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Dannyo

Jürgen Hartmann beendet seine Karriere

6 Beiträge in diesem Thema

Von den Färöer Inseln zum "Wödmasta"

Ein Paradeprofi mit vorbildlicher Einstellung, ein Mannschaftsspieler, ein guter Geist im Team der letzten Jahre beim LIEBHERR GAK sagt leise Servus: Jürgen Hartmann hängt mit knapp 33 Jahren die Fussballstiefel an den Nagel - und strebt jetzt eine mindestens gleich erfolgreiche Karriere in einem anderen Beruf an.

12.September 1990. Österreich fährt als WM-Teilnehmer und haushoher Favorit zur Pflichtaufgabe nach Landskrona in Dänemark, weil der Gegner - die Mannschaft von den Färöer Inseln - keinen für internationale Spiele geeigneten Fussballplatz haben. Torhüter Knudsen sollte wegen seiner Glanztaten mit der Zipfelmütze in die Fussballgeschichte eingehen - ebenso wie diese österreichische Nationalmannschaft, die gegen die "Bloßfiaßigen" Fischer-Amateure von der Inselgruppe mit 0:1 verloren hat. Die bitterste Stunde für den österreichischen Fussball, und ein 20-Jähriger war mitten drin: Jürgen Hartmann. "Die lehrreichste Erfahrung meines Lebens. Irgendwie bin ich froh, dass uns das damals passiert ist, denn seit diesem Spiel kenne ich eine Grundregel: Respektiere JEDEN Gegner, wo er auch herkommt und wie er auch heißt!"

Pepi Hickersberger holte damals den Leobener ins Team, und er ist sichtlich dankbar.

Sein Dank gilt seinen Fans

Die Medien haben damals unsere Mannschaft über drei Monate förmlich in der Luft zerrissen, eine Prägephase für den gelernten Maschinenschlosser, der 1997 wieder (erstmals in der Saison 1992/1993) vom FC Tirol zum LIEBHERR GAK wechselte. Mit vielen großen Leuten arbeitete unser Harti, so spielte er beispielsweise noch kurz mit einem Bruno Pezzey in Innsbruck, und wurde von großen Namen wie Miklavic, Augenthaler und dem legendären Ernst Happel - dem Wödmasta - trainiert.

Die größten sportlichen Erfolge feierte Hartmann mit dem GAK, doch er relativiert: "Für mich war es immer am Wichtigsten, hart mir selbst gegenüber zu sein. Deshalb sind die schönsten Erfolge für mich Serien von Spielen, die ich gut rübergebracht habe, wo ich meine Aufgaben perfekt umsetzen konnte." So wie im letzten Herbst, als er sogar den noch so kritischsten GAK-Anhänger mit Top-Leistungen Lügen strafte. Überhaupt spaltete Jürgen Hartmann in seiner aktiven Zeit die Fans: Die einen, die seine mannschaftsdienlichen und taktischen Qualitäten in den Vordergrund rückten, gegenüber den anderen, denen seine Flankenqualität zu unpräzise und sein Torinstinkt zu schlecht ausgeprägt war. Bei den Zuschauern findet Jürgen überhaupt einen großen Unterschied zum FC Tirol: "Dort gibt es nur einen Klub, da steht das ganze Land hinter dir. In Graz ist das anders, da gibt es die Rivalität mit Sturm, das Umfeld ist immer sehr angeheizt, die Stimmung ganz anders."

Besonders stolz ist der jetzige Fussball-Pensionist darauf, dass er niemals aufgegeben hat. Viele Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, und auch in Zeiten, wo er nicht erste Wahl war, kämpfte er sich über gute Trainingsleistungen zurück in die Startelf. Im Privaten ist Jürgen stolz auf sein sehr gutes soziales Netz rund um ihn, seine Frau war in all den Jahren ein Gegenpol zum Fussball. Sie hat ihm immer wieder neue Kraft gegeben, und da ihr Interesse am Sport selbst eher gering war, konnte Jürgen auch zu Hause abschalten, und neue Energien tanken.

Die Zukunft wird uns Jürgen Hartmann in einer aufstrebenden Position in einem anderen Beruf bringen, als Trainer möchte er nicht zurück ins Geschäft: "Dafür musst du als Spieler einen größeren Namen aufbauen als es der meinige ist. Ausserdem kenne ich den Druck, die Zeit war sehr schön, aber ich sehe meine Aufgabe jetzt woanders."

Schluss also mit Fussball als Einkommensquelle, dennoch - seine Tugenden aus dem Sport will er auch im beruflichen Werdegang beibehalten: Ehrgeiz, Identifikation mit der Sache, und volle Konzentration auf seine Arbeit. Wir danken Jürgen Hartmann für insgesamt 333 Bundesligaspiele in seiner Karriere, und wünschen ihm viel Erfolg bei seinen neuen Perspektiven.

Jürgen Hartmann

geboren am 28.August 1970

verheiratet, 2 Kinder

beim GAK:

1992/1993

1997 - 2003

Quelle: [ http://www.gak.at/article/articleview/949/1/39/ ]

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Da Harti hat uns schon viele Nerven gekostet, mit seinen gelben und roten Karten und seinen brutalen Fouls. Schade war als er gegen Panathinaikos in der letzten Minuten noch einen Elfmeterpfiff verschuldete und das der GAK nicht aufgestiegen ist.

Danke nochmals für alles, Harti!!!

:support: Jürgen Hartmann Fußballgott

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Muss ich dir völlig zustimmen para! Er ist kein "Ballkünstler" aber ein solider Verteidiger, der selten Fehler macht! Er ist (war) echt ein Erz-Roter wie man sich ihn vorstellt. Nicht so wie die Herren Brunmayr usw.....die den Verein den Rücken kehren wenns mal nicht so läuft!

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