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Bevor der Thread gesperrt wird, würde mich noch interessieren welche Auswärtsreise euch am besten gefallen hat. (Stadt, Essen, Anreise, Heimfans, Verpflegung etc.) 

die Spiele waren allesamt Orsch, auf die brauchen wir nicht mehr eingehen :) 

ausführlicher Reisebericht (Posen/Kattowitz bzw. Sosnowiec/Mostar) von mir folgt morgen - daher Thread bitte noch geöffnet lassen :) 

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Weltklassecoach

Europacup – Liga Phase 2025/26 🟢

Lech Posen – Rapid | 02.10.2025

 

Anreise:

Wir reisten mit dem Auto an und entschieden uns bewusst für eine Route mit wenig Autobahn – ging quer durch viele tschechische und polnische Städte/Ortschaften. Parken war in der Hotel-Parkgarage gegen Aufpreis möglich.

Fahrzeit ca. 7 Stunden inkl. zwei kurzen Pausen, Ankunft gegen 13 Uhr.

Die organisierte Fanszene kam mit Bussen und wurde direkt zum Gästeparkplatz gebracht.

 

Stadt:

Nach dem Einchecken ging’s kurz in die Alt- bzw. Innenstadt. Aufgrund des Zeitdrucks nur ein schnelles Sightseeing, aber Posen hinterließ einen guten Eindruck: kleine, feine Altstadt, sehr schöne Häuser, enge gepflasterte Gassen. Highlight definitiv der Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus.

 

Essen:

Trotz Zeitstress wollten wir unbedingt traditionell polnisch essen. Unsere Wahl fiel auf das viel empfohlene Wiejskie Jadło. Drinnen war alles voll, draußen ergatterten wir den letzten Tisch. Aufgrund des hohen Andrangs warteten wir leider über eine Stunde aufs Essen.

Ich hatte eine saure Mehlsuppe (ganz gut) und gemischte Pierogi. Die Pierogi waren mir persönlich etwas zu trocken und konnten mich nicht ganz überzeugen.

 

Heimfans:

In der Stadt waren einige Lech-Späher aus dem Ultra-Umfeld unterwegs und beobachteten alles sehr genau. Die meisten Rapidler hielten sich rund um den Rathausplatz auf. Zwischenfälle bekamen wir keine mit. Aus Vorsicht verzichteten viele auf Fanartikel.

 

Stadion:

Wir konnten bei den organisierten Rapid-Bussen mitfahren, die direkt vom Zentrum zum Stadion fuhren. Beim Gästesektor gibt es einen großen Parkplatz für Busse und Autos.

Der Gästebereich war komplett abgeschirmt, Polizei in großem Aufgebot inklusive Sondereinheiten in martialischer Montur.

Der Einlass erfolgte blockweise, aber sehr professionell und zügig.

Das Stadion selbst ist modern und zeitgemäß. Der Gästesektor bestand aus Ober- und Unterrang – die aktive Fanszene stand geschlossen oben, unten waren nur wenige Leute.

Die Stimmung war anfangs sehr gut, kippte aber nach dem frühen 2:0-Rückstand (21. Minute) merklich.

Die Lech-Fans waren aufgrund des Spielstands laut und teilweise stimmungsvoll, insgesamt hatte ich mir aber ein bisschen mehr erwartet.

Im Stadion gab es Bier – ob alkoholfrei oder Light-Bier ist bis heute nicht ganz klar. Ob es etwas zu essen gab, weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr. 

 

Abreise & Nachtleben:

Trotz der schwachen Leistung wurde die Mannschaft noch beklatscht, Pfiffe gab es keine. Danach ging’s für die meisten direkt zu Bussen und Autos.

Wir gingen noch in einen Supermarkt nahe dem Stadion und fuhren anschließend mit einem günstigen Uber zurück in die Innenstadt. Dort war richtig viel los, viele junge Leute (20–30), gute Stimmung. Wir besuchten noch drei Bars/Pubs und probierten diverse polnische Fassbiere – sehr süffig, sehr lässig. Rapidler trafen wir keine mehr, wir waren selbst ohne Fanartikel unterwegs.

 

Rückreise:

Am nächsten Morgen noch ein kleines Frühstücksbuffet mit typisch polnischen Optionen, danach Heimfahrt. Leider war ein Stau im Raum Brünn und wir mussten eine Umfahrung nehmen - insgesamt mit zwei Pausen knapp 9 Stunden Fahrzeit.

 

Fazit:

Die Auswärtsreise hat uns grundsätzlich getaugt. Für zwei Tage ist die Strecke mit dem Auto allerdings schon sehr anstrengend – bei ähnlicher Distanz würden wir nächstes Mal eher fliegen.

Posen eignet sich gut für einen Tagesausflug oder als Teil eines Städtetrips, extra nur für die Stadt würde ich aber nicht anreisen.

 

Reisebericht zu Kattowitz/Sosnowiec und Mostar folgt..

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Europacup – Ligaphase 2025/26 🟢

Raków Częstochowa – Rapid | 27.11.2025

 

Anreise:

Die Anreise erfolgte – wie schon gegen Posen – mit dem Auto, diesmal allerdings fast ausschließlich über die Autobahn. Fahrzeit: knappe vier Stunden (ohne Pause). Ankunft war gegen 11:00 Uhr und insgesamt sehr angenehm, kaum Verkehr.

Geparkt wurde vorerst bei der Galeria Katowicka, da unsere Unterkunft inklusive Parkplatz erst ab 15:00 Uhr verfügbar war. Check-in dann pünktlich um 15:00 Uhr.

Unsere Fanszene reiste erneut mit Bussen an – direkt zum Parkplatz beim Gästesektor.


 

Stadt (Kattowitz):

Nach einer ausgedehnten Shoppingtour ging es in die Innenstadt von Kattowitz. Relativ schnell mussten wir feststellen: Die Innenstadt ist winzig.

Das einzige wirklich schöne Gebäude, das uns in Erinnerung blieb, war ein markanter Backsteinbau – bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Schule handelt, genauer gesagt um das Adam-Mickiewicz-Gymnasium.

Ansonsten wurde noch kurz das Schlesische Museum von außen begutachtet, das war’s dann aber auch schon.

 

Unterm Strich hat uns die Stadt überhaupt nicht abgeholt, weshalb die Zeit bis zum Spiel klassisch mit Daydrinking überbrückt wurde.

Ein paar Rapidler waren zwar unterwegs, aber von großen grünen Massen keine Spur.

Sosnowiec haben wir uns komplett gespart.

 

 

Essen:

Bei Auswärtsreisen gilt für uns: Lokale Küche ist Pflicht.

Daher ging es in ein traditionell polnisches Lokal namens Wiejska Chatka. Von außen eher unscheinbar, drinnen aber gemütlich-altmodisch im klassischen Holzstil eingerichtet.

Das Essen kam flott, das Personal war sehr freundlich – einziges Manko: kein Alkohol, nicht einmal normales Bier, nur alkoholfrei. Naja, wurde es halt eine Cola Zero.

 

Ich hatte eine Rote-Rüben-Suppe, die ehrlicherweise echt nicht schlecht war. Zur Hauptspeise gab ich den gemischten Pierogi noch einmal eine Chance – und im Gegensatz zu Posen haben sie diesmal absolut geliefert: saftig, gut gefüllt, sehr solide.

 

 

Heimfans:

In der Stadt war kein einziger Raków-Fan auszumachen. Überrascht uns aber auch nicht wirklich, schließlich liegt die eigentliche Heimat in Częstochowa und das Spiel fand ja in Sosnowiec statt.

Vorfälle gab es keine.

 

 

Stadion:

Zum Stadion ging es per Taxi bzw. Uber. Unser Fahrer war ein Georgier, sprach perfektes Englisch, ehemaliger Soldat im Ruhestand. Von seiner Pension konnte er nicht leben, also landete er in Kattowitz als Taxifahrer. Extrem sympathischer Typ, wir hatten ein super Gespräch – entsprechend gab’s auch ein gutes Trinkgeld.

 

Beim Gästesektor angekommen, fiel sofort auf: eigener Parkplatz für Busse und Autos vorhanden.

Der Gästebereich war komplett von außen mit Zäunen abgeschirmt. Polizei war – im Vergleich zu Posen – deutlich weniger präsent. Dafür war der Sicherheitsdienst massiv aufgestockt: Schlagschutz-Ausrüstung wie bei der (heimischen) Polizei und riesige Pfeffersprays immer griffbereit.

 

Wir kamen erst kurz vor Spielbeginn, waren praktisch die einzigen beim Einlass – dementsprechend ging alles schnell und problemlos.

Das Stadion selbst: nichts Besonderes, aber für die Conference League absolut okay.

Der Gästesektor war meines Wissens voll, die Szene positionierte sich ähnlich wie bei Bundesliga-Auswärtsspielen.

 

Die Stimmung war anfangs grundsätzlich nicht schlecht – man merkte, dass noch ein kleiner Funken Hoffnung auf den Aufstieg da war.

Mit dem 1:0 für Raków kippte die Stimmung bereits spürbar, beim 3:0 wurde der Support komplett eingestellt.

Nach einiger Zeit drehten wir uns geschlossen aus Protest um und zeigten der Mannschaft demonstrativ den Rücken – klares Zeichen, dass der Rückhalt weg ist. Gesungen wurde nur noch das „Söldner-Lied“.

Die Rapid-Viertelstunde wurde traditionell eingeklatscht, danach verlegte sich der gesamte Gästesektor ziemlich einheitlich unter die Arkaden bzw. verließ den Block.

 

Die Raków-Fans waren trotz klarer Führung extrem leise, man nahm sie kaum wahr. Die Szene dürfte generell sehr klein sein.

Ob es einen stillen Protest gab, weil nicht im eigenen Stadion gespielt wurde, oder ob das immer so ist – keine Ahnung.

 

Im Stadion gab es Bier, allerdings war die Zapfanlage eine absolute Katastrophe. Personal offenbar auch nur zu zweit: eine Person kassierte, die andere zapfte.

Da sich die beiden null abgesprochen haben, konnte man teilweise zwei Bier zahlen und vier bekommen – hat jedes Mal funktioniert.

Essen gab es zwar auch, wir haben aber nichts konsumiert, daher kann ich keine weiteren Details liefern.

Was ich nie verstehen werde: Bei einem vollen Gästesektor wird das Kantinenpersonal nicht aufgestockt. Wir standen locker 20–25 Minuten an (nicht zur Halbzeit!), viele hinter uns sind einfach wieder abgezogen und haben drauf geschissen. Dem Veranstalter entgeht so unfassbar viel Geld – selbst schuld.

 

 

Abreise & Nachtleben:

Nach dem Spiel wurde die Mannschaft lautstark ausgepfiffen, dazu folgten deutliche „Stöger raus“-Rufe.

Mit der Niederlage war endgültig klar: Europacup-Aus im Dezember 2025, kein Überwintern.

Alle waren sichtlich angefressen, die Stimmung wurde nicht besser, als wir nach Spielende noch mindestens eine halbe Stunde im Gästesektor festgehalten wurden.

 

Danach per Uber zurück in die Innenstadt – Nachtleben komplett tot, absolut nichts los.

Wir landeten schließlich in einer Shisha-Bar und ließen den Abend dort ausklingen. Wir waren die einzigen Gäste, aber egal: gute Shisha, gezapftes Bier – passt. Weitere Rapidler waren keine mehr zu sehen.

 

 

Rückreise:

Am nächsten Morgen ging es nochmals ins Shoppingcenter, immerhin war Black Friday und die ersten Weihnachtsgeschenke mussten besorgt werden.

Danach noch ein Fast-Food-Lokal im Obergeschoss, der Kofferraum wurde mit diversen polnischen Bieren aufgefüllt – und dann retour nach Hause.

Fahrzeit erneut knapp vier Stunden.

 

 

Fazit:

Die Auswärtsreise war – auf gut österreichisch – einfach orsch.

Die Stadt hat uns überhaupt nicht gefallen, die Stimmung war im Keller und die Mannschaft lieferte vermutlich das schlechteste Europacup-Spiel, das ich je live sehen musste.

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Jahrhunderttalent
In Cider schrieb am 21.12.2025 um 00:24 :

Bevor der Thread gesperrt wird, würde mich noch interessieren welche Auswärtsreise euch am besten gefallen hat. (Stadt, Essen, Anreise, Heimfans, Verpflegung etc.) 

die Spiele waren allesamt Orsch, auf die brauchen wir nicht mehr eingehen :) 

ausführlicher Reisebericht (Posen/Kattowitz bzw. Sosnowiec/Mostar) von mir folgt morgen - daher Thread bitte noch geöffnet lassen :) 

1. Dundee

2. Montenegro

3. Mostar

4. Györ

5. Posen

6. Sosnowiec 

wobei die zwei Polen Spiele und Györ immer nur Anreise zum Spiel und sofort wieder zurück war, also ein bisschen unfair. 
Verglichen mit letzter Saison aus Reisesicht ein riesiges downgrade meiner Meinung nach :/

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Europacup – Ligaphase 2025/26 🟢

Zrinjski Mostar – Rapid | 18.12.2025

 

 

Anreise:

Die Anreise erfolgte mit dem Tagesflieger (von Rapid direkt organisiert) – um 379 € echt eine super Alternative. Umso mehr schade, dass der Flieger nicht ganz ausgebucht war.

Treffpunkt war um 07:00 Uhr, dort wurden die Flugtickets von den Klubservice-Mitarbeitern ausgegeben. Dabei wurde leider auch bekannt gegeben, dass sich die Abflugzeit aufgrund des Nebels um ca. zwei Stunden verzögert und selbst dann noch nicht klar war, ob der Flieger überhaupt landen kann.

Die Stimmung war somit bereits bei allen richtig im Keller. Die Bierabteilung im Kühlschrank (vom Billa) sowie die umliegenden Lokalitäten am Flughafen wurden einstweilen eingenommen und die meisten (so wie auch wir) vertrieben sich so die Zeit.

Das Leiwande an solchen Auswärtsfahrten ist einfach, dass man mit der Zeit viele Leute kennt bzw. kennenlernt – fad wird einem nie.

Nach der durchgeführten Sicherheitskontrolle ging’s in den Wartebereich, wo die Stimmung weiterhin eher mau war – viele wollten schon fast gar nicht mehr fliegen.

Gottseidank startete der Flieger letztendlich doch gegen 11:00 Uhr – nach Mostar beträgt die Flugzeit etwa eine Stunde.

Die gesamte Fanszene war ebenfalls in starker Anzahl im Tagesflieger vertreten – ich würde meinen, rund 80 % der Passagiere waren Teil der Szene.

Der Flughafen in Mostar war für mich der kleinste, den ich je gesehen habe. Danach ging’s mit dem Bus in Begleitung der Exekutive zum Hotel Mostar – dort war auch der Treffpunkt für die Abfahrt zum Stadion. Die Innenstadt war ca. zehn Minuten zu Fuß entfernt.

 

 

Stadt:

Die Altstadt (Stari Grad), welche sich am bekannten Fluss befindet, hat einen osmanisch-orientalischen Balkan-Flair.

Das Highlight war natürlich die alte Brücke von Mostar. Rundherum gab es viele kleine Geschäfte (bazarmäßig) sowie diverse Essenslokale.

Die Stadt hat uns extrem gut gefallen – von allen drei Europacup-Reisen definitiv die schönste – und wir würden sie auf jeden Fall für einen Kurztrip empfehlen.

 

 

Essen:

Im Balkan kann’s nur eines geben – Mixed Grillteller.

Wir verlegten ins gut besuchte Restaurant Šadrvan. Dort bestellten wir die Šadrvan-Platte mit Ćevape, Pljeskavica und Grillwurst. Als Beilagen gab es Lepinja samt Ajvar und Kajmak.

Das Essen war unbeschreiblich gut und schmeckt im Balkan einfach noch eine Spur besser als bei uns in Wien.

Als Getränk gab’s das hiesige Mostarsko Pivo.

 

 

Heimfans:

Im bosnisch-muslimischen Stadtteil war kein einziger Zrinjski-Fan zu sehen.

Allerdings waren etliche Späher aus dem Lager der Red Army erkennbar (Ultragruppe von Velež Mostar).

Nachdem die Ultras Rapid ein Gruppenfoto mit Banner bei der alten Brücke machten, kam es zu einer kurzen Kontaktaufnahme mit der Red Army, die eine etwas kryptische Einladung zu einem sportlich orientierten Nachmittag aussprach – zu einer Auseinandersetzung kam es jedoch nicht.

Die gesamte Fanszene verlegte anschließend wieder zum Hotel Mostar bzw. zum Treffpunkt für die Abfahrt zum Stadion.

Weiter entfernt vom Hotel konnte man noch ein paar Raketenexplosionen hören bzw. sehen – ob diese aus dem Zrinjski- oder Velež-Lager kamen, war zumindest mir unklar. Mit den Raketen wollten sie offenbar auf ihren Standort aufmerksam machen.

Bis zum Schluss gab es jedoch keinerlei Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen.

 

 

Stadion:

Zum Stadion ging es mit den zur Verfügung gestellten Bussen. Vor Ort wurde ein provisorischer Parkplatz für die Busse eingerichtet – Privat-PKW konnten, soweit ich weiß, keine abgestellt werden, aber es war ohnehin jeder im Bus unterwegs.

Der Einlass war relativ okay – ein bissl langsam und unmotiviert, aber eh wurscht.

Die Polizei war draußen in voller Montur aufgestellt, verhielt sich jedoch ruhig und zurückhaltend.

Der Gästesektor war irgendwo rechts ganz oben – die Sicht war teilweise stark eingeschränkt, bedingt durch Zaun, Entfernung und das endlos lange Netz.

Das Stadion an sich war richtig hässlich – ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, wie man dafür eine Lizenz bekommt. Die Vienna hätte bei uns ein schöneres Stadion.

Ein großes Lob möchte ich den Ultras Rapid und vor allem den Vorsängern aussprechen: Trotz der derzeitigen Lage wurde bis zum Schluss gesungen und versucht, halbwegs Stimmung zu erzeugen. Geklappt hat das leider nur mäßig, da nicht alle Fangruppen und mitgereisten Privatpersonen den nötigen Elan mitbrachten.

Die Zrinjski-Fans waren ganz unten links platziert – dürfte keine besonders große Szene sein, aber nach dem, was man gesehen hat: klein, aber fein. Es wurde diverse Pyrotechnik gezündet, allerdings auch unnötige Böller.

Im Stadion gab es Gottseidank Bier (Karlovačko Lager), allerdings nur in 250-ml-Bechern und es waren lediglich zwei Personen für die Kantine abgestellt – wieder einmal eine absolute Frechheit.

Die Wartezeit betrug diesmal über eine Stunde (vor Spielbeginn Gottseidank noch geschafft). Dazu kam, dass viele gleich für mehrere Personen bestellten, was die Wartezeit zusätzlich verlängerte.

Zum Essen gab es irgendein Roll-Sandwich, allerdings habe ich keinen einzigen gesehen, der sich das wirklich gegönnt hat.

 

 

Abreise:

Nach dem Spiel wurde die Mannschaft weggeschickt – geklatscht wurde nicht.

Mit dem Unentschieden stellten wir einen Negativrekord auf und beendeten die Ligaphase als Letzter, mit dem schlechtesten Ergebnis seit Einführung dieser Phase.

 

 

Rückreise:

Nach dem Spiel verlegten wir alle (Tagesflieger + der Zweitagesflieger) mit den Bussen zurück zum Flughafen. Einige waren aufgrund des hohen Alkoholkonsums sichtlich schwer gezeichnet.

Vor Ort gab es dann immerhin eine positive Meldung: Da der Flieger der Mannschaft noch in Dubrovnik stand und sie erst am nächsten Tag heimflogen, konnten wir deren Slot übernehmen. Somit ging es statt über Bratislava direkt nach Wien.

 

Fazit:

Die Auswärtsreise war in der Ligaphase eigentlich die beste. Viele Bekannte getroffen und viele Pivos getrunken.

Die Stadt hat uns extrem gut gefallen.

 

Leider war es die letzte Auswärtsreise, und damit geht diese Europacup-Saison zu Ende.

Sehr lässig war auch, dass diesmal die komplette Fanszene in der Stadt vertreten war – das macht einen guten Eindruck und man fühlt sich einfach wohler.

 

Ich kann es nur jedem ans Herz legen: Fahrt international Auswärts – ihr werdet es nicht bereuen. 🟢

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Bunter Hund im ASB
In Cider schrieb vor 14 Stunden:

Europacup – Ligaphase 2025/26 🟢

Zrinjski Mostar – Rapid | 18.12.2025

 

 

Anreise:

Die Anreise erfolgte mit dem Tagesflieger (von Rapid direkt organisiert) – um 379 € echt eine super Alternative. Umso mehr schade, dass der Flieger nicht ganz ausgebucht war.

Treffpunkt war um 07:00 Uhr, dort wurden die Flugtickets von den Klubservice-Mitarbeitern ausgegeben. Dabei wurde leider auch bekannt gegeben, dass sich die Abflugzeit aufgrund des Nebels um ca. zwei Stunden verzögert und selbst dann noch nicht klar war, ob der Flieger überhaupt landen kann.

Die Stimmung war somit bereits bei allen richtig im Keller. Die Bierabteilung im Kühlschrank (vom Billa) sowie die umliegenden Lokalitäten am Flughafen wurden einstweilen eingenommen und die meisten (so wie auch wir) vertrieben sich so die Zeit.

Das Leiwande an solchen Auswärtsfahrten ist einfach, dass man mit der Zeit viele Leute kennt bzw. kennenlernt – fad wird einem nie.

Nach der durchgeführten Sicherheitskontrolle ging’s in den Wartebereich, wo die Stimmung weiterhin eher mau war – viele wollten schon fast gar nicht mehr fliegen.

Gottseidank startete der Flieger letztendlich doch gegen 11:00 Uhr – nach Mostar beträgt die Flugzeit etwa eine Stunde.

Die gesamte Fanszene war ebenfalls in starker Anzahl im Tagesflieger vertreten – ich würde meinen, rund 80 % der Passagiere waren Teil der Szene.

Der Flughafen in Mostar war für mich der kleinste, den ich je gesehen habe. Danach ging’s mit dem Bus in Begleitung der Exekutive zum Hotel Mostar – dort war auch der Treffpunkt für die Abfahrt zum Stadion. Die Innenstadt war ca. zehn Minuten zu Fuß entfernt.

 

 

Stadt:

Die Altstadt (Stari Grad), welche sich am bekannten Fluss befindet, hat einen osmanisch-orientalischen Balkan-Flair.

Das Highlight war natürlich die alte Brücke von Mostar. Rundherum gab es viele kleine Geschäfte (bazarmäßig) sowie diverse Essenslokale.

Die Stadt hat uns extrem gut gefallen – von allen drei Europacup-Reisen definitiv die schönste – und wir würden sie auf jeden Fall für einen Kurztrip empfehlen.

 

 

Essen:

Im Balkan kann’s nur eines geben – Mixed Grillteller.

Wir verlegten ins gut besuchte Restaurant Šadrvan. Dort bestellten wir die Šadrvan-Platte mit Ćevape, Pljeskavica und Grillwurst. Als Beilagen gab es Lepinja samt Ajvar und Kajmak.

Das Essen war unbeschreiblich gut und schmeckt im Balkan einfach noch eine Spur besser als bei uns in Wien.

Als Getränk gab’s das hiesige Mostarsko Pivo.

 

 

Heimfans:

Im bosnisch-muslimischen Stadtteil war kein einziger Zrinjski-Fan zu sehen.

Allerdings waren etliche Späher aus dem Lager der Red Army erkennbar (Ultragruppe von Velež Mostar).

Nachdem die Ultras Rapid ein Gruppenfoto mit Banner bei der alten Brücke machten, kam es zu einer kurzen Kontaktaufnahme mit der Red Army, die eine etwas kryptische Einladung zu einem sportlich orientierten Nachmittag aussprach – zu einer Auseinandersetzung kam es jedoch nicht.

Die gesamte Fanszene verlegte anschließend wieder zum Hotel Mostar bzw. zum Treffpunkt für die Abfahrt zum Stadion.

Weiter entfernt vom Hotel konnte man noch ein paar Raketenexplosionen hören bzw. sehen – ob diese aus dem Zrinjski- oder Velež-Lager kamen, war zumindest mir unklar. Mit den Raketen wollten sie offenbar auf ihren Standort aufmerksam machen.

Bis zum Schluss gab es jedoch keinerlei Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen.

 

 

Stadion:

Zum Stadion ging es mit den zur Verfügung gestellten Bussen. Vor Ort wurde ein provisorischer Parkplatz für die Busse eingerichtet – Privat-PKW konnten, soweit ich weiß, keine abgestellt werden, aber es war ohnehin jeder im Bus unterwegs.

Der Einlass war relativ okay – ein bissl langsam und unmotiviert, aber eh wurscht.

Die Polizei war draußen in voller Montur aufgestellt, verhielt sich jedoch ruhig und zurückhaltend.

Der Gästesektor war irgendwo rechts ganz oben – die Sicht war teilweise stark eingeschränkt, bedingt durch Zaun, Entfernung und das endlos lange Netz.

Das Stadion an sich war richtig hässlich – ich verstehe ehrlich gesagt nicht ganz, wie man dafür eine Lizenz bekommt. Die Vienna hätte bei uns ein schöneres Stadion.

Ein großes Lob möchte ich den Ultras Rapid und vor allem den Vorsängern aussprechen: Trotz der derzeitigen Lage wurde bis zum Schluss gesungen und versucht, halbwegs Stimmung zu erzeugen. Geklappt hat das leider nur mäßig, da nicht alle Fangruppen und mitgereisten Privatpersonen den nötigen Elan mitbrachten.

Die Zrinjski-Fans waren ganz unten links platziert – dürfte keine besonders große Szene sein, aber nach dem, was man gesehen hat: klein, aber fein. Es wurde diverse Pyrotechnik gezündet, allerdings auch unnötige Böller.

Im Stadion gab es Gottseidank Bier (Karlovačko Lager), allerdings nur in 250-ml-Bechern und es waren lediglich zwei Personen für die Kantine abgestellt – wieder einmal eine absolute Frechheit.

Die Wartezeit betrug diesmal über eine Stunde (vor Spielbeginn Gottseidank noch geschafft). Dazu kam, dass viele gleich für mehrere Personen bestellten, was die Wartezeit zusätzlich verlängerte.

Zum Essen gab es irgendein Roll-Sandwich, allerdings habe ich keinen einzigen gesehen, der sich das wirklich gegönnt hat.

 

 

Abreise:

Nach dem Spiel wurde die Mannschaft weggeschickt – geklatscht wurde nicht.

Mit dem Unentschieden stellten wir einen Negativrekord auf und beendeten die Ligaphase als Letzter, mit dem schlechtesten Ergebnis seit Einführung dieser Phase.

 

 

Rückreise:

Nach dem Spiel verlegten wir alle (Tagesflieger + der Zweitagesflieger) mit den Bussen zurück zum Flughafen. Einige waren aufgrund des hohen Alkoholkonsums sichtlich schwer gezeichnet.

Vor Ort gab es dann immerhin eine positive Meldung: Da der Flieger der Mannschaft noch in Dubrovnik stand und sie erst am nächsten Tag heimflogen, konnten wir deren Slot übernehmen. Somit ging es statt über Bratislava direkt nach Wien.

 

Fazit:

Die Auswärtsreise war in der Ligaphase eigentlich die beste. Viele Bekannte getroffen und viele Pivos getrunken.

Die Stadt hat uns extrem gut gefallen.

 

Leider war es die letzte Auswärtsreise, und damit geht diese Europacup-Saison zu Ende.

Sehr lässig war auch, dass diesmal die komplette Fanszene in der Stadt vertreten war – das macht einen guten Eindruck und man fühlt sich einfach wohler.

 

Ich kann es nur jedem ans Herz legen: Fahrt international Auswärts – ihr werdet es nicht bereuen. 🟢

Es sind schon Leute mit dem Auto angereist sogar aus Österreich bzw. sowie ich mit meinen Leuten mit einem Mietauto 😉

Nur zur Richtigstellung, sonst ein super Bericht !!

bearbeitet von marco1989

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Postet viiiel zu viel
In Cider schrieb am 21.12.2025 um 00:24 :

Bevor der Thread gesperrt wird, würde mich noch interessieren welche Auswärtsreise euch am besten gefallen hat. (Stadt, Essen, Anreise, Heimfans, Verpflegung etc.) 

die Spiele waren allesamt Orsch, auf die brauchen wir nicht mehr eingehen :) 

ausführlicher Reisebericht (Posen/Kattowitz bzw. Sosnowiec/Mostar) von mir folgt morgen - daher Thread bitte noch geöffnet lassen :) 

Edinburgh/Dundee. Das Spiel inklusive erstem EC-Elfern war dann noch das Schlagobersgupferl drauf. Auswärts auf der Insel is einfach schwer zu schlagen.

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Weltklassecoach
marco1989 schrieb vor 2 Stunden:

Es sind schon Leute mit dem Auto angereist sogar aus Österreich bzw. sowie ich mit meinen Leuten mit einem Mietauto 😉

Nur zur Richtigstellung, sonst ein super Bericht !!

Fleißig - danke :) Aber wart‘s ihr im Bus oder seit‘s direkt zum Stadion bzw. gab‘s Parkplätze? 
 

dankeschön :) 

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marco1989 schrieb vor 3 Stunden:

Es sind schon Leute mit dem Auto angereist sogar aus Österreich bzw. sowie ich mit meinen Leuten mit einem Mietauto 😉

Nur zur Richtigstellung, sonst ein super Bericht !!

Jop, wir z.B sind von Mi-Sa insgesamt 21h im Auto gesessen :lol:

Hab gsd wieder alle Aways mitmachen können. Highlight bleibt natürlich der Aufstieg bei Dundee im Elfern, inkl. herzlichster Gastfreundschaft der Schotten. Dicht gefolgt vom sommerlichen Montenegro Sightseeing und dem jetzigen Mostar Roadtrip. 

So peinlich die sportlichen Darbietungen und die Endplatzierung auch waren, gabs zumindest eine volle Europacup Saison! Würds sofort wieder so nehmen, anstatt einer reinen AT-Buli Saison! 

bearbeitet von Green_White Anfield Devil

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Tribünenzierde

Wenn noch jemand im Thread ist, nicht dabei sein konnte oder die Reise aus Mostar noch einmal nachhören möchte:
Ich habe in unserer neuen Podcastfolge einen langen Reisebericht mit Eindrücken aus Mostar, Sarajevo und Nürnberg abgegeben inklusive unseren heißblütigen Kellnern aus der Szene von Velez Mostar.

Sorry für die Eigenwerbung, aber vielleicht interessiert´s ja jemand in der Weihnachtsruhe.

 

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Bunter Hund im ASB
In Cider schrieb vor 22 Stunden:

Fleißig - danke :) Aber wart‘s ihr im Bus oder seit‘s direkt zum Stadion bzw. gab‘s Parkplätze? 
 

dankeschön :) 

wir sind selber mit unserm Mietauto hingefahren und sind gleich rechts wo die Wohnbauten war mit dem Auto gestanden.

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