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Aktion "Hände weg vom Direktaufstieg" - Schlußoffensive&quot

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Jene, die die Aktion "Hands Off! Hände weg vom Direktaufstieg" mit ihrer Unterschrift unterstützt haben, werden so wie ich, sicher gestern auch ein Mail bezüglich dieser Initiative mit der Bitte um nochmalige Unterstützung bekommen haben. Ich habe gerne wieder teilgenommen und einige Präsidenten mit Post "beglückt". Dem Stickler hab ich noch ein PS dazugeschrieben.

Lobenwerterweise kümmern sich wenigstens Internetmedien (ostliga.at., regionalligafußballonline.at) um diese Angelegenheit.

Die Printmedien halten sich wieder einmal nobel zurück. Mich wundert es aber ehrlich gesagt gar nicht mehr, denn in der Sache Jugendspielerregelung anno dazumal kam von Seiten der Printmedien auch nichts. Aus welchen Gründen immer, will man es sich mit dem ÖFB bzw. der Bundesliga nicht anlegen.

Armselig eigentlich und ich, die ich nebst Internetkonsum auch regelmäßig die Printjournaille beobachte (Zeitung lesen ist eben Zeitung lesen) merke auch immer mehr, dass die Printmedien zusehends vom Internet abschreiben und gar nicht mehr recherchieren. Eine Zeitung macht gar keinen Hehl mehr draus, dass sie ihr Wissen aus Internetforen hat )

Just aber in dieser Angelegenheit hängen sie sich nicht an, das wird schon Gründe haben.

Na jedenfalls, auch an dieser Stelle nochmals der Aufruf, die Aktion "Hands Off! Hände weg vom Direktaufstieg" zu unterstützen.

Hier der Link zu "Deinem" Präsidenten (ich habe mehrere Präsidenten zu meinen erklärt )

http://regionalfussballonline.at/handsoff/...ibdempraesi.php

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Der Direktaufstieg ist heute gestorben

Am Mittwoch, dem 28. Mai 2008, haben die Herren Kurt Ehrenberger, Leopold Windtner und Horst Lumper - die Verbandspräsidenten von Wien, Oberösterreich und Burgenland den Regionalliga-Vereinen das Messer in den Rücken gerammt. Die Herren Kapl (Steiermark) und Lumper (Vorarlberg) sind erst gar nicht erschienen, obwohl ihre Vereine sie zum Direktaufstieg gedrängt haben. Dass die Bundesliga-Vertreter für ein Play-Off waren, wussten ja vorher schon alle.

Die Herren Thomas Partl (Kärnten), Johann Gartner (Niederösterreich), Herbert Hübel (Salzburg) und Erwin Lentner (Tirol) bewiesen Rückgrat, als es darauf ankam. Diesen Herren sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt - allen anderen Herren wünsche ich, dass sie sich auch nach dieser skandalösen Entscheidung noch in den Spiegel schauen können. Damit wurde eine der schlechtesten Entscheidung im Sinne des österreichischen Fußballs getroffen. Österreich darf sich nun durchaus als Einzigartig fühlen, denn viele Länder, in denen man bis zu 67% der Meister einer Klasse de facto den Aufstieg verbietet, gibt es selten sonst. In der zweithöchsten Spielklasse dürfen nun die Vereine wieder vier Mal in einem Jahr gegeneinander spielen - was daran für den Zuschauer attraktiv sein soll, konnte bis heute niemand schlüssig erklären.

Darüber hinaus versperrt man potentiell attraktiven Vereinen den Weg nach oben, wo nun genau jene mäßig attraktiven Vereine, über die sich viele so beschweren, über Jahre ihren Fixplatz haben werden. Ich möchte nicht wissen, wie groß das Geschrei bei den Vereinen, den Fans und den Medien sein wird, wenn ein attraktiver Name - sei es nun Vienna oder Sportklub, sei es in einigen Jahren vielleicht Vorwärts Steyr, Blau-Weiß Linz oder Austria Salzburg - sich gegenseitig im Play-Off eliminieren. Oder, noch besser, gegen einen Verein mit einem RedZac-Zuschauerschnitt von etwa 400 Zuschauern scheitern. Kaum ein Verein hat sich nach einer Niederlage im Play-Off weiterhin oben etablieren können. Kottingbrunn ist längst in der Landesliga verschwunden, Schwechat steht fünf Jahre nach dem Aus gegen Wacker vor dem Abgrund, Blau-Weiß Linz ist letztes Jahr abgestiegen, et cetera. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Warum glauben die Herren bei der Bundesliga wohl, warum sich Vereine wie der FC Lustenau so schnell in der Liga etablieren konnten? Weil sie schon Monate zuvor wussten, dass sie aufsteigen werden. Warum klappte es bei Kufstein und Bad Aussee nicht? Wohl auch deshalb, weil sie erst spät wussten, dass sie nach oben kommen, und den Kader nicht dementsprechend planen konnten. Genau dorthin drängt man die Regionalliga-Vereine nun wieder: Zur befohlenen Planungslosigkeit.

Was bezweckt die Bundsliga damit? Vielleicht wäre es wirklich am Besten, man würde auf einen Regionalliga-Aufstieg generell verzichten und die Bundesliga einfach aushungern lassen. In fünf Jahren sind ohnehin wieder fünf, sechs Vereine tot - weil eine Zehnerliga auf Sicht solche traurigen Geschichten ganz einfach heranzüchtet. Und wenn es plötzlich nur noch 14 Profi-Vereine in diesem Land gibt - was dann?

Auch das Argument, "Österreich ist nicht groß genug und hat nicht die wirtschaftliche Kapazität für mehr als 20 Profi-Vereine", ist hanebüchener Schwachsinn. Zum einen gibt es auch in der Regionalliga genügend Vereine, die dem Profitum zumindest sehr nahe kommen. Und zum anderen hat selbst ein Land wie Aserbaidschan - ähnlich groß und ähnliche Einwohnerzahl wie Österreich - 32 Profivereine in den ersten beiden Ligen. Zweiunddreißig! Auch die Schweiz, die viele Einwohner weniger hat als Österreich, hat 28 Profivereine. Die Slowakei hat 25, und selbst das kleine Montenegro (das weniger Einwohner hat als das Bundesland Tirol), kommt auf 24. Aber Österreich, immerhin in den Top10 der reichsten Länder der Welt, solle dafür zu schwach und zu klein sein? Bitte meine Herren, führen Sie jemand anderen an der Nase herum. Österreichs Fußballfans sind nicht so dumm, dass man sie derart verschaukeln könnte.

Dennoch muss noch ein Wort der Kritik auch an die Vereine gerichtet werden. Viele Vereine geben sich ob der Bundesliga-Pläne ablehnend, doch obwohl sie sich der Gefahr bewusst sein müssten, bringen sie es in manchen Bundesländern nicht so weit, sich zu organisieren und mit einer gemeinsamen, starken Stimme aufzutreten. Dass das auch nicht immer hilft, wissen zwar gerade die Vereine in Wien, der Steiermark und im Burgenland ganz gut - aber gerade deshalb bleibt zu hoffen, dass den Verantwortungsträgern nicht nur im wörtlichen Sinn ein heißer Sommer bevorsteht.

Dass die Präsidenten der Steiermark und vom Burgenland auf die Vereine, plump gesagt, pfeifen und nicht gegen ihren eigenen Vorschlag stimmen, das ist zwar mehr als traurig, war aber abzusehen. Aber dass vor allem der Wiener Präsident Ehrenberger, der sich seit Jahren (offiziell) für den Direktaufstieg einsetzt, genau in dem Moment umfällt, als es darauf ankommt, ist schlicht nicht zu begreifen.

Nun, der Direktaufstieg ist nicht mehr unter uns. Eine Gratulation an die zwölf Vereine, die davon profitiert haben. In etwa die Hälfte der neun Vereine, die das bislang waren, sind in den letzten Jahren wieder abgestiegen. Auch, wenn die Bundesliga das Gegenteil behauptet: Aber das ist auf der ganzen Welt so, und ganz und gar kein Zeichen einer ungesunden Liga. Aber dass es nicht vordergründig um den österreichischen Fußball und um eine gesunde Liga geht, dass wissen wir ja nicht erst seit heute. Wenigstens ein Punkt, auf den man sich im österreichischen Fußball verlassen kann.

Text: Philipp Eitzinger

rlmitte.at

Ganz toll :raunz:

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Laut rlmitte.at ist die Sache nun doch noch nicht gegessen:

Direktaufstieg:

In Sachen Direktaufstieg scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen. Laut inoffiziellen Quellen hat das Präsidium des Wiener Fußballverbandes heute einstimmig beschlossen, beim kommenden ÖFB-Bundesvorstand für den Direktaufstieg der Regionalligameister einzutreten. Vielleicht entschließen sich die bei der Präsidentenkonferenz teils nicht erschienen Landesverbände aus Vorarlberg, Oberösterreich, Steiermark und Burgenland auch noch für eine Stimme pro Direktaufstieg der Regionalligameister. Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol haben bereits für den Direktaufstieg gestimmt.

Artikel vom 3.6.2008.

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