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Sport1-Interview mit Pfeiffenberger

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Grödig in die Bundesliga? "Das ist Träumerei!"

Wien - Der SV Grödig ist schwer im Kommen.

Zweitbeste Mannschaft in Salzburg - rechnet man die RB Juniors nicht dazu - ist man bereits.

Nun will der Klub aus dem Salzburger Vorort auch in Österreichs zweibeste Liga.

Der Aufstieg des Regionalliga- Tabellenführers scheint angesichts des Spielermaterials ohnehin fast fix zu sein.

Ex-Bundesligakicker wie Berchtold, Kastner, Keil und Eder zieren den illustren Kader - der prominenteste Akteur steht aber neben dem Feld.

Seit Sommer 2007 fungiert nämlich Heimo Pfeifenberger als Chefcoach und wenn Not am Mann ist, sogar als Aushilfstürmer.

Im großen Sport1-Interview erklärt der 41-Jährige wie groß der "Heimo-Bonus" ist, warum die Red Zac den Plafond darstellt und er nicht mehr spielen wird.

Sport1: Heimo, mit Thomas Eder ist ein weiterer Bundesliga-Spieler zu euch gestoßen.

Heimo Pfeifenberger: Ich freue mich irrsinnig, dass wir so einen Spieler nach Grödig lotsen konnten. Er soll uns bei unserem großen Ziel Aufstieg helfen.

Sport1: Nun hat Grödig schon fast eine halbe Bundesliga-Mannschaft.

Pfeifenberger: Eine halbe Bundesliga-Mannschaft? Das wäre schön (lacht). Nein, im Ernst: Mit Kastner, Keil und Berchtold sind erfahrene Spieler bei uns im Kader. Nun gesellt sich auch noch Eder dazu. Diese routinierte Truppe ist auch notwendig, um den Aufstieg zu schaffen. Außerdem planen wir schon langfristig.

Sport1: Wird es noch weitere Transfers geben? Martin Amerhauser war ja lange Zeit ein heißes Thema...

Pfeifenberger: Martin war im Gespräch, aber dieses Thema ist endgültig vom Tisch. Er bekommt vom GAK keine Freigabe. Es wird daher keine Neuverpflichtungen mehr geben – jetzt ist Schluss. Wir wollen aber auch künftig den Salzburger Weg gehen. Wenn Salzburger auf dem Transfermarkt sind, werden wir versuchen sie zu uns zu holen.

Sport1: Wie groß ist der „Pfeifenberger-Bonus“ bei solchen Transfers?

Pfeifenberger: Es ist natürlich ein Vorteil, dass sie mich kennen. Ich spielte ja teilweise noch mit ihnen. Grödig bietet aber auch gute Perspektiven. Nun weiß jeder, dass die Ziele, die wir letzten Sommer formulierten, keine Träumereien sind. Wir wollen in drei Jahren in der Red Zac spielen. Diese Zielsetzung motiviert Spieler wie Eder, Berchtold oder Kastner. Ansonsten würden solche Spieler gar nicht kommen.

Sport1: Ist das Ziel 2010 in der Red Zac zu spielen, nicht untertrieben?

Pfeifenberger: Nein, da wir im Sommer noch nicht wussten, wo wir stehen. Grödig ist erst das zweite Jahr in der Regionalliga, daher gaben wir 2010 als Zielsetzung aus. Wenn es früher passiert, umso besser. Nach dem tollen Herbst sahen wir die große Chance schon heuer aufzusteigen, deshalb auch die Investitionen. Dank unseres Präsidenten ist das möglich.

Sport1: Mit dieser Mannschaft bist du jetzt aber auch zum Aufstieg verdammt oder?

Pfeifenberger: Das ist mir absolut bewusst. Wir waren aber auch im Herbst schon die Gejagten. Die Mannschaft ging mit dem Druck gut um. Nun wird der Druck sicher noch größer. Genau das macht den Fußball aber so schön. Wenn es um etwas geht, ist Feuer dahinter. Die Jungs haben alle einen super Charakter – auf das lege ich auch viel wert.

Sport1: Wie groß ist die Gefahr, dass durch die vielen prominenten Namen das Mannschafts-Gefüge leidet?

Pfeifenberger: Nein, die Gefahr besteht nicht. Ich kenne die Burschen in- und auswendig und kann nur sagen, dass der Charakter jedes Einzelnen top ist. Deshalb war jeder auch froh, dass wir Keil, Kastner und Eder holten. Die drei passen perfekt in diese Truppe. Wir wollten eine intakte Mannschaft nicht auseinander bringen. Wenn das Klima in der Mannschaft nicht passt, hast du keine Chance und keinen Erfolg!

Sport1: Euer schärfster Verfolger Kufstein hat ausgerechnet Goalie Planer an Red Bull Salzburg verloren. Eine kleine Vorentscheidung am Transfermarkt?

Pfeifenberger: Das ist schon ein herber Rückschlag. Er ist Bundesligaerfahren und gab den Kufsteinern immer Rückhalt. Aber sie werden den Abgang kompensieren können. Kufstein ist für mich nach wie vor der stärkste Rivale. Sie haben nichts mehr zu verlieren. Wir hingegen müssen aufsteigen. Ich habe auch noch Wattens auf der Rechnung, entschieden ist also noch nichts.

Sport1: Du hast erwähnt, dass die Planungen Richtung Red Zac gehen. Seid ihr für die zweithöchste Spielklasse gerüstet?

Pfeifenberger: Es tut sich einiges in Grödig! Momentan werden gerade eine Tribüne und Kabinen gebaut. Langsam nimmt das Ganze konkrete Formen an. Es wird kräftig in die Infrastruktur investiert, nicht nur in die Mannschaft. Die Trainingsbedingungen für uns und den Nachwuchs werden stetig besser. Die Entwicklung geht nur Schritt für Schritt. Das Vereinsleben in Grödig ist aber sensationell.

Sport1: Könnte die aktuelle Mannschaft in der Red Zac bestehen oder muss noch einiges passieren?

Pfeifenberger: Das ist ganz schwierig zu sagen. Wir haben jetzt mal vorsorglich am Transfermarkt nachgebessert, damit wir bei einem möglichen Aufstieg nicht mehr so viel machen müssen. Wenn alle bleiben, müssen wir im Sommer nicht die halbe Mannschaft umkrempeln. Es ist immer besser, ein eingespieltes Team zu haben.

Sport1: Was sind die mittelfristigen Ziele von Grödig?

Pfeifenberger: Die Red Zac ist sicher der Plafond. Diese Liga ist jetzt mal das ganz große Ziel. Wohin sich der Verein entwickelt, weiß ich nicht. Man muss aber realistisch sein: Für die Bundesliga fehlt uns einfach auch ein Stadion. Für mich ist das Träumerei! Wichtig ist nun das Frühjahr, da warten 13 Endspiele auf uns.

Sport1: Wie lange hast du in Grödig Vertrag?

Pfeifenberger: Ich habe bis 2009 unterschrieben.

Sport1: Wird man dich im Frühjahr wieder als Spieler bewundern können?

Pfeifenberger: Ich glaube, das war's für mich. Man soll aber niemals nie sagen. Meine zwei Kurzeinsätze im Herbst waren von der Mannschaft gewollt. Sie signalisierten mir, dass sie mich brauchen. Der Kader ist jedoch stark genug, dass ich nicht mehr spielen muss.

Das Interview führte Kurt Vierthaler

Zumindest ein Dorfklub, der weiß, dass er in der Bundesliga nichts verloren hat.

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Christian Haas ist der große Gönner in Grödig, aber welches Unternehmen der hat, könnt ich nicht sagen.

Hab ein bisschen recherchiert und siehe da:

Der Mäzen ist Anton "Toni" Haas und ist - bitte sich festzuhalten - Schrotthändler.

Wer schonmal am Salzburger Flughafen gelandet ist, der hat im Anflug, ganz in der Nähe des EM-Stadions in Wals, seinen großen Schrottplatz gesehen.

Sein Sohn ist Manager in Grödig (Christian Haas).

Ist das nicht schön? Ein Schrotthändler kauft sich in die RedZac...

haas1.jpglogo_1.jpg

http://www.a-haas.com

Edited by DerFremde

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Einkaufen find ich jetzt schon ein bisschen übertrieben.

Bei dem Buget, dass RedZac Ligisten quasi haben müssen um auch das Leistungsgefälle nach oben hin in Grenzen zu halten brauchst du einfach eine investitionsfreudige Größe im Hintergrund. Ist ja nicht so, dass die mordsmäßig am Transfermarkt einkaufen, Legionäre oder Leute aus der BuLi abwerben.

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hab mal mit einem grödiger über das ganze projekt geredet: Er siehts so, dass das ganze vom Herrn Haas Senior so ein bissl als "Spielzeug"/Beschäftigunstherapie für seinen Sohn angesehen wird. Das große Problem in Grödig ist neben der Fixierung auf praktisch einen Sponsor, das (eben nicht vorhandene) Stadion. Die Gemeinde weigert sich wohl zu Recht für ein Projekt, das so schnell sterben kann wie der Haas die Lust am SV Grödig verliert bzw. Geld rausschmeißt, Millionen zu investieren. Es werden zwar Kabinen erneuert und ein kleine Tribüne gebaut. Regionalligatauglicher Paltz soll das am Ende dann sein. Aber die Gemeinde sieht es eben nicht als ihre Pflicht die Grundlagen für einen Profiverein zu schaffen, bei dem jederzeit über Nacht Schluss sei könnte!

so hats er mir hald ungefähr erklärt...

Edited by 1994_SVAS

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bin heute zufällig an dem platz vorbei gefahren. nix besonderes. ein fußballplatz und an der einen längsseite entsteht eine kleine tribüne (die aber glaube ich nichtmal über die ganze länge geht).

Aber gut, für ein paar Saisonen RedZac wirds dann vielleicht reichen. Größeres findet dort aber kaum Platz.

Liegt direkt neben der Autobahn, vom Panorama her dürfte es aber einer der schönsten Plätze der 2. Liga werden...

Edited by DerFremde

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