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Dannyo

[Teaminfo] Rosenborg BK

6 Beiträge in diesem Thema

Wie immer: Diese Teaminfo ist © by austriansoccerboard.at

Wenn sie euch gefällt, verteilt sie über Facebook und Twitter und verlinkt hierher, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX! :super:

Große Bitte: Ich hab die Info noch nicht korrekturgelesen und gebe sie zu Mittag demjenigen, der sie am Nötigsten braucht. Wenn ihr Fehler findet, bitte in diesem Thread drauf hinweisen, damit ich noch alles in eine schöne Form bringen kann. Ich bin jetzt ewig dran gesessen, hab viereckige Augen und lese garantiert über meine eigenen Fehler drüber :)

Name: Rosenborg Ballklub (Rosenborg BK)

Gegründet: 19.Mai 1917

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Stadt: Trondheim

Stadion: Lerkendal

Fassungsvermögen: 21.166 Plätze

Präsident: Terje Svendsen

Trainer: Jan Jönsson

22 x norwegischer Meister

9 x norwegischer Cupsieger

1 x norwegischer Supercupsieger

Standing in Norwegen

Ganz klar: Der Rekordmeister ist DAS Aushängeschild des norwegischen Fußballs. Speziell in den 90ern strotzte die norwegische Tippeligaen vor Langeweile, weil Rosenborg zwischen 1992 und 2004 dreizehnmal in Folge Meister wurde. Danach wurde das Team weitere dreimal Meister, aber vier Titeln gingen an Valerenga Oslo, Brann Bergen, Stabaek und Molde. Interessanter Nebeneffekt: In den vier erfolglosen Saison spielte Rosenborg jeweils nicht mal um den Meistertitel mit, wurde einmal Dritter, zweimal Fünfter und einmal Siebenter.

Aktuelle Ligasaison

Dennoch weiß man in Norwegen, dass der Titel immer über Rosenborg führt. So auch heuer: Titelverteidiger Molde hält sich tapfer und liegt derzeit punktegleich mit Tabellenführer Strömsgodset Drammen am zweiten Rang. Rosenborg liegt mit einem Punkt Rückstand auf Platz 3 und auch Tromsö hält sich mit sieben Punkten Rückstand bei einem Spiel weniger wacker.

Auffällig ist, dass Rosenborg der Unentschiedenkönig der laufenden Saison ist und in 22 Spielen zehnmal remisierte. Allerdings verlor der Rekordmeister erst ein Spiel (0:1 gegen Honefoss) und ist auswärts bei fünf Siegen und fünf Remis ungeschlagen. Die letzte Auswärtsniederlage in einem Pflichtspiel setzte es am 20.November 2011 bei Tromsö (1:3). Demnach ist Rosenborg seit 14 Auswärtsspielen unbesiegt. Bei 16 Gegentoren in 22 Ligaspielen verfügt man eindeutig über die beste Abwehr der Liga.

Die letzten Ligaspiele

Die beiden bisherigen September-Spiele gewann Rosenborg recht souverän: 3:0 daheim gegen ein strauchelndes Team von Valerenga Oslo, davor ein 2:0 beim abgeschlagenen Tabellenletzten Stabaek. Allgemein spielt Rosenborg seit der Sommerpause (23.Mai – 24.Juni) sehr souverän und verlor keines seiner 19 Pflichtspiele seit Wiederbeginn. Genau vor der Pause hatte man Probleme – im Mai wurden vier Spiele hintereinander nicht gewonnen.

Standing in Europa

Lange Zeit war Rosenborg Trondheim Stammgast in der UEFA Champions League. Vor dem norwegischen Vertreter – dem einzigen, der auf internationaler Bühne für Furore sorgte, hatten auch große internationale Klubs großen Respekt. Zwischen 1995 und 2003 war Rosenborg jedes Mal dabei und es gelangen sogar Siege gegen Teams wie Real Madrid oder Milan. In der Saison 1996/97 schaffte es Rosenborg bis ins Viertelfinale der Champions League: Man wurde in der Gruppe Zweiter hinter Porto, warf Milan und Göteborg aus dem Turnier. Im Viertelfinale gab es dann das Aus gegen den späteren Finalisten Juventus Turin.

Ganz so glanzvoll waren die letzten Jahre auf europäischer Ebene aber nicht. Im Jahr 2011 musste man sich nach einem Erfolg über den isländischen Vertreter Breidablik (5:0 h, 0:2 a) Viktoria Plzen geschlagen geben (0:1 h, 2:3 a) und flog im Europa-League-Playoff auch noch gegen AEK Larnaca raus (0:0 h, 1:2 a). Auch 2010 erreichte man die Champions League nicht: Linfield aus Nordirland (0:0 a, 2:0 h) und AIK Stockholm (1:0 a, 3:0 h) wurden in der Qualifikation ausgeschaltet, danach folgte aber das K.O. gegen den FC Kopenhagen (2:1 h, 0:1 a). In der darauffolgenden Europa-League-Gruppenphase war man in der Gruppe mit Bayer Leverkusen, Atlético Madrid und Aris Saloniki Kanonenfutter. Mit nur drei Punkten und einer Tordifferenz von 3:13 aus sechs Spielen schied das Team deutlich aus. In der Saison 2009 gab es gar das totale K.O. – in der zweiten Qualifikationsrunde zum UEFA Cup schied man gegen den aserbaidschanischen Vertreter Qarabaq aus (0:0 h, 0:1 a).

Die letzte Teilnahme an der Champions League gab es 2007/08, also mittlerweile vor fünf Jahren. Damals gewann man zwar überraschend zweimal gegen Valencia und knöpfte Chelsea einen Punkt ab, schied aber als Dritter aus, weil beide Spiele gegen Schalke 04 verloren wurden.

Aktuelle Europacupsaison

Nach den holprigen letzten Jahren scheint es im Europacup heuer wieder bergauf zu gehen. Die Qualifikation für die diesjährige Gruppenphase war für die Norweger kein großes Problem, obwohl man sogar in der ersten Qualifikationsrunde einsteigen musste. Es gab Siege über den nordirischen Verein Crusaders Belfast (3:0 a, 1:0 h), einen knappen Erfolg über Ordabasy aus Kasachstan (2:2 h, 2:1 a), einen ebenso heißen Tanz gegen Servette Genf (0:0 h, 1:1 a) und schließlich einen respektablen Erfolg über Ried-Bezwinger Legia Warschau (1:1 a, 2:1 h).

Beeindruckende Jugendarbeit

Rosenborg Trondheim ist ähnlich wie andere Ausbildungsvereine immer wieder von guten Spielergenerationen aus dem eigenen Nachwuchs abhängig. Kaum ein Verein im Norden arbeitet auf dem Gebiet des Nachwuchsfußballs so konsequent und nachhaltig wie Rosenborg. Das Interessante am Nachwuchssystem des norwegischen Rekordmeisters: Man verfügt zwar über eine B-Elf, eine C-Elf und eine U19, nicht aber über jüngere Nachwuchsmannschaften. Die diversen Nachwuchsteams wurden bereits vor Jahrzehnten ausgelagert. In ganz Norwegen gibt es kleine Klubs, die von Rosenborg mitfinanziert werden und dafür die Nachwuchsarbeit für den Erstligisten übernehmen. Rosenborg lässt seine Satellitenklubs, die oft in kleinen Orten ansässig sind, leben und im Gegenzug ist klar und abgeklärt, wohin das Supertalent aus der norwegischen Pampa wechselt. Die Nachwuchstrainer werden dabei von Rosenborg gestellt und haben klare Arbeitsvorgaben, die an eine mögliche höhere Aufgabe beim größten Klub Norwegens angepasst sind.

Spielweise und System

Das Grundsystem Rosenborgs ist das 4-4-1-1, das vor allem in Heimspielen auch als klassisches 4-4-2 praktiziert wird. Nur einmal in den letzten 40 Pflichtspielen wich man auf ein 4-2-3-1-System aus. In den Jahren zuvor spielte man eher in einem 4-3-3-System, das heuer jedoch gar nicht verwendet wird.

Rosenborgs Art zu spielen ist allgemein schnörkellos und zielgerichtet. Man könnte die Spielweise der Trondheimer als Gegenstück zum modernen Ballbesitzspiel bezeichnen. Das Team ist sehr explosiv, teilweise hektisch und hat auch gegen schwächere Gegner zumeist weniger Ballbesitz, was interessanterweise auch für Heimspiele gilt (Beispiele: 3:0 über Tromsö bei 46% Ballbesitz, 3:3 gegen Strömsgodset bei 39% Ballbesitz im eigenen Stadion).

Rosenborg operiert mit zahlreichen Pässen in die Tiefe, schaltet enorm schnell und ohne große Umschweife von Defensive auf Offensive um. Markant ist dabei, dass die zentrale Facette des Rosenborg-Spiels die Suche nach schnellen Abschlüssen ist. In der laufenden Saison verzeichnete Rosenborg nur in zwei Ligaspielen weniger als zehn Schüsse, in neun Ligaspielen waren es mehr als 20. Wenn es mit spielerischen Mitteln nicht geht, feuert man aus allen Rohren oder sucht – oft auch auf Verdacht – Pässe hinter die gegnerische Abwehrkette. Rosenborg 2012 ist auch dafür bekannt sehr häufig ins Abseits zu laufen.

Transfers

Rosenborg ist ein gesunder Klub, der auch mal Geld in die Hand nimmt, um neue Spieler an Land zu ziehen. Man kann es sich leisten, da die Infrastruktur im Verein straff durchplant ist und immer wieder große Talente ins Ausland verkauft werden. Wir beleuchten hier die finanziell aufwändigsten Transfers der letzten zehn Jahre.

Einkäufe:

  • 2007 – Rune Almenning Jarstein von Odd Grenland (1,5 Millionen €)
  • 2008 – Anthony Annan von Start Kristiansand (1,5 Millionen €)
  • 2006 – Marek Sapara von Ruzomberok (1,3 Millionen €)
  • 2008 – Trond Olsen von Bodö/Glimt (1,25 Millionen €)
  • 2005 – Alexander Ödegaard von Sogndal (1,25 Millionen €)
  • 2004 – Mikael Dorsin von Strasbourg (1,1 Millionen €)
  • 2012 – Tarik Elyounoussi von Fredrikstad BK (1,1 Millionen €)
  • 2012 – Tore Reginiussen von Odense BK (1,1 Millionen €)
  • 2010 – Jim Larsen von Silkeborg (1,1 Millionen €)
  • 2011 – Borek Dockal von Slovan Liberec (1 Million €)
  • 2011 – John Chibuike von BK Häcken (1 Million €)

Verkäufe:

  • 2009 – Alexander Tettey zu Stade Rennes (3,5 Millionen €)
  • 2008 – Fredrik Stoor zum FC Fulham (3 Millionen €)
  • 2011 – Mushaga Bakenga zum FC Brügge (2,6 Millionen €)
  • 2012 – Jim Larsen zum FC Brügge (2,5 Millionen €)
  • 2009 – Marek Sapara zu Ankaragücü (2,2 Millionen €)
  • 2012 – Markus Henriksen zu AZ Alkmaar (2 Millionen €)
  • 2010 – Anthony Annan zu Schalke 04 (2 Millionen €)
  • 2010 – Kris Stadsgaard zu Málaga (2 Millionen €)

Die teuersten Transfers der Vereinsgeschichte – die auch mitverantwortlich dafür sind, dass man den Verein infrastrukturell auf die Füße stellen konnte, auf denen er heute steht – fanden allerdings in der erfolgreichen Champions-League-Zeit statt. Im Jahr 2000 wurde John Carew um 8,5 Millionen Euro zum FC Valencia verkauft, ein Jahr davor ging Sigurd Rushfeldt um 5 Millionen Euro zu Racing Santander, während auch Björn Otto Bragstad um 3 Millionen Euro zu Derby County wechselte. Ein weiteres Jahr davor ging Vegard Heggem um 5,2 Millionen Euro zu Liverpool und 1996/97 wechselte der damals 19-jährige Steffen Iversen um 3,3 Millionen Euro zu Tottenham Hotspur. Wohlgemerkt in Zeiten, in denen diese Geldbeträge noch wesentlich höher einzuschätzen waren als heutzutage.

Die Stadt Trondheim

Auswärtsfahrer kommen via Amsterdam bereits ab 250€ nach Trondheim. Die Stadt hat etwa 180.000 Einwohner und liegt am Fluss Nidelva. Nach Oslo und Bergen ist Trondheim die drittgrößte Stadt Norwegens. Die Stadt verfügt über ein reiches Kultur-Angebot, einen kleinen Hafen und ist vor allem ziemlich kalt. Der in Trondheim gemessene Tiefstwert liegt bei -26,1°C - just in dem Jahr als aus dem 1.Wiener Arbeiter Fußball-Club der SK Rapid Wien wurde (1899). Für all jene, die Skandinavien noch nicht kennen, ist eine Fahrt ins Landesinnere oder die Küste entlang anzuraten. Trondheim ist jedenfalls eine Auswärtsfahrt, für die sich vor allem der naturinteressierte Fußballfan länger als nur eine Nacht Zeit nehmen sollte.

Der Trainer

Der Schwede Jan Jönsson löste im Jänner 2011 den mehrmaligen Rosenborg-Coach Nils Arne Eggen ab, führte dessen Philosophie aber nicht in jederlei Hinsicht weiter. Ähnlich wie Eggen lässt auch Jönsson aus einer kraftvollen und sicheren Abwehr herausspielen und forciert direktes Spiel, allerdings ist die Spielanlage der von Jönsson geführten Teams stets defensiver als die von Eggen. Der 52-Jährige arbeitet mit Vorliebe mit einem kleinen Kader und tätigt auf dem Transfermarkt keine Schnellschüsse, sondern setzt auf punktuelle Verstärkungen, Kontinuität und den Einbau von Nachwuchsspielern, wie es bei Rosenborg seit jeher Tradition ist. Mit Stabaek holte er 2008 den norwegischen Meistertitel, nachdem er das Team drei Jahre davor aus der zweiten Liga in die Tippeligaen führte und bereits 2007 Vizemeister wurde.

Der Torhüter

Erster Torhüter des Rosenborg BK ist der Schwede Daniel Örlund (32). Er spielt seit knapp drei Jahren für Rosenborg und ist mit 194cm und 93kg ein sehr kraftvoller, präsenter Torhüter. Seine Stärken sind vor allem Duelle 1-gegen-1, Elfmeter und Standardsituationen. Örlund verfügt über große Sprungkraft und beherrscht seinen Strafraum, solange er dabei statisch bleiben kann. Wenn es hektisch wird hat der Schwede Probleme und trifft vor allem im Bezug auf sein Positionsspiel falsche Entscheidungen. Zudem ist er kein besonders guter Techniker oder ein Keeper der mitspielt, sondern eher ein Schlussmann alter Schule. 2010 war er ein heißer Kandidat auf den Posten im schwedischen Teamtor, mittlerweile hat er jedoch wieder ein bisschen abgebaut und seine Formkurve zeigt leicht nach unten.

Um den Platz als Ersatztorhüter streiten derzeit Alexander Lund Hansen (29) und der junge Alexander Hovdevik (20). Hansen ist 197cm groß, Hovdevik 191cm. Beide sind aber weit davon entfernt an Örlund vorbeizukommen. Mit dem 196cm großen Erik Brathen (25) gäbe es sogar noch eine dritte Alternative.

Die Innenverteidigung

Nachdem er Anfang August zu Rosenborg wechselte, ist Tore Reginiussen (26) in der Innenverteidigung gesetzt. Zwischen 2006 und 2009 spielte er tolle Partien für Tromsö und wurde daraufhin für vier Jahre von Schalke 04 verpflichtet, wo er sich aber überhaupt nicht durchsetzen konnte. Nach Leihgeschäften mit Lecce und Tromsö wechselte er 2011 zu Odense nach Dänemark, wo er schnell Spielpraxis sammeln konnte. Der Norweger ist aktuell wieder auf dem Weg zurück zu seiner einstigen Tromsö-Form, nachdem er vor allem in Deutschland sehr schlechte Kritiken bekam. Er ist eine wichtige Führungsperson auf dem Platz und hat seine Vorzüge vor allem im körperlichen Spiel. Reginiussen gilt als guter Zweikämpfer und Kopfballspieler, hat aber auch Probleme mit schnellen Gegenspielern und verschätzt sich zeitweise im mittelfristigen Timing und in Situationen, in denen er vor seinen Gegenspieler kommen will.

Etwas überraschend spielte sich zuletzt Per Verner Rönning (29) in die Startelf. Der 193cm große Innenverteidiger wurde erst im Alter von 23 Jahren Profi und schaffte zuletzt den Sprung in die erste Mannschaft von Rosenborg, weil er seine Zweikämpfe kompromisslos führte, zumeist gewann und auch offensiv bei Standardsituationen große Gefahr ausstrahlte. Spielerisch ist er klar unter seinen größten Konkurrenten Strandberg zu stellen, aber Rönning ist ein Abwehrspieler, den man spürt. Er spielt im Gegensatz zu Reginiussen nicht mit Vorliebe aus der Abwehr heraus, sondern sucht die einfachen Pässe auf seinen Nebenmann, die Außenverteidiger oder entgegenkommende defensive Mittelfeldspieler. Von den Rosenborg-Fans wird er zeitweise wegen unnötiger weiter Bälle in die Spitze kritisiert, die er dann schlägt, wenn er defensiv unter Druck gesetzt wird.

Eigentlich ist Stefan Strandberg (22) der etatmäßige Innenverteidiger neben Reginiussen. Doch der fiel zuletzt kurz wegen einer Verletzung aus, verlor daraufhin seinen Platz zumindest temporär an Rönning und dürfte auch für das erste Gruppenspiel gegen Rapid ausfallen. Strandberg, der wie Rönning ein Linksfuß ist, sollte normalerweise keine Probleme haben sich gegen den 29-Jährigen durchzusetzen, weil er der bessere Fußballer ist. In Norwegen entbrannte zuletzt eine Debatte darüber, ob Rönning nur ein Ersatzmann für Strandberg oder doch mehr ist. Natürlich betont Jönsson, dass Rönning mehr als ein Ersatz ist und auch Reginiussen streut beiden Abwehrkollegen Rosen, aber Strandberg wird – so er fit ist – nicht auf die Bank gesetzt werden, da er sich mit Reginiussen viel besser ergänzt als Rönning. Strandberg ist dynamischer als Rönning, außerdem schneller und besser im Spielaufbau. Rönnings Vorteile liegen im körperlichen Bereich. Strandberg ist ein Spieler, bei dem es anzuraten ist, ihn im Spielaufbau sehr früh unter Druck zu setzen und/oder unmittelbare Anspielstationen in der Tiefe bestmöglich zuzustellen.

Die Außenverteidiger

Auf der linken Abwehrseite ist Kapitän Mikael Dorsin (30) gesetzt. Der 16-fache schwedische Teamspieler spielte im Laufe seiner Karriere acht Jahre für Rosenborg. Dorsin ist ein sehr moderner Außenverteidiger, der mit großer Laufstärke ausgestattet und regelmäßig für Assists gut ist. Mit seinen 185cm Körpergröße ist er zudem defensiv wie offensiv ein wichtiger Mann bei Standards. Er ist einer der Leader auf dem Platz, gilt als sehr intelligenter Spieler und Motivator für Jüngere. Man sollte versuchen dem Schweden ein eigenes Spiel aufzuzwingen und ihn nicht schalten und walten lassen. Zwar ist das Mittelfeld auf der linken Seite schwächer als auf der rechten, aber Dorsin sucht auch immer wieder Passwege und eigene Laufwege von außen nach innen, die ihn zu einer unbekannten Variablen im Offensivspiel der Norweger machen.

Für die rechte Abwehrseite wurde zuletzt der Costa-Ricaner Cristian Gamboa (22) vom FC Kopenhagen ausgeliehen. Der 174cm große Mittelamerikaner spielte bereits für Fredrikstad in Norwegen und konnte sich beim FC Kopenhagen in der Saison 2011/12 überhaupt nicht durchsetzen. Gamboa ist ein schneller Spieler, der seine Stärken im Defensivspiel hat und manchmal gleich zwei- bis dreimal umspielt werden muss. Nach vorne schaltet er sich nur geringfügig ein, was angesichts des starken Borek Dockal vor ihm auch nicht gezwungenermaßen nötig ist. Sein Schwerpunkt liegt im Schnitt immer fünf Meter tiefer als der von Dorsin auf der anderen Seite. Gamboa macht also nach vorne keine Wunderdinge, ist aber defensiv sicher und gut im Zweikampf. Allerdings ist der 22-Jährige manchmal anfällig auf Pässe in die innere Schnittstelle, da er manchmal zu eng an der Linie spielt.

Mit dem Leihgeschäft mit Gamboa ist der Routinier Jon Inge Hoiland (34) nur noch Ersatz. Der ehemalige Schweden- und Kaiserslautern-Legionär wurde mit Trainer Jönsson in Stabaek Meister und begleitete ihn 2011 nach Trondheim. Hier war der 25-fache Teamspieler in der Saison 2011 nur Ergänzungsspieler, wurde aber 2012 aus Mangel an Alternativen zum Stammspieler. Allerdings stand Hoiland zuletzt starker Fan- und Expertenkritik gegenüber, da er zu viele Fehler im Pass- und Laufspiel machte. Gamboas Leihe ist die logische Folge der absteigenden Entwicklungstendenz Hoilands.

Zentral-defensives Mittelfeld

Bis vor wenigen Wochen war der 20-jährige Markus Henriksen der wichtigste Mann im zentralen Rosenborg-Mittelfeld. Der Box-to-Box-Midfielder wechselte aber zuletzt zu AZ Alkmaar. Auf der defensivsten Mittelfeldposition entbrannte daher nun ein heißer Konkurrenzkampf.

Die besten Karten auf einen Einsatz hat wohl der junge Jonas Svensson (19), der heuer schon in 17 Ligaspielen startete und auch zuletzt beim 3:0 gegen Valerenga dabei war. Svensson kann im Mittelfeld eigentlich auf allen Positionen spielen und spult einen großen Aktionsradius ab. Obwohl er nur 170cm groß ist, ist er ein sehr konsequenter und unangenehmer Zweikämpfer. Zudem verfügt er über eine gute Schusstechnik aus der Distanz. Seine Schwächen liegen naturgemäß im Kopfballspiel und auch in der Präzision seines Kurzpassspiels in die Tiefe. Svensson ist dafür bekannt, dass er den Ball dynamisch nach vorne treibt und dann Pässe in Schnittstellen sucht. Diese sind aber (noch) zu oft ungenau.

Die erste Alternative ist der noch jüngere Ole Selnaes (18). Dieser wiederum ist ebenfalls ein Box-to-Box-Midfielder und gilt als riesiges Talent, der seinen Weg höchstwahrscheinlich nicht in Trondheim weitergehen wird. Schon in den letzten Jahren war immer wieder vom Interesse internationaler Klubs die Rede. Heuer kommt Selnaes erstmals in der Kampfmannschaft zum Einsatz, in 10 Ligaspielen stand er in der Startelf, fünfmal wurde er eingewechselt – und nach seiner Einwechslung gegen Valerenga am vergangenen Wochenende machte er sein erstes Tor als Profi. Svensson ist etwas weiter als Selnaes, gilt auch als zweikampfstärker, aber Selnaes ist wesentlich umsichtiger und der bessere Passgeber. Zudem ist er ein Spieler, der eher für Überraschungsmomente gut ist, als Svensson.

Die „gestandene“ Alternative für die defensivste Position im zentralen Mittelfeld ist der Ghanaer Mohammed-Awal Issah (26). Er kam vor etwa einem Jahr von Roter Stern Belgrad nach Trondheim und ist von allen Mittelfeldspielern der defensivste. Er ist weniger ein Spieler, der Box-to-Box spielt, sondern hinten dicht macht und sich in Rückwärtsbewegung zwischen die Innenverteidiger fallen lässt. Issah kommt schnell hinter den Ball, ist laufstark und unangenehm im Zweikampf. Obwohl er nur 174cm groß ist, ist er ein recht guter Kopfballspieler. Seine Mängel liegen im technischen Bereich, in der Spieleröffnung und im Umschaltspiel. An Offensivaktionen beteiligt sich der Ghanaer kaum.

Der offensivere zentrale Mittelfeldspieler

Die offensivere Position auf der „Doppelsechs“ (die eher eine „Doppelacht“ ist) gehört eindeutig Mikkel Diskerud (21). Der in Oslo geborene US-Amerikaner wechselte vor wenigen Wochen von AA Gent nach Trondheim und stellte sich gegen Legia Warschau gleich mit dem entscheidenden Tor für den Aufstieg in die Gruppenphase bei den Rosenborg-Fans vor. Diskerud, der zwei Länderspiele für die USA auf dem Buckel hat, ist vor allem schussgewaltig, gut im Passspiel und als rechtslastiger Spiele eine große Hilfe für Borek Dockal im rechten Mittelfeld. Diskerud ist ein Spieler, der nicht viel nachdenkt, sondern probiert. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer bis zur letzten Minute und bei jedem Spielstand und sollte bereits früh in Zweikämpfe verwickelt werden, ehe er sein flexibles Laufspiel entfalten kann. Er sucht, wie die meisten Spieler im Rosenborg-Mittelfeld schnelle Abschlüsse und man sollte ihn nicht schießen lassen.

Das linke Mittelfeld

Auf der linken Seite ist aktuell Daniel Holm (27), der auch als Angreifer und im rechten Mittelfeld eingesetzt werden kann, Stammspieler. Er spielt seit Beginn der Saison 2011 bei Rosenborg nachdem er zuvor für Aalborg in Dänemark spielte. 2011 war für ihn eine Schnuppersaison, doch 2012 etablierte er sich in der ersten Elf und erzielte in 27 Pflichtspielen 3 Tore. Trotzdem ist er am ehesten ein Wackelkandidat im RBK-Mittelfeld. Er ist der Spieler, den man im Zweifelsfall am ehesten auswechselt, sein Defensivspiel ist ausbaufähig und er vergibt zu viele Chancen bzw. verliert zu viele Zweikämpfe. Im Gegensatz zu Dockal auf der anderen Seite ist er eher ein Spieler, der zur Grundlinie geht. Wenn er jedoch als inverser Winger fungiert sucht er in klassischer Robben-Manier schnell den Abschluss. Da auch sein Außenverteidiger Dorsin eher offensiv ausgerichtet ist, ist es anzuraten, etwaiges Konterspiel über die nicht selten entblößte linke Abwehrseite Rosenborgs zu fahren.

Sein Ersatzmann ist Jaime Alas (23) aus El Salvador. Der kleine Flügelflitzer wurde aber erst zweimal eingewechselt und weit von einem Platz in der RBK-Startelf entfernt.

Das rechte Mittelfeld

Der wahrscheinlich beste Spieler im Team ist Borek Dockal (23). Der Tscheche, ehemaliger Kapitän des U21-Nationalteams, wird eine große Karriere hinlegen – davon sind alle überzeugt. Dockal kam im Jahr 2011 von Slovan Liberec, nachdem er bei der U21-EM in Dänemark einer der besten Spieler war. Er überzeugte schon damals mit seinem schnörkellosen, technisch hochwertigen Spiel, großer Mannschaftsdienlichkeit und Torgefahr. Dockal ist ein enorm guter Dribbler, ein guter Distanzschütze und zudem ein sicherer Elfmeterschütze. Er tritt die Eckbälle und Freistöße für sein Team und zirkelt sie regelmäßig sehr gefährlich vors Tor. Der facettenreiche Mittelfeldspieler ist schwer auszurechnen, zieht oft zur Mitte, geht aber auch zur Grundlinie und ist in Rückwärtsbewegung wieder sehr schnell hinter dem Ball. Im Grunde ist Dockal, der heuer bereits acht Tore in der Liga und sechs im Europacup machte, ein Spieler ohne auffällige Schwächen, der bald in einer großen Liga und im tschechischen Nationalteam unterkommen wird. Auf ihn wird Rapid insgesamt wohl am meisten aufpassen müssen.

Die hängende Spitze / der offensivste Mittelfeldspieler

Nachdem Henriksen nach Alkmaar wechselte (er spielte auch oft auf der Verbindungsposition im 4-4-1-1) ist nun der in Marokko geborene Norweger Tarik Elyounoussi (24) der antizipative Stürmer. Ähnlich wie Dockal dürfte auch Elyounoussi für Rosenborg nicht mehr lange zu halten sein. Der Offensivmann, ein aktueller norwegischer Teamspieler, ist als schlanker, filigraner Spieler zu bezeichnen und gilt aufgrund seiner großen Dribbelstärke und Schnelligkeit als einer der interessantesten Spieler der norwegischen Liga. Er wechselte während der Saison von Fredrikstad zu Rosenborg und absolvierte erst sechs Pflichtspiele für das Team, in denen er sein großes Potential bereits mehrfach bewies. Er entfachte in Norwegen eine Schiedsrichter-Diskussion, da er in der Vergangenheit mehrmals rüde gefoult wurde, wonach die Schiris angehalten wurden, Spieler wie Elyounoussi besser zu schützen. Die Vorgehensweise gegen den 172cm großen Stürmer ist klar: Unbedingt Körperkontakt suchen, immer hie und da ein bisschen anschieben, aber unbedingt Fouls vermeiden. Elyounoussi bewegt sich hauptsächlich auf der Zentralachse und dort sind Freistöße aufgrund der Fähigkeiten von Borek Dockal sehr gefährlich. Der agile Tricksler muss nicht unbedingt permanent den Boden küssen, aber er ist ein Spieler, der unbedingt Gegenspieler spüren muss.

Der Ersatzmann für diese Position ist der Nigerianer John Chibuike (23), der ebenfalls nahe an der Startelf ist. Er kam vor einem Jahr von Häcken aus Schweden und ist eigentlich ein ähnlicher Typ wie Elyounoussi. Die Unterschiede liegen darin, dass sein Spiel weniger flexibel ist. Er ist eher ein Stürmer als eine hängende Spitze und sucht daher schneller den Abschluss und fordert weniger den Ball, sondern bewegt sich intensiver ohne Ball. Chibuike ist jedoch ebenfalls ein sehr guter und schneller Dribbler und ist vor allem für seine Körpertäuschungen und schnelle Richtungsänderungen ohne Ball gefürchtet. Der 23-Jährige ist wahrscheinlich nicht allererste Wahl, aber man darf ihn speziell nach Einwechslungen nicht unterschätzen – Chibuike sollte nicht aus den Augen verloren werden und es ist gerade bei seinen Läufen in die Schnittstellen immer Vorsicht geboten. Allerdings ist er auch ein Spieler, der häufig ins Abseits läuft.

Der Angreifer

Klare Sache: Der Einserstürmer ist der Schwede Rade Prica (32). Sowohl in der deutschen Bundesliga bei Hansa Rostock, als auch in der englischen Premier League bei Sunderland konnte er nie Fuß fassen, aber seit 3 ½ Jahren ist er der Knipser des Rosenborg BK. Ursprünglich war Prica ein klassischer Target Player, ein Spieler mit hoher Positionstreue in der offensiven Zentrale. Doch das änderte sich in den letzten drei Jahren und Prica ist nun offensiv ein wichtiger Teamplayer, der Bälle gut behauptet, seinen Schwerpunkt etwas tiefer anlegt und auch im Pressing gemeinsam mit seinen äußeren Mittelfeldspielern gute Figur macht. Einzig in der Abwehr, etwa bei Standardsituationen, ist Prica sehr schwach – man sieht ihm an, dass er diese Aufgaben nicht gerne ausführt. Prica ist in erster Linie ein Vollstrecker mit einem harten Schuss und solider Technik. Er bewegt sich auf den ersten Metern, speziell im Strafraum, sehr gut und man muss stets hellwach sein, um ihn nicht auf den entscheidenden zwei bis drei Metern davonziehen zu lassen. Etwas überschätzt wird Pricas Kopfballspiel und seine Balance in der Luft. Wenn er in Luftduellen einen Gegner spürt, gewinnt er nicht viele dieser Duelle. Was natürlich nicht heißen soll, dass man ihn frei zum Kopfball kommen lassen sollte…

Sein Ersatzmann ist der 79-fache norwegische Teamspieler (21 Tore) Steffen Iversen (35). Iversen spielte sieben Jahre für Tottenham, stand auch bei den Wolverhampton Wanderers und Crystal Palace unter Vertrag und kickt seit Beginn der Saison 2012 wieder für Rosenborg Trondheim, wo er einen perfekten Ergänzungsstürmer abgibt. Er weiß natürlich genau, wo er zu stehen hat und wie er sich zu bewegen hat und so ist er, auch wenn er an Schnelligkeit einbüßte, weiterhin brandgefährlich. Was Prica früher klassischerweise war, ist Iversen heute: Ein Target Player. Wenn er kommt, dann um Tore zu schießen und nicht um gruppentaktische Aufgaben in der Defensive zu erfüllen oder aktiv im Spielaufbau zu sein.

Die markantesten Schwächen

Man kann Rosenborg Trondheim auf verschiedene Weisen unter Druck setzen: Die markantesten Probleme liegen wohl im Umschaltspiel von Offensive auf Defensive auf der linken Abwehrseite (Dorsin-Holm), die Lücke auf der rechten Angriffsseite (Gamboa-Dockal), wenn der eine sehr viel nach vorne macht und der andere zu wenig, sowie eine mögliche Schwäche von Reginiussen und Rönning gegen schnelle, wendige Stürmer. Letzteres hängt von der Tagesverfassung der beiden Spieler ab, aber es kann nur von Vorteil sein, wenn Strandberg nicht spielen kann.

Eine weitere Unbekannte im Team von Rosenborg ist die junge Mittelfeldzentrale auf Box-to-Box-Basis. Einen echten Chef gibt es nicht und so besteht immer ein kleines Fragezeichen, ob die gruppentaktischen Automatismen – speziell im gemeinsamen Umschaltspiel – immer greifen.

Andererseits wurde Rosenborg in den letzten Jahren auch wieder flexibler: Zwar sind die Mittelfeldspieler Svensson und Selnaes jung, dafür aber hochveranlagt. Mit Borek Dockal zog man einen Top-Mann an Land und auch Rade Prica durchlebte eine Wandlung im Sinne des modernen Fußballs, die man nicht mehr für möglich hielt. Mit Reginiussen und Strandberg verfügt man über gute Innenverteidiger, mit Dorsin über einen Leader und mit Elyounoussi über eine absolut positive Wundertüte und einen Unruheherd für die gegnerische Abwehr. Diese Mannschaft ist noch lange nicht fertig, aber der Grundstock hat durchaus Potential.

Einschätzung der Chancen

Es muss nicht betont werden, dass die Spiele gegen Rosenborg BK schwer werden, aber der aktuelle Tabellendritte Norwegens muss auf Augenhöhe sein. Kompaktheit und enge Räume in der Defensive sind gegen das direkte Spiel des norwegischen Rekordmeisters das Um und Auf. Es ist relativ klar, welche Spieler besondere Aufmerksamkeit erfordern (Dockal, Elyounoussi) und welche Spieler vor allem am flächentechnisch erweiterten Radar aufscheinen sollten (Diskerud, Prica, Dorsin). Rapid hat die größere individuelle Klasse und kann Rosenborg in beiden Spielen schlagen, wenn man den Norwegern sein Spiel aufzwingt. Andererseits hat Rosenborg Spielertypen, über die Rapid nicht verfügt (Elyounoussi, Diskerud) und gilt als Mannschaft, die statistisch gesehen schwer zu schlagen ist.

© Dannyo | austriansoccerboard.at

Hoffe informiert zu haben - gute Nacht! =)

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Wie immer: Diese Teaminfo ist © by austriansoccerboard.at

Wenn sie euch gefällt, verteilt sie über Facebook und Twitter und verlinkt hierher, aber kopiert sie nicht einfach woanders hin, THX! :super:

Große Bitte: Ich hab die Info noch nicht korrekturgelesen und gebe sie zu Mittag demjenigen, der sie am Nötigsten braucht. Wenn ihr Fehler findet, bitte in diesem Thread drauf hinweisen, damit ich noch alles in eine schöne Form bringen kann. Ich bin jetzt ewig dran gesessen, hab viereckige Augen und lese garantiert über meine eigenen Fehler drüber :)

Standing in Norwegen

Ganz klar: Der Rekordmeister ist DAS Aushängeschild des norwegischen Fußballs. Speziell in den 90ern strotzte die norwegische Tippeligaen vor Langeweile, weil Rosenborg zwischen 1992 und 2004 dreizehnmal in Folge Meister wurde. Danach wurde das Team weitere dreimal Meister, aber vier Titeln gingen an Valerenga Oslo, Brann Bergen, Stabaek und Molde. Interessanter Nebeneffekt: In den vier erfolglosen Saisonen spielte Rosenborg jeweils nicht mal um den Meistertitel mit, wurde einmal Dritter, zweimal Fünfter und einmal Siebenter.

Bis auf die beiden Kleinigkeiten hab ich nix gefunden. Hut ab vor der aufwändigen Teaminfo, sehr informativ.

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Der offensivere zentrale Mittelfeldspieler

Die offensivere Position auf der „Doppelsechs“ (die eher eine „Doppelacht“ ist) gehört eindeutig Mikkel Diskerud (21). Der in Oslo geborene US-Amerikaner wechselte vor wenigen Wochen von AA Gent nach Trondheim und stellte sich gegen Legia Warschau gleich mit dem entscheidenden Tor für den Aufstieg in die Gruppenphase bei den Rosenborg-Fans vor. Diskerud, der zwei Länderspiele für die USA auf dem Buckel hat, ist vor allem schussgewaltig, gut im Passspiel und als rechtslastiger Spieler eine große Hilfe für Borek Dockal im rechten Mittelfeld. Diskerud ist ein Spieler, der nicht viel nachdenkt, sondern probiert. Er ist ein unermüdlicher Kämpfer bis zur letzten Minute und bei jedem Spielstand und sollte bereits früh in Zweikämpfe verwickelt werden, ehe er sein flexibles Laufspiel entfalten kann. Er sucht, wie die meisten Spieler im Rosenborg-Mittelfeld schnelle Abschlüsse und man sollte ihn nicht schießen lassen.

© Dannyo | austriansoccerboard.at

Hoffe informiert zu haben - gute Nacht! =)

Wieder super Teaminfo, hoffe das hilft unserer Mannschaft! Danke!

Einen kleinen Fehler hab ich entdeckt (s.o.)

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Die hängende Spitze / der offensivste Mittelfeldspieler

Nachdem Henriksen nach Alkmaar wechselte (er spielte auch oft auf der Verbindungsposition im 4-4-1-1) ist nun der in Marokko geborene Norweger Tarik Elyounoussi (24) der antizipative Stürmer. Ähnlich wie Dockal dürfte auch Elyounoussi für Rosenborg nicht mehr lange zu halten sein. Der Offensivmann, ein aktueller norwegischer Teamspieler, ist als schlanker, filigraner Spieler zu bezeichnen und gilt aufgrund seiner großen Dribbelstärke und Schnelligkeit als einer der interessantesten Spieler der norwegischen Liga. Er wechselte während der Saison von Fredrikstad zu Rosenborg und absolvierte erst sechs Pflichtspiele für das Team, in denen er sein großes Potential bereits mehrfach bewies. Er entfachte in Norwegen eine Schiedsrichter-Diskussion, da er in der Vergangenheit mehrmals rüde gefoult wurde, wonach die Schiris angehalten wurden, Spieler wie Elyounoussi besser zu schützen. Die Vorgehensweise gegen den 172cm großen Stürmer ist klar: Unbedingt Körperkontakt suchen, immer hier und da ein bisschen anschieben, aber unbedingt Fouls vermeiden. Elyounoussi bewegt sich hauptsächlich auf der Zentralachse und dort sind Freistöße aufgrund der Fähigkeiten von Borek Dockal sehr gefährlich. Der agile Tricksler muss nicht unbedingt permanent den Boden küssen, aber er ist ein Spieler, der unbedingt Gegenspieler spüren muss.

Das ist mir noch aufgefallen.

Wie immer sehr informativ und gut geschrieben. Danke!

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