Eine Woche nach dem GAK-Spiel melde ich mich auch wieder einmal.
Ich habe für mich beschlossen aktuell von diesem Team etwas Abstand zu nehmen um mich nicht Woche für Woche zu Tode zu ärgern. Die Niederlage gegen den GAK und die Art und Weise wie diese wieder zustande kam, hat mich dann doch schwer getroffen. Beim 1:2 bin ich innerlich eskaliert, so wie ich mich selbst lange nicht mehr gesehen habe. So bin ich normal nicht. Das hat mir gezeigt, wie sehr diese Mannschaft mir mittlerweile an die Substanz geht auch wenn ich es Woche für Woche mit Humor nehmen möchte. Es ist jede Woche dieselbe Enttäuschung. Es wäre mir mittlerweile lieber, dass wir jede Partie 0:4 verlieren anstatt immer nur knapp durch individuelle Eigenfehler das Spiel zu verschenken. So wüsste man zumindest wo man steht. Diese Art des Verlieren nährt, je näher das nächste Spiel kommt, immer wieder Hoffnungen, dass es vielleicht doch den Turnaround geben könnte. Es fehlt oft ja nicht viel.
Ich verfolge diesen Verein nun seit über einem Jahrzehnt. Der Großteil war geprägt von Ambitionslosigkeit, schlechtem Management und keinerlei Hoffnung. Seit dem Aufstieg hat sich hier vieles ins Positive verändert. Auch wenn ich es mir lange nicht eingestehen wollte, hat es auch meine Ansprüche verändert. Das Ergebnis und der Tabellenplatz war mir in der Regel immer egal. Spieler kamen - Spieler gingen. Nach dem Aufstieg spielt man in dem System mit in dem solche Dinge essenziell sind. Die ersten zwei Saison ging das gut - heuer sind wir in einer Situation wo wenig bis nichts zusammenläuft und ich den Verein als fehl am Platz empfinde. Auch wenn ich gerne sage, dass mich das Ergebnis noch immer nicht interessiert, ist das offensichtlich nicht so. Ansonsten würde ich mich auch nicht Woche für Woche unterbewusst darüber ärgern und es meine Stimmung beeinflussen.
Etwas was mich nun endgültig von diesem Team entfremdet hat war das Reaction-Video vor dem GAK-Spiel von Matchplan der OÖN. In diesem Video haben viele Blau-Weiße nach dem Ried-Spiel Interviews gegeben haben und diese dann Köllner und Maranda gezeigt wurden. Da waren zum Teil auch altgediente Fans dabei die voller Euphorie der Mannschaft immer noch die Stange hielten obwohl es aktuell keine Selbstverständlichkeit ist. Die Reaktion von Maranda war meist nur Schmunzeln. Nämlich darüber, dass viele Aussagen etwas over the top waren und aus dem ein oder Anderen auch der Alkohol nach dem Spiel sprach. Das fand ich derart respektlos und zeigt meiner Meinung nach gut weshalb jede Worte der aktiven Fanszene bei diesen Spielern vorbeigeht.
Natürlich heißt es für mich auch weiterhin: alles für den Verein. Den Großteil dieser Spieler sehe ich jedoch nur noch als Fußballer die aktuell unser Trikot tragen und es bei der nächstbesten Gelegenheit wechseln werden.