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youresogreat

Peter Schöttel

10 Beiträge in diesem Thema

Wien - Das Transferfenster ist seit drei Wochen geschlossen, eine ruhige Kugel kann Peter Schöttel aber deshalb trotzdem nicht schieben.

Der Rapid-Sportdirektor ist seit neuestem auch Chef-Individualtrainer bei den Hütteldorfern.

Dabei muss sich der 38-Jährige gemeinsam mit Tormann-Coach Herbert Feuerer und Co Peter Persidis um die Umsetzung vom ÖFB vorgegebenen Zielen kümmern.

Im Sport1-Interview spricht Peter Schöttel über seine neue Aufgabe, das lange Warten auf einen vollen Erfolg und sein Verhältnis zu Trainer Josef Hickersberger.

Sport1: Das neue Schlagwort des ÖFB in Sachen Nachwuchsförderung heißt Individualtraining. Sind die Vereine dafür zugänglich?

Peter Schöttel: Der ÖFB will keinem Verein etwas aufdrängen. Für mich ist dieses Modell der richtige Schritt, auch mit finanziellen Mitteln des ÖFB, damit die guten heimischen Spieler, die fürs Nationalteam in Frage kommen, zusätzlich unterstützt werden. Nicht nur auf den Lehrgängen ein paar Mal im Jahr, sondern das muss in die tägliche Arbeit mit einfließen.

Sport1: Rapid besitzt acht Spieler, die ins Projekt fallen. Wirst du die extra trainieren, oder wie muss man sich das vorstellen?

Schöttel: Es geht darum, dass diese Spieler Sonderschichten einlegen, aber in allen möglichen Bereichen. Im technisch, taktischen Bereich, im medizinischen Bereich und selbstverständlich werden wir auch auf das psychologische Fachpersonal des ÖFB zurückgreifen. Meine Aufgabe wird es sein, das ganze zu koordinieren, zu beobachten und Rücksprache mit dem ÖFB zu halten. Schließlich ist es ja so, dass bestens ausgebildete Spieler ja nicht nur dem ÖFB zu Gute kommen, sondern sehr wohl auch den Vereinen. So haben beide Seiten etwas davon.

Sport1: Wenn du dich 20 Jahre zurückerinnerst, wo liegen die gravierenden Unterschiede zur heutigen Ausbildung?

Schöttel: Es ist in den letzten Jahren sehr viel passiert, das damals noch nicht bekannt war. Das heißt aber nicht, dass es früher besser oder schlechter war. Es war einfach eine andere Zeit. Nur jetzt ist es so, dass sehr viel in die individuelle Betreuung des Spielers investiert wird. Nicht nur in Österreich, sondern weltweit. Deshalb sollten wir diese Entwicklung ebenfalls forcieren.

Sport1: Für die Vereine sollte die Initiative wahrscheinlich auch ein Denkanstoß sein, um über 2008 hinaus nach solchen Plänen zu arbeiten, oder?

Schöttel: Genau. 2008 ist ein Ziel auf das alle hinarbeiten, aber auch danach sollte in Österreich Fußball gespielt werden. Es ist ein Projekt mit dem Aufhänger 2008, das aber auf alle Fälle fortgesetzt werden muss.

Sport1: Bei Rapid läuft es derzeit nicht wirklich rund. Liegt es an den jungen Spielern, die erst integriert werden müssen?

Schöttel: Nein, bei uns bekommen immer wieder junge Spieler ihre Chance. Dass es momentan nicht optimal läuft, kann man sicher nicht an den jungen Spieler festmachen. Es ist eine Phase in der sehr viel zusammen gekommen ist, wo auch ein bisserl das Glück abhanden gekommen ist, das wir im Frühjahr noch gehabt haben. Aber ich denke, dass wir in der Meisterschaft sehr bald wieder Siege feiern werden.

Sport1: Aus den Hin- und Rückspielen gegen Sturm und Admira jeweils nur einen Punkt geholt, das ist sicher nicht das, was sich der sportliche Manager erwartet, oder?

Schöttel: Nein, das ist sicher nicht das, was wir uns gewünscht haben, aber unser Glück ist bei allem Pech, dass sich momentan noch keine Mannschaft in der Tabelle wirklich abgesetzt hat. Deswegen denke ich, dass wir noch immer in einer sehr guten Position sind. Natürlich hätten wir uns alle mehr Punkte erwartet.

Sport1: Leidet die Mannschaft derzeit unter der Doppelbelastung oder woran liegt es, dass es nicht optimal läuft?

Schöttel: Nach solchen Höhepunkten ist es immer schwierig. Nur: Wenn ich die Spiele in Ried oder in der Südstadt hernehme, dann sind das Partien, die wir auch gewinnen können. Wir haben momentan ein wenig einen Negativlauf, verschießen Elfmeter, treffen nur die Latte, aber auch das wird sich wieder ändern und wir werden auch wieder Spiele gewinnen, bei denen wir nicht unbedingt die bessere Mannschaft sind.

Sport1: Hickersberger hat in einer Selbstkritik gemeint, dass er vielleicht mehr rotieren hätte sollen. Gibt's dafür überhaupt die Spieler?

Schöttel: Ich denke, dass der Trainer eh sehr gut variiert hat und immer zwei, drei Spieler dazu genommen hat. Zuviel darf man ohnehin nicht rotieren, weil sonst das ganze Gefüge auseinander bricht. Ich bin auch der Meinung, dass unser Kader groß genug ist. Wir haben mit Labant wieder einen Langzeitverletzten dabei, haben 20 Spieler beim Training. Da ist auch der eine oder andere Junge dabei, der vielleicht noch nicht so weit ist, aber personell sehe ich derzeit überhaupt keine Probleme.

Sport1: Du bist derzeit mit der Beobachtung der Champions League Gegner beschäftigt. Wie schauen deine Reisepläne aus?

Schöttel: Am Sonntag habe ich mir in Turin das Meisterschaftsspiel gegen Ascoli angesehen, heute Abend bin ich in Lüttich und beobachte dort das Meisterschaftsspiel gegen Brügge, während der Trainer in Udine weilt und sich Udinese gegen Juventus anschaut. Also, wir wollen uns auch in dieser Hinsicht in der Champions League keinen Vorwurf machen lassen, das wir nicht alles versucht hätten gut abzuschneiden.

Sport1: Wie läuft so eine Beobachtung eigentlich ab?

Schöttel: Ich schaue mir das Spiel an, mache mir meine Notizen und übergebe dem Trainer dann einen schriftlichen Bericht. Bespreche das ganze dann ausführlich, so wie das alle anderen Scouts auch erledigen. Wir versuchen aus jeder Beobachtung das beste heraus zu holen.

Das Gespräch führte Peter Rietzler

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Nach solchen Höhepunkten ist es immer schwierig. Nur: Wenn ich die Spiele in Ried oder in der Südstadt hernehme, dann sind das Partien, die wir auch gewinnen können. Wir haben momentan ein wenig einen Negativlauf, verschießen Elfmeter, treffen nur die Latte, aber auch das wird sich wieder ändern und wir werden auch wieder Spiele gewinnen, bei denen wir nicht unbedingt die bessere Mannschaft sind.

Man kann es angesichts des zuletzt eingerissenen Krisen-Geredes wirklich nicht oft genug betonen.

Mah, BITTE schlagt's Wacker am Samstag, damit endlich wieder a Zeitl a Ruah is'.... :raunz::allaaah:

bearbeitet von neuron

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ich finds arg wie viele sachen Schöttel jetzt machen muss  :eek:

ob ihm das nicht zu viel wird?!

826092[/snapback]

naja jetzt nach ende der Transferzeit ist der Höhepunkt der Arbeit für Herrn Schöttel vorbei, für Vertragsverlängerungen,Verstärkungen,etc hat er jetzt noch Monate Zeit, was soll er machen außer Interviews geben ? :D

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naja jetzt nach ende der Transferzeit ist der Höhepunkt der Arbeit für Herrn Schöttel vorbei, für Vertragsverlängerungen,Verstärkungen,etc hat er jetzt noch Monate Zeit, was soll er machen außer Interviews geben ?  :D

826606[/snapback]

was heißt hier monate noch zeit. ende dezember bzw. ende jänner gibts nicht mehr die besten spieler, die noch frei sind - falls für den frühling verstärkung gesucht wird.

ich denke doch, dass jetzt genauso gescoutet werden muss, da wahrscheinlich hofmann bald weg ist. und im letzten augenblick einen hofmann-ersatz zu ergattern ist auch nicht das gelbe vom ei.

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was heißt hier monate noch zeit. ende dezember bzw. ende jänner gibts nicht mehr die besten spieler, die noch frei sind - falls für den frühling verstärkung gesucht wird.

ich denke doch, dass jetzt genauso gescoutet werden muss, da wahrscheinlich hofmann bald weg ist. und im letzten augenblick einen hofmann-ersatz zu ergattern ist auch nicht das gelbe vom ei.

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ruhig blut, ist mir schon klar dass nicht erst ende des jahres die ersten gespräche, verhandlungen etc geführt werden. ich meinte damit dass die hektische Zeit wo a meisten getan werden muss noch in weiter ferne liegt

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ruhig blut, ist mir schon klar dass nicht erst ende des jahres die ersten gespräche, verhandlungen etc geführt werden. ich meinte damit dass die hektische Zeit wo a meisten getan werden muss noch in weiter ferne liegt

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absolut richtig - er hat sicher auch jetzt einen full-time-job, aber in der hektischen zeit einen over-full-time-job :D

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