Austria Wien : Linzer ASK


Wer gewinnt das Bundesliga-Spiel zwischen der Austria und dem LASK?  

42 Stimmen

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    • Sieg Austria Wien
    • Unentschieden
    • Sieg LASK

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Weltklassekicker

Im Mai gab es im Ballesterer ein spannendes Interview mit Tobias Weber zum VAR:


Tobias Weber arbeitet als Wissenschaftler für die ESA (Weltraumorganisation) mit einem änhlichen Kamerasystem, das von der DFL eingesetzt wird. Ich gehe davon aus, dass in Österreich ein ähnliches System verwendet wird (korrigiert mich bitte).

Im Prinzip geht es darum, dass halbautomatische Abseitserkennungssysteme eingesetzt werden, die eine Genauigkeit vorspielen, die es in Wahrheit gar nicht gibt.

Im Spielball ist ein Beschleunigungssensor mit einer Abtastrate von 500 Hz. Dieser misst, wenn ein Spieler einen entscheidenden Pass spielt. Es wird damit also der Zeitpunkt erkannt, wenn der Spieler den Ball spielt, und nicht, wenn der Ball den Fuß verlässt. Aber da geht es laut ihm nur um ein paar Millisekunden, ist also ziemlich genau.

Entscheidender wird die Erfassung der Positionen der Spieler auf dem Feld. Diese geschieht mit einem optischen Multi-Kamera-Spieler-Tracking-System. Das Problem ist, dass bei einer Abtastrate der Spielerortung von nur 50 Hz die Positonen der Spieler im entscheidenden Moment oft nicht direkt festgestellt werden. Stattdessen werden diese zwischen zwei benachbarten Abtastwerten rekonstruiert. Die Position wird also mathematisch berechnet, so als würden sich Spieler gleichmäßig fortbewegen. In diesen entscheidenden Situationen sehen wir aber eigentlich schnelle Beschleunigungen, Drehungen, Abstoppmanöver etc. der Spieler.

Diese Ungenauigkeit wird vor allem tragend, wenn man die Geschwindigkeiten von Profifußballern dazunimmt, die sich mit bis zu 36 km/h bewegen. Das sind rund 10 m/s. Wenn man noch berücksichtigt, dass sich Verteidiger und Stürmer in entgegengesetze Richtung laufen, ergibt sich eine relative, also addierte Geschwindigkeit von bis zu 20 m/s. Gepaart mit der Abtastrate kommt man laut Weber bei 50 Hz auf einen Bereich von 38-40 cm "Blindflug", bei 25 Hz sind es 75-80 cm, zwischen denen die exakte Position der Spieler berechnet wird.

Zusätzlich kommt noch hinzu, dass ein "Motion Capture System" verwendet wird, bei dem 21 Körperpunkte (Ohren, Nase, Knie, Fußgelenke) erfasst werden und die KI daraus ein Skelett modelliert. Genauer wäre es, wenn bei den Spielern auf prominenten Körperteilen Marker platziert wären.

Zusammengefasst ist Weber erstaunt, dass diese Technologie derart unreflektiert eingesetzt wird und dadurch eine scheinbare Exaktheit auf den Zentimeter genau vorgegaukelt wird.

 

 

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Weltklassekicker
Zitat

Im Mai gab es im Ballesterer ein spannendes Interview mit Tobias Weber zum VAR:


Tobias Weber arbeitet als Wissenschaftler für die ESA (Weltraumorganisation) mit einem änhlichen Kamerasystem, das von der DFL eingesetzt wird. Ich gehe davon aus, dass in Österreich ein ähnliches System verwendet wird (korrigiert mich bitte).

Im Prinzip geht es darum, dass halbautomatische Abseitserkennungssysteme eingesetzt werden, die eine Genauigkeit vorspielen, die es in Wahrheit gar nicht gibt.

Im Spielball ist ein Beschleunigungssensor mit einer Abtastrate von 500 Hz. Dieser misst, wenn ein Spieler einen entscheidenden Pass spielt. Es wird damit also der Zeitpunkt erkannt, wenn der Spieler den Ball spielt, und nicht, wenn der Ball den Fuß verlässt. Aber da geht es laut ihm nur um ein paar Millisekunden, ist also ziemlich genau.

Entscheidender wird die Erfassung der Positionen der Spieler auf dem Feld. Diese geschieht mit einem optischen Multi-Kamera-Spieler-Tracking-System. Das Problem ist, dass bei einer Abtastrate der Spielerortung von nur 50 Hz die Positonen der Spieler im entscheidenden Moment oft nicht direkt festgestellt werden. Stattdessen werden diese zwischen zwei benachbarten Abtastwerten rekonstruiert. Die Position wird also mathematisch berechnet, so als würden sich Spieler gleichmäßig fortbewegen. In diesen entscheidenden Situationen sehen wir aber eigentlich schnelle Beschleunigungen, Drehungen, Abstoppmanöver etc. der Spieler.

Diese Ungenauigkeit wird vor allem tragend, wenn man die Geschwindigkeiten von Profifußballern dazunimmt, die sich mit bis zu 36 km/h bewegen. Das sind rund 10 m/s. Wenn man noch berücksichtigt, dass sich Verteidiger und Stürmer in entgegengesetze Richtung laufen, ergibt sich eine relative, also addierte Geschwindigkeit von bis zu 20 m/s. Gepaart mit der Abtastrate kommt man laut Weber bei 50 Hz auf einen Bereich von 38-40 cm "Blindflug", bei 25 Hz sind es 75-80 cm, zwischen denen die exakte Position der Spieler berechnet wird.

Zusätzlich kommt noch hinzu, dass ein "Motion Capture System" verwendet wird, bei dem 21 Körperpunkte (Ohren, Nase, Knie, Fußgelenke) erfasst werden und die KI daraus ein Skelett modelliert. Genauer wäre es, wenn bei den Spielern auf prominenten Körperteilen Marker platziert wären.

Zusammengefasst ist Weber erstaunt, dass diese Technologie derart unreflektiert eingesetzt wird und dadurch eine scheinbare Exaktheit auf den Zentimeter genau vorgegaukelt wird.

In Österreich wird denke ich ein anderes System verwendet (mir fehlt gerade die Lust an einer genauen Recherche). Interessant finde ich es dennoch, dass auch solche Systeme gewisse Schwächen bergen.

bearbeitet von Laskler_1908

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Stammspieler
Laskler_1908 schrieb vor 32 Minuten:

Im Mai gab es im Ballesterer ein spannendes Interview mit Tobias Weber zum VAR:


Tobias Weber arbeitet als Wissenschaftler für die ESA (Weltraumorganisation) mit einem änhlichen Kamerasystem, das von der DFL eingesetzt wird. Ich gehe davon aus, dass in Österreich ein ähnliches System verwendet wird (korrigiert mich bitte).

Im Prinzip geht es darum, dass halbautomatische Abseitserkennungssysteme eingesetzt werden, die eine Genauigkeit vorspielen, die es in Wahrheit gar nicht gibt.

Im Spielball ist ein Beschleunigungssensor mit einer Abtastrate von 500 Hz. Dieser misst, wenn ein Spieler einen entscheidenden Pass spielt. Es wird damit also der Zeitpunkt erkannt, wenn der Spieler den Ball spielt, und nicht, wenn der Ball den Fuß verlässt. Aber da geht es laut ihm nur um ein paar Millisekunden, ist also ziemlich genau.

Entscheidender wird die Erfassung der Positionen der Spieler auf dem Feld. Diese geschieht mit einem optischen Multi-Kamera-Spieler-Tracking-System. Das Problem ist, dass bei einer Abtastrate der Spielerortung von nur 50 Hz die Positonen der Spieler im entscheidenden Moment oft nicht direkt festgestellt werden. Stattdessen werden diese zwischen zwei benachbarten Abtastwerten rekonstruiert. Die Position wird also mathematisch berechnet, so als würden sich Spieler gleichmäßig fortbewegen. In diesen entscheidenden Situationen sehen wir aber eigentlich schnelle Beschleunigungen, Drehungen, Abstoppmanöver etc. der Spieler.

Diese Ungenauigkeit wird vor allem tragend, wenn man die Geschwindigkeiten von Profifußballern dazunimmt, die sich mit bis zu 36 km/h bewegen. Das sind rund 10 m/s. Wenn man noch berücksichtigt, dass sich Verteidiger und Stürmer in entgegengesetze Richtung laufen, ergibt sich eine relative, also addierte Geschwindigkeit von bis zu 20 m/s. Gepaart mit der Abtastrate kommt man laut Weber bei 50 Hz auf einen Bereich von 38-40 cm "Blindflug", bei 25 Hz sind es 75-80 cm, zwischen denen die exakte Position der Spieler berechnet wird.

Zusätzlich kommt noch hinzu, dass ein "Motion Capture System" verwendet wird, bei dem 21 Körperpunkte (Ohren, Nase, Knie, Fußgelenke) erfasst werden und die KI daraus ein Skelett modelliert. Genauer wäre es, wenn bei den Spielern auf prominenten Körperteilen Marker platziert wären.

Zusammengefasst ist Weber erstaunt, dass diese Technologie derart unreflektiert eingesetzt wird und dadurch eine scheinbare Exaktheit auf den Zentimeter genau vorgegaukelt wird.

 

 

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Jetzt kommt die Diskussion endlich in interessante Sphären. Danke dafür.

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Stammspieler
Much1 schrieb vor 21 Stunden:

Geh was hast gegen den ewigen „abba - gimme gimme techno remix“ oder „sara per che ti amo remix“? - macht doch geile stimmung und ist voll originell :davinci:

ironie off.

Beim gimme gimme drehts ma schon den magen um8P 

Na ehrlich, schlechtere Musik im Stadion haben sonst nur die Dosen. Aber gut, solang das das einzige ist, was uns stört...

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Leistungsträger
Nikolaus Doolittle schrieb vor 13 Stunden:

Ein Chip in den Ball wie bei der WM würde den exakte Ballabgabezeitpunkt registrieren. Beschleunigt würde die Entscheidendung mit einer Technologie wie sie zb in Deutschland verwendet wird.

Ist halt eine Frage des Preises. Geld das wir in Ö nicht ausgeben können (oder wollen). Von daher werden wir uns halt weiter gedulden müssen und haben danach auch noch die Diskussion ob klare Fehlentscheidung bei einer Ja/Nein Antwort.

Bis letzte Saison wurde in der BuLi noch ein anderes System also die in Deutschland verwendet ab 26/27 kommt das gleiche zum Einsatz. 

https://www.oefbl.at/de/news/artikel/zukunft-des-var-geklaert-sportec-solutions-wird-neuer-technikpartner

https://www.skysportaustria.at/var-und-rahmenterminplan-bundesliga-gibt-neuerungen-bekannt/

bearbeitet von bn1908

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Leistungsträger
bn1908 schrieb vor 17 Minuten:

Bis letzte Saison wurde in der BuLi noch ein anderes System also die in Deutschland verwendet ab 26/27 kommt das gleiche zum Einsatz. 

https://www.oefbl.at/de/news/artikel/zukunft-des-var-geklaert-sportec-solutions-wird-neuer-technikpartner

https://www.skysportaustria.at/var-und-rahmenterminplan-bundesliga-gibt-neuerungen-bekannt/

Vom gleichen Anbieter ja, aber großer Unterschied: bei uns werden 5 Kameras eingesetzt und in Deutschland 14

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