Hubert kann diesen Preis an sich vielleicht kritisieren, aber sicher nicht Bernd Bösch, der stets versucht hat, auf Hubert zuzugehen. Wer heute noch versucht, persönliche Abrechnungen öffentlich auszutragen, schadet nicht den Betroffenen, sondern letztlich sich selbst und dem Verein.
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Sport – Dienstag, 23. Dezember 2025 Vorarlberger Nachrichten Viel Arbeit und noch mehr Gerüchte SCHWARZACH Bereits seit Wochen verdeckt ein Nebelschleier den klaren Blick vom SWB-Stadion in Richtung Pfänder, dem Hausberg der Bregenzer. Zumindest sportlich sorgte das Heimsieg-Doppel gegen die Vienna (3:0) und St. Pölten (2:1) für ein wenig Licht. Klare Aussagen gab es zudem im Gespräch mit den VN von SWB-Sportchef Predrag Zivanovic, zumal er als einer der Geschäftsführer des Clubs auch Einblick in die finanziellen Gegebenheiten hat. Konfrontiert mit aktuell kursierenden Gerüchten, äußerte sich der 44-Jährige sehr offen. 1. Finanzielle Situation: Das aktuelle Budget belaufe sich auf knapp zwei Millionen Euro. Die Finanzkennzahlen hat der Club zudem pünktlich an die Bundesliga übermittelt. Dennoch hielten und halten sich Gerüchte um fehlende bzw. verspätete Lohnzahlungen an die Spieler. Selbst von Einstellung des Spielbetriebs war zu hören, wie Zivanovic gegenüber den VN bestätigt. Deshalb spricht er auch ganz offen über Probleme sowie deren Lösungsansätze und stellt zudem klar: „SW Bregenz wird die Saison sportlich beenden. Das haben wir der Mannschaft in den Gesprächen mit dem Spielerrat mitgeteilt. Zumal wir schon mit den finanziellen Planungen über den Sommer 2026 hinaus beschäftigt sind.“ Mit 15. Dezember, so bestätigt Predrag Zivanovic, seien alle Gelder an die Spieler, mit deren Vertretern im Vorfeld auch ganz offen über die finanzielle Situation gesprochen worden sei, überwiesen worden. „Es ist doch ganz normal, dass sich die Spieler Sorgen machen über ihre Zukunft.“ Das, so Zivanovic, sei auch der Einstellung des Spielbetriebs von Stripfing geschuldet. Deswegen sei eine offene Kommunikation unumgänglich. „Ich will deshalb auch nichts schönreden. Aber es ist nicht so, dass per 31. Dezember die Zahlungseingänge ausgeschöpft sind. Und das wissen auch unsere Spieler.“ 2. Sportliche Situation: Die Jahrestabelle der 2. Liga weist die Schwarz-Weißen mit nur fünf Siegen bei 18 Niederlagen aus. Für Zivanovic, der sich klar in der Verantwortung sieht und hinter der Mannschaft steht, ein keinesfalls zufriedenstellender Aspekt. Den großen Kaderumbruch im Sommer will er nicht als Ausrede gelten lassen. Denn: „Ich bin absolut sicher, dass diese Mannschaft auch ohne große Veränderungen genug Qualität hat, um den Klassenerhalt zu schaffen.“ Dass im letzten Spiel des Jahres gleich neun Vorarlberger in der Startelf standen, macht ihn zugleich ein wenig stolz, aber auch nachdenklich – weil: „Den Zuschauern scheint es egal zu sein.“ Gerade einmal 300 Fans bejubelten zuletzt den Heimsieg von Tartarotti und Co. über Winterkönig St. Pölten. 3. Kader: In puncto Offensive, so gibt Zivanovic offen zu, sei es ihm als „Einkäufer“ nicht gelungen, die Sommerabgänge von Renan, Fetahu sowie Monsberger adäquat zu ersetzen. Deshalb läuft die Suche nach einem Offensivspieler. Zumal auch die Zeit von Daniel Nussbaumer in Bregenz enden wird. „Wir haben gute Gespräche geführt. Er ist nicht glücklich mit seiner Situation, was für mich nachvollziehbar ist. Er verhält sich jedoch hoch professionell.“ Für die Defensive sind zwei neue Spieler angedacht. Allerdings hängt auch viel davon ab, ob der 26-Mann-Kader reduziert werden kann. Ein Blick auf die Liste weist noch einige Akteure mit wenigen Spielminuten aus, was ebenfalls auf eine mögliche Trennung hinweist. Zumal Heraf, der 58-Jährige ist 2025 der dritte Cheftrainer in Bregenz, in den letzten Spielen wohl seinen Kader gefunden hat. 4. Infrastruktur: Im Dezember gab es, so Zivanovic, Gespräche zwischen Club und den Vertretern der Stadt Bregenz. Dabei sei viel Verständnis für die Situation des Vereins geäußert worden, zumal die Schwarz-Weißen ja neben der reduzierten Landesförderung – von 170.000 auf 100.000 Euro – auch die Kürzung des Lizenzbonus hinnehmen müssen. Als Kommunalsteuerzahler treffe das den Verein schwer. „Wenn es dann so kommt, wird dieser Bonus durch die aktuellen Stadionmietkosten geschluckt. Das schmerzt in unserer Situation und da hoffen wir doch auf ein Entgegenkommen. Als Verein haben wir uns die Frage gestellt, ob der Antrag auf den Lizenzbonus so überhaupt Sinn ergibt oder wir nur um die Zulassung für die zweite Liga ansuchen.“ Wohl wissend, dass auch der Stadt selbst in finanzieller Hinsicht die Hände gebunden sind. 5. Planungen für 2026: Am 12. Jänner startet die Mannschaft in die Vorbereitung für das Frühjahr. Da werden dann wohl auch zwei Ex-Spieler, Ivo Kralj (26) – zuletzt als Co-Trainer bei den Amateuren – und Burak Ergin (19), in den Trainingsbetrieb einsteigen. Hand in Hand mit der Kaderbereinigung werde es laut Zivanovic aber auch darum gehen, „laufende Fixkosten zu überdenken und gegebenenfalls zu reduzieren oder ganz zu streichen“. Dies, so der Sportchef, passiere vorausschauend auf die kommende Saison. Und so wird auch der Betrieb im neuen VIP-Zelt hinterfragt. „Wir müssen in finanzieller Hinsicht mit den Mitteln planen, die wir zur Verfügung haben. Anders geht es nicht.“
