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Sportsfreund

Spielerdiskussion: Michael Baur

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Baur stört, dass nur vom Titel gesprochen wird

LINZ. Am Mittwoch will der LASK gegen Mattersburg (Linzer Stadion, 19.30 Uhr) die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga verteidigen. Abwehrchef Michael Baur bremst die Euphorie.

OÖN: Gegen Mattersburg hat der LASK in zwei Spielen kein Tor geschossen (0:2, 0:0) und kassierte die einzige Heimniederlage. Wie kann sich der LASK gegen die körperlich größte Mannschaft der Liga diesmal behaupten?

Baur: Größer können wir bis zum Spiel nicht mehr werden. Wir müssen uns mit Händen und Füßen wehren. Gegen so große Stürmer wie Carsten Jancker lassen sich aber gewisse Situationen nicht vermeiden. Wir haben das 0:4 im Auswärtsspiel gegen Sturm ausgebessert, jetzt hoffe ich, dass es uns gelingt, auch die Heimniederlage gegen Mattersburg auszubessern.

OÖN: Die Leistungen in der Vorbereitung waren nicht optimal. Warum gelang dennoch der Traumstart?

Baur: Als erfahrener Spieler merkt man, ob der Trainer zufrieden ist. In der Vorbereitung war er es nicht. In der letzten Woche vor dem Auftakt hat er das Training zurückgeschraubt, gegen Ried waren wir deswegen voll da. Da muss man als Routinier einen Jungen schon einmal beruhigen.

OÖN: Wie erklären Sie sich den Erfolg?

Baur: Mir imponiert, dass auch die Spieler, die von der Ersatzbank kommen, immer wieder Spiele zu unseren Gunsten entscheiden können, wie zum Beispiel Christoph Saurer gegen Sturm. Es wird viel über uns Routiniers geredet, aber die Jungen sind genauso wichtig. Wir haben ein gutes Gefüge. Wir Älteren vertrauen den Jungen, die verlassen sich auf uns. Die Jungen lassen sich auch etwas sagen, das habe ich schon ganz anders erlebt.

OÖN: Die Erwartungen im Umfeld steigen mit der Tabellenführung.

Baur: Es stört mich irrsinnig, dass nur vom Titel gesprochen wird. Als ich mit Innsbruck Meister geworden bin, wurde nicht so viel geredet. Natürlich wollen wir alle Meister werden. Salzburg und Austria müssten viel mehr enttäuscht sein, wenn sie Zweiter werden.

Quelle: [ http://www.nachrichten.at/sport/650128 ]

Edited by Sportsfreund

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Wer hätte schon am Anfang der Saison an einen EC-Platz gedacht.

Es ist gut das Baur so denkt. Hoffe ebenfalls das er die Mannschaft damit anstecken kann. Zu große Hoffnungen sind nie gut, vorallem nicht so "früh" in der Saison. Sind ja noch einige Spieltage offen.

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ich würd es auch als aufgabe der routiniers wie baur betrachten, den jüngeren teil der mannschaft am boden zu halten, und genau das versucht er hiermit. sich selbst druck aufzuerlegen sollte soweit es möglich ist vermieden werden.

und wie es um den herbstmeistertitel und den winterkönig ging, speziell in mattersburg war die leistungs ja schon recht dürftig => könnte daran gelegen sein, dass die chance auf den herbstmeistertitel die mannschaft ein wenig gelähmt hat. darum scheint es wichtig am boden zu bleiben und wie ivo so schon sagt von spiel zu spiel zu denken. der rest kommt dann von selbst. und der tolle start ins frühjahr sollte der mannschaft schon das nötige selbstvertrauen geben... :super:

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Wien - Eigentlich muss sich der LASK ja bei seinem nächsten Gegner bedanken.

Im Sommer sollte der damalige Paschinger Michael Baur mit Präsident Mario Canori ein Gespräch über ein eventuelles Engagement beim Nachfolge-Klub Austria Kärnten führen.

Canori dürfte sich aber mit seinem Gesprächspartner im Vorfeld nicht intensiv beschäftigt haben, begrüßte er doch den ehemaligen Nationalspieler in seinem Büro als "Herr Bubenik".

So waren die Würfel sehr schnell gefallen und Michael Baur wechselte nicht in den Süden, sondern blieb in Linz und wurde zu einem der Garanten des momentanen Erfolgslaufs.

Baur, der Torgefährliche

Der 38-Jährige ist aber nicht nur in der Innenverteidigung des LASK der Fels in der Brandung, sondern kann auch in der Offensive Spiele zugunsten seines Teams entscheiden.

Zuletzt gesehen beim 3:0-Sieg gegen Altach, bei dem der ehemalige Wacker- und Pasching-Spieler mit seinem 1:0 den LASK in Minute 61 auf die Siegerstraße manövrierte. Auch beim 3:0 von Mario Mijatovic hatte er mit seinem Kopfball in Richtung Altacher Tor entscheidenden Anteil am Sieg.

Der 40-fache Internationale, der mit den Urawa Red Diamonds und dem Hamburger SV zwei Auslandsengagements aufweisen kann, ist mit seinen Spitzenleistungen und als Führungsspieler auch im hohen Fußballer-Alter momentan nicht aus der Linzer Abwehr wegzudenken nicht.

Bei LAOLA1 spricht Michael Baur vor dem Spiel gegen Kärnten über die Meisterchancen des LASK, die junge Linie der Athletiker und warum Ernst Happel an seinen misslungenen Auslandsabenteuern "schuld" ist.

LAOLA1: Vergangene Runde war das 0:7 Salzburgs gegen Rapid das Gesprächsthema Nummer eins. Im Kampf um den Meistertitel werden zumeist auch nur diese beiden Vereine genannt. Wird der LASK weiterhin unterschätzt?

Michael Baur: Uns soll es recht sein, wenn nur über Salzburg und Rapid gesprochen wird. Ich habe immer gesagt, das Ziel Meister zu werden müssen sich diese Mannschaften setzen. Das kann ja nicht der Aufsteiger sagen. Wir haben kein Muss dahinter, sondern wollen einen internationalen Startplatz erreichen. Jetzt haben wir einmal zwei wichtige Partien vor uns. Gegen Kärnten, die mit dem Rücken zur Wand stehen, wird es sicher nicht einfach und das Heimspiel gegen Rapid kann schon ganz entscheidend sein.

LAOLA1: Auf dem Platz wirkst du auch im hohen Alter irrsinnig ehrgeizig. Da fällt es eher schwierig zu glauben, dass Du nicht unbedingt Meister werden willst.

Baur: Das ist schon richtig. Am Wollen wird es auch nicht scheitern, aber die Bundesliga ist kein Wunschkonzert und in den letzten fünf Runden müssen wir sicher besser spielen als in den vergangenen drei, um ein Wörtchen mitreden zu können.

LAOLA1: Zumeist wird im Zusammenhang mit dem LASK von älteren Spielern gesprochen. Ist es richtig, vom LASK als gestandene Bundesliga-Mannschaft zu sprechen?

Baur: Wir haben schon einige gestandene Spieler in der Mannschaft drin, aber es darf nicht vergessen werden, dass auch einige ohne Bundesliga-Erfahrung in die Saison gegangen sind. Ab und zu haben neben mir in der Verteidigung Klapf, Hoheneder und Gansterer gespielt. Aber auch ein Florian Klein ist hier zu nennen. Es sind eben sehr viele junge Spieler bei uns und wir routinierten Spieler sind dazu da, ihnen zu helfen. Wenn wir mitten in der Saison mit zwei Punkten führen ist es einfach zu reden, aber so geht es jetzt um das Eingemachte. Wenn junge Spieler nerven zeigen, müssen wir einfach da sein. Aber es gibt ja auch wichtigere Dinge als Fußball und das muss uns auch bewusst sein. Dann fällt uns vielleicht auch so manche Situation leichter. Vielleicht haben wir in dieser Hinsicht zuletzt Schwächen gezeigt und wir müssen hoffen das abzustellen. Dann wird es noch etwas.

LAOLA1: Fünf Spiele stehen aus, der LASK muss dabei drei Auswärtsspiele bestreiten und hat noch den direkten Konkurrenten Rapid zuhause. Siehst Du irgendeinen Vorteil in dieser Konstellation?

Baur: In dieser Meisterschaft haben wir gesehen, egal ob es gegen Salzburg, Rapid, Austria oder uns gegangen ist – jeder kann einfach jeden schlagen, wenn die Konzentration und die daraus resultierende Leistung stimmt, aber auch umgekehrt. Bei Salzburg liegt der Fehler darin, dass sie zwei unterschiedliche Gesichter haben. Zuhause zeigen sie Souveränität – ohne jetzt das letzte Spiel zu berücksichtigen – und auswärts machen sie nicht das Spiel, sondern warten ab. Das ist für so eine Mannschaft von dieser Qualität untypisch. Aber das ist ja auch nicht unser Problem. Wir wollen auch auswärts unsere Leistung bringen, wie wir es schon einige Male gezeigt haben.

LAOLA1: Gegen Kärnten gab es beispielsweise so ein Spiel, das doch klar 4:1 gewonnen werden konnte. Was wird der große Unterschied zum Match am Samstag sein?

Baur: Wenn wir gleich couragiert wie beim 4:1 im Herbst auftreten, wo wir wirklich eine unserer besten Partien der Saison abgeliefert haben, dann muss uns nicht Angst und Bange werden. Kärnten steht natürlich hinten drin, aber das Team hat sich in den letzten Runden gefestigt. Sie haben ja auch in den letzten vier Partien kein Tor erhalten und das zeigt, dass sie den Kampf angenommen haben und wissen, um was es geht. Leicht wird es sicher nicht, wie manche glauben.

LAOLA1: Auch gegen Altach war es lange Zeit nicht einfach. Erst mit deiner schönen Aktion zum 1:0 wurde der Sieg eingeleitet. Ab und zu scheinen bei dir echte Torjäger-Qualitäten durch...

Baur: Das ist für mich eigentlich nichts Neues. Ich habe ja im Nachwuchs auch hinter den Spitzen gespielt und auch als Verteidiger immer einige Tore erzielt. Beim Tor gegen Altach habe ich das Gefühl gehabt, dass sich nach dem Freistoß noch etwas ergibt und bin deshalb vorne geblieben. Der Ball ist dann gekommen und ab und zu hat man eben das richtige Gespür für solche Situationen.

LAOLA1: Mit bald 39 Jahren bringst Du auch für den LASK Spitzenleistungen in der Bundesliga. Was sind die Vorraussetzungen für solche in diesem hohen Fußballer-Alter?

Baur: Die Vorraussetzung ist ganz einfach: Man muss Spaß an seinem Beruf haben. Psyche und Physis müssen natürlich auch passen, aber in so einem Alter kann mich nichts mehr belasten. Ich habe alle Höhen und Tiefen erlebt und die Freude am Fußball ist jetzt meine Motivation. Es kann nicht immer tolle Zeiten im Fußball geben, aber der Reiz und insbesondere die Tatsache, sein Hobby zum Beruf machen, ist etwas ganz Spezielles und sollte, wie in meinem Fall, lange ausgekostet werden.

LAOLA1: Am Anfang einer solchen Karriere steht noch dein "Lehrling" in der Innenverteidigung: Niklas Hoheneder. Wie siehst du seine erste Bundesliga-Saison?

Baur: Für den Niklas ist das momentan eine Sensation, weil er im vergangenen Jahr in der Ersten Liga weniger gespielt hat und jetzt in der Bundesliga keine einzige Minute gefehlt hat. Er muss aber natürlich trotzdem weiter hart an sich arbeiten und nie mit der Ist-Situation zufrieden sein. Sein riesiges Potenzial liegt er ja unter anderem auch in seiner Sprungkraft, die er aber bei Standardsituationen noch zu wenig einsetzt. Auch im offensiven Passspiel kann noch mehr heraussehen, aber er ist ein kluger Bursche und er wird seinen Weg machen.

LAOLA1: Wie wohl auch einige andere beim LASK...

Baur: Die Jungen spielen eine sehr gute Saison. Auch ein Saurer hält, obwohl es seine erste Bundesliga-Saison ist und er anfangs weniger gespielt hat, schon bei sechs Saisontreffern. Dafür wird das nächste Jahr ein schwieriges für unsere Mannschaft. Denn in der zweiten Saison wissen die Gegner schon, mit wem sie es zu tun bekommen. Das bedeutet auch für die Jungen, sich nicht mit dieser Saison zufrieden zu geben sondern immer weiter zu machen.

LAOLA1: In deiner langen Karriere warst Du auch zwei Mal im Ausland, jedoch nicht wirklich erfolgreich. Wie siehst Du diese beiden Wechsel im Nachhinein?

Baur: Vielleicht war es ein Fehler so spät ins Ausland zu wechseln. Kurz vor meinem ersten Transfer hatte ich mit Wacker ja eine intakte Mannschaft und erst nach dem Höhenflug bin ich nach Japan gegangen. Das war ein Zwischenerlebnis, wo es vom Umfeld nicht so gepasst hat. Auch beim HSV hat es später nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Vielleicht hätte ich also in früheren Jahren gehen sollen. Aber ich kann jedem Jungen jetzt nur raten, diesen Schritt zu wagen, weil einfach so viele spannende Erfahrungen auf einen warten. Das ganze Umfeld ist alleine schon eine andere Welt.

LAOLA1: Warum hat es nicht früher geklappt?

Baur: Zu einer früheren Zeit gab es keine richtigen Angebote für mich und bei Wacker haben wir einfach guten Fußball gespielt. Vielleicht ist es aber auch daran gelegen, dass Ernst Happel uns in meinen ganz frühen Wacker-Jahren zu früh verlassen hat. Von ihm konnte man einfach sehr viel lernen und vielleicht hätte auch er seine Fühler ausstrecken können und ich wäre dann schon ins Ausland gekommen.

LAOLA1: Deine längste Zeit hast du in der Bundesliga bekanntlich bei Wacker verbracht. Wie sehr trifft dich die momentane Lage?

Baur: Es ist erschütternd, was sich da momentan abspielt. Vielleicht machen sie sich in die Hose, eine Erklärung habe ich nicht. Sie müssen halt endlich beginnen auch zuhause die Leistung so zu bringen wie in der Fremde. Ich habe sie ja gegen uns und im Fernsehen gesehen und da haben sie auswärts ganz anders gespielt als zuhause. Das müssen sie auch am Tivoli zeigen, viel Zeit bleibt ihnen dafür aber nicht mehr.

Quelle: [ http://www.laola1.at/429+M55cb77c541e.html ]

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