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Schinkels: "Ich fürchte mich im Moment..."

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Schinkels: "Ich fürchte mich im Moment mehr vor Pasching"

Frenkie Schinkels: "Hast du keinen Erfolg, dann musst du zweimal am Tag in die Kirche gehen"

Wien - Nach dem Ernst des Lebens kommt meistens der Spaß. So hält es auch Austria-Trainer Frenkie Schinkels.

Am frühen Donnerstag-Nachmittag ist bei den Veilchen ein Betriebs-Ausflug in den Wiener Prater, speziell das Schweizerhaus, angesagt.

Bei Frucade und Stelze ist "Teambuilding" angesagt. "Wir haben den Jungs vom Verein ein kleines Geschenk gemacht. Das sind auch Menschen und teilweise größere Kinder", erklärt der 43-Jährige im Interview mit Sport1.

Außerdem macht er seinem Ärger über Kollege Hochhauser Luft, erklärt warum er Rapid oft die Daumen drückt und täglich in die Kirche gehen sollte.

Sport1: Wie wichtig war der Sieg gegen Mattersburg nach den vier sieglosen Runden?

Frenkie Schinkels: In dieser Phase zählen alle Siege, egal wie sie zustande kommen. Arbeits-Sieg, souveräner Sieg, wie immer man es nennt - drei Punkte müssen her.

Sport1: Diesmal hat Roman Wallner von Beginn an gespielt und Sigurd Rushfeldt sowie Roland Linz sind auf der Bank gesessen...

Schinkels: Wallner war sehr hungrig und bissig beim Training und hat in Kapfenberg gut gespielt. Wir wollten mit ihm über das Fußballerische nach vorne kommen. Also weniger mit Flanken, sondern mehr mit flachen Pässen. Roman war gut, die Mannschaft in der Totalität in der Anfangsphase aber nicht tüchtig genug.

Sport1: Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als die Fans nach einer halben Stunde erstmals Roland Linz gefordert haben?

Schinkels: Das sind die Fans, die, wenn der Roland Linz spielt, den Sigurd Rushfeldt fordern. Ich verstehe vollkommen, dass nicht jeder den Wallner, den Linz oder den Rushfeldt will.

Sport1: Ist es ein Vor- oder ein Nachteil, dass Salzburg Ihren jeweiligen Gegner in der Runde davor hat.

Schinkels: Es ist kein Nachteil. Aber was ist derzeit in dieser Liga schon ein Vorteil?

Sport1: Ist die Auslosung der Austria schwieriger, nachdem sie noch in Ried und Pasching spielen muss, Salzburg die beiden Oberösterreicher aber daheim empfängt?

Schinkels: Wenn alle Trainer so sind, wie der Herr Hochhauser, dann ist sie schwer. Ich schätze den Herrn Hochhauser sehr, als Trainer, Sportskollegen usw. Wenn er sagt: 'Salzburg gewinnt jedes Spiel, überhaupt zu Hause' und er muss selbst noch nach Salzburg, dann wird es für uns noch schwerer. Das heißt der Trainer ergibt sich schon und Salzburg hat einen Vorteil gegenüber uns.

Sport1: Wen fürchtet Frenkie Schinkels im Titelkampf mehr? Pasching oder Salzburg?

Schinkels: Wenn Pasching diesen Lauf weiter hat, dann Pasching. Lauf heißt: Schlechte Spiele gewinnen. Das ist bei Pasching zuletzt zwei, drei Mal der Fall gewesen.

Sport1: Frank Stronach ist wieder im Land. Wie schwer ist es für einige Spieler, wenn sie wissen, dass sie wahrscheinlich keine Zukunft im Verein haben?

Schinkels: Die Spieler, die jetzt bei der Austria Wien sind, die müssen täglich in die Kirche beten gehen, dass sie diesen Verein bekommen haben. Genauso muss das Trainerteam jeden Tag in die Kirche gehen. Anführer ist Frenkie Schinkels, der dankbar sein muss, dass er den Frank Stronach kennen gelernt hat. Frank Stronach steht für Ehrlichkeit und Teamgeist. Er steht aber auch für Erfolg. Hast du keinen Erfolg, dann musst du zweimal am Tag in die Kirche gehen.

Sport1: Haben Sie seit seiner Rückkehr schon mit Frank Stronach gesprochen. Ist er zufrieden?

Schinkels: Er ist ein Mensch, der sich in der Wirtschaft zu einer riesigen Nummer gearbeitet hat und er wollte das auch im Fußball. Der kleine Peter Stöger und der kleine Frenkie Schinkels haben ihm bis jetzt drei Punkte Vorsprung in der Tabelle und das Halbfinale im ÖFB-Cup gezeigt. Bis jetzt geht es, glaube ich, nicht so schlecht und er ist auch sehr zufrieden.

Sport1: Haben Sie mit ihm schon über ihre persönliche Zukunft gesprochen?

Schinkels: Meine persönliche Zukunft steht und fällt mit Frank Stronach, das ist klar. Darüber entscheiden aber Markus Kraetschmer und Peter Stöger. Ich habe auch keinen Manager, sondern mein Manager ist Peter Stöger. Ich glaube, dass ich meinen Vertrag (Anm.: bis Winter 2006) erfüllen darf. Wenn nicht, dann habe ich Pech gehabt, aber die Welt geht auch nicht unter.

Sport1: Jetzt steht zwei Mal in Folge Ried an. Zuerst in der Liga und dann im Cup. Welches Spiel ist wichtiger?

Schinkels: Das in der Meisterschaft.

Sport1: Stadtrivale Rapid spielt am Wochenende gegen Salzburg. Erhoffen Sie sich Schützenhilfe?

Schinkels: Ich drücke oft die Daumen für Grün-Weiß. Ich finde Rapid ist ein toller Verein. Mit Peter Schöttel ist einer meiner Sportsfreunde dort, den ich sehr schätze. Ich bin Fan von guten Wiener Vereinen. Das heißt: Ich bin Fan von einer super Austria Wien und einer guten Rapid Wien. Natürlich immer mit der Austria weiter vorne. Ich hoffe und wünsche, dass Rapid dorthin kommt, wo die Austria jetzt steht. Aber immer einen kleinen Schritt hinter uns.

Sport1: Wussten Sie, dass Sie Horst Hrubesch bald nachfolgen werden? Er war 1995/96 der letzte Austria Trainer, der eine ganze Saison lang auf der Bank gesessen ist.

Schinkels: Gratulation, das habe ich nicht gewusst. Das ist eine gute Nachricht. Dann trinke ich ein Seiterl Bier auf ihn.

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