
In den Jahren (1899 - 1903) Spielte Rapid auf der Schmelz. Die Benützungsbedingung war damals die eigene Platzgestaltung. Das Spielfeld musste jedes Mal neu angelegt und wieder abgebaut werden. Die Kosten betrugen zwei Kronen. Soviel Kosteten 300 Meter Spagat, Eckstangen, einige Eisenpflöcke und eine Kanne mit Kalkmilch für die Linien.
In den Jahren (1903 - 1910): Im Jahr 1903 fand sich endlich ein geeignetes Areal. Die Gemeinde Wien verpachtet dem Verein ein Grundstück an der Selzergasse, das mit der Schmalseite an die Hütteldorfer Straße grenzte. Der Platz hatte von Tor zu Tor ein Gefälle von rund zwei Metern. Diese Höhendifferenz wurde 1907, als ein Klubhaus und die Tribünen errichtet wurden, ausgeglichen. 1910 kündigte die Gemeinde den Pachtvertrag. Rapid war damit heimatlosen geworden.
Die Pfarrwiese (1912 - 1977): Nach der überraschenden Kündigung des Rudolfsheimer Sportplatzes fand sich ein Areal, das zum einen Teil der Gemeinde Wien, zum anderen Teil der Pfarre Hütteldorf gehörte. Im Herbst 1911 begann der Bruder des neuen Rapidchefs Dionys Schönecker, Eduard, mit dem Umbau, am 25. April 1912 wurde die Pfarrwiese eröffnet. 8.000 Zuschauer fanden Platz, das war bald zu klein. 1920 wurde die Pfarrwiese, wieder unter der Leitung von Eduard Schönecker, auf 20.000 Plätze ausgebaut. Mitte der Siebziger Jahre wollte die Gemeinde Wien eine Stelzenautobahn genau über die Pfarrwiese zum Flötzersteig errichten. Das wurde zwar durch eine Volksabstimmung verhindert, Rapid mußte trotzdem ausziehen. Bis 1981 trainierte hier noch der Nachwuchs.
Das Weststadion (1977 - 1980): 500 Meter von der Pfarrwiese wurde ein modernes Fußballstadion errichtet. Die neue Heimstätte Rapids hieß 1981 schlicht Weststadion. Geplant wurde das Weststadion von einen der legendärsten Fußballer, die je bei Rapid gespielt hat. Gerhard Hanappi, war mit 93 Teameinsätzen Rekordinternationaler, er hatte nebenbei und nach seiner fußballerischen Karriere Architektur studiert. Das Weststadion - Hanappi, der die Windverhältnisse im Wiental natürlich gut kannte, dachte es sich in Rotstift an. Das machte unter anderen eine Drehung des Feldes um 90 Grad notwendig und öffnete das Stadion damit den oft stürmischen Westwinden. Im August 1980 verstarb Gerhard Hanappi, seit 1981 trägt das Rapidstadion seinen Namen.



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