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Interview mit Volkan Kahraman

8 Beiträge in diesem Thema

Kahraman: "Ich weiß mittlerweile, dass viel an mir lag"

Wien - Müsste Volkan Kahraman sich wie ein normalsterblicher Arbeitssuchender um einen neuen Job bewerben, bräuchte er in punkto Lebenslauf keine gähnende Leere befürchten.

Feyenoord Rotterdam, Excelsior Rotterdam, Trabzonspor, Erzurumspor, Pasching, Austria Wien, Austria Salzburg, Xanthi und der LASK - trotz seiner erst 25 Jahre hat er schon neun Anläufe im Profi-Fußball hinter sich.

Meist erfolglose. Richtig glücklich war der begnadete Techniker nur in jenen eineinhalb Jahren von Sommer 2001 bis Winter 2002, als er in Pasching spielte und zum Nationalspieler reifte - bevor er bei seinem Traumverein Austria Wien eine neue Herausforderung suchte.

Nach zweieinhalb verkorksten Saisonen kehrt der "verlorene Sohn" nun reumütig nach Pasching ins vertraute Umfeld zurück.

Der Mittelfeldspieler schätzt den "Amateur-Spirit" des Dorfvereins, "alles ist familiärer." Zudem trifft er im Linzer Vorort mit Georg Zellhofer wieder jenen Trainer, der bislang am besten mit seinem nicht immer einfachen Charakter umzugehen wusste.

Im Sport1-Interview spricht er über eigene und fremde Fehler in den letzten Jahren und verspricht hoch und heilig: "Die Zeit des Wandervogels ist vorbei, ich möchte in Pasching einen Anker setzen."

Sport1: War es ein Fehler, dass du Pasching damals verlassen hast?

Kahraman: Im Nachhinein war es sicher ein Fehler. Es war vielleicht ein bisschen zu früh. Aber Austria Wien war mein Traumverein. Mit Christoph Daum hatten sie einen Super-Trainer. Natürlich habe ich es mir anders vorgestellt.

Sport1: Seit deinem Pasching-Abschied vor zweieinhalb Jahren warst du bei vier Vereinen. Kannst du schildern, was bei der Austria, in Salzburg, bei Xanthi und beim LASK jeweils schief lief?

Kahraman: Bei der Austria war das Problem, dass sie unter dem neuen Trainer Jogi Löw acht neue Spieler geholt haben, sieben davon über 30. Die mussten natürlich spielen. Wir jungen Talente wurden eben verliehen. Ich ging nach Salzburg, wo ich mich aber nie zu Hause gefühlt habe. Es hat ein paar Spieler gegeben, die Gruppen gebildet haben. Es war nie Stimmung in der Mannschaft. Das hat niemand unter Kontrolle gehabt.

Sport1: Dann die Flucht nach Griechenland.

Kahraman: In Xanthi ist es im Prinzip ganz gut gelaufen, bis ich mich verletzt habe. Ich hatte einen Faserriss im Oberschenkel. Dort wurde viel trainiert, das war mein Körper nicht gewohnt. Dann ist ein neuer Trainer gekommen, der seine eigenen Spieler mitgenommen hat. Dann war es aus für mich. Das halbe Jahr beim LASK war eine Aufbau-Saison, wo ich aber auch kleinere Verletzungen und Krankheiten hatte. Ich war vom Pech verfolgt. Jetzt bin ich froh, dass ich zurück in Pasching bin und wieder Gas geben kann.

Sport1: Wo dich mit Georg Zellhofer jener Trainer erwartet, unter dem du deine größten Erfolge gefeiert hast. Er hatte dich damals vor dem Abschied gewarnt. Wie hat er dich nun wieder aufgenommen?

Kahraman: Wir haben ein normales Verhältnis. Er kennt mich, weiß, was ich kann und wird versuchen, mir zu helfen. Er weiß, was ich brauche, um wieder ganz raufzukommen. Ich hatte aber auch beim Abschied keine Probleme mit ihm. Wenn es schief gelaufen ist, hat immer jeder recht.

Sport1: Du hattest viele Trainer, kaum einer hat das Optimum aus dir herausgeholt. Was macht Zellhofer anders?

Kahraman: Im Umgang habe ich noch mit keinem Trainer ein Problem gehabt. Ich brauche nur ehrliche Leute um mich herum. Zellhofer weiß einfach von meinem Charakter her, wie er zu mir sein soll. Wenn man mich respektiert, bekommt man Respekt zurück. Zellhofer beweist Jahr für Jahr, wie er Mannschaften zusammenstellt, was er alles kann. Er hat irgendwie eine eigene Art, die ich nicht mit Worten erklären kann.

Sport1: Rechnest du mit einem Stammplatz?

Kahraman: In den ersten Wochen wird es noch nicht reichen. Aber das ist mir auch egal. Ich möchte einfach in Ruhe Fußballspielen. Die Zeiten, wo ich deswegen angefressen war, sind vorbei. Ich würde deswegen nicht den Verein verlassen. Ich weiß mittlerweile, dass viel an mir gelegen ist. Ich muss jetzt trainieren, dann komme ich auch wieder zurück.

Sport1: Du bist erst 25: Nach mittlerweile neun verschiedenen Vereinen soll Pasching jetzt ein längerfristiges Engagement werden?

Kahraman: Die Zeit des Wandervogels ist vorbei. Wobei ich betonen muss, dass es mir bei meinen Wechseln nicht um Geld gegangen ist. Was ich bei der Austria verdient habe, hätte mir damals Pasching-Präsident Grad auch gezahlt. Aber es stimmt, ich möchte jetzt hier den Anker setzen und bleiben - solange mich der FC Pasching will natürlich.

Sport1: Was traust du dir zu? Damals hast du es in Pasching ja bis ins Nationalteam geschafft.

Kahraman: Ich habe gelernt, mir keine Ziele mehr zu setzen. Das erzeugt nur unnötigen Druck. Ich möchte einfach nur das nächste Spiel gut spielen, das nächste Training gut absolvieren. Wenn ich gut spiele, komme ich sowieso fürs Nationalteam in Frage.

Sport1: Beim FC Pasching gab es in diesem Sommer einen großen Umbruch, viele Experten rechnen nicht mehr unbedingt mit euch. Werdet ihr voreilig abgeschrieben?

Kahraman: Das sagt man doch jedes Jahr über den FC SPasching. Zellhofer weiß schon sehr gut, wie er eine Mannschaft zusammenstellen muss. Als ich damals in der Red-Zac nach Pasching gekommen bin, war ich auch skeptisch. Prompt wurden wir Meister. Jetzt wollen wir die Euphorie weiter führen.

Sport1: Dass heißt, die Konkurrenz wird aus Schaden nicht klug, weil es weiter ein Fehler ist, euch abzuschreiben.

Kahraman: Es ist ja nur besser für uns, wenn wir Außenseiter sind und wir ihnen immer wieder eine Watschn geben.

Sport1: Wie beurteilst du das Wettrüsten der Konkurrenz?

Kahraman: Schön für uns, wenn alle aufrüsten und dann zu uns kommen. Zu Hause ist der FC Pasching eine Festung. Es ist viel lustiger, wenn du einmal gegen einen Lokvenc oder einen Jara gewinnst.

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Also ich finde die Aussagen von Volkan ganz vernünftig. Er dürfte in den vergangenen Jahren doch etwas gereift sein und hat nun den Sinn des (Fußballer-)Lebens erkannt.

Man wird jedoch in der nächsten Zeit sehen, ob es nur leere Worte waren die er von sich gegeben hat. Ich wünsch ihm auf alle Fälle das er dort anschließen kann wo er vor dem Wechsel nach Wien aufgehört hat.

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Wenn er es bei uns auch nicht schafft, kann er seine Karriere beenden. Aber wenns jemand schafft "Staraman" (copyright JFHAP) auf den richtigen Weg zurückzubringen dann der Schurl. Der hat übrigens im Sportzeitunginterview gesagt, dass der Rückkehrer zuerst bei den Amateuren spielen wird. Die Wahrheit liegt sowieso auf dem Platz (5 €uro ins Phrasenschwein ;) )

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Der hat übrigens im Sportzeitunginterview gesagt, dass der Rückkehrer zuerst bei den Amateuren spielen wird. Die Wahrheit liegt sowieso auf dem Platz (5 €uro ins Phrasenschwein ;) )

kann ich mir nicht vorstellen ..

er oder karatay werden gegen mburg auflaufen..

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kann ich mir nicht vorstellen ..

er oder karatay werden gegen mburg auflaufen..

Man kann nur hoffen, daß sich der Herr "Staraman" (absolut genial :clap: )

nun doch wieder seinenr fußballerischen Leistungen besinnt und sich wieder so präsentiert wie er es Anfangs bei uns in Pasching getan hat.

...................obwohl sympathisch wird er mir wohl nie mehr werden.

Was er fußballspielen kann hat er jedoch bei uns schon bewiesen, doch leider schien im sein Charakter dabei im Wege zu stehen.

Wäre immer noch dafür ihn als "Balljunge" zu verpflichten, da könnte er dann auch "sesshaft" werden und den Verein bis ins hohe Alter erhalten bleiben :finger:

...................mein ja nur um ihm einige Umzüge zu ersparen :laugh:

bearbeitet von Spanishfly

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kann ich mir nicht vorstellen ..

er oder karatay werden gegen mburg auflaufen..

Hat unser Cheftrainer aber wortwörtlich so gesagt! Das genaue Zitat kann ich dir augenblicklich nicht bringen, weil ich diese Ausgabe der SZ einfach nimma find.

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