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Die Ausschankrechte im Kapfenberger Stadion bleiben weiter beim Sporthotel - KSV-Boss Erwin Fuchs denkt an Rücktritt.
In Kapfenberg machte es schnell die Runde: Der blumig zum "Bier-Krieg" hochstilisierte Streit um die Ausschankrechte hat einen Sieger. Das schriftliche Urteil wird zwar erst zugestellt, aber offenbar haben Alfred Grabner und sein Sporthotel den Prozess gegen die Stadtgemeinde Kapfenberg als Stadioneigentümer gewonnen. Im Prozess war die Frage erörtert worden, ob die Ausschankrechte im Stadion-Areal ans Hotel gekoppelt sind, was der Gerichtsbescheid bestätigt. Die Gemeinde muss diese "Niederlage" akzeptieren. Grabner hat weiterhin die alleinigen Ausschankrechte. Ob die Stadt dagegen Berufung einlegt, war nicht zu erfahren.
Kragen geplatzt. Dieses Urteil lässt bei einem den Kragen platzen: Erwin Fuchs. Der KSV-Präsident hatte immer darum gekämpft, bei den Heimspielen der Fußballer die Gastronomie-Rechte zu bekommen. "Ich bin seit zwölf Jahren Obmann. In dieser Zeit sind dem Klub dadurch rund 700.000 Euro an Einnahmen entgangen. Wir veranstalten die Spiele, tragen die Sicherheitskosten und bekommen Null zurück. Da ist die Finanzierbarkeit in Frage gestellt", poltert Fuchs. Und droht mit Konsequenzen: "Ich werde mein Amt zurücklegen, wenn es keine Lösung gibt. Ganz sicher. Ich schaffe das nicht mehr."
Zu Gesprächen bereit. Sporthotel-Chef Grabner sieht in erster Linie die Stadtgemeinde als Vertragspartner, nicht den KSV. Zu Gesprächen ist er weiterhin bereit, betont der Gastronom. "Das Wichtigste ist, dass alle Beteiligten an einem Tisch zusammen kommen. Ich habe noch nie ein Gespräch mit Gemeinde oder KSV verweigert, ganz im Gegenteil." Die Gesprächsbasis sei vorhanden. "Es muss aber immer um korrekte Summen gehen", wünscht sich Grabner. Wie Lösungsvorschläge aussehen können, ist ungewiss. Fuchs schwebt ein Modell à la Altach vor: Mit kleineren Nachbarvereinen oder den eigenen 40 KSV-Sektionen könnte man gemeinsam Stände bei den Heimspielen betreiben.
Neue Tribüne. Bei aller Verunsicherung ob des angedrohten Fuchs-Rücktritts gibt es bei Kapfenberg aber auch Grund zur Freude: Aus dem Konjunkturpaket des Landeshauptmanns werden jetzt Mittel "in Aussicht gestellt", um einen fixen Tribünen-Neubau umzusetzen. Die zusätzlichen 1300 Sitzplätze, die die Bundesliga gefordert hat, werden noch heuer errichtet, links und rechts der Anzeigetafel. Details klären die Verantwortlichen am Donnerstag vor Ort, die Gesamtkosten (Land und Stadt) sollen sich auf deutlich unter eine Million Euro belaufen. Damit wird die provisorische Miet-Tribüne am Stehplatzsektor (Höhe Mittellinie), an der derzeit eifrig geschraubt wird, nur zu einer Kurz-Lösung.
Kleine Zeitung



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